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Gela und Syrakus von ihrer Gründung bis zum Ausgang des 5. Jahrhunderts v. Chr.

Die Westgriechen

Title: Gela und Syrakus von ihrer Gründung bis zum Ausgang des 5. Jahrhunderts v. Chr.

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 30 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Toni Holzfuß (Author)

World History - Early and Ancient History
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Die lange und wechselvolle Geschichte der Griechen begann etwa 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung, als indogermanische Stämme auf die später von den Griechen als „Hellas“ bezeichnete Halbinsel einwanderten.
Betrachtet man sich die verschiedenen politischen Landkarten Griechenlands der Antike, so stellt man fest, dass das damalige Griechenland kein geschlossener Nationalstaat war, sondern sich die Menschen in einer Vielzahl dieser Stadtstaaten organisierten. Als wichtige Poleis traten hier insbesondere Athen und Sparta hervor, deren Gegensatz untereinander sich immer weiter verstärkte und sich schließlich im Peloponnesischen Krieg (431-404 v. Chr.) entlud.
Doch neben dem ursprünglichen Siedlungsland suchten sich die Griechen auch andere Besiedlungsräume – die griechischen Kolonisationen begannen. Die Kolonisten verschlug es dabei in verschiedene Richtungen: An die Schwarzmeerküste, an das südliche Kleinasien, an die heutige israelische Küste, nach Ägypten, aber ebenso nach Westen in das südliche Italien, auf die Insel Sizilien sowie an die französische und spanische Mittelmeerküste.

In der vorliegenden Arbeit soll vorrangig auf die Griechen eingegangen werden, die sich nach Westen wandten und auf Sizilien niederließen. Es werden die Gründe für die Auswanderungen beleuchtet sowie die Gründe, warum gerade Sizilien für eine Besiedlung ausgewählt wurde. Hierbei werden exemplarisch besonders die Gründungen, Geschichte und Entwicklung der beiden Städte Gela und Syrakus, sowie deren spätere politische Zusammenhänge bis zum Ende des fünften vorchristlichen Jahrhunderts betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung zum Thema

2. Gela und Syrakus

2.1 Die griechischen Expansionen

2.2 Die Griechen auf Sizilien

2.3 Die Gründung der Polis Syrakus

2.4 Die Gründung Gelas

2.5 Die weitere Entwicklung beider Städte in den Jahren zwischen 500 – 491 v. Chr.

2.6 Gela und Syrakus unter der Herrschaft Gelons und Hierons

2.7 Ausblick: Die Zeit der Demokratie von 466 – 405 v. Chr.

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung der griechischen Kolonien Gela und Syrakus auf Sizilien von ihrer Gründung im 8. Jahrhundert v. Chr. bis zum Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. Im Fokus steht dabei die Analyse der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge, die den Aufstieg Syrakus zur dominierenden Macht auf der Insel unter den Deinomeniden sowie die wechselvolle Beziehung zwischen den beiden Städten prägten.

  • Ursachen und Dynamiken der griechischen Kolonisation im Mittelmeerraum.
  • Frühgeschichte und Expansion der Poleis Gela und Syrakus.
  • Politische Umbrüche, Herrschaftsformen und das Wirken von Tyrannen wie Hippokrates, Gelon und Dionysios I.
  • Der Einfluss äußerer Mächte und das Verhältnis zur einheimischen Bevölkerung auf Sizilien.

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Gründung der Polis Syrakus

Die Stadt Syrakus an der südlichen Ostküste Siziliens zählt nach Naxos zu einer der ältesten Siedlungen der Griechen auf Sizilien, wurde es doch bereits ein Jahr nach der chalkidischen Stadt gegründet. Über die frühe Stadtgeschichte ist nur wenig überliefert, jedoch scheint sicher zu sein, dass Syrakus von korinthischen Kolonisten etwa um das Jahr 735 v. Chr. gegründet wurde. Die Gründe, warum die Korinther damals überhaupt ihre Stadt verließen und auswanderten, sind in den inneren Verhältnissen der Stadt zu suchen, über die aber leider nur wenig überliefert ist. Der Historiker Holm stellte hierzu einige Überlegungen an. So wie er es darlegt, richteten sich die Stadtbewohner schon seit langem gen Westen, z. B. in Schifffahrt und Handel, da dort weniger Konkurrenten und somit mehr Gewinn zu erwarten waren. Auch die älteren korinthischen Kolonien lagen in westlicher Himmelsrichtung und so „war das bereitwillige Eingehen der Korinther auf die Kolonisation Siciliens sehr natürlich“.

Nachdem beschlossen worden war, dass man eine Kolonie auf Sizilien gründen will, befragte man vorher noch das Orakel von Delphi. Dies war damals nicht ungewöhnlich, im Gegenteil! Sehr viele Leute traten mit ihren Fragen an das Orakel heran oder wollten sich ihre Taten und Vorhaben sanktionieren lassen. So kam es, dass das Heiligtum quasi als eine Art „Austauschbörse“ fungierte und dort ein großes Wissen vorhanden war, auch über die Kolonien, das dort angesammelt wurde.

Der Sage nach, die erst nach der Stadtgründung entstand, verweilte nun Archias in Delphi, um das Orakel zu befragen; mit ihm war Myskellos, ein Heraklide aus Rhypai in Achaja, dort, der wie Archias vorhatte, eine Kolonie zu gründen. Der Gott des Orakels fragte die beiden, ob sie Gesundheit oder Reichtum vorziehen würden, und Myskellos antwortete Gesundheit, Archias aber zog den Reichtum vor. Da gebot der Gott Ersterem, die Siedlung im Süden Italiens anzulegen und Kroton zu nennen, während Archias Syrakus auf Sizilien gründen sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung zum Thema: Einleitender Überblick über die Ursprünge der griechischen Geschichte und die allgemeinen Hintergründe der Kolonisationsbewegungen ab dem 8. Jahrhundert v. Chr.

2. Gela und Syrakus: Detaillierte Darstellung der Gründung, der Expansionspolitik, der Tyrannenherrschaften und der innenpolitischen Entwicklungen beider Poleis auf Sizilien.

2.1 Die griechischen Expansionen: Erläuterung der wirtschaftlichen und sozialen Motive, die die Griechen dazu bewogen, das Mutterland zu verlassen und Kolonien zu gründen.

2.2 Die Griechen auf Sizilien: Analyse der geografischen Bedeutung Siziliens und der Interaktion zwischen den griechischen Siedlern und der ansässigen Bevölkerung.

2.3 Die Gründung der Polis Syrakus: Beschreibung der Gründungsumstände von Syrakus durch korinthische Siedler und die frühe Entwicklung der Stadt.

2.4 Die Gründung Gelas: Darstellung der Gründungsgeschichte Gelas durch rhodische und kretische Kolonisten sowie der frühen politischen Verhältnisse.

2.5 Die weitere Entwicklung beider Städte in den Jahren zwischen 500 – 491 v. Chr.: Analyse der wirtschaftlichen Blüte von Syrakus und des wachsenden politischen Drucks durch die Tyrannen von Gela.

2.6 Gela und Syrakus unter der Herrschaft Gelons und Hierons: Untersuchung der Machtkonzentration unter den Deinomeniden und der Verlagerung des Machtzentrums von Gela nach Syrakus.

2.7 Ausblick: Die Zeit der Demokratie von 466 – 405 v. Chr.: Erörterung der Zeit nach den Tyrannen, der Etablierung demokratischer Tendenzen und der Herausforderungen durch äußere Bedrohungen wie die Karthager.

3. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der wechselseitigen Abhängigkeiten und der gemeinsamen Geschichte von Gela und Syrakus als untrennbare Einheiten.

Schlüsselwörter

Sizilien, Gela, Syrakus, griechische Kolonisation, Tyrannis, Deinomeniden, Expansion, Polis, Antike, Geschichte, Kolonien, Stadtstaat, Machtpolitik, Handel, Sizilische Expedition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung der beiden griechischen Kolonien Gela und Syrakus auf Sizilien und untersucht deren politisches und wirtschaftliches Verhältnis zueinander.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die griechische Kolonisation, die Entstehung der Poleis, die Herrschaftsformen der Tyrannen sowie die außenpolitischen Konflikte mit anderen griechischen Städten und Karthago.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit primär?

Ziel ist es, die Gründe für den Aufstieg und Fall der beiden Städte zu beleuchten und aufzuzeigen, wie Syrakus zur dominierenden Macht auf der Insel avancierte und Gela in seine Abhängigkeit brachte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung antiker Quellen sowie einschlägiger moderner Forschungsliteratur basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kolonisationsgründe, die spezifischen Gründungsgeschichten von Gela und Syrakus, die Phasen der Tyrannis sowie die Auswirkungen von Zwangsumsiedlungen und Kriegen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sizilien, Tyrannis, Deinomeniden, griechische Expansion, Polis-System und die politische Rivalität im 5. Jahrhundert v. Chr.

Welche Rolle spielt die Familie der Deinomeniden für die Entwicklung von Syrakus?

Die Deinomeniden (insbesondere Gelon und Hieron) spielten eine entscheidende Rolle, indem sie die Herrschaft zentralisierten, Syrakus zur Hauptstadt ausbauten und die politische Struktur der Insel nachhaltig veränderten.

Wie wirkte sich die sogenannte "Große Sizilische Expedition" auf die Region aus?

Die Expedition scheiterte katastrophal für Athen, stärkte jedoch kurzzeitig die Position von Syrakus und trug zur Verschärfung der inneren Spannungen bei, die schließlich zum Aufstieg von Dionysios I. führten.

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Details

Title
Gela und Syrakus von ihrer Gründung bis zum Ausgang des 5. Jahrhunderts v. Chr.
Subtitle
Die Westgriechen
College
Martin Luther University  (Klassische Altertumswissenschaften)
Grade
2,0
Author
Toni Holzfuß (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V188003
ISBN (eBook)
9783656114932
ISBN (Book)
9783656114734
Language
German
Tags
Gela Syrakus Westgriechen Antike Sizilien Kolonisation Griechen Polis griechische Expansion Gelon Hieron
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Toni Holzfuß (Author), 2006, Gela und Syrakus von ihrer Gründung bis zum Ausgang des 5. Jahrhunderts v. Chr. , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188003
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