[...] Die meisten Menschen verbringen den Großteil ihres Lebens an ihrem Arbeitsplatz. Menschengerechte Arbeitsbedingungen sind für die Gesundheit, die Lebensqualität und das Selbstbewusstsein der Menschen daher absolut unentbehrlich. Aus diesem Grund sieht das Modell der Sozialen Marktwirtschaft vor, dass Arbeitnehmer hinsichtlich der Arbeitsbedungen und der Arbeitsplatzgestaltung mitbestimmen können und betrieblicher Willkür nicht schutzlos ausgeliefert sind.
Das Betriebsverfassungsgesetz ermöglicht ihnen die Wahl von Betriebsräten, die über abgestufte Beteiligungsrechte (von Anhörungs- und Beratungsrechten bis zur zu Mitbestimmung- und Zustimmungsrechten) in betrieblichen und sozialen Fragen verfügen (Vgl. Avenarius 1995, S. 234 ff). Bedeutsam sind hierbei vor allem jene betrieblichen und sozialen Angelegenheiten, bei denen der Betriebsrat über erzwingbare Mitbestimmungsrechte verfügt, weil sie das größte Potential für innerbetriebliche Konflikte beinhalten. Hierzu zählen etwa: Aufstellung einer Betriebsordnung (Alkohol- und Rauchverbote etc.), Pausen- und Urlaubsregelungen, Festsetzung von Akkord- und Prämiensätzen oder eine vorübergehende Verkürzung oder Verlängerung der betriebsüblichen Arbeitszeit.
Dem Arbeitgeber ist es demnach nicht erlaubt, in diesen Angelegenheiten bestehende Regelungen zu verändern, wenn der Betriebsrat dem nicht zustimmt. Vielmehr ist es nötig, dass sich Arbeitgeber und Betriebsrat auf eine einvernehmliche Lösung einigen. Angenommen, Arbeitgeber und Betriebsrat können sich auf keine Regelung einigen, ist die Einigungsstelle anzurufen (vgl. Lampert, S. 237).
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Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 PRAKTIKUMSSITUATION
2.1 HAUPTSCHULE HEIDBERG
2.2 DER SCHULBEZIRK
2.3 MEIN EINSATZ IM PRAKTIKUM
3 BEOBACHTUNGSVORHABEN
3.1 EINLEITUNG
3.2 FORMULIERUNG EINER FRAGESTELLUNG
3.3 BEOBACHTUNGSERGEBNISSE
3.4 DISKUSSION
4 DOKUMENTATION EINER UNTERRICHTSEINHEIT
5 AUSFÜHRLICHE UNTERRICHTSVORBEREITUNG
5.1 FORMALIA
5.2 EINBETTUNG IN DEN UNTERRICHTSZUSAMMENHANG
5.3 BEDINGUNGSANALYSE
5.4 SACHANALYSE
5.5 DIDAKTISCHE ANALYSE
5.6 METHODISCHE ANALYSE
5.7 REFLEXION
5.8 VERLAUFSPLAN
5.9 ARBEITSBLÄTTER, MATERIAL, FILM
6 ZUSAMMENFASSUNG UND REFLEXION
7 LITERATUR
8 ANHANG
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit dokumentiert die Erfahrungen des Autors während des Allgemeinen Schulpraktikums an der Hauptschule Heidberg. Das Hauptziel besteht darin, sowohl die Praktikumssituation und schulische Rahmenbedingungen zu reflektieren, als auch ein eigenes Beobachtungsvorhaben zum Thema Tierhaltung in der Schule durchzuführen und eine spezifische Unterrichtseinheit zum Thema betriebliche Mitbestimmung detailliert vorzubereiten und zu evaluieren.
- Praxisbericht und Reflexion des Allgemeinen Schulpraktikums
- Analyse der Schulsituation und des Lernumfelds
- Studienprojekt zur Interaktion zwischen Schülern und Tieren
- Didaktische Planung einer Unterrichtseinheit zum Betriebsrat
- Reflexion der eigenen Rolle und methodischer Kompetenzen
Auszug aus dem Buch
3.4 Diskussion
Das Kerncurriculum des Landes Niedersachse für Naturwissenschaften an Hauptschulen fordert explizit die „Auseinandersetzung mit dem Lebendigen“. Die Hauptschule Heidberg kommt dieser Forderung gleich mit mehren mehreren Projekten nach.
Insbesondere in Bezug auf das Schulhühner Projekt stellt sich mir jedoch die Frage, ob das reine „Vorhalten“ der Tiere diesem Anspruch auch wirklich gerecht wird. Wie meine Beobachtung gezeigt hat, findet derzeit kaum eine tiefergehende Auseinandersetzung der Schüler mit den Tieren statt. Wenn überhaupt spielt sich diese auf der Ebene der einfachen Versorgung und Pflege ab. Eine tiefergehende Verzahnung der Hühner mit den Unterricht fand zum Zeitpunkt meiner Beobachtung nicht bzw. kaum statt. Auch nicht außerhalb der von mir beobachteten Zeiten.
Gerade im Unterricht böten Tiere doch eigentlich eine gute Möglichkeit, das Motivationsniveau zu heben. Emotionale Beteiligung kann Interesse hervorrufen und so eine kognitive Aktivierung der Lerner fördern. Daraus resultiert letztlich ein höherer Lernzuwachs, wie etwa Wilde & Bätz 2009 in ihren empirischen Studien zum Einsatz vom Zwergmäusen im Unterricht gezeigt haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Der Autor stellt das Praktikum an der Hauptschule Heidberg vor und legt die organisatorischen Rahmenbedingungen dar.
2 PRAKTIKUMSSITUATION: Dieses Kapitel beschreibt die Schule, den Schulbezirk sowie den eigenen Einsatz und die Hospitationserfahrungen des Praktikanten.
3 BEOBACHTUNGSVORHABEN: Fokus auf das Studienprojekt zu lebenden Tieren in der Schule inklusive der Durchführung von Beobachtungen und Interviews sowie deren Auswertung.
4 DOKUMENTATION EINER UNTERRICHTSEINHEIT: Darstellung der geplanten Unterrichtsstunden zum Thema Betriebsrat in Tabellenform.
5 AUSFÜHRLICHE UNTERRICHTSVORBEREITUNG: Detaillierte Planung einer Unterrichtsstunde inklusive formaler Daten, Lernzielen, Bedingungs- und Sachanalyse sowie methodischer Überlegungen.
6 ZUSAMMENFASSUNG UND REFLEXION: Zusammenfassende Bewertung der Praktikumserfahrungen und der eigenen beruflichen Entwicklung.
7 LITERATUR: Auflistung der verwendeten Quellen und Literatur.
8 ANHANG: Beifügung von ergänzenden Materialien wie Arbeitsblättern und weiteren Hinweisen zur Unterrichtseinheit.
Schlüsselwörter
Allgemeines Schulpraktikum, Hauptschule, Unterrichtsvorbereitung, Betriebsrat, Mitbestimmung, Schülerverhalten, lebendige Tiere, Schultiere, Didaktik, Methodik, Gruppenarbeit, Lernziele, Reflexion, Pädagogik, Sozialkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst einen Praktikumsbericht für das Allgemeine Schulpraktikum (ASP), inklusive einer Reflexion über die Schule und den Unterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit deckt die Beobachtung von Schulprojekten (Tiere in der Schule) sowie die didaktische Planung und Vorbereitung von Unterrichtseinheiten im Fach Arbeit/Wirtschaft ab.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Reflexion des eigenen Lehrerhandelns im Praktikum sowie die Untersuchung, wie sich der Umgang mit Tieren auf das Verhalten der Schüler auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es kommen qualitative Methoden zum Einsatz, insbesondere Beobachtungen, offene Interviews mit Lehrkräften sowie die strukturierte didaktische Analyse und Planung von Unterricht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Praktikumssituation, das Beobachtungsvorhaben zu Tieren in der Schule und die ausführliche Unterrichtsvorbereitung zum Thema betriebliche Mitbestimmung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Allgemeines Schulpraktikum, Unterrichtsvorbereitung, Betriebsrat, Didaktik, Reflexion und Schulentwicklung.
Welche Herausforderungen bei der Tierhaltung an der Schule werden thematisiert?
Der Autor hinterfragt, ob die Tiere lediglich "vorgehalten" werden oder ob eine tiefgehende pädagogische Einbindung in den Unterricht stattfindet.
Wie bewertet der Autor die Unterrichtsplanung?
Er beschreibt die Vorbereitung als zeitaufwendig und kreativ anspruchsvoll, wobei er betont, dass eine gute Planung essenziell für eine gelungene Durchführung ist.
- Quote paper
- B.A. Hendrik Beyer (Author), 2011, Ausführliche Unterrichtsvorbereitung zum Thema betriebliche Mitbestimmung (Fach: AW) , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188061