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Führungsprobleme eines kommunalen Versorgungsunternehmens unter den Bedingungen des öffentlichen Auftrags, der Marktwirtschaft und der Politik

Title: Führungsprobleme eines kommunalen Versorgungsunternehmens unter den Bedingungen des öffentlichen Auftrags, der Marktwirtschaft und der Politik

Master's Thesis , 2011 , 75 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jens-Patrick Cillwik (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Ziel der Arbeit insgesamt ist es, die behandelten Themenkreise mit einem angemessenen Detaillierungsgrad darzustellen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, soll – auch angesichts des begrenzten Seitenumfangs – zu Gunsten einer eingehenderen Darstellung der Probleme auf Versorgungsebene (insbes. die 2 Hauptfunktionen Strom-, Gasversorgung) der ebenfalls von den Stadtwerken abgedeckte Bereich der Entsorgungsleistungen (Hausmüll, Abwasser) ausgeklammert werden. Auch der Wasserversorgung soll kein eigenes Kapitel gewidmet werden, wenngleich die darin stattfindenden Veränderungen im Verlaufe der Arbeit punktuell Erwähnung finden werden. Teil dieses Ausschnitts kommunaler Führungsprobleme respektive der konzeptionellen Ausrichtung der Arbeit ist ferner die Verdeutlichung der behandelten Probleme anhand zahlreicher Praxisbeispiele.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Historische Entwicklung der Versorgungswirtschaft bis 1998

2.2 Liberalisierung der Energieversorgung seit 1996/1998

2.2.1 Vom EU-Binnenmarktkonzept zu den Binnenmarktrichtlinien Elektrizität und Gas

2.2.2 Die Reform des Energiewirtschaftsrechts 1998

2.2.3 Von den EU-Beschleunigungsrichtlinien zur EnWG-Novelle 2005

2.3 Strukturelle Veränderungen der Versorgungsmärkte seit Beginn der Liberalisierung

3 Führungsprobleme kommunaler Versorgungsunternehmen aufgrund ihres öffentlichen Charakters

3.1 Stadtwerke und der öffentliche Auftrag

3.2 Einschränkungen aufgrund des Örtlichkeitsprinzips im Gemeindewirtschaftsrecht

3.3 Kommunalpolitische vs. marktwirtschaftliche Steuerung

3.4 Zielkonflikte in gemischtwirtschaftlichen Stadtwerken

3.4.1 Gewinnmaximierung vs. Daseinsvorsorge

3.4.2 Effizienzsteigerung vs. Beschäftigungssicherung

3.4.3 Haushaltskonsolidierung vs. Steuerung und Kontrolle

4 Führungsprobleme im Kontext energiepolitischer und regulatorischer Rahmenbedingungen

4.1 Energiewende in Deutschland im Spannungsfeld zwischen Atomausstieg und Klimaschutz und die Rolle der Stadtwerke

4.2 Herausforderungen bei der Investitionen in eigene Erzeugungskapazitäten

4.2.1 Erneuerbare Energien

4.2.2 Kraft-Wärme-Kopplung

4.3 Investitionen in den Verteilnetz-Ausbau vs. Anreizregulierung

4.3.1 Grundprinzip und Funktionsweise der Anreizregulierung

4.3.2 Probleme im Bereich der Anreizregulierung aus Sicht der Stadtwerke

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Masterarbeit analysiert die Führungsprobleme kommunaler Versorgungsunternehmen (Stadtwerke) in einem komplexen Spannungsfeld zwischen öffentlichem Auftrag, marktwirtschaftlichem Wettbewerbsdruck und politischer Steuerung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Stadtwerke unter den Bedingungen der Liberalisierung und der energiewirtschaftlichen Transformation effizient geführt werden können, ohne ihren Daseinsvorsorgeauftrag zu vernachlässigen.

  • Historische und ordnungspolitische Entwicklung der Liberalisierung der Energiemärkte seit 1998.
  • Analyse der Führungsprobleme durch den öffentlichen Charakter und das Örtlichkeitsprinzip.
  • Zielkonflikte in gemischtwirtschaftlichen Unternehmen (Gewinnmaximierung vs. Daseinsvorsorge).
  • Herausforderungen durch die Energiewende, regulatorische Vorgaben und die Anreizregulierung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Stadtwerke und der öffentliche Auftrag

Stadtwerke decken gemeinhin ein breites Spektrum an Gütern und Dienstleistungen ab. Hierzu sind in erster Linie die Elektrizitäts-, Gas- und Wasserversorgung, die Müll- und Abwasserentsorgung, die Beförderungsleistungen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und - ferner - der Bereich der öffentlichen Bäder zu zählen. Der rechtswissenschaftlichen Terminologie folgend, bilden sie einen festen Bestandteil der sog. Daseinsvorsorge.

Diese umfasst all jene Güter und Dienstleistungen, die dem Gemeinwohl der Bevölkerung dienen und das Dasein respektive die infrastrukturelle Grundversorgung der Menschen gewährleisten sollen, so beispielsweise auch Straßen- und Wohnungsbau, Kulturpflege, Krankenhäuser, Sparkassen, Schulträgerschaft und Kindertagesstätten.

Angesichts einer mangelnden Legaldefinition handelt es sich bei der Daseinsvorsorge um einen unbestimmten Rechtsbegriff. Gleichwohl besteht ein historisch gewachsener Konsens darüber, dass ihre Sicherstellung grundsätzlich in den Verantwortlichkeitsbereich des Staates respektive der Kommunen fällt. Hieraus leitet sich der sog. öffentliche Auftrag bzw. öffentliche Zweck kommunaler Unternehmen ab, der in den Gemeindeordnungen sämtlicher Bundesländer normiert ist. So heißt es etwa in §101 Abs. 1 Nr. 1 der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein: „Die Gemeinde darf wirtschaftliche Unternehmen errichten, übernehmen oder wesentlich erweitern, wenn ein öffentlicher Zweck, dessen Erfüllung im Vordergrund der Unternehmung stehen muss, das Unternehmen rechtfertigt“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Spannungsfeldes zwischen öffentlichem Auftrag, Marktwirtschaft und Politik, in dem sich Stadtwerke bewegen.

2 Grundlagen: Historischer Rückblick auf die Versorgungswirtschaft und detaillierte Darstellung der Liberalisierungsschritte durch EU-Richtlinien und nationale Gesetze.

3 Führungsprobleme kommunaler Versorgungsunternehmen aufgrund ihres öffentlichen Charakters: Untersuchung des inhärenten Zielkonflikts zwischen Gemeinwohlorientierung, kommunaler Steuerung und wirtschaftlicher Effizienz.

4 Führungsprobleme im Kontext energiepolitischer und regulatorischer Rahmenbedingungen: Analyse der Herausforderungen durch Energiewende, Investitionsbedarf in Erzeugung und Netze sowie die Auswirkungen der Anreizregulierung.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der strategischen Zukunftsfähigkeit der Stadtwerke in einem dynamischen regulatorischen Umfeld.

Schlüsselwörter

Stadtwerke, Daseinsvorsorge, Liberalisierung, Energiewende, Anreizregulierung, Öffentlicher Auftrag, Gewinnmaximierung, Gemeindeordnung, Strommarkt, Gasmarkt, Netzentgelte, Kommunalwirtschaft, Energiepolitik, Unbundling, Investitionssicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die spezifischen Führungsprobleme von Stadtwerken in Deutschland unter dem Einfluss von Liberalisierung, politischen Vorgaben und regulatorischen Rahmenbedingungen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Versorgungswirtschaft, das Spannungsfeld zwischen Daseinsvorsorge und Wettbewerb sowie die energiewirtschaftlichen Herausforderungen der Energiewende.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Herausforderungen für das Management kommunaler Versorger aufzuzeigen, die durch den Widerspruch zwischen öffentlichem Zweck und marktwirtschaftlichem Druck entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse zur Rechtsgeschichte, ökonomischen Modellen der Regulierung und einer Auswertung aktueller energiewirtschaftlicher Entwicklungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der kommunalspezifischen Organisationsprobleme und eine Untersuchung der regulatorischen und energiepolitischen Herausforderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Stadtwerke, Daseinsvorsorge, Liberalisierung, Anreizregulierung und kommunaler Auftrag.

Wie wirkt sich das Örtlichkeitsprinzip auf die Stadtwerke aus?

Es beschränkt Stadtwerke in ihrer unternehmerischen Freiheit, da sie laut altem Gemeindewirtschaftsrecht primär auf ihr Gemeindegebiet begrenzt waren, was die überregionale Entwicklung erschwerte.

Was ist das zentrale Problem bei der Anreizregulierung aus Sicht der Stadtwerke?

Die Anreizregulierung erzeugt hohen Kostendruck und Effizienzvorgaben, die kleine Versorger oft überfordern, da sie als "beeinflussbare Kosten" auch Personalausgaben unter Druck setzen.

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Details

Title
Führungsprobleme eines kommunalen Versorgungsunternehmens unter den Bedingungen des öffentlichen Auftrags, der Marktwirtschaft und der Politik
College
University of Göttingen  (Professur für Produktion und Logistik)
Grade
1,3
Author
Jens-Patrick Cillwik (Author)
Publication Year
2011
Pages
75
Catalog Number
V188115
ISBN (eBook)
9783656170228
ISBN (Book)
9783656170266
Language
German
Tags
führungsprobleme versorgungsunternehmens bedingungen auftrags marktwirtschaft politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens-Patrick Cillwik (Author), 2011, Führungsprobleme eines kommunalen Versorgungsunternehmens unter den Bedingungen des öffentlichen Auftrags, der Marktwirtschaft und der Politik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188115
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