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Globalisierung und der „flexible Mensch“ in Bezug auf Richard Sennett

Title: Globalisierung und der „flexible Mensch“  in Bezug auf Richard Sennett

Scientific Essay , 2012 , 13 Pages

Autor:in: Sonja Deml (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Globalisierung ist nicht nur ein wirtschaftliches oder politisches Thema, sondern wird zur ganz privaten Angelegenheit. Welche Rolle spielen aber intime soziale Beziehungen in Zeiten der sich globali-sierenden Welt und welchen Belastungen müssen diese Beziehungen standhalten? Wie haben sich Beziehungen verändert und welche Auswirkungen hat Globalisierung damit auf die individuelle Lebensgestaltung? Diesen Fragen widmet sich dieser Aufsatz, indem unter anderem Bezug auf Richard Sennetts „flexiblen Menschen“ genommen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Globalisierung und der „flexible Mensch“ in Bezug auf Richard Sennett

1.1 Hinführung zum Thema

1.2 Zum Begriff der Globalisierung

1.3 Soziale Beziehungen im Zeitalter der Globalisierung

1.4 Der flexible Mensch

1.5 Die Schnittstelle zwischen Privat- und Arbeitsleben

1.6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Globalisierung und des damit verbundenen Wandels der Arbeitswelt auf die individuelle Lebensgestaltung sowie auf die Stabilität intimer sozialer Beziehungen, wobei insbesondere Richard Sennetts Konzept des „flexiblen Menschen“ analysiert wird.

  • Konsequenzen beruflicher Flexibilisierung für die persönliche Biographie
  • Spannungsfeld zwischen notwendiger Mobilität und dem Bedürfnis nach Bindung
  • Veränderung von Partnerschafts- und Familienformen unter ökonomischem Druck
  • Die Rolle der „New Economy“ als treibende Kraft für psychische und soziale Belastungen

Auszug aus dem Buch

Der flexible Mensch

„Das Charakteristikum der heutigen Gesellschaft lässt sich (…) am ehesten mit den Ungewissheiten der neuen kapitalistischen Ökonomie beschreiben, die den Menschen in einen Zustand des ziellosen Dahintreibens versetzen.“ So interpretiert Pongs (2000, S. 269) Sennett.

Die Gesellschaft ist beinahe weltweit elektronisch miteinander verbunden. Daraus ergeben sich zahlreiche Veränderungen in der Lebens- und in der Arbeitswelt. Die Vorhersehbarkeit und Berechenbarkeit musste einer hohen Veränderungsgeschwindigkeit weichen. „Alles (…) setzt sich aus Episoden und Bruchstücken zusammen und ist auf Kurzfristigkeit und Elastizität angelegt. Niemand kann sicher sein, morgen noch das Gleiche zu tun wie heute.“ (Pongs 2000, S. 269)

Dem gegenüber steht das Leben des einfachen Menschen Enrico, einer von zwei Protagonisten bei Sennett (1998). Enrico ist italienischer Herkunft, lebt zusammen mit seiner Frau Flavia seit Jahren in Amerika und betätigt sich dort als Hausmeister in einem innerstädtischen Bürogebäude. Er putzt ohne Murren tagein – tagaus Toiletten und wischt Fußböden. Das Auffällige an Enricos Generation ist, „wie linear die Zeit in ihrem Leben verlief: Jahr um Jahr gingen sie Arbeiten nach, die sich von Tag zu Tag kaum unterschieden. Entlang dieser Zeitlinie war der Erfolg kumulativ“ (Sennett 1998, S. 16). Das Leben folgt also festen Strukturen, die eine Entlastungsfunktion haben.

Zusammenfassung der Kapitel

Globalisierung und der „flexible Mensch“ in Bezug auf Richard Sennett: Einleitung in die Thematik der Globalisierung und deren Einfluss auf die private Lebensgestaltung und soziale Beziehungen.

Hinführung zum Thema: Darstellung der historischen Veränderungen des 20. Jahrhunderts und der neuen Anforderungen an den Arbeitnehmer hinsichtlich Flexibilität und Mobilität.

Zum Begriff der Globalisierung: Definition der Globalisierung als Zunahme internationaler wirtschaftlicher Verflechtungen und technischer Vernetzung.

Soziale Beziehungen im Zeitalter der Globalisierung: Analyse, wie der Druck auf die individuelle Berufsbiographie soziale Beziehungen und familiäre Strukturen beeinflusst.

Der flexible Mensch: Untersuchung von Sennetts Konzept anhand der Protagonisten Enrico und Rico, um den Wandel von stabilen Lebensläufen zu kurzfristigen Projektbiographien aufzuzeigen.

Die Schnittstelle zwischen Privat- und Arbeitsleben: Vorstellung unternehmerischer Versuche, durch moderne Arbeitszeitmodelle und Kinderbetreuung die Work-Balance der Mitarbeiter zu fördern.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der flexiblen Gesellschaft, die vor der Verwechslung von Flexibilisierungstendenzen mit echtem Freiheitsgewinn warnt.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Flexibler Mensch, Richard Sennett, Arbeitswelt, Soziale Beziehungen, Flexibilität, Mobilität, Identität, Familie, Kapitalismus, Projektbiographie, Work-Life-Balance, Bindungslosigkeit, Berufsbiographie, New Economy

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der globalisierten Arbeitswelt auf das Individuum und die Stabilität privater sozialer Beziehungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Anforderungen an Flexibilität, den Folgen für die Lebensbiographie und dem Wandel von Partnerschaft und Familie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die biographischen Herausforderungen des Einzelnen im Kontext des „flexiblen Menschen“ nach Sennett herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Analyse der Ansätze von Richard Sennett im Kontext soziologischer und wirtschaftlicher Entwicklungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die treibenden Kräfte der Globalisierung, die Konsequenzen für die soziale Identität und die Versuche der Wirtschaft, durch „Work-Balance“-Konzepte zu reagieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Globalisierung, Flexibilität, der „flexible Mensch“, Identität, soziale Beziehungen und die Transformation der Arbeitswelt.

Wie unterscheidet sich die Generation von Enrico von der heutigen Arbeitswelt?

Die Generation von Enrico war durch lineare Berufsbiographien und berechenbare Lebensverläufe geprägt, während moderne Biographien durch projektbasierte Kurzfristigkeit ersetzt wurden.

Welche Rolle spielt die „Tyrannei der Intimität“?

Die Familie dient heute als privater Rückzugsort, der jedoch zusätzlich mit der Last der Stabilisierung des persönlichen Wertes und der Sinngebung belastet wird.

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Details

Title
Globalisierung und der „flexible Mensch“ in Bezug auf Richard Sennett
Author
Sonja Deml (Author)
Publication Year
2012
Pages
13
Catalog Number
V188224
ISBN (eBook)
9783656118831
ISBN (Book)
9783656118510
Language
German
Tags
globalisierung mensch bezug richard sennett
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Deml (Author), 2012, Globalisierung und der „flexible Mensch“ in Bezug auf Richard Sennett, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188224
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