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Zur Imagination des Bösen am Beispiel Jean-Baptiste Grenouilles aus Patrick Süskinds Roman ‚Das Parfum'

Titel: Zur Imagination des Bösen am Beispiel Jean-Baptiste Grenouilles aus Patrick Süskinds Roman ‚Das Parfum'

Seminararbeit , 2009 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christian Luther (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Böse ist viel - Pferdefuß und Gehörn, braune Uniformen und Gleichschritt, Hass, Zerstörung oder Machtgier. Die Vorstellungen sind mannigfaltig und kulturübergreifend, ebenso vielschichtig, wie die Namen die wir für „es“ kennen, dafür seien exemplarisch diese genannt: Satan, Beelzebub, Luzifer oder schlicht der Teufel.
In folgender Hausarbeit mit dem Titel „Zur Imagination des Bösen am Beispiel Jean Baptiste Grenouilles aus Patrick Süskinds Roman ‚Das Parfum’“ soll gezeigt werden inwiefern sich „Das Böse“ im Rahmen des Textes und in welcher Form konkret äußert. Primär geht es hier um die Darstellung, im engeren Sinne die Zuschreibung des unnfassbar, gar phantastisch Bösen.
Dabei soll der Fokus auf die Hauptfigur Jean-Baptiste Grenouille gerichtet werden und diese auf verschiedenen Ebenen anhand von Textbeispielen analysiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Raum

2.1.1 Der äußere Raum als Raum der Imagebildung

2.2 Ebenen der Darstellung

2.2.1 Das Animalische

2.2.1.1 Das Motiv Frosch

2.2.1.1.1 Der Frosch als Name

2.2.1.1.2 Der Frosch aus der Sicht der Fabel

2.2.1.1.3 Der Frosch aus mythologischer Perspektive

2.2.1.1.4 Der Frosch in religiöser Hinsicht

2.2.1.2 Das Motiv Zeck

2.2.1.2.1 Der Zeck aus parasitärer Sicht

2.2.1.2.2 Der Zeck in religiöser Perspektive

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Imagination des Bösen im Roman "Das Parfum" von Patrick Süskind, wobei das primäre Ziel darin besteht, die Darstellung und Zuschreibung des phantastisch Bösen am Beispiel der Hauptfigur Jean-Baptiste Grenouille zu analysieren. Dabei wird erforscht, wie durch die Verknüpfung von animalischen Aspekten mit mythologischen und religiösen Referenzen ein Bild Grenouilles konstruiert wird, das ihn eher dem Tier als dem Menschen zuordnet.

  • Charakterisierung von Jean-Baptiste Grenouille durch den äußeren Raum.
  • Analyse des Frosch-Motivs auf namenskundlicher, fabeltheoretischer, mythologischer und religiöser Ebene.
  • Untersuchung der Zeck-Symbolik hinsichtlich parasitären Verhaltens und religiöser Kontrastierung.
  • Die Figur Grenouille als Manifestation des negativen Erlösers.

Auszug aus dem Buch

2.2.1.1.4. Der Frosch in religiöser Hinsicht

Wie bereits erwähnt möchte ich noch die vorher benannten Aspekte in diesen Teil einbetten, zum einen die Namenssituation des Täuferfrosches aus dem Abschnitt ‚Der Frosch als Name’ und zum anderen den Gedanke des Aufblähens auf ein ungesundes Maß aus dem Bereich ‚Der Frosch aus der Sicht der Fabel’.

Ich hatte bereits erwähnt dass es sich um einen getauften Frosch handle, dieser erfährt im Sinne der Umkehr zu einem negativen Erlöser eine drastische Hinwendung zum Bösen.

Man versucht durch die Benennung ‚Jean-Baptiste’ dem Kind etwas zu geben, was de facto nicht seinem Naturell entspricht. Sozusagen versucht man dadurch ihm das Animalische ‚wegzutaufen’. Betrachten wir Grenouille nun noch einmal als negativen Erlöser und setzen ihn im Vergleich zu Johannes dem Täufer, der ja dessen Namensgeber ist.

Am Plomb du Cantal flieht Grenouille vor den Menschen und flüchtet sich in sein eigenes Duftuniversum. Es werden hier unter anderem Verweise auf Johannes gezogen.

„Er fand auch Nahrung, nämlich kleine Salamander und Ringelnattern“

Ähnlich soll es Johannes in Ägypten ergangen sein, als er Buße getan hat und sich von Heuschrecken und wilden Honig ernährt hat. Beide verfolgen also für bürgerliche Maßstäbe vollkommen indiskutable Ernährungsweisen. Dies ist eine Übereinstimmung.

Interessant dabei ist jedoch die Betrachtung des Grundes für das Erimitendasein.

Sind diese bei Johannes religiös begründet, indem er Buße tut, so verkehrt sich dies bei Grenouille.

„Man weiß von Menschen, die die Einsamkeit suchen: Büßer, Gescheiterte, Heilige oder Propheten. Sie ziehen sich vorzugsweise in Wüsten zurück, wo sie von Heuschrecken und wildem Honig leben. […] Sie tun das um Gott näher zu sein. […] Nichts von alledem traf auf Grenouille zu. Er hatte mit Gott nicht das geringste im Sinn. Er büßte nicht und wartete auf keine höhere Eingebung. Nur zu seinem eigenen, einzigen Vergnügen hatte er sich zurückgezogen, nur, um sich selbst nahe zu sein. Er badete in seiner eigenen, durch nichts mehr abgelenkten Existenz und fand das herrlich“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Imagination des Bösen in Patrick Süskinds Roman ein und definiert den Fokus auf die Hauptfigur Jean-Baptiste Grenouille unter Einbeziehung animalischer und religiöser Aspekte.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert Grenouille anhand der räumlichen Einordnung sowie detaillierter tierischer Symboliken, insbesondere des Frosches und des Zecks, unter Einbeziehung literaturwissenschaftlicher und religiöser Deutungsansätze.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Sichtweise auf Grenouille als Manifestation des Bösen sowie als "negativen Erlöser", wobei die Figur erfolgreich als Mischwesen zwischen Mensch und Tier charakterisiert wird.

Schlüsselwörter

Das Böse, Jean-Baptiste Grenouille, Patrick Süskind, Das Parfum, Frosch-Motiv, Zeck-Symbolik, negativer Erlöser, animalische Aspekte, Literaturanalyse, religiöse Interpretation, Mythologie, Identität, Machtstreben, Phantastik, Romanfiguren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Darstellung und Imagination des Bösen in Patrick Süskinds Roman "Das Parfum", speziell fokussiert auf die Hauptfigur Jean-Baptiste Grenouille.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit konzentriert sich primär auf die animalischen Metaphern der Hauptfigur, insbesondere die Motive des Frosches und des Zecks, sowie deren Verknüpfung mit religiösen und mythologischen Narrativen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Böse im Roman durch die Zuschreibung animalischer Eigenschaften und die Rolle als "negativer Erlöser" konkret geäußert und konstruiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die durch den Einbezug fachspezifischer Sekundärliteratur (wie z.B. von Maria Cecilia Barbetta oder Theo Reucher) gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung des Raumes, in dem Grenouille agiert, sowie in eine tiefgehende Analyse der animalischen Symbolik des Frosches und des Zecks unter Berücksichtigung von Namensgebungen, Fabelstrukturen und religiösen Kontrasten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören das Böse, Grenouille, Frosch-Motiv, Zeck, negativer Erlöser, animalische Aspekte und die religiöse Interpretation des Romans.

Warum wird Grenouille im Text mit einem Zeck verglichen?

Der Vergleich mit dem Zeck wird gewählt, um Grenouilles Robustheit, seine parasitäre Lebensweise sowie sein beharrliches Warten auf günstige Gelegenheiten innerhalb der Romanhandlung zu verdeutlichen.

Inwiefern wird Grenouille als "negativer Erlöser" charakterisiert?

Im Gegensatz zu christlichen Heilsfiguren opfert Grenouille nicht sich selbst für andere, sondern opfert andere Menschen, um seine eigenen egoistischen und amoralischen Ziele zu erreichen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zur Imagination des Bösen am Beispiel Jean-Baptiste Grenouilles aus Patrick Süskinds Roman ‚Das Parfum'
Hochschule
Universität Erfurt  (Neuere Deutsche Literatur)
Veranstaltung
Das Böse in der Literatur
Note
1,0
Autor
Christian Luther (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V188257
ISBN (eBook)
9783656119531
ISBN (Buch)
9783656119913
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grenouille Süskind NDL Germanistik Bräsel Luther Literaturwissenschaft Seminararbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Luther (Autor:in), 2009, Zur Imagination des Bösen am Beispiel Jean-Baptiste Grenouilles aus Patrick Süskinds Roman ‚Das Parfum', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188257
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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