Der Einfluss Charles Bukowskis auf das Werk von Judith Hermann am Beispiel der Kurzgeschichte ‚Hunter-Tompson-Musik’ aus dem Erzählband ‚Sommerhaus, später’


Seminararbeit, 2009

12 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1 Einleitung

2 Hauptteil
2.1 Textoberfläche
2.1.1 Gattung
2.1.2 Satzstruktur
2.2 Raum
2.2.1 Lebens(um)welt – äußerer Raum
2.2.2 Lebenswelt – innerer Raum
2.3 Das Moment der Ironie

3 Fazit

4 Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In folgender Hausarbeit mit dem Titel „Der Einfluss Charles Bukowskis auf das Werk von Judith Hermann am Beispiel der Kurzgeschichte ‚Hunter-Tompson-Musik’ aus dem Erzählband ‚Sommerhaus, später’“, die im Wintersemester 2008/09 entstand, soll dargestellt werden, inwiefern Charles Bukowski, sowohl in Persona, als auch dessen Werk als Einfluss für Judith Hermanns literarischen Output zu sehen ist.

Schon die Paratexte deuten Ähnlichkeiten zwischen den Kurzgeschichten der beiden Autoren an und lassen auf diese schließen.

So heißt es auf dem Einband zu Bukowskis „Jeder zahlt drauf“:

„Sehnsucht nach Wärme – mit Zoff, Sixpacks und sinnlichen Frauen.“

„Charles Bukowski hat Schönheit gefunden, wo sie keiner vermutet hat und wo die meisten noch nicht einmal danach gesucht haben.“ (Michael Althen in der Süddeutschen Zeitung)

Und bei Hermann:

„Judith Hermanns Geschichten sind so wunderbar gelassen erzählt […] und was darin an alltäglichen geschieht, kann schon einem Vierzigjährigem als unbekannt und unerhört erscheinen“ (Burkhard Spinnen)

Weiter im Klappentext:

„Es ist Judith Hermanns Gespür für die Zwischentöne und die subtilen Unaufrichtigkeiten der Gegenwart, das ihre Geschichte so eindrucksvoll macht. Ihre Erzählungen leben vom genau abgewogenen Rhythmus der Sätze und von der Intensität und Dichte der Stimmungen, die sie zu erzeugen vermag. Die Gedanken von Judith Hermanns Helden […] kreisen immer wieder um dieselben Themen: um Liebe und Vergänglichkeit und die Angst vor dem ungelebtem, dem verhinderten Leben.“

Dies ist also der Ausgangspunkt, von dem aus die folgende Hausarbeit beginnt.

Exemplarisch dafür soll die Kurzgeschichte „Hunter-Tompson-Musik“ zur Analyse, Darstellung und Verdeutlichung herangezogen werden.

Dabei sollen an der Textoberfläche Beispiele herausgefiltert werden, diese genannt und anschließend erläutert werden.

2. Hauptteil

2.1 Textoberfläche

2.1.1 Gattung

Im Folgenden möchte ich mich mit der Oberflächenstruktur der bereits genannten Kurzgeschichte beschäftigen. Diese Einordnung scheint mir im Vergleich insofern angebracht, als sich die Merkmale dieser sowohl treffend auf Hermann, sowie auch auf die Geschichten Bukowskis anwenden lassen. Typische Merkmale dieser sind zum einen der offene Schluss, das Herausstellen eines einzelnen Moments im Leben eines Menschen, oft eines Außenseiters sowie ihr geringer Umfang.[1] Im mir vorliegenden Band beträgt die Seitenanzahl zweiundzwanzig. Die „Einleitung“ begnügt sich mit einer nüchternen Darstellung des Raumes und mündet im Schluss in einem abrupten Ende – typisch für dieses Genre.

Wo liegt hier nun aber der eventuelle Bezug zu ‚Buk’, der hier herausgestellt werden soll?

Zum einen ist hier die lakonische Sprachverwendung zu nennen, die, gemessen an ihrer Äußerung an der Oberfläche, sehr sporadisch wirkt. Dafür wie prädestiniert, bietet sich naheliegend am besten die Form der Kurzgeschichte an. Hier erkennt man ein Phänomen, das wir auch bei Bukowski, dessen Durchbruch in Deutschland wohl mit der Veröffentlichung seines Geschichtenbandes „Aufzeichnungen eines Außenseiters“ (engl. „notes of a dirty old man“) 1970 durch die Übersetzung von Carl Weissner anzusetzen ist[2], finden können.

2.1.2 Satzstruktur

Die Geschichte wird immer wieder in kleine Absätze unterteilt, die jeweils meist mit der Nennung des Protagonisten beginnen. Im Laufe der Geschichte beginnen von den siebzehn Abschnitten neun mit der Figurenbezeichnung ‚Hunter’. Weiterhin ist erkenntlich, dass sich die Satzstruktur meist durch parataktische Sätze auszeichnet, die lose miteinander verbunden sind. Eine Verbindung durch Konjunktionen ist nicht allzu häufig zu finden. Oftmals konstruiert sich der Text über Ellipsen, sofern der auktoriale Erzähler Schilderungen vornimmt. Dies lässt sich aber im Verlauf der Hausarbeit noch an den ausgewählten Zitaten nachweisen und an dieser Stelle soll darauf verwiesen werden.

[...]


[1] Vgl. Habicht, Werner / u.a.: Der Literatur-Brockhaus; S. 425

[2] Vgl. Schmidt, Horst (Hrsg): The Germans love me for some reason. Charles Bukowski und Deutschland; S.16

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Der Einfluss Charles Bukowskis auf das Werk von Judith Hermann am Beispiel der Kurzgeschichte ‚Hunter-Tompson-Musik’ aus dem Erzählband ‚Sommerhaus, später’
Hochschule
Universität Erfurt  (Neuere Deutsche Literatur)
Veranstaltung
Familienmodelle und Familiendesaster
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
12
Katalognummer
V188258
ISBN (eBook)
9783656119524
ISBN (Buch)
9783656119906
Dateigröße
483 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hermann, Judith Hermann, Charles Bukowski, Buk, Stadtliteratur, Sommerhaus später, Kurzgeschichte, Hunter-Tompson-Musik, Germanistik, Literaturwissenschaft, Bräsel, Luther, 2009
Arbeit zitieren
Christian Luther (Autor), 2009, Der Einfluss Charles Bukowskis auf das Werk von Judith Hermann am Beispiel der Kurzgeschichte ‚Hunter-Tompson-Musik’ aus dem Erzählband ‚Sommerhaus, später’, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188258

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Der Einfluss Charles Bukowskis auf das Werk von Judith Hermann am Beispiel der Kurzgeschichte ‚Hunter-Tompson-Musik’ aus dem Erzählband ‚Sommerhaus, später’



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden