Hegels Konzept der „Kunst-Religion“


Seminararbeit, 2007
25 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Die Besonderheit der Vorstellung vom Wissen bei Hegel

2. Hegels Begriff der Religion

3. Die Kunst-Wirklichkeit

4. Die Kunst-Religion

5. Der Weg von der Kunst zur Religion
5.1 Abstraktes Kunstwerk - Verwandlung der natürlichen in geistige Wirklichkeit
5.2 Das lebendige Kunstwerk - Sakralisierung der Kunst in der kultischen Feier
5.3 Das geistige Kunstwerk - das Selbst wird sich bewusst - Ende der Kunst

6. Fazit

7. Literatur

1. Einleitung

Die Verbindung der beiden Begriffe Kunst und Religion, sei es zur Religion der Kunst oder der Kunstreligion, weist bereits in einer ersten Interpretationsannäherung eine hohe Komplexität auf. Spricht man von der Religion der Kunst, so kann dies einerseits als eine Bezeichnung der Darstellung der Religion bzw. der religiösen Motivik in der Kunst verstanden werden, die sowohl aus einer religionsimmanenten, als auch säkularen Perspektive des Künstlers erfolgen kann. Andererseits legt der Begriff einer Religion der Kunst auch nahe, entweder einer bestimmten Kunst oder der Kunst überhaupt eigenen religiösen Charakter einzuräumen, dem zufolge die Kunst eine religiöse Struktur besitzt, die in ihrer strukturellen Zusammensetzung eine Analogie zur Religion aufweist. Hingegen erscheint es in einer ersten Annäherung an den Begriff der Kunstreligion durchaus sinnvoll von einer „künstlichen Religion“ zu sprechen, die wiederum die Frage offen lässt, ob es sich dabei um eine Absetzung von anderen, nicht-künstlichen Religionen handelt. Doch auch im Fall, dass es sich hierbei um eine künstlich und künstlerisch erschaffene Religion handelt, besäße die Vermutung einer Religionsimmanenz der Kunst durchaus einen Anspruch auf ihre Richtigkeit, weil das Produkt dieser künstlichen oder künstlerischen Erzeugung Religion genannt wird.

Georg Friedrich Hegel hat in seinem Konzept der ″Kunst-Religion″ die beiden Begriffe dahingehend miteinander verknüpft, dass der Religion in ihrem Charakter als eine Entwicklungsstufe des absoluten Geistes die Kunst, die selbst ebenso eine Entwicklungsstufe des absoluten Geistes darstellt, als ein Moment inne wohnt, und sie somit ein notwendiger Bestandteil der Religion bzw. ihrer Bewegung des ″auf den Begriff Kommens″ ist. Für Hegel ist somit Kunst auf der einen Seite eine künstliche Religion, weil in dieser der Geist sich über seine ″natürliche″ Unmittelbarkeit hinausgehend in eigener Gestalt erschafft, wodurch das Selbst des Geistes zu seinem Bewusstsein kommt, und auf der anderen Seite ist die Kunst zugleich auch eine Religion, weil das künstlerische Schaffen zu einer Vereinheitlichung der natürlichen und göttlichen Seite des absoluten Geistes führt. Gerade diese Vereinheitlichung als Vergemeinschaftung von Gegensätzen, in der die Gegensätzlichkeit wiederum aufgelöst wird, ist ein Merkmal der Religion.

Es folgt in der vorliegenden Arbeit eine Darstellung von Hegels ″Kunst-Religion″ entlang der These, dass die Kunst zwar den absoluten Geist aus der ″Substanz″ zum ″Subjekt″ überführt, ihr Absolutheitsanspruch der ganzheitlichen Erfassung des göttlichen Wesens jedoch aufgrund ihrer Sittlichkeitsabhängigkeit relativiert wird, weshalb die Religion sich der Kunst entledigend zur ″offenbaren Religion″ wird, in welcher die ″Kunst-Religion″ ihr Ende findet.

In den beiden ersten Abschnitten wird eine Erläuterung von Hegels Ansichten einerseits über die Religion und andererseits über die Kunst dargestellt. Um dann zum vierten Abschnitt und zur abschließenden, konkretisierten Darstellung der ″Kunst-Religion″ zu gelangen, erfolgt im vorangehenden dritten Abschnitt eine hermeneutische Untersuchung derselben.

1.1 Die Besonderheit der Vorstellung vom Wissen bei Hegel

Um den Begriff der Religion im Hegelschen Sinne und ihn entsprechend seiner Vorstellung vom Glauben zu verstehen, empfiehlt es sich, eine erste Einsicht darin zu erlangen, „daß die Wahrheit für den Geist ist, […] und daß sie das Wissen von Gott ist.“1 Wenn die Wahrheit sich im Geist befindet und der Geist sich im Wissen manifestiert, dann folgt notwendig, dass jede Form des Wissens ein Ausdruck, ein Sich-Zeigen des Geistes darstellt. So gehört für Hegel neben dem Wissen und Denken auch das Anschauen und Glauben zu einem Wissen vom Geist, da alle diese ″Kategorien″ darüber eine Auskunft geben, dass das Wahrgenommene als „etwas Gewisses im Bewusstsein“2 verankert ist. Weil der „absolute Geist […] ebenso ewig in sich seiende als in sich zurückkehrende Identität“3 ist, und der Religion das Wissen über die ″allgemeine geistige Substanz″, also das Wissen von Gott, eigen ist, äußert der Glaube sowohl das Sich-bewußt-Werden des wahrnehmenden Subjekts als auch des absoluten Geistes. Das heißt: 1) in dem Augenblick, wenn von einem Glauben an Gott gesprochen wird, bedeutet dies, dass derjenige, der glaubt, sich der Existenz Gottes allmählich bewusst zu werden beginnt und 2) dass Gott, weil und indem er gewusst wird, zu sich selbst durch und als Wissen sowie im glaubenden Subjekt zurückkehrt.

2. Hegels Begriff der Religion

Die Religion als „Gestalt des Geistes“4 ist eine notwendig zu erreichende und zu begehende Stufe der Erkenntnis vom absoluten Wesen, weil in dieser der Geist sich seines Selbsts bewusst wird. Die Religion ist für Hegel nicht eine Beziehung des Menschen zu Gott oder des Gottes zu Menschen, sie ist „ein Verhältnis des Geistes zum Geist“5. Hegels Vorstellung von der vollkommenen Wirklichkeit des Geistes beinhaltet einen Entwicklungsverlauf desselben, der sich über die einzelnen unvollkommenen Wirklichkeiten: das Bewusstsein, Selbstbewusstsein, die Vernunft und der Geist vollzieht. Das heißt, die Gesamtheit des absoluten Geistes ergibt sich aus der Zusammenführung dieser einzelnen Momente. In diesem Zusammenhang räumt Hegel der Religion eine besondere Bedeutung ein. Da „die Religion die Vollendung des Geistes ist“, in der die einzelnen Bestimmungen oder Wirklichkeiten „in ihren Grund zurückgehen und zurückgegangen sind“6, existieren notwendig auch Entwicklungsstufen, innerhalb deren der absolute Geist seine Entwicklung in Richtung auf das Sich-Selbst-Erkennen realisiert. Wenn man davon ausgeht, dass „das Werden der Religion überhaupt in der Bewegung der allgemeinen Momente enthalten [ist]“7, dann entspricht jedem Moment eine bestimmte Religion, die in ihrer Vollkommenheit einen Teil von den anderen Momenten in sich trägt.

Indem also die Realisierung der jeweiligen Momente oder ″Gestaltungen″ des Geistes ein Werden der Religion ist, enthält die Religion bzw. liegt ihre Bestimmung darin, den Geist zu sich selbst zurückzuführen. Religion hat also die Bestimmung, den Geist in der Gestalt, in der er auftritt, sich selbst erkennen zu lassen bzw. „daß die Gestalt, in welcher er für sein Bewusstsein erscheint, seinem Wesen vollkommen gleiche, und er sich anschaue, wie er ist.“8 In der Religion stellt sich der absolute Geist sich selbst vor. „Die Religion ist die Gestalt des absoluten Geistes, der sich als absoluten Geist weiß, jedoch allein in der Form der Vorstellung.“9 Die ″Vorstellung″ als Form des Geistes bzw. Religionsgewand des Geistes, macht es möglich, auf der einen Seite die subjektive Wirklichkeit des Geistes zu erfassen, und auf der anderen Seite wohnt dem Vermögen der ″Vorstellung″ die Möglichkeit inne, über die subjektive zur objektiven Wirklichkeit des Geistes hinauszugehen. Bei der ″Vorstellung″ handelt es sich „um eine Form der Wirklichkeit […], in der der absolute Geist sich in sich selbst fasst“10. Aufgrund des Wirklichkeitsbezugs der ″Vorstellung″ erhält Gott als ″Idee″ somit zugleich auch Wirklichkeitscharakter.

Die Vielfalt der Gestalten wird also vorausgesetzt. Das bedeutet, sowie das Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Vernunft und der Geist dem „sich wissenden Geist“11 angehören, so gehören auch ihre jeweiligen Gestalten, d.h. Formen, ebenso zum absoluten Wesen. Das Einzelne, genauso wie das Allgemeine des Geistes, ist folglich auch in der Religion gegeben, wobei die Verschiedenheit der Religionen, ″natürliche, künstliche und offenbare Religion″12, zugleich auch verschiedene Seiten nur ″einer″ Religion ausdrücken.13 Das Werden der Religion erfolgt nicht nur in einem einzigen Moment, sondern durch die Synthese aller. Für Hegel zeichnet sich die „eine Bestimmtheit der Religion“ darin ab, dass sie allen einzelnen Momenten das „gemeinschaftliche Gepräge aufdrückt“14, d.h. die Religion zeigt die Seite der ″Allgemeinheit″ des absoluten Geistes. Durch diese Aufgabe der Vergeme]inschaftung einzelner Momente kommt der Geist zum Wissen über sich selbst.

„Diese Substanz ist aber nunmehr herausgetreten; sie ist die Tiefe des seiner selbst gewissen Geistes, welche es dem einzelnen Prinzip nicht gestattet, sich zu isolieren und in sich selbst zum Ganzen zu machen, sondern diese Momente alle in sich versammelnd, schreitet sie in diesem gesamten Reichtum ihres Wirklichen Geistes fort, und alle seine besonderen Momente nehmen und empfangen gemeinschaftlich die gleiche Bestimmtheit des Ganzen in sich.“15

Da also alles Geist, der in jeder Gestalt sich selbst weiß, ist, ist dem anfangs erwähnten Begriff des Glaubens notwendig das Wissen immanent, weil es auch ein Wissen des Geistes über und von sich selbst ist.

Die Religion führt also die einzelnen Momente zusammen bzw. die einzelnen Religionen werden in der ″einen″ Religion zusammengeführt. Der sich ″wissende Geist″ als Inhalt der Religion stellt auch die Gemeinsamkeit der Religion mit der Kunst dar, weil die Kunst in der ihr eigentümlichen Anschauung auch den ″wissenden Geist″ zu ihrem Gegenstand hat bzw. der Geist sich selbst in Form von Anschauung.16 In der „Enzyklopädie“ (1830) heißt es dazu: „Die Gestalt dieses Wissens ist […] die konkrete Anschauung und Vorstellung des an sich absoluten Geistes als des Ideals […].“17 Aufgrund seiner umfassenden Existenz ist der absolute Geist sowohl in der Kunst nicht nur als „unmittelbare Anschauung und Gedanke“, sondern auch in seinem Bewusstsein als ″Vorstellung″ vorhanden, sondern er präsentiert sich in der Religion auch in der „unmittelbaren Anschauung“.18 Daraus wiederum resultiert, dass der Geist nicht nur in der Religion allein, sondern auch in der der Religion immanenten Kunst enthalten ist, ebenso wie in der Kunst einerseits und der der Kunst immanenten Religion andererseits. In beiden hat der Geist sich selbst zum Gegenstand, bzw. „wie der Religion ist das Gesetz und der Inhalt der Kunst die Wahrheit“19. Eine weitere Gemeinsamkeit der Religion und der Kunst ist, dass der absolute Geist „sich in ihnen weiß, aber in ihnen nicht aufgeht“20, weshalb sowohl Kunst als auch Religion nicht das Ganze des absoluten Geistes umfassen.

Während der Geist in der ersten Wirklichkeit, der ″unmittelbaren, natürlichen Religion″, ein gegenständliches Wissen über sich selbst besitzt und sich somit seiner Selbst noch nicht bewusst ist, kommt er in der zweiten Wirklichkeit, der ″Kunst-Religion″, zu einem Bewusstsein seines Selbst, weil er hier als ″Vorstellung″ in der Tätigkeit oder dem Produkt der Tätigkeit über das Natürliche hinausgehend das Wissen darüber erlangt, dass er, der Geist, es ist, der hervorbringt, und dass das Produkt der Tätigkeit sein Spiegelbild darstellt.21 Die Tatsache, dass der schaffende Künstler die „Idee in sinnlicher Gestalt [darlegt]“, ist ein Beweis für die Immanenz des Geistes als ″Vorstellung″ auch in der Kunst, weil das Hervorgebrachte für Hegel „notwendig ein vom Geist Produziertes [ist]“22. „Denn zur Form des Selbsts erhebt sich die Gestalt durch das Hervorbringen des Bewusstseins, wodurch dieses in seinem Gegenstande sein Tun oder das Selbst anschaut.“23 Indem also die Unmittelbarkeit zum Selbst des Geistes geworden ist, ist dieser sich seines Selbsts bewusst geworden. Der Geist weiß sich also in der ″künstlichen Religion″ als Werk im Sinn des Tätigseins oder als Produkt des eigenen Selbsts. In der dritten Wirklichkeit, der ″offenbaren Religion″, werden die erste und zweite Wirklichkeit des Geistes zusammengeführt. Den Unterschied dieser drei Religionen einerseits und drei Gestalten einer Religion andererseits konkretisiert Hegel wie folgt: „so ist der Charakter einer jeden durch besondre Einheit des Bewusstseins und des Selbstbewusstseins bestimmt, das ist, dadurch, daß das letztere die Bestimmung des Gegenstands des erstern in sich gefasst, sie durch sein Tun sich vollkommen angeeignet und sie als die wesentliche gegen die andern weiß.“24

3. Die Kunst-Wirklichkeit

„Über den engen Zusammenhang der Kunst mit den Religionen ist die nähere Bemerkung zu machen, daß die schöne Kunst nur denjenigen Religionen angehören kann, in welchen die konkrete in sich frei gewordene, noch nicht aber absolute Geistigkeit Prinzip ist.“25

[...]


1 Hegel, G.W.F. , Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), Friedhelm Nicolin und Otto Pöggeler (Hrsg.), Felix Meiner Verlag, Hamburg 1959, § 63; im Folgenden als Hegel, G.W.F., Enzyklopädie in kurzer Form dargestellt;

2 Ebd. § 62

3 Ebd. § 554

4 Jaeschke, Walter, Hegel Handbuch. Leben-Werk-Wirkung. J.B.Metzler Verlag, Stuttgart 2003, S. 454

5 Ebd. S. 457

6 Ders., Phänomenologie des Geistes, Hans-Friedrich Wessels und Heinrich Clairmont (Hrsg.), Felix Meiner Verlag, Hamburg 1988, S. 446-447; im Folgenden wird die Phänomenologie des Geistes mit Hegel, G.W.F., PhG. zitiert

7 Ebd. S. 447; die Momente auf die sich die Bewegung des Werdens der Religion - übrigens sind es dieselben innerhalb deren sich auch das Werden der Kunst vollzieht - sind das Bewusstsein und das Selbstbewusstsein. Dass die Bewegung nicht bereits in der Religion - wie auch in der Kunst - die Momente der Vernunft und des Geistes erfasst, hängt mit der Angewiesenheit der Religion und der Kunst an das Sinnliche Hegel, G.W.F., Vorlesungen über die Philosophie der Religion, Teil 1, Einleitung. Der Begriff der Religion, Walter Jaeschke (Hrsg.), Felix Meiner Verlag, Hamburg 1983, S. 149-150

8 Ebd. S. 447

9 Jaeschke, Walter, Die Religionsphilosophie Hegels, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt1983, S. 60

10 Vowinckel, Ernst, Das Verhältnis des einheitlichen Wesens der Religion. Zur historischen Mannigfalltigkeit der Religionen bei Schleiermacher und Hegel. Inaugural-Dissertation, K.b.Hof-und Univ.Buchdruckerei von Fr. Junge (Junge und Sohn), Erlangen 1896, S. 61

11 Hegel, G.W.F., PhG., S. 447

12 Es sei an dieser Stelle mit Walter Jaschke darauf hingewiesen, dass jeder spezifischen Form der Religion wiederum eine spezifische Form der Kunst zuzuordnen ist: „Die Kunst bildet nicht eine spezifische Form der Religionsgeschichte, sondern jeder geschichtlichen Form der Religion gehört auch eine spezifische Form der Kunst an. In diesem Verhältnis stehen Kunst und Religion aber nicht jeweils gleichrangig nebeneinander. Die Geschichte der Kunst kulminiert in Griechenland, wo deshalb die Kunst eine der Religion überlegene Form der Wahrheitserkenntnis bildet; die Religionsgeschichte kulminiert im Christentum, in dem deshalb die Kunst etwas Sekundäres bleibt.“ Ders., Kunst und Religion. In: Flucht in den Begriff. Materialien zu Hegels Religionsphilosophie, Friedrich Wilhelm Graf und Falk Wagner (Hrsg.) Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1982, S. 171; vgl. hierzu auch Gethmann-Seifert, Annemarie, Einführung in Hegels Ästhetik, Wilhelm Fink Verlag, München 2005, S. 217

13 Vgl. hierzu Hegel, G.W.F., S. 451

14 Ebd. S. 447

15 Hegel, G.W.F., PhG., S. 448

16 Vgl. hierzu Jaeschke, Walter, Hegel Handbuch. Leben-Werk-Wirkung. J.B. Metzler Verlag, Stuttgart 2003, S. 455

17 Hegel, G.W.F., Enzyklopädie (1830) §556

18 Hegel, G.W.F., Vorlesungen über die Philosophie der Religion, Teil 1, Einleitung. Der Begriff der Religion, Walter Jaeschke (Hrsg.), Felix Meiner Verlag, Hamburg 1983, S. 143; Vgl. hierzu auch Müller, Ernst, Ästhetische Religiosität und Kunstreligion, Akademie Verlag, Berlin 2004, S. 239; es ist wichtig, Hegels Begriff der Vorstellung in einen engen und einen weiter gefassten zu denken. Während die Vorstellung in Bezug auf die Kunst als eine Darstellung zu deuten ist, die nur etwas beschreibt, hat die Vorstellung in Bezug auf die Religion einen Erklärungscharakter. Gleichzeitig ist die Angewiesenheit sowohl der Kunst als auch der Religion auf die Vorstellung, um das göttliche Wesen zu erfassen, ein Beleg für die Notwendigkeit des Sinnlichen für diese Entwicklungsstufen des Geistes

19 Ebd. S. 144

20 Ders. Kunst und Religion. In: Flucht in den Begriff. Materialen zu Hegels Religionsphilosophie, Friedrich Wilhelm Graf und Falk Wagner (Hrsg.) Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1982, S. 173

21 Jaeschke Walter, beizeichnet die Kunstreligion als „griechische Mythologie“. In: ders., Vernunft in der Religion. Studien zur Grundlegung der Religionsphilosophie Hegels, frommann-holzboog, Stuttgart 1986, S. 208

22 Hegel, G.W.F. Vorlesungen über die Philosophie der Religion, Teil 1, Einleitung. Der Begriff der Religion, Walter Jaeschke (Hrsg.), Felix Meiner Verlag, Hamburg, 1983, S. 144

23 Hegel, G.W.F. PhG., S. 449

24 Ebd. S. 451

25 Hegel, G.W.F., Enzyklopädie (1830) § 562

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Hegels Konzept der „Kunst-Religion“
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft )
Veranstaltung
Die Religion im System Hegels
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
25
Katalognummer
V188271
ISBN (eBook)
9783656119449
ISBN (Buch)
9783656119838
Dateigröße
547 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hegel, Kunst-Religion, Kunst, Religion
Arbeit zitieren
Ernest Mujkic (Autor), 2007, Hegels Konzept der „Kunst-Religion“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188271

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