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Pop Art – R.B. Kitaj, Peter Phillips und Derek Boshier unter den Kriterien der Pop Art - Ikonographie

Titel: Pop Art – R.B. Kitaj, Peter Phillips und Derek Boshier unter den Kriterien der Pop Art - Ikonographie

Hausarbeit , 2011 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Carolin Piontek (Autor:in)

Kunst - Malerei
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Pin-up Girls, Coca Cola, Micky Mouse, Comics, die farbintensiven Plakate der Werbekampagnen prägen die Pop-Kultur der 60er Jahre. Lebenskultur und Pop-Kunst gehen nahezu ineinander über. Künstler entwerfen die Plattencover für populäre Bands. In den konsumorientierten Großstädten passt sich der Markt nun an den Modegeschmack und die Attitüden der Kunden an. Design geht fließend in den Kunst- und Publikumsgeschmack über und stellt die konventionellen Fragen der Museen und Galerien, nach dem was Kunst sei, auf den Kopf. Das Triviale wird zum allgemeinen Interesse erhoben.
Vor allen Dingen stellte die Pop Art aber eine Gegenbewegung zu den Abstrakten Expressionisten dar. Ihrer subjektiven, emotional geleiteten Kunstauffassung stellten die Pop-Künstler eine gegenständliche, kühl berechnende, konzeptionelle Kunst entgegen. Unter Verwendung von Fotos, die sie aus den Medien beziehen, schaffen sie ihre Werke. Dabei nimmt die Pop Art Kommerzialisierung, Manipulation durch die Massenmedien und deren vorgefertigte Vorbilder und Idole als ihre Themen nicht immer kritisch in den Blickpunkt. Eine etwas andere Haltung vertritt jedoch die englische Pop-Art gegenüber der zunehmenden Amerikanisierung in der Nachkriegszeit, denn „Pop ist unbedingt eine westliche Kulturerscheinung“ , die sich in Folge des kapitalistischen Marktes und Technologien entwickelte. Konsum- und Verhaltensmuster wurden sozialwissenschaftlich untersucht und für Marketing-Systeme nutzbar gemacht, woraufhin die zwischenmenschlichen Beziehungen und das individuelle Verhalten der Menschen gestört wurden. Die europäische Kultur unterlag der Gefahr amerikanisiert zu werden. In England entwickelten sich dem gegenüber unterschiedlich kritische, künstlerische Positionen. In Betrachtung stehen R. B. Kitaj, Peter Phillips, Derek Boshier, die ein durchaus zwiespältiges Verhältnis zur Pop-Kunst haben. Diese sollen im Folgenden unter den Kriterien der Pop-Ikonographie analysiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Zur Pop-Art Ikonographie

3. R.B. Kitaj, Derek Boshier und Peter Phillips

4. Schlussteil

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die ikonographischen und inhaltlichen Besonderheiten der Pop-Art im Kontext der gesellschaftlichen Veränderungen der 1960er Jahre, wobei der Fokus auf den künstlerischen Positionen von R.B. Kitaj, Derek Boshier und Peter Phillips liegt. Dabei wird analysiert, wie diese Künstler auf die fortschreitende Amerikanisierung und die Konsumkultur reagieren.

  • Analyse der pop-kulturellen Ikonographie und ihrer ästhetischen Grundlagen.
  • Untersuchung der kritischen Haltung gegenüber Massenmedien und Konsumgüterindustrie.
  • Vergleichende Analyse der künstlerischen Methoden von R.B. Kitaj, Derek Boshier und Peter Phillips.
  • Reflexion über das Verhältnis von bildender Kunst zu trivialer Werbeästhetik und Comic-Sprache.
  • Diskussion der Auswirkungen soziopolitischer Umbrüche auf die Bildsprache der Pop-Art.

Auszug aus dem Buch

Zur Pop-Art Ikonographie

Pop-Art ist eine Bewegung der sechziger Jahre. Sie ist „kein Stilbegriff, sondern ein Sammelbegriff.“ Pop entwickelte sich zeitgleich mit den Massenmedien und der Massenproduktion. Ihre Zentren der Entstehung waren London und New York. Zu ihrer Ikonographie gehören die beliebten Markenzeichen der boomenden Wirtschaft im Aufbau. Die politische und ökonomische Stabilisierung in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg führte zur Aufwertung des volkstümlichen, populären und beliebten und die Unterhaltungskultur, welche durch die Klischees und Idole der Groschenromane, Comics und Hollywoodstars gespeist wird, nähert sich in Folge der Beliebtheit und Popularität des Trivialen an die Hochkultur an. „Die „elitäre“ Kunst des subjektivistisch geprägten Abstrakten Expressionismus der vierziger und fünfziger Jahre sah sich mit allgemeinen Bedürfnissen nach Kultur konfrontiert.“ Zwar hatte sie intellektuelle Bemühungen der Kunst einen universellen Wert zu geben, aber besaß ihr Publikum nur in kleinen gebildeten Kreisen. Die Bilder der Pop-Art waren so schlagkräftig in Farbe, Komposition und Größe, dass sie wie die Propaganda der Werbebranche in die Köpfe der einfachen Leute eingemeißelt wurden.

Die persönliche Handschrift wurde durch die Pop-Art-Künstler zumeist ganz aus der Malerei genommen. Sie stellten der abstrakt expressiven und sehr gestischen Malerei eine unpersönliche Darstellungsweise gegenüber, die nicht mehr die Rolle eines Psychogramms spielte, sondern objektiv die Außenwelt festhielt. „Die spontane, planlose Durchmischung der Farb- und Formenwelt lösten sie ab durch die Klarheit kompositorischer Zusammenhänge, die auf formale und inhaltliche Bedeutungsebenen bezogen waren.“ Gar gab man die Berufung des Künstlers auf seine Persönlichkeit so weit auf, dass nur noch ein Image, ein Markenzeichen übrig blieb und verzichtete auf die eigene, individuelle Herstellung eines Gemäldes, indem man Assistenten oder gleich Fabriken für sich arbeiten ließ.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Das Kapitel verortet die Pop-Art als Reaktion auf die Konsumkultur der 1960er Jahre und führt die drei zentralen Künstler sowie die kritische Fragestellung der Arbeit ein.

Zur Pop-Art Ikonographie: Dieser Abschnitt analysiert die Definition der Pop-Art als Sammelbegriff und untersucht ihre enge Verflechtung mit Massenmedien, Trivialkultur und der Abkehr vom subjektiven Ausdruck der Malerei.

R.B. Kitaj, Derek Boshier und Peter Phillips: Hier werden die individuellen künstlerischen Ansätze der drei genannten Protagonisten detailliert analysiert und hinsichtlich ihrer Auseinandersetzung mit Identität, Konsum und Zeitgeschichte verglichen.

Schlussteil: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und ordnet die Arbeitsweisen der Künstler im Kontext der Pop-Art und ihrer kritischen Distanz oder Nähe zum kommerziellen System ein.

Schlüsselwörter

Pop-Art, Ikonographie, R.B. Kitaj, Derek Boshier, Peter Phillips, Massenmedien, Konsumkultur, Amerikanisierung, Malerei, Collage, Bildsprache, 1960er Jahre, Trivialkultur, Kunsttheorie, Postmoderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Pop-Art-Bewegung der 1960er Jahre und deren spezifischer Ikonographie, insbesondere im Hinblick auf das Werk von R.B. Kitaj, Derek Boshier und Peter Phillips.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Interaktion zwischen bildender Kunst und Konsumgesellschaft, die Aneignung massenmedialer Ästhetik sowie die kritische Reflexion gesellschaftlicher Werte in der Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die unterschiedlichen Strategien dieser Künstler aufzuzeigen, mit denen sie auf Themen wie Amerikanisierung, Entfremdung und die Flut an kommerziellen Bildern reagierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kunsthistorische und ikonographische Analyse, um die Bildsprache der gewählten Künstler vor dem Hintergrund zeitgenössischer gesellschaftlicher Phänomene zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Im Hauptteil werden die spezifischen künstlerischen Techniken und thematischen Schwerpunkte von R.B. Kitaj, Derek Boshier und Peter Phillips anhand konkreter Bildbeispiele detailliert untersucht und gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Pop-Art, Ikonographie, Massenmedien, Konsumkultur und eine spezifische Künstler-Trias (Kitaj, Boshier, Phillips) definieren.

Inwiefern unterscheidet sich R.B. Kitajs Ansatz von dem seiner Kollegen?

Kitaj sucht in seinen Werken nach inhaltlicher Tiefe und historischen Verknüpfungen, wobei er sein Werk eher als einen komplexen Speicher für Wissen und assoziative Bilder begreift, statt nur oberflächliche Konsumkritik zu üben.

Welche Rolle spielt die Kommerzialisierung für Derek Boshier?

Boshier thematisiert die Amerikanisierung und die Transformation des Individuums zu einem Teil der Konsummaschinerie, wobei er oft ironische und satirische Züge verwendet, um negative Utopien aufzuzeigen.

Wie positioniert sich Peter Phillips gegenüber der Werbeindustrie?

Phillips nähert sich der Ästhetik der Werbebranche am stärksten an, indem er deren formale Mittel wie Symmetrie und plakative Gestaltung übernimmt, diese jedoch in einem oft kühlen, konzeptionellen Rahmen verarbeitet.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Pop Art – R.B. Kitaj, Peter Phillips und Derek Boshier unter den Kriterien der Pop Art - Ikonographie
Hochschule
Kunsthochschule Berlin-Weissensee Hochschule für Gestaltung
Note
1,0
Autor
Carolin Piontek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
24
Katalognummer
V188333
ISBN (eBook)
9783656120148
ISBN (Buch)
9783656120414
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pop Art Kunst Peter Phillips R.B.Kitaj Derrek Boshier Pin-ups Comics Malerei 50er 60er Konzeptkunst Neuer Realismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carolin Piontek (Autor:in), 2011, Pop Art – R.B. Kitaj, Peter Phillips und Derek Boshier unter den Kriterien der Pop Art - Ikonographie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188333
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Leseprobe aus  24  Seiten
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