Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Art - Painting

Auf der Spur des Meisters der 'Auferstehung Christi'

Title: Auf der Spur des Meisters der 'Auferstehung Christi'

Term Paper , 2002 , 27 Pages , Grade: gut

Autor:in: M.A. Martina Merten (Author)

Art - Painting
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Frage nach der Identität und der Herkunft des Meisters der ,,Auferstehung Christi" aus dem Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main beschäftigt die Kunstgeschichte seit dem 18. und insbesondere seit dem 19. Jahrhundert. Mit vielen neuen Namenschöpfungen (Hausbuchmeister, Meister des Amsterdamer Kabinetts etc.) hat man seither versucht, Brücken zwischen den vielen zeitgenössischen Tafelbildern, Stichen, Zeichnungen und der Glaskunst eines gemeinsamen Stils zu schlagen, hat aber wohl eher Verwirrung gestiftet - die bis in die heutige Forschung reicht. Gerade in der letzten Zeit wurde - mit großen Ausstellungen in Frankfurt und Amsterdam 1985 - diese Frage aber wieder in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

Mit dieser Arbeit soll nun versucht werden das Altarretabel bzw. den im Städel befindlichen Flügel zu analysieren und in einen künstlerischen bzw. zeitgenössischen Gesamtkontext zu stellen. Dabei soll versucht werden etwas über den Meister und seine Werkstatt herauszufinden sowie weitere Arbeiten zuzuordnen.

Von besonderer Bedeutung für die Untersuchung in dieser Arbeit waren hierbei die Forschungsergebnisse von Daniel Hess und Jan Piet Filedt Kok, deren Forschung zur ,,Hausbuchmeisterfrage" zum großen Teil zur Grundlage für diese Arbeit geworden sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Auf der Suche nach dem Meister der „Auferstehung Christi“

1. Werkbeschreibung der einzelnen Flügel des Altarstücks unter besonderer Berücksichtigung der sich Städel befindlichen „Auferstehung Christi“

1.1 Außenseite des linken Flügels: „Die Fußwaschung“

1.2 Außenseite des rechten Flügels: „Das Abendmahl“

1.3 Rechter Standflügel: „Christus vor Kaiphas“

1.4 Innenseite des linken Flügels: „Ecce Homo“

1.5 Mitteltafel: „Kreuzigung“

1.6 Innenseite des rechten Flügels: „Die Auferstehung Christi“

2. Analyse des Altarstücks unter Berücksichtigung der im Städel befindlichen „Auferstehung Christi“

3. Zur Herkunft, Fertigung und Geschichte des Altarstücks

3.1 Herkunft des Meisters des Speyerer Altars und weitere Beispiele seines Könnens

3.2 Vergleich des Speyerer Altars und des Gothaer Liebespaares

3.3 Vergleich des Meisters des Amsterdamer Kabinetts und des Gothaer Liebespaares

3.4 Ein kurzer Vergleich des Meisters des sog. mittelalterlichen Hausbuches, des Meisters des Speyerer Altars und des Meisters des Amsterdamer Kabinetts

III. Schlußbetrachtung – Der Meister der „Auferstehung Christi“, seine Werkstatt und ihr zeitgenössischer Kontext

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Identität und Herkunft des „Meisters der Auferstehung Christi“ sowie das Altarretabel des Speyerer Flügelaltars im Städelschen Kunstinstitut. Ziel ist es, das Werk technisch und inhaltlich zu analysieren, es in einen zeitgenössischen Kontext zu stellen und durch Vergleiche mit anderen Künstlern und Werkstätten zu klären, ob es sich bei den verschiedenen Zuschreibungen (z.B. Hausbuchmeister) tatsächlich um dieselbe Person handelt.

  • Technische Analyse des Altarflügels „Auferstehung Christi“.
  • Künstlerischer Vergleich mit dem „Marienleben“, dem „Monis-Altar“ und dem „Gothaer Liebespaar“.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der „Hausbuchmeisterfrage“.
  • Untersuchung von Werkstattzusammenhängen und Arbeitsteilung im 15. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

1.6 Innenseite des rechten Flügels (vgl. Abb. 1): Die Auferstehung Christi

Das im Städel befindliche Bild „Die Auferstehung Christi“ zeigt eine nur von einem rotem Mantel und weißem Lendentuch teilweise bedeckte Christusgestalt groß und zentral im hochformatigen Bild. Der Kreuzstab in der zur Segnungsgeste gehobenen Rechten, die Stigmata und der Kreuznymbus weisen auf den Himmelskönig, wie er am dritten Tag aus dem geschlossenen Grab aufersteht. Die Überraschung der Wächter wird durch die teilweise noch schlafenden Personen, die um die Christusfigur angeordnet sind, veranschaulicht. Die Gestalt links hinter Christus scheint durch den göttlichen Glanz sogar geblendet und hält sich die Hände vor Augen. Der Flügel erinnert in dieser Komposition sehr stark an einen wohl verbreiteten Typus der Auferstehungsszenerie.

In der „Auferstehung Christi“ auf dem in der Münchener Alten Pinakothek befindlichen Flügel vom Hofer Altar von Hans Pleydenwurff aus dem Jahre 1465 (s. Abb. 4) ist eine ebenso zentrale und übergroße Christusgestalt im Vordergrund zu sehen, die vor den Augen der geblendeten Schächer mit Stigmata und Segnungsgestus (hier, im Gegensatz zum Städelbild, auf den Betrachter direkt gerichtet), aus dem geöffneten (!) Grab entweicht. Der Engel im Hintergrund zeugt von einen weiteren Teil der Auferstehungsgeschichte, indem er den Marien die Auferstehung Christi aus dem Grab verkündet. Um die Szenerie im sog. Speyerer Altar einerseits naturalistisch zu gestalten und andererseits auch auf das religiöse Wunder hinzuweisen, versucht der Maler die religiösen Symbole mit dem Ausblick auf eine diesseitige, einsame Landschaft zu verbinden, die jedoch nicht so naturalistisch ausgeführt ist, wie dies im Hofer Altarbild geschehen ist (s. Abb. 4). Gemäß der biblischen Erzählung ist im sog. Speyerer Altar die Felsgrotte im Sinne einer felsigen Landschaft wiedergegeben. Auf dem Goldgrund, der die gesamte Himmelsfläche einnimmt, ist links die Engelsfigur zu sehen. Maria, eine weitere Maria und Maria Magdalena sind in der Ferne, perspektivisch klein gemalt und auf dem Weg, der zum Grab im Vordergrund führt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die langjährige Forschungsdebatte zur Identität des „Meisters der Auferstehung Christi“ und skizziert das Ziel der vorliegenden kunsthistorischen Untersuchung.

II. Auf der Suche nach dem Meister der „Auferstehung Christi“: Dieses Hauptkapitel bietet eine detaillierte technische Werkbeschreibung der Altarflügel, eine Analyse des Altarstücks unter verschiedenen Aspekten sowie vergleichende Studien zu Herkunft und Künstlerschaft, einschließlich der kritischen Auseinandersetzung mit dem Gothaer Liebespaar und anderen Werkstätten.

III. Schlußbetrachtung – Der Meister der „Auferstehung Christi“, seine Werkstatt und ihr zeitgenössischer Kontext: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen, widerlegt die Hypothese einer identischen Künstlerschaft für die untersuchten Werke und betont die Bedeutung einer eigenständigen kunsthistorischen Betrachtung gegenüber überlieferten Forschungstraditionen.

Schlüsselwörter

Auferstehung Christi, Speyerer Altar, Städel, Hausbuchmeister, Tafelmalerei, Kunstgeschichte, Mittelalter, Werkstattforschung, Gothaer Liebespaar, Maltechnik, Rhein-Main-Gebiet, Zuschreibung, Mittelrheinische Malerei, Ikonographie, Provenienzforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Identität und der künstlerischen Herkunft des Meisters, der das Altarbild der „Auferstehung Christi“ im Städelschen Kunstinstitut geschaffen hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die stilistische und technische Untersuchung des Speyerer Altars sowie die kritische Prüfung der in der Kunstgeschichte häufig aufgestellten These, dass verschiedene berühmte Werke des 15. Jahrhunderts (wie das Hausbuch oder das Gothaer Liebespaar) von demselben Meister stammen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, das Altarretabel und seine Flügel in einen künstlerischen Gesamtkontext zu stellen, die Werkstattstruktur zu durchleuchten und durch Vergleiche zu klären, ob es sich bei der oft behaupteten „Hausbuchmeisterfrage“ um eine Person oder verschiedene Künstler handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine kunsthistorische Methodik, die technische Analysen (z. B. Materialbeschaffenheit, Maltechnik, Unterzeichnung) mit stilkritischen Vergleichen kombiniert, um Identitäten oder Zuschreibungen zu verifizieren oder zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Werkbeschreibung, eine Analyse der technischen Merkmale des Speyerer Altars sowie eine umfangreiche Untersuchung der Herkunfts- und Fertigungsgeschichte, inklusive Vergleichsstudien mit dem Marienleben, dem Gothaer Liebespaar und dem Meister des Amsterdamer Kabinetts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Auferstehung Christi, Speyerer Altar, Hausbuchmeister, Werkstattforschung, Maltechnik und Zuschreibungsdebatte charakterisieren.

Warum ist der Vergleich mit dem Gothaer Liebespaar so bedeutend?

Der Vergleich ist zentral, da Kunsthistoriker lange Zeit behaupteten, das Gothaer Liebespaar stamme vom selben Künstler wie der Speyerer Altar. Die Autorin widerlegt dies anhand technischer Unterschiede wie der Strichelmanier und der Anwendung von Bleiweiß.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der „Hausbuchmeisterfrage“?

Die Autorin schließt sich der modernen Forschung an, die eine Identitätsgleichheit zwischen dem Meister des Speyerer Altars, dem Meister des Amsterdamer Kabinetts und dem Hausbuchmeister ablehnt und stattdessen von einer produktiven, aber arbeitsteiligen Kunstlandschaft im Rhein-Main-Gebiet ausgeht.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Auf der Spur des Meisters der 'Auferstehung Christi'
College
University of Frankfurt (Main)  (Kunstgeschichte)
Grade
gut
Author
M.A. Martina Merten (Author)
Publication Year
2002
Pages
27
Catalog Number
V1885
ISBN (eBook)
9783638111539
ISBN (Book)
9783638637503
Language
German
Tags
Spur Meisters Auferstehung Christi
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Martina Merten (Author), 2002, Auf der Spur des Meisters der 'Auferstehung Christi', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1885
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  27  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint