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Notengebung im Sportunterricht - zwischen administrativen Vorgaben und subjektiver Wahrnehmung

Titel: Notengebung im Sportunterricht - zwischen administrativen Vorgaben und subjektiver Wahrnehmung

Hausarbeit , 2008 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Janosch Bülow (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Pisa 2000, ein Schock geht durch Deutschland. Die Ergebnisse einer Studie über die Bildungssysteme in verschiedenen Ländern stellen Deutschland in den Schat-ten der führenden Staaten. Die Angst vor einem weiteren Abstieg des Bildungsni-veaus entfacht sie wieder, die Diskussion um die Noten. Wieso gibt es Noten, wo-zu werden sie verwendet, wie wirken sie sich auf die schulische Leistung aus, sind sie unbedingt notwendig und welche anderen Möglichkeiten gibt es. Diese Fragen sollen in dieser Arbeit untersucht und analysiert werden. In meinen Untersuchun-gen beziehe ich mich auf die allgemeine Notengebung in unterschiedlichsten Fä-chern, wobei an manchen Stellen fachspezifische Aspekte mit angesprochen wer-den. Nach einer Einführung über die Geschichte der Note gebe ich einen allge-meinen Überblick über die Funktionen von Noten, um mich anschließend genauer mit der Messgenauigkeit von Noten sowie mit alternativen Bewertungsmethoden zu beschäftigen. Die verwendeten Daten, Fakten und Erkenntnisse in dieser Arbeit finden sich in der Literatur der allgemeinen Didaktik und teilweise der Sportdidak-tik, wobei die Gewichtung der Thematik und die Wortwahl teilweise auf subjektive Erfahrungen in der eigenen Schulzeit zurückzuführen sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte der Note

3. Funktion von Noten

3.1 Orientierungs- und Berichtsfunktion

3.2 pädagogische Funktion

3.3 Auslese-, Rangierungs- und Berechtigungsfunktion

3.4 Resümee

4. Gütekriterien

4.1 Objektivität

4.2 Reliabilität

4.3 Validität

5. Die Schulnote als Prognose

6. Die Reform der Schulnoten

6.1 die „neue Lernkultur“

6.1.1 Selbstständigkeit

6.1.2 Prozessorientierung

6.2 alternative Methoden

7. Fazit und Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Notengebung im Schulwesen, indem sie deren historische Entwicklung beleuchtet, die Funktionen von Zensuren hinterfragt und ihre wissenschaftliche Gültigkeit anhand von messtheoretischen Kriterien sowie Prognoseeignung bewertet, um abschließend Reformansätze im Kontext einer neuen Lernkultur zu erörtern.

  • Historische Entstehung und Wandel der Ziffernnotenskala.
  • Analyse der Funktionen von Noten: Orientierung, Pädagogik und Auslese.
  • Überprüfung der Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität von Schulnoten.
  • Die Schulnote als Instrument zur Prognose des Bildungserfolgs.
  • Reformstrategien hin zu einer neuen Lernkultur mit Fokus auf Selbstständigkeit und Prozessorientierung.

Auszug aus dem Buch

6.1.1 Selbstständigkeit

In der heutigen Gesellschaft wird immer häufiger von Ausbildungsplatzbewerbern und Mitarbeitern erwartet selbstständig arbeiten zu können und somit ist auch schon in der Schule der Anspruch nach selbstständigem Lernen hoch. Schließlich ist die Erziehung zur Selbstständigkeit eine der wichtigsten Aufgaben der Schule. Und nicht umsonst stützt man sich in der Diskussion um die Wichtigkeit dieser Fähigkeit auf lerntheoretische Erkenntnisse wie etwa, dass „…Lernen ein individueller Konstruktionsprozess sei, den man am besten fördert, wenn die Lernenden sich als aktiv und selbstgesteuert verstehen und verhalten.“ (Winter 2006, S. 6). Ebenso sind die Erziehung zur Eigenständigkeit und die Vermittlung der nötigen Fähigkeiten eine angemessene Vorbereitung auf das Leben der heutigen, pluralen Gesellschaft. Die Tatsache, dass immer weniger gesagt werden kann, welche speziellen Fähigkeiten für eine erfolgreiche Zukunft notwendig sind, spricht dafür, einen Unterricht selbstständigkeitsfördernd aufzubauen (vgl. Winter 2006, S. 7).

Dabei darf nicht vergessen werden, dass für selbstständige Arbeitsansätze bestimmte Bedingungen im Vorfeld geschaffen werden müssen. Schlagwort hierbei ist das Lernen des Lernens, bei dem der Lernprozess nach psychologischen Komponenten untersucht wird und, auf Basis kognitiver Theorien, Modelle, die das Lernen in Abschnitte untergliedern, entwickelt werden sollen (vgl. Winter 2006, S. 7).

Mit der Selbstständigkeit einhergehend, soll auch die Möglichkeit geboten werden, Unterricht und Lernziele individuell zu gestalten. Dabei ist nicht die Lehrkraft gemeint, die ihren Unterricht nach eigenen Wünschen vorbereitet, sondern die Offenheit der Schule und des Unterrichts, schülereigene Ideen und individuelle Arbeiten zuzulassen und, soweit möglich, auch zu bewerten. Wer jetzt sagt: „Das gibt es bereits.“ und auf Projekte, AGs und andere Möglichkeiten verweist, dem ist zu erwidern, dass es nicht reiche, Selbstständigkeit in einem eingegrenzten Bereich zu erlangen. Die Gelegenheiten, sich selbstständig einzubringen und individuell zu arbeiten, sind in jedem Fach möglich und wichtig und ganz besonders dort essenziell, wo komplexe Aufgaben bei festgelegter Bearbeitung eher zum Auswendiglernen als zum autonomen Bearbeiten führen (vgl. Winter 2006, S. 8).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die kritische Auseinandersetzung mit Noten infolge der Pisa-Debatte vor und definiert den Rahmen der Untersuchung, der sich auf die allgemeine Didaktik sowie subjektive Erfahrungen stützt.

2. Geschichte der Note: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Ziffernzensur von römischen Ursprüngen bis hin zur Etablierung des heute bekannten sechsstufigen Systems in Deutschland nach.

3. Funktion von Noten: Die zentralen Funktionen von Noten – Orientierung, Pädagogik sowie Auslese – werden hier definiert und hinsichtlich ihrer praktischen Erfüllung kritisch analysiert.

4. Gütekriterien: Hier erfolgt eine messtheoretische Überprüfung der Notengebung anhand der Kriterien Objektivität, Reliabilität und Validität, wobei die begrenzte wissenschaftliche Belastbarkeit von Schulnoten aufgezeigt wird.

5. Die Schulnote als Prognose: Das Kapitel untersucht, inwiefern Schulnoten als Prädiktoren für den Erfolg in Studium und Beruf dienen können und diskutiert die Eindimensionalität dieser Leistungsbewertung.

6. Die Reform der Schulnoten: Hier werden die Gründe für die Notwendigkeit von Reformen im Leistungsbewertungssystem erörtert und Ansätze einer neuen Lernkultur sowie alternative Methoden vorgestellt.

7. Fazit und Reflexion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, resümiert die festgestellten Mängel der aktuellen Notengebung und reflektiert den Prozess der Arbeit selbst.

Schlüsselwörter

Schulnoten, Ziffernzeugnis, Leistungsbeurteilung, Pädagogik, Objektivität, Reliabilität, Validität, Prognosevalidität, neue Lernkultur, Selbstständigkeit, Prozessorientierung, Bildungsstandards, Didaktik, Zensurenskala, Schulleistung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Notengebung an Schulen. Dabei wird hinterfragt, inwiefern Zensuren ihren Funktionen gerecht werden und welchen Stellenwert sie als Instrument der Leistungsbewertung in der modernen Pädagogik einnehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Entwicklung der Zensur, die Analyse der Funktionen von Noten, die wissenschaftliche Überprüfung der Gütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität) sowie Ansätze zur Reform der Leistungsbewertung im Sinne einer neuen Lernkultur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, die Diskrepanz zwischen administrativen Anforderungen an Noten und ihren pädagogischen Grenzen aufzudecken. Sie untersucht, warum Zensuren trotz ständiger Kritik und mangelnder wissenschaftlicher Genauigkeit ein fester Bestandteil des Schulsystems geblieben sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, bei der didaktische Fachliteratur, psychologische Berichte sowie geschichtliche Quellen zur Notengebung herangezogen und in einen kritischen Zusammenhang gebracht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Funktionen von Noten, die messtheoretische Bewertung (Gütekriterien), die Analyse der Noten als Prognoseinstrument für den Bildungserfolg sowie die Vorstellung reformpädagogischer Ansätze wie Selbstständigkeit und Prozessorientierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Leistungsbeurteilung, Ziffernzeugnis, Objektivität, Validität, neue Lernkultur und die pädagogische Funktion der Note.

Wie bewertet der Autor die wissenschaftliche Aussagekraft von Schulnoten?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Schulnoten hinsichtlich ihrer messtheoretischen Güte (Objektivität, Reliabilität, Validität) oft weit unter einem Maß liegen, das ihre exklusive Verwendung als Bewertungs- und Ausleseinstrument rechtfertigen würde.

Welche Rolle spielt die „neue Lernkultur“ in der Argumentation?

Die neue Lernkultur dient als Kontrastfolie zur traditionellen, auf Noten fixierten Bewertung. Der Autor sieht in Konzepten wie selbstgesteuertem Lernen und einer prozessbegleitenden Bewertung den notwendigen Weg, um die pädagogische Funktion der Schule gegenüber der bloßen administrativen Auslese zu stärken.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Notengebung im Sportunterricht - zwischen administrativen Vorgaben und subjektiver Wahrnehmung
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Sportwissenschaft)
Note
1,0
Autor
Janosch Bülow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
25
Katalognummer
V188511
ISBN (eBook)
9783656121725
ISBN (Buch)
9783656122746
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ziffernote Erziehung Schule Validität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janosch Bülow (Autor:in), 2008, Notengebung im Sportunterricht - zwischen administrativen Vorgaben und subjektiver Wahrnehmung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188511
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Leseprobe aus  25  Seiten
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