Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziologie - Medien, Kunst, Musik

"Minimal Music". Aspekte ihrer Entstehung, Entwicklung, Faktur, Ästhetik und Rezeption

Titel: "Minimal Music". Aspekte ihrer Entstehung, Entwicklung, Faktur, Ästhetik und Rezeption

Bachelorarbeit , 2009 , 63 Seiten

Autor:in: Katrin Reiners (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Minimal Music ist wie wenn man an einem Sommertag auf einer Wiese in der Sonne liegt und den Himmel betrachtet- er verändert sich laufend und bleibt doch immer gleich“
(Wagner, Christoph)

Diese Arbeit versucht zunächst, die musikalische Vielseitigkeit und Auslegungsvarianz (Unterspezifizierungen) des Begriffes „Minimal Music“ darzulegen (Teil 3 der Arbeit). In einem Exkurs werden eine etymologische und linguistische Analyse vollzogen. Desweitern wird im ersten Teil der Arbeit untersucht, in welchen Bereichen der Minimalismus Einzug hielt und welche Querverbindungen sich zu anderen Kunstbereichen ziehen lassen. Im Einzelnen werden Facetten der Kunst, des Tanzes, der Literatur und der bildenden Kunst näher beleuchtet, um einen Gesamtzusammenhang herstellen zu können und eine generelle Tendenz der 60er/70er Jahre aufzuzeigen. Wenngleich sich die meisten Bereiche unabhängig voneinander entwickelten, scheinen sie ein verbindendes Element zu haben, das seinen Ursprung offenbar in der Ästhetik der „Minimal Music“ hat.
Weiterhin wird im zweiten Teil die Thematik unter dem Gesichtspunkt der Notwendigkeit betrachtet, also die Frage gestellt, was genau zu der Entwicklung der „Minimal Music“ geführt hat. Im Einzelnen: Worin bestand die Notwendigkeit des Einzugs des Minimalismus in die Musik, wie genau vollzog sich die Entwicklung, und durch welche Einflüsse wurde sie begünstigt. In diesem Zusammenhang werden im vierten Teil der Arbeit die vier wichtigsten Vertreter der „Minimal Music“ (Young, Riley, Glass und Reich) jeweils mit einer kurzen – auch werkbezogenen – Biografie dargestellt und ihr Beitrag zur Gesamtentwicklung der „Minimal Music“ unter Einbeziehung der Ästhetik der „Minimal Music" untersucht. Diese Vorgehensweise der in die Biografie integrierten Ästhetik erhält den Vorzug, da hierdurch individuelle Entwicklungen der Künstler und ihr Einfluss auf eben das ästhetische Handeln dargelegt werden können.
Schließlich werden im fünften Teil Stilparallelen der Bereiche Musik und bildende Kunst sowie Musik und Film (bewegte Bilder) aufgezeigt. Am Beispiel des Films „Koyaanisqatsi“ der QATSI-Trilogie von Godfrey Reggio wird das Zusammenwirken von Film und der Musik von Philip Glass ausgewertet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Bereiche des Minimalismus

1.1 Bildende Kunst

1.2 Tanz

1.3 Musik

1.4 Film

1.5 Literatur

1.6 Achitektur

1.7 Design

2. Geschichte der Minimal Music

2.1 Vorgeschichte der Minimal Music

2.2 Geschichte der Minimal Music

2.3 Entwicklung nach 1960

3. Versuch der Erklärung des Begriffs Minimal Music

3.1 Definition

3.2 Teilaspekte/ Unterspezifizierungen der Minimal Music

3.2.1 Der meditative Aspekt

3.2.2 Die Reduktion des einzusetzenden musikalischen Materials

3.2.3 Der repetitive Aspekt

3.3 Das Gemeinsame der Teilaspekte der Minimal Music

3.4 (Exkurs) Versuch einer linguistischen und etymologischen Analyse des Begriffs Minimal Music

3.4.1 Linguistische Betrachtung

3.4.2 Etymologische Betrachtung nach Linke

3.4.3 Ergänzung etymologische Analyse

4. Einzelportraits der bekanntesten Komponisten der Minimal Music

4.1 La Monte Young

4.2 Terry Riley

4.3 Steve Reich

4.4 Phlip Glass

5. Stilparalellen in den Künsten

5.1 Verbindung von Kunst und Musik

5.2 Bezug Film (bewegte Bilder) und Musik

6. Analyse der QATSI-Trilogie

6.1 Inhalt des Films “Koyaanisqatsi

6.2 Betrachtung von Musik und Bild

6.3 Betrachtung ausgewählter Bilder und ihre musikalische Realisation

7. Rezeption

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die musikalische Vielseitigkeit, die historische Entwicklung sowie die Ästhetik der Minimal Music zu untersuchen, wobei ein besonderer Fokus auf der Wechselwirkung zwischen Musik, Kunst und Film (insbesondere der QATSI-Trilogie) liegt, um die psychologische Wirkung auf den Hörer und die Bedeutung des Minimalismus als kulturübergreifendes Phänomen zu ergründen.

  • Entstehung und ästhetische Einordnung des Minimalismus in verschiedenen Kunstgattungen.
  • Detaillierte Analyse der historischen Entwicklung der Minimal Music und ihrer wichtigsten Vertreter (Young, Riley, Reich, Glass).
  • Linguistische und etymologische Auseinandersetzung mit dem Begriff „Minimal Music“.
  • Untersuchung der symbiotischen Beziehung zwischen Musik und Bildsprache anhand des Films "Koyaanisqatsi".
  • Rezeption und Weiterentwicklung der minimalistischen Musik im zeitgenössischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Der meditative Aspekt

„Wer meditieren will, braucht vielleicht diese Musik. Wer diese Musik hört, kommt vielleicht zum Meditieren." Im Bereich der Minimal Music ging mit der Bezeichnung „Minimal Music“ oft auch die Bezeichnung „Meditationsmusik“ einher. Hierunter verstand man nicht die Art von meditativer Musik, die im unterhaltenden Bereich der Pop-Rockmusik angesiedelt war. Viel entscheidender als das sichtbare Tonmaterial, die kompositorische Struktur und tatsächliche zeitliche Dauer des Musikstückes war die Erfahrungsebene. Das individuell Erfahrene beim Hören des Werkes ist das Essenzielle: „[…] (Es) zeigt sich, dass die Reduktion auf der Materialebene mit einer- pointiert gesagt- Maximierung sinnlicher Erfahrungen einhergeht. Mit anderen Worten: Die Entflechtung und Vereinfachung des musikalischen Gebildes legt den Blick frei auf die akustischen Nuancen einer bislang kaum wahrgenommen musikalischen Mikrowelt.“

Verdeutlicht sei diese Erscheinung an dem Stück „It’s gonna Rain“ von Steve Reich: Eine Predigtaufnahme wurde identisch auf zwei Aufnahmegeräte überspielt und synchron abgespielt. Graduell stellte sich ein langsames Auseinanderdriften der beiden Aufnahmen ein, da selbst fabrikidentische Aufnahmefabrikate nicht in der Lage waren das Tonmaterial übereinstimmend synchron wiederzugeben, ohne dass eine Verschiebung entstand. Innerhalb eines Klangteppichs wurden somit Akzente und Phrasen verschoben oder überlagert. Die Klangdichte und Klangfarbe der meisten minimalistischen Werke unterlagen zudem nur gewisser Varianz. Durch die Verwendung vieler Konsonanzen blieb die Musik überwiegend tonal, sodass sie entdramatisiert wurde. Die Gesamtwirkung der Werke blieb damit so neutral wie möglich und konnte dadurch an expressiver traditionell bekannter Aussagekraft verlieren. Ein Spannungsaufbau wurde vermieden und der Spannungsgehalt blieb konstant. Mikroprozesse in der Musik können besonders bei langsam und sich graduell entwickelnder Musik wahrgenommen werden, sodass minimalistische Klangkonstrukte auf die Psyche wirken können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bereiche des Minimalismus: Das Kapitel beleuchtet das Auftreten minimalistischer Ansätze in verschiedenen Kunstdisziplinen wie Kunst, Tanz und Literatur, um Querverbindungen zur Musik aufzuzeigen.

2. Geschichte der Minimal Music: Hier wird der historische Kontext der 1940er und 1950er Jahre analysiert, der zur Abkehr von traditionellen Musikformen und zum Entstehen des Minimalismus führte.

3. Versuch der Erklärung des Begriffs Minimal Music: Dieses Kapitel definiert den Begriff und untersucht seine Teilaspekte, wie Repetition und Reduktion, sowie dessen etymologische Herkunft.

4. Einzelportraits der bekanntesten Komponisten der Minimal Music: Die Biografien und ästhetischen Ansätze der Hauptvertreter La Monte Young, Terry Riley, Steve Reich und Philip Glass werden detailliert betrachtet.

5. Stilparalellen in den Künsten: Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen und praktischen Verbindungen zwischen Musik und anderen bildenden Künsten sowie dem Medium Film.

6. Analyse der QATSI-Trilogie: Eine praktische Untersuchung des Zusammenspiels von Bild und Musik am Beispiel des Films „Koyaanisqatsi“ und der Musik von Philip Glass.

7. Rezeption: Ein Überblick über die moderne Bedeutung des Minimalismus und seine heutige Weiterentwicklung in der Musikszene.

8. Fazit: Eine abschließende Betrachtung zur Wirkung des Minimalismus und dessen Beitrag zur Erneuerung der Musikkultur.

Schlüsselwörter

Minimal Music, Reduktion, Repetition, Minimal Art, Musikgeschichte, Philip Glass, Steve Reich, La Monte Young, Terry Riley, Koyaanisqatsi, Meditative Musik, Filmmusik, Ästhetik, Postminimalismus, Klangmaterial.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen „Minimal Music“ als kulturübergreifende Bewegung, ihre Entstehungsgeschichte, zentrale ästhetische Merkmale und ihre spezifische Anwendung in der Filmmusik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Definition des Begriffs Minimalismus, die Biografien der vier Hauptkomponisten (Young, Riley, Reich, Glass) sowie die Verschränkung von akustischen und visuellen Eindrücken in Kunst und Film.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die musikalische Vielseitigkeit der Minimal Music darzulegen und aufzuzeigen, wie minimalistische Prinzipien die Wahrnehmung von Musik und Bild in Werken wie der „Koyaanisqatsi“-Trilogie prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, eine etymologische und linguistische Untersuchung des Begriffs sowie eine analytische Werkbetrachtung, ergänzt durch Filmmusiktheorie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die individuelle Entwicklung der vier Pioniere der Minimal Music und eine konkrete Analyse des Zusammenspiels von Musik und Bild in der QATSI-Trilogie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Reduktion, Repetition, Klangmaterial, Ästhetik und die interdisziplinäre Verschränkung von Musik, Bildender Kunst und Film.

Warum wird La Monte Young oft als Pionier der Minimal Music bezeichnet?

La Monte Young gilt aufgrund seiner frühen Auseinandersetzung mit extrem langen, statischen Tönen und seiner aktiven Rolle in der Fluxus-Bewegung als grundlegender Impulsgeber für die Minimal Music.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Filmmusik bei Philip Glass von der „konventionellen“ Filmmusik?

Während konventionelle Filmmusik oft als interpretative Unterstützung dient, strebt Philip Glass in der QATSI-Trilogie eine gleichgewichtige Verschmelzung an, bei der Musik und Bild als autarkes Gesamtkunstwerk interagieren.

Ende der Leseprobe aus 63 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Minimal Music". Aspekte ihrer Entstehung, Entwicklung, Faktur, Ästhetik und Rezeption
Autor
Katrin Reiners (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
63
Katalognummer
V188536
ISBN (eBook)
9783656121626
ISBN (Buch)
9783656122647
Sprache
Deutsch
Schlagworte
music aspekte entstehung entwicklung faktur ästhetik rezeption La Monte Young Terry Riley Steve Reich Philip Glass Minimal Techno Koyaanisqatsi
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katrin Reiners (Autor:in), 2009, "Minimal Music". Aspekte ihrer Entstehung, Entwicklung, Faktur, Ästhetik und Rezeption, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188536
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  63  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum