Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Bank, Börse, Versicherung

Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Europäische Versicherungsaufsicht

Titel: Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Europäische Versicherungsaufsicht

Hausarbeit , 2010 , 33 Seiten

Autor:in: Master of Arts in International Insurance Isabel Kopitzki (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise hat sehr deutlich die Schwächen im System der Finanzmarktaufsicht offengelegt. So behaupten viele Kritiker, dass die aktuelle Krise sich nur so intensiv entwickeln konnte, da die Kooperation zwischen den einzelnen nationalen Aufsichtsbehörden nicht in der Art und Weise funktionierte wie vorgesehen. Durch die starke Deregulierung des Finanzmarktes waren zahlreiche Banken und Versicherungen ausschließlich auf die sich bietenden Ertragschancen fokussiert und vernachlässigten, die dabei mitzutragenden Risiken.
Die daraus resultierende Konsequenz zeigte sich in erhöhten Regulierungs-bemühungen und einer Verschärfung der Finanzmarktaufsichtsarchitektur auf europäischer Ebene. Auf einem G- 20 treffen im April 2009 wurde als erster Schritt das Financial Stability Board geschaffen, welches zukünftig die Geschehnisse auf dem Finanzmarkt bestimmen soll. Das Europäische Parlament fokussiert zudem die Schaffung einer europäischer Aufsichtsarchitektur, wozu die drei neu geschaffenen Aufsichtsbehörden European Banking Authority (EBA), European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) und der European Securities and Markets Authority (ESMA) sowie der Europäische Ausschuss für Systemrisiken, European Systemic Risk Board (ESRB) gestärkt werden sollen. Diese vier Instanzen sollen künftig gegenüber nationalen Aufsichten Beratungsstatus abgeben und Weisungsbefugnis erhalten.
Ziel dieser europäischen Regulierungsbestrebungen sind die Stärkung der Stabilität der Finanzmärkte, eine kohärente Anwendung und Durchsetzung von technischen Regelungen, das frühzeitige Erkennen von Systemrisiken sowie die gemeinsame aufsichtsrechtliche Handlungsfähigkeit, welche durch die Colleges of Supervisors gewährleistet werden soll.
Die Versicherungsindustrie war zwar nicht der Auslöser für die aktuelle Finanzkrise, da sie aber eine beutende Rolle bei der Risikotragung übernimmt und so von ihr Systemrisiken ausgehen, muss auch sie entsprechend überwacht werden. Gerade international tätige Versicherungsunternehmen werden noch mangelhaft überwacht, da die Aufsicht momentan lediglich von den nationalen Aufsichtsbehörden durchgeführt wird, welche die Vernetzung innerhalb des Finanzsystems nicht adäquat erfassen können. So kann laut Michel Barnier, Senator von Savoyen „(d)ie Finanzwirtschaft (..) nur mit einfachen Regeln gut funktionieren, aber sie muss transparenter und kontrolliert offener werden“ .

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der De Larosière Bericht

2.1. Wesentliche Inhalte des De Larosière Berichts

2.1.1 Die Aufsicht auf Makroebene

2.1.2 Die Aufsicht auf Mikroebene

2.2. Auswirkung des De Larosière Berichts auf die Versicherungswirtschaft

3. Weiterentwicklungen von Sovency II aufgrund der Finanzkrise

3.1. Geplante Änderungen für Solvency II

3.1.1. Veränderungen im Marktrisikomodul

3.1.2. Veränderungen im Versicherungstechnischen Risikomodul

3.1.3. Veränderungen im Kreditausfallrisikomodul

3.1.4. Risiken aus immateriellen Vermögensgegenständen

3.1.5. Prozyklische Effekte in Solvency II

3.2. Kritik an den Entwicklungen

4. Das Rundschreiben 23/2009 (VA)- Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich

4.1. Hintergrund des Rundschreibens 23/2009 (VA)

4.2. Inhalte des Rundschreibens 23/2009 (VA)

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die grundlegenden Reformen der europäischen Versicherungsaufsicht, die als direkte Reaktion auf die Finanzmarktkrise initiiert wurden, und bewertet deren Auswirkungen auf die Branche kritisch.

  • Neugestaltung der europäischen Aufsichtsarchitektur basierend auf dem De Larosière Bericht.
  • Anpassungen der Risikomodelle innerhalb von Solvency II als Reaktion auf die Finanzkrise.
  • Regulierung von Vergütungssystemen durch das BaFin-Rundschreiben 23/2009 (VA).
  • Kritische Beleuchtung der zunehmenden Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung.
  • Diskussion über die Verhältnismäßigkeit der Aufsichtsregelungen für Versicherungsunternehmen.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Die Aufsicht auf Mikroebene

Um die Aufsicht auf Mikroebene wirksam durchführen und koordinieren zu können, soll ein europäisches Finanzaufsichtssystem (European System of Financial Supervisors- ESFS) aufgebaut werden. „Das ESFS soll ein integriertes Netz aus europäischen Finanzaufsichtsbehörden bilden,“ in dem die drei bereits bestehenden europäischen Level- 3- Ausschüsse, Committe of European Banking Supervisors (CEBS) in London, Committee of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors (CEIOPS) in Frankfurt und das Committee of European Security Regulators (CESR) in Paris bis 2012 in Agenturen mit neuen Weisungsbefugnissen umgewandelt werden. Die drei Gremien, die bisher nur dem Informationsaustausch dienten, sollen nach De Larosière zukünftig europaweit verbindliche Standards für die Versicherungs-, Banken- und Börsenaufsicht festlegen sowie deren Einhaltung überwachen können. Im ESFS sollen die nationalen Aufsichtsbehörden mit den neuen europäischen Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten. Dies soll den Vorteil bieten, dass zwar ein gesamteuropäisches Finanzaufsichtsystem geschaffen wird, aber gleichzeitig die Sackkenntnis der nationalen Aufsichtsstellen genutzt werden kann.

Zur Schaffung des europäischen Finanzaufsichtssystems spricht sich De Larosière für die Umsetzung in zwei Phasen aus. In einem ersten Schritt sollen die nationalen Aufsichtsbehörden gestärkt und die Kernvorschriften der einzelnen Länder harmonisiert werden. In einem zweiten Schritt sollen die europäischen Kompetenzen bei der Überwachung der Finanzdienstleistungsbranche gefördert und die drei oben genannten Ausschüsse schnellst möglich in die Behörden der europäischen Bankaufsichtsbehörde (European Banking Authority EBA), der europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersvorsorge (European Insurance and Occupational Pensions Authority- EIOPA) und der europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority- ESMA) umgewandelt werden. Dies soll die Grundlage dafür bieten in der zweiten Phase, welche für 2011/12 vorgesehen ist, ein europäisches System für die Finanzaufsicht (European System of Financial Supervisors- ESFS) aufzubauen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Schwächen der Finanzmarktaufsicht während der Krise und führt in die neuen europäischen Aufsichtsinstitutionen ein.

2. Der De Larosière Bericht: Analysiert die Mängel des alten Aufsichtssystems und präsentiert den Entwurf für eine neue europäische Aufsichtsarchitektur.

3. Weiterentwicklungen von Sovency II aufgrund der Finanzkrise: Untersucht die neuen Anforderungen an Risikomodelle und Eigenmittel sowie die Kritik der Branche daran.

4. Das Rundschreiben 23/2009 (VA)- Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich: Erläutert die Umsetzung der G-20 Beschlüsse zu risiko- und wertorientierten Manager-Vergütungen in Deutschland.

5. Fazit: Zieht Bilanz über die Reformen und mahnt eine angemessene Berücksichtigung der spezifischen Geschäftsmodelle von Versicherern an.

Schlüsselwörter

Finanzmarktkrise, Versicherungsaufsicht, Solvency II, De Larosière Bericht, Makroaufsicht, Mikroaufsicht, Risikomanagement, Eigenkapital, MaRisk, Vergütungssysteme, Systemrisiken, Finanzregulierung, EIOPA, Aufsichtsarbitrage, Kapitalanforderungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den tiefgreifenden Veränderungen der europäischen Versicherungsaufsicht, die als direkte Reaktion auf die globale Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008 eingeleitet wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die neue europäische Aufsichtsarchitektur, die Kalibrierung von Solvency II und die neue Regulierungspraxis bei der Manager-Vergütung in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die wesentlichen regulatorischen Änderungen darzustellen, ihre Hintergründe zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen, ob diese Maßnahmen für die Versicherungswirtschaft angemessen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Arbeit, die auf Basis von Berichten wie dem De Larosière Report, gesetzlichen Rundschreiben und relevanter Fachliteratur eine kritische Würdigung der aktuellen Entwicklungen vornimmt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufsichtsstruktur, die technischen Anpassungen innerhalb von Solvency II (z. B. Marktrisiko, Kreditausfallrisiko) sowie die Anforderungen an Vergütungsstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Finanzmarktkrise, Solvency II, europäische Aufsichtsarchitektur, Eigenmittelhinterlegung und regulatorische Anforderungen.

Inwiefern hat die Finanzkrise Solvency II beeinflusst?

Die Krise hat Schwachstellen in der Kalibrierung der Risikomodelle aufgezeigt, was zu einer Verschärfung der Anforderungen in QIS 5 führte, um die Risikotragfähigkeit der Versicherer zu stärken.

Warum gibt es Kritik an den neuen Aufsichtsvorgaben?

Die Versicherungsbranche kritisiert, dass viele Verschärfungen ohne ausreichendes fachliches Fundament erfolgten und die Unternehmen durch zu hohe Eigenkapitalanforderungen in ihrer Geschäftstätigkeit behindert werden könnten.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Europäische Versicherungsaufsicht
Hochschule
Hochschule RheinMain
Autor
Master of Arts in International Insurance Isabel Kopitzki (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
33
Katalognummer
V188547
ISBN (eBook)
9783656123439
ISBN (Buch)
9783656124269
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Versicherung Finanzkrise Versicherugnsaufsicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Master of Arts in International Insurance Isabel Kopitzki (Autor:in), 2010, Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Europäische Versicherungsaufsicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188547
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  33  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum