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Fit for life – Sport in der Kinder- und Jugendarbeit

Titel: Fit for life – Sport in der Kinder- und Jugendarbeit

Diplomarbeit , 2011 , 88 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Albrecht (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Resümee

Der historische Rückblick eingangs dieser Arbeit zeigte, dass Sport bei der Erziehung junger Menschen seit alters her eine bedeutsame Stellung einnimmt. Die Stärkung der Heereskraft in der Antike, die Überwachung des Volkes und die politische Willensbildung über den Sport im Nationalsozialismus sowie die sportliche Machtdemonstration der DDR gegenüber dem kapitalistischen Ausland bringen zum Ausdruck, dass Sport in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oft als Medium zur Verfolgung militärischer und politischer Ziele eingesetzt wurde. Der geschichtliche Abriss zeigt aber ebenso deutlich, dass sich bereits in der Vergangenheit, insbesondere zur Zeit GutsMuths und Rousseaus, ganzheitliche Sichtweisen sowie Erziehungs- bzw. Bildungsansätze herausbildeten, welche die Rolle des Körpers unter „philanthropischen“ Gesichtspunkten berücksichtigten. Dabei standen gesundheitliche Aspekte z. B. zur Begegnung degenerativer Erkrankungen im Zuge der Industrialisierung ebenso im Vordergrund wie pädagogische Blickwinkel, die Bewegung und Sport als notwendige Körpererfahrung zur Selbstkonzeptentwicklung verstanden.

In Deutschland lässt sich aktuell ein hohes Sportinteresse unter jungen Menschen beobachten, welches vorrangig im Verein ausgelebt wird. Dabei wird festgestellt, dass Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien (einkommensschwach, ungünstige Lebensbedingungen, schwieriges Lebensumfeld) weniger Sport treiben sowie seltener im Verein anzutreffen sind als gleichaltrige Jungen und Mädchen, die nicht von sozial prekären Lebensumständen betroffen sind.
Eine körperlich passive Lebensweise kann sich u. U. problematisch auf die physische, psychische und soziale Gesundheit auswirken, so sind beispielsweise Adipositas, Koordinationsstörungen und Skeletterkrankungen oft auf Bewegungsmangel zurückzuführen. Da der gegenwärtige Schul- und Berufsalltag ohnehin wenig körperliche Aktivität zulässt, stimmt eine ebenfalls bewegungsarme Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen bedenklich.
Ein Teil dieser Arbeit beschäftigte sich mit der Fragestellung, inwieweit Sport- und Bewegungsangebote für die Bildung und Entwicklung junger Menschen erforderlich bzw. hilfreich sind, wie Heranwachsende für Sport und Bewegungsangebote motiviert werden können sowie welche Konsequenzen sich daraus für eine (sportorientierte) Kinder- und Jugendarbeit ableiten lassen. Hierzu wurden sowohl entwicklungs- als auch sportpsychologische Gesichtspunkte untersucht...etc.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Junge Menschen und Sport - Historischer Rückblick und aktueller Stand in Deutschland

1.1 Historische Aspekte der Leibeserziehung

1.1.1 Sport, Erziehung und Körperkultur in der griechischen Antike

1.1.2 Sport- und bewegungsorientierte Pädagogik im 18. und 19. Jahrhundert

1.1.3 Körperliche Erziehung im Nationalsozialismus

1.1.4 Leistungssport in der DDR

1.2 Sportliche Betätigung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

1.2.1 Engagement im Vereinssport

1.2.2 Bewegungsmangel und die Folgen

2. Sport und Bewegung als Beitrag zur Förderung der menschlichen Bildung und Entwicklung

2.1 Aspekte der Entwicklungspsychologie

2.1.1 Entwicklungsstufen und Persönlichkeitsentwicklung im Kindes- und Jugendalter

2.1.2 Die Rolle endogener, exogener und autogener Faktoren

2.1.3 Interaktion

2.2 Aspekte der Sportpsychologie

2.2.1 Motivation

2.2.2 Sport und Aggression

2.3 Schlussfolgerungen

2.3.1 Sport und Bewegung: Ein Grundbedürfnis des Menschen

2.3.2 Möglichkeiten und Chancen von Sport in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

3. Sport in der Kinder- und Jugendarbeit

3.1 Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit – Unterscheidung und rechtlicher Hintergrund

3.2 Sportorientierte Arbeitsfelder und Angebote der Jugendarbeit

3.2.1 Jugendarbeit im Vereinssport

3.2.2 Sport in der offenen Jugendarbeit

3.3 Sportorientierte Arbeitsfelder und Angebote der Jugendsozialarbeit

3.3.1 Sport in der Suchtarbeit

3.3.2 Sport in der Delinquenzprävention

3.4 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

4. Anforderungen an eine sportorientierte Kinder- und Jugendarbeit

4.1 Interessen- und Bedürfnisorientierung

4.2 Personelle Fähig– und Fertigkeiten, fachliche Qualifikation und benötigte Methodenvielfalt

4.3 Grundprinzipien und Rahmenbedingungen

4.4 Qualitätsmanagement und Evaluation

5. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit sport- und bewegungsorientierte Angebote für die Bildung und Entwicklung junger Menschen hilfreich sind und wie diese in der Kinder- und Jugendarbeit konzeptionell verankert werden können. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie Sport als pädagogisches Instrument eingesetzt werden kann, um sowohl individuelle Kompetenzen zu fördern als auch präventiv auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren.

  • Historische Entwicklung der Leibeserziehung und deren Bedeutung für Jugendliche.
  • Entwicklungspsychologische und sportpsychologische Grundlagen der Bewegungsförderung.
  • Unterscheidung und Einsatzgebiete von Sport in der allgemeinen Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit.
  • Qualitätskriterien und methodische Anforderungen an sportorientierte pädagogische Projekte.
  • Bedeutung der intrinsischen Motivation und Lebensweltorientierung für eine erfolgreiche Praxis.

Auszug aus dem Buch

Die Rolle endogener, exogener und autogener Faktoren

Zur Klärung, ob und inwieweit sich bestimmte Einflüsse nachhaltig auf die Entwicklung eines Menschen auswirken bzw. in welchem Maße menschliches Verhalten beeinfluss- und steuerbar ist, haben sich verschiedene Modelle herausgebildet. Während einige Theorien eher genetische oder autogene Einflüsse für die menschliche Entwicklung verantwortlich machen, vertreten wiederum andere Interpretationsansätze eine umweltorientierte Sichtweise, in der exogene Faktoren ursächlich für die Entwicklung des Individuums sind.

Endogenistische Theorien: Unter endogenen Faktoren werden die genetischen Anlagen eines Menschen verstanden (z. B. angeborene Eigenschaften der Sinnesorgane und des Nervensystems). Die Entwicklung wird folglich als Entfaltung der vorhandenen Anlagen und Strukturen angesehen, bei der die Umwelt und die Person selbst kaum Einfluss auf das Entwicklungsgeschehen nehmen (vgl. Rothgang 2009, S. 110).

Für eine sport- und bewegungsorientierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hieße dies, dass Heranwachsende, die von Natur aus mit „unsportlichen“ und eher „phlegmatischen“ Anlagen ausgestattet sind, mit dem Medium Sport nicht erreicht oder gefördert werden können. Gegenwärtige Vertreter des endogenistischen Ansatzes lassen Umwelteinflüsse jedoch nicht mehr gänzlich unberücksichtigt; demnach bestimmen diese ebenfalls, in welchem Umfang das angeborene Potenzial ausgeschöpft wird (vgl. Metzinger, 2009, S. 9). In Bezug auf Sport bedeutet dies, dass Kinder und Jugendliche nur in ihren biologisch-genetisch festgelegten Grenzen gefördert werden können. Demzufolge kann ein Heranwachsender trotz intensiven Trainings kein Leistungssportler werden, wenn ihm die dafür erforderlichen genetischen Anlagen fehlen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Junge Menschen und Sport - Historischer Rückblick und aktueller Stand in Deutschland: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Leibeserziehung von der Antike bis zur DDR und analysiert den aktuellen Stand des Vereinssports sowie die Problematik des Bewegungsmangels bei Jugendlichen.

2. Sport und Bewegung als Beitrag zur Förderung der menschlichen Bildung und Entwicklung: Hier werden entwicklungspsychologische und sportpsychologische Aspekte erläutert, um zu verdeutlichen, dass Bewegung ein Grundbedürfnis darstellt und die Identitätsbildung maßgeblich beeinflusst.

3. Sport in der Kinder- und Jugendarbeit: Dieses Kapitel unterscheidet zwischen Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit und zeigt anhand von Praxisbeispielen, wie Sport als niedrigschwelliges Angebot oder präventive Maßnahme in Suchtarbeit und Delinquenzprävention fungiert.

4. Anforderungen an eine sportorientierte Kinder- und Jugendarbeit: Hier werden die notwendigen Rahmenbedingungen, Qualitätsstandards, personellen Anforderungen sowie die Relevanz von Evaluation und Qualitätsmanagement für die sportorientierte Arbeit mit Jugendlichen dargelegt.

5. Resümee und Ausblick: Das Schlusskapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Angebote an den Interessen und Lebenswelten der Jugendlichen auszurichten, statt sie primär leistungsorientiert zu gestalten.

Schlüsselwörter

Sportpädagogik, Jugendsozialarbeit, Bewegungsförderung, Entwicklungspsychologie, Sportpsychologie, Suchtprävention, Delinquenzprävention, Lebensweltorientierung, Sozialkompetenz, Vereinssport, Offene Jugendarbeit, Qualitätsmanagement, Motivation, Erlebnispädagogik, Persönlichkeitsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung und den Einsatz von Sport und Bewegung als pädagogisches Mittel in der Kinder- und Jugendarbeit unter Berücksichtigung entwicklungspsychologischer Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die historische Einordnung der Leibeserziehung, die psychologischen Grundlagen von Motivation und Aggression, die Unterscheidung zwischen Jugendvereinsarbeit und Jugendsozialarbeit sowie die Anforderungen an die Qualität solcher Angebote.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwieweit sind Sport- und Bewegungsangebote für die Bildung und Entwicklung junger Menschen erforderlich bzw. hilfreich und wie können sie konzeptionell sinnvoll in die Jugendarbeit integriert werden?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender wissenschaftlicher Studien und theoretischer Konzepte aus den Bereichen Soziale Arbeit, Entwicklungspsychologie und Sportwissenschaft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Sport zur Förderung von Sozial- und Selbstkompetenzen beiträgt, wie man Jugendliche in schwierigen Lebenslagen erreicht und welche Qualitätsstandards für professionelle sportpädagogische Projekte gelten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jugendsozialarbeit, Sportpädagogik, Suchtprävention, Delinquenzprävention, Lebensweltorientierung und Kompetenzförderung.

Was unterscheidet die Jugendarbeit von der Jugendsozialarbeit im Kontext von Sport?

Während sich die Jugendarbeit primär an alle jungen Menschen richtet, um deren allgemeine Entwicklung zu fördern, konzentriert sich die Jugendsozialarbeit gezielt auf sozial benachteiligte oder individuell beeinträchtigte Jugendliche, wobei Sport hier oft als Mittel zur (Wieder-)Eingliederung genutzt wird.

Warum spielt das Projekt „Mitternachtssport“ eine Rolle?

Es dient als Praxisbeispiel für eine niedrigschwellige Form der offenen Jugendarbeit, die Jugendlichen, die das klassische Vereinssystem meiden, durch späte Angebote und den Verzicht auf starre Leistungszwänge den Zugang zu sportlicher Betätigung und pädagogischer Begleitung ermöglicht.

Wie kann Sport präventiv gegen Sucht und Delinquenz wirken?

Sport kann als "Türöffner" dienen, der Jugendlichen ein alternatives Risikoverhalten (Abenteuer) bietet, das Gruppengefühl stärkt und durch erlebnispädagogische Elemente zur Reflexion von Verhaltensmustern und zum Aufbau von Handlungskompetenzen anregt.

Ende der Leseprobe aus 88 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fit for life – Sport in der Kinder- und Jugendarbeit
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig  (Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften)
Note
1,3
Autor
Sebastian Albrecht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
88
Katalognummer
V188557
ISBN (eBook)
9783656122098
ISBN (Buch)
9783656122562
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinder- und Jugendarbeit Sport Sportpädagogik Sport in der Kinder- und Jugendarbeit Sport in Bildung und Erziehung Sport und Jugendarbeit Diplomarbeit Sozialpädagogik Bildung Erziehung Leistungssport DDR Vereinssport Sport und Aggression Sportorientierte Arbeitsfelder Delinquenz Prävention Sport in der Suchtarbeit offene Jugendarbeit Sportpsychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Albrecht (Autor:in), 2011, Fit for life – Sport in der Kinder- und Jugendarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188557
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  88  Seiten
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