Kommentar des Professors: "Eine hervorragende Arbeit, im Range einer Examensarbeit! Formal einwandfrei und sprachlich vorbildlich, sogar wissenschaftstheoretisch gut reflektiert (v. a. in den Anmerkungen), sehr vorsichtige, gut abgewogene Wertungen, durchdiskutierte Erörterungen; das Fazit hätte entschiedener sein können. Lediglich im Kapitel 2 fehlt die Diskussion des Kernbegriffs des 'Verstehens'."
Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung
1. Geschichtliches
1.1. Ein kurzer Rückblick auf die Mediendidaktik der Nachkriegszeit
1.2. Ein kurzer Rückblick auf die Entstehung des Internets
2. Das Internet zwischen Fortschrittseuphorie und Kulturkritik
3. Das Internet im Deutschunterricht als Hilfsmittel und Unterrichtsgegenstand
3.1. Informationsrecherche
3.2. Hypertext
3.3. Netzliteratur
3.4. E-Mail, Mailinglisten, Chatforen
3.5. Eigene Präsentationen im Internet
4. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den didaktischen Einsatz des Internets im Deutschunterricht, wobei das Internet sowohl als technisches Hilfsmittel für Lernprozesse als auch als eigenständiger Unterrichtsgegenstand zur Förderung von Medienkompetenz kritisch beleuchtet wird.
- Historische Einordnung der Mediendidaktik und Entstehung des Internets
- Konstruktive Ansätze für den lernzentrierten Unterricht
- Methodische Anwendung bei Informationsrecherche und Netzliteratur
- Förderung von Medienkompetenz und kritischer Reflexion
- Potentiale digitaler Medien für produktive Schreibprozesse
Auszug aus dem Buch
1.2. Ein kurzer Rückblick auf die Entstehung des Internets
Das Wort „Internet“ ist eine Abkürzung für den englischen Begriff „International Network“. Wenn man vom „Internet“ spricht, meint man also einen weltweiten Verbund von Computern, der die einzelnen Computer und deren Programme befähigt, miteinander zu kommunizieren.
„Wir tippten also das L ein und fragten am Telefon: ,Seht ihr das L?‘ – ,Wir sehen es‘, war die Antwort. Wir tippten das O ein und fragten: ,Seht ihr das O?‘ – ,Ja, wir sehen das O! Wir tippten das G ein ... und die Maschine stürzte ab.“ – So beschreibt Leonard Kleinrock den ersten Versuch, zwischen zwei Computern eine Datenübertragung durchzuführen. Das geschah 1969, in dem Jahr, in dem die Internet-Technologie vom US-Verteidigungsministerium entwickelt wurde. Mehrere vom US-Verteidigungsministerium genutzte Computer wurden bald darauf durch das „Arpanet“ (Advanced Research Projects Agency Network) verbunden. Hauptverantwortlicher für diesen Zusammenschluß der Computer war Vinton Cerf, der sich dafür einsetzte, das Internet weiter auszubauen.
Zusammenfassung der Kapitel
0. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Verbreitung von Computern und Internet bei Jugendlichen und leitet daraus die Notwendigkeit ab, „Medienkompetenz“ als zentrales Ziel des Deutschunterrichts zu definieren.
1. Geschichtliches: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung der Mediendidaktik von der Nachkriegszeit bis in die 90er Jahre nach und skizziert die technischen Meilensteine bei der Entstehung des Internets.
2. Das Internet zwischen Fortschrittseuphorie und Kulturkritik: Es werden gegensätzliche Positionen gegenübergestellt – von der technikgläubigen Euphorie bis hin zur kulturkritischen Ablehnung – und der konstruktivistische Ansatz als didaktischer Rahmen begründet.
3. Das Internet im Deutschunterricht als Hilfsmittel und Unterrichtsgegenstand: Dieser Hauptteil behandelt konkrete Anwendungsmöglichkeiten, wie die Internetrecherche, die Arbeit mit Hypertexten, Netzliteratur, Kommunikationstools sowie die eigene Webseitengestaltung.
4. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die vor der Gefahr warnt, das Internet zum Selbstzweck zu erheben, und den Lehrer zur reflektierten Nutzung als „Hoffnungsträger“ aufruft.
Schlüsselwörter
Internet, Deutschunterricht, Medienkompetenz, Konstruktivismus, Mediendidaktik, Hypertext, Informationsrecherche, Netzliteratur, E-Learning, Medienpädagogik, Schreibwerkzeug, digitale Literatur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Integration des Internets in den Deutschunterricht der Sekundarstufe I und analysiert Möglichkeiten, das Medium didaktisch sinnvoll zu nutzen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Neben der historischen Einbettung von Medien im Unterricht stehen Themen wie Informationsrecherche, Hypertext, digitale Literatur, Kommunikation via Internet und die eigene Webseitengestaltung im Fokus.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Ziel ist es, den Interneteinsatz über das bloße „Nutzen“ hinaus als Lerngegenstand zu etablieren, um Schülern eine kritische Medienkompetenz zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachdidaktischer Diskurse, ergänzt durch konstruktivistische Ansätze und praktische Anwendungsbeispiele.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Facetten des Interneteinsatzes, angefangen bei der Recherche über literaturwissenschaftliche Aspekte bis hin zu kreativen Schreib- und Präsentationsprojekten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Medienkompetenz, Konstruktivismus, Hypertext und produktionsorientierten Literaturunterricht aus.
Welche Rolle nimmt der Lehrer beim Interneteinsatz ein?
Der Lehrer wandelt sich vom Allwissenden zum „Coach“, der die Lernumgebung gestaltet und den individuellen Lernprozess moderiert.
Wie unterscheidet sich die Nutzung von Internetliteratur vom Lesen eines Buches?
Internetliteratur ist oft nicht-linear, verlinkt und multimodal, was zwar neue ästhetische Perspektiven bietet, aber auch Gefahren wie den „Hänsel-und-Gretel-Effekt“ beim Surfen bergen kann.
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- Marcel Haldenwang (Autor), 2002, Lernen im Internet, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18856