Tropische Wirbelstürme zählen zu den gefährlichsten und spektakulärsten Erscheinungen in der Natur. Sie entstehen rund um den Äquator im Bereich der innertropischen Konvergenzzone und nehmen Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h an. Gefährlich sind die Stürme vor allem für Küstengegenden, wo sie großen Schaden anrichten können wenn sie mit ihrer ganzen Kraft auf die Landoberfläche treffen.
Sie kommen auf der Südhalbkugel wie auf der Nordhalbkugel vor und ihre Bezeichnung richtet sich nach dem Ort der Entstehung. So werden Tropische Wirbelstürme in Amerika als Hurrikan bezeichnet, im Indischen Ozean sagt man Zyklon dazu und im Asiatischen Raum heißen sie Taifun. Auf der Nordhalbkugel kommen sie im Zeitraum von Juni bis November vor und auf der Südhalbkugel treten sie hingegen zwischen Dezember und Mai auf. Weiteres werden sie in Klassen zusammengefasst. Die Saffir Simpson Hurrikan Skala teilt die Stürme in 5 Klassen ein und gibt somit Aufschluss darüber wie katastrophal ein tropischer Wirbelsturm ist.
Diese Arbeit befasst sich hauptsächlich mit der Entstehung und Verbreitung tropischer Wirbelstürme. Im ersten Teil der Arbeit werden die Eigenschaften, der Aufbau und die Entstehung der Wirbelstürme näher erläutert, wohingegen sich der zweite Teil mit ihrer Verbreitung beschäftigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Eigenschaften
3. Aufbau
3.1. Zentrum „Auge“ des Tropischen Wirbelsturms
4. Entstehung
4.1. Voraussetzungen zur Entstehung
4.2. Entstehungsprozess
4.3. Entstehungsgebiete
4.4. Auflösung / Abschwächung
5. Verbreitung und Häufigkeit
5.1. Anzahl und Trend
Zielsetzung & Themen
Diese wissenschaftliche Arbeit hat zum Ziel, die meteorologischen und geographischen Rahmenbedingungen für die Entstehung sowie die globale Verbreitung und Häufigkeitsmuster tropischer Wirbelstürme zu analysieren.
- Physikalische Eigenschaften und Aufbau eines Wirbelsturms
- Notwendige Voraussetzungen für die Entstehung (Temperatur, Windscherung)
- Prozesse der Sturmbildung und Dynamik
- Globale Entstehungsgebiete und Einflüsse der Innertropischen Konvergenzzone
- Häufigkeitstrends im Kontext der globalen Klimaerwärmung
Auszug aus dem Buch
3.1. Zentrum „Auge“ des Tropischen Wirbelsturms
Das Zentrum das sich in der Mitte des Sturms befindet, wird allgemein als „Auge“ bezeichnet. Hier herrschen nur relativ schwache Winde vor, und es ist beinahe windstill (WIEDERSICH 2003: 246; GEBHARDT ET. AL. 2011: 1124). Der durchschnittliche Durchmesser des „Auges“ wird mit ca. 20 km angegeben (WIEDERSICH 2003: 246), das Auge kann aber auch einen Durchmesser von bis zu 70 km erreichen (LAUER & BENDIX 2006: 210). Der kleinste Durchmesser wird in der Literatur mit 10 km angegeben (MALBERG 2006: 152). Der Kerndruck des Tropischen Wirbelsturms ist bis zu 50 hPa tiefer als außerhalb des Zentrums, in extremen Fällen aber bis zu 100 hPa und erreicht somit weniger als 900 hPa. Die Luft innerhalb des Auges ist am oberen Ende klar, warm und trocken wohingegen sie am unteren Ende also nahe dem Boden bzw. Ozean relativ feucht und trüb ist (WILLOUGHBY 1998: 3053; HÄCKEL 2005: 271).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Gefährlichkeit von tropischen Wirbelstürmen und erläutert die unterschiedliche Nomenklatur je nach Weltregion.
2. Eigenschaften: Dieses Kapitel definiert die physischen Merkmale eines Wirbelsturms, wie Durchmesser, Windgeschwindigkeiten, Luftdruck und die vertikale Ausdehnung.
3. Aufbau: Hier wird die zylinderförmige Struktur sowie der Kreislauf zwischen aufsteigender warmer und absinkender kalter Luft beschrieben.
3.1. Zentrum „Auge“ des Tropischen Wirbelsturms: Dieser Abschnitt erläutert die Besonderheiten des windstillen Auges, einschließlich dessen Durchmesser, Kerndruck und Luftbeschaffenheit.
4. Entstehung: Das Kapitel führt in die komplexen Anforderungen ein, die für die Entwicklung eines tropischen Wirbelsturms erfüllt sein müssen.
4.1. Voraussetzungen zur Entstehung: Hier werden die drei Kernbereiche – geographische, thermodynamische und meteorologische Bedingungen – dargelegt.
4.2. Entstehungsprozess: Das Kapitel erläutert die physikalische Dynamik vom Aufstieg feuchter Luft bis hin zur Bildung der rotierenden Strömung durch die Corioliskraft.
4.3. Entstehungsgebiete: Dieser Teil lokalisiert das Entstehungspotenzial innerhalb der Innertropischen Konvergenzzone und listet die primären geographischen Gebiete auf.
4.4. Auflösung / Abschwächung: Hier werden Faktoren wie Bodenreibung, Verlust latenter Wärme und trockene Luftmassen als Ursachen für die Abschwächung der Stürme identifiziert.
5. Verbreitung und Häufigkeit: Dieses Kapitel analysiert die parabelförmigen Laufbahnen und die regionalen Verbreitungsmuster auf der Nord- und Südhalbkugel.
5.1. Anzahl und Trend: Abschließend werden aktuelle Statistiken zur Wirbelsturmhäufigkeit präsentiert und mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht.
Schlüsselwörter
Tropische Wirbelstürme, Hurrikan, Zyklon, Taifun, Innertropische Konvergenzzone, Corioliskraft, Oberflächentemperatur, Saffir-Simpson-Skala, Luftdruck, Klimaerwärmung, Windscherung, Troposphäre, Tiefdruckgebiet, Wetterereignisse, Meteorologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende Übersicht über das meteorologische Phänomen der tropischen Wirbelstürme, von ihrer Entstehung bis hin zu ihrer räumlichen Verbreitung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen den physikalischen Aufbau, die Entstehungsbedingungen wie Wassertemperatur und Corioliskraft sowie die statistische Verteilung und Trends dieser Stürme.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die notwendigen physikalischen Rahmenbedingungen und die geographischen Ursprungsorte tropischer Wirbelstürme wissenschaftlich darzustellen und zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der aktuelle meteorologische Fachliteratur und Daten von Institutionen wie der NOAA genutzt werden, um die physikalischen Zusammenhänge zu erklären.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der physischen Eigenschaften, den strukturellen Aufbau, die spezifischen Entstehungsprozesse und die globale Verbreitung der Stürme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Saffir-Simpson-Skala, Innertropische Konvergenzzone, Corioliskraft, Klimawandel und Oberflächentemperatur definiert.
Welche Bedeutung hat das "Auge" für die Dynamik eines Wirbelsturms?
Das Auge ist ein Bereich mit schwachen Winden in der Mitte des Sturms, der durch einen deutlich niedrigeren Kerndruck gekennzeichnet ist und eine charakteristische Luftzirkulation aufweist.
Welchen Einfluss hat die Klimaerwärmung auf tropische Wirbelstürme?
Studien, wie sie im Text zitiert werden, deuten auf einen Zusammenhang zwischen steigenden Oberflächentemperaturen der Ozeane und einer Zunahme der Anzahl schwerer Wirbelstürme der Kategorien 4 und 5 hin.
Warum entstehen tropische Wirbelstürme nicht direkt am Äquator?
Da für die für die Rotation notwendige Corioliskraft am Äquator fehlt, ist die Zone von 0 bis 5 Grad nördlicher und südlicher Breite frei von solchen Wirbelstürmen.
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- Stefan Galler (Author), 2011, Tropische Wirbelstürme. Entstehung und Verbreitung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188617