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George Bryan Brummel: Der „Urdandy“ und seine gesellschaftlichen Einflüsse

Titel: George Bryan Brummel: Der „Urdandy“ und seine gesellschaftlichen Einflüsse

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 14 Seiten , Note: 2

Autor:in: Christoph Eyring (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem "Ur-Dandy" George Bryan Brummel und insbesondere mit den gesellschaftlichen Einflüssen, die ihn zum Dandy gemacht haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Hauptteil: George Bryan Brummel: Der Urdandy und seine gesellschaftlichen Einflüsse

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen George Bryan Brummel als „Urdandy“ und hinterfragt, inwieweit seine Wirkung und sein Individualitätsentwurf als autonomes Handeln oder als Reaktion auf spezifische gesellschaftliche Bedingungen des 19. Jahrhunderts zu verstehen sind.

  • Die Figur des Dandys im Kontext der Moderne
  • Individualität als performativer Akt und symbolische Form
  • Der Einfluss gesellschaftlicher Nivellierungsprozesse
  • Die Rolle von Anekdoten und Fremdwahrnehmung
  • Brummels Rolle als „arbiter elegantiarum“

Auszug aus dem Buch

2. Hauptteil: George Bryan Brummel: Der Urdandy und seine gesellschaftlichen Einflüsse

Auch Michael Müller sieht in seinem Aufsatz A Very Stylish Boy. Der Dandy Beau Brummel als Modellfall performativ realisierter Individualität ähnlich wie Gnüg das 20. Jahrhundert – oder allgemeiner: die Moderne – an grundlegende Individualitätsprobleme gekoppelt. Gestützt auf Gesellschaftsanalysen von Max Weber und Georg Simmel führt er aus, dass menschliches Leben ganz grundsätzlich der „Stabilisierung durch Kultur“ bedürfe, welche sich mit Hilfe symbolischer Formen erreichen lasse. Symbolische Formen dienten dazu, sich vor sich selbst und anderen zu verorten. Persönliche Identität allerdings werde in den „`flexiblen´ modernen Industriegesellschaften zunehmend zum Problem: Das `Ich´ muss sich tendenziell alleine tragen. Man muss selbst definieren und anzeigen, `wer´ man ist.“ Der Grund hierfür sei, dass persönliche Identität bis zum Beginn der Moderne von gesellschaftlichen Lebensformen, von einem sozialen Gefüge gesichert wurde, das den einzelnen trug. Mit der Moderne und dem Aufstieg des Bürgertums lösen sich allerdings die tradierten sozialen Gefüge immer mehr auf. „Eine Möglichkeit, für sich und andere eine klare Kontur zu entwickeln, ist die intensive Stilisierung der eigenen Person.“ Symbolische Formen würden dabei nicht mehr verwendet, um z. B. die eigene soziale Position für sich und andere anzuzeigen – sie symbolisierten nur mehr noch die Eigenständigkeit desjenigen, der sie verwendet. Im Falle der intensiven Stilisierung der eigenen Person bedient sich das Individuum zwar symbolischer Formen, aber eben nur noch, um mit ihnen – oder durch sie – seine Individualität auszudrücken. „Der Stil ist die Individualität und stellt diese zugleich dar.“ Der Dandy Beau Brummel habe sich laut Müller beispielhaft auf diese Weise inszeniert und sei so den weiter oben angesprochenen Individualitätsproblemen begegnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die historische Figur des Beau Brummel und führt in die wissenschaftliche Debatte über das Dandytum und das Konzept der autonomen Subjektivität ein.

2. Hauptteil: George Bryan Brummel: Der Urdandy und seine gesellschaftlichen Einflüsse: Dieser Abschnitt analysiert anhand gesellschaftstheoretischer Ansätze, wie Brummel durch die stilisierte Selbstinszenierung auf Identitätsprobleme der Moderne reagierte und gesellschaftliche Normen virtuos unterlief.

3. Schluss: Das Schlusskapitel reflektiert die Bedeutung von Anekdoten und Fremdwahrnehmung für die Konstitution des Dandys als kulturelles Phänomen.

Schlüsselwörter

George Bryan Brummel, Urdandy, Dandytum, Individualität, Moderne, Stilisierung, gesellschaftliche Nivellierung, Performativität, symbolische Formen, Identität, Soziale Zugehörigkeit, Beau Brummel, Subjektivität, Habitus, Kulturgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Figur des George Bryan Brummel, bekannt als „Urdandy“, und untersucht die Wechselbeziehung zwischen seinem individuellen Auftreten und den gesellschaftlichen Bedingungen seiner Zeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen das Dandytum, die Konzepte der autonomen Subjektivität, die performative Realisierung von Individualität sowie die Bedeutung gesellschaftlicher Strukturen für das Entstehen und Verschwinden dieses Phänomens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Brummel tatsächlich als autonome, unabhängige Persönlichkeit agierte oder ob sein Dandytum maßgeblich durch die gesellschaftliche Umwelt und das Bedürfnis nach Abgrenzung in einer sich wandelnden Moderne geformt wurde.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse, die insbesondere gesellschaftstheoretische Ansätze von Autoren wie Hiltrud Gnüg, Michael Müller und Jules Barbey d’Aurevilly einbezieht.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Inszenierung von Individualität durch Kleidung und Habitus, die Analyse bildlicher Darstellungen (Aquarell von Robert Dighton) sowie die Rolle von sozialen Institutionen wie Clubs und Salons.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Urdandy, Individualität, Moderne, performative Selbstinszenierung, soziale Nivellierung und der Begriff des „arbiter elegantiarum“.

Wie interpretieren die Autoren das leere Setting auf zeitgenössischen Bildern Brummels?

Der leere Hintergrund wird als „Platzhalter“ verstanden, der Brummels Loslösung von starren sozialen Rollen markiert und gleichzeitig eine Öffnung für die Projektion verschiedener sozialer Kontexte durch den Betrachter ermöglicht.

Warum spielt das Konzept der „Gleichzeitigkeit von Präsenz und Verhüllung“ eine Rolle?

Dieses Konzept beschreibt Brummels Strategie, einerseits durch sein Auftreten präsent zu sein, sich aber gleichzeitig durch die „Leblosigkeit“ seines Gesichts und seiner sozialen Einordnung einer eindeutigen Deutung zu entziehen, was seine geheimnisvolle Aura stärkte.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
George Bryan Brummel: Der „Urdandy“ und seine gesellschaftlichen Einflüsse
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Deutsches Seminar)
Veranstaltung
Dandys in Literatur und Popkultur
Note
2
Autor
Christoph Eyring (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
14
Katalognummer
V188641
ISBN (eBook)
9783656123590
ISBN (Buch)
9783656123927
Sprache
Deutsch
Schlagworte
george bryan brummel urdandy einflüsse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Eyring (Autor:in), 2010, George Bryan Brummel: Der „Urdandy“ und seine gesellschaftlichen Einflüsse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188641
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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