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Infrastruktur ein öffentliches Gut?

Titel: Infrastruktur ein öffentliches Gut?

Seminararbeit , 2007 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Diplom Geograph Benjamin Gramberg (Autor:in)

VWL - Makroökonomie, allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit mit dem Thema bzw. der Fragestellung „Infrastruktur ein öffentliches Gut?“ beschäftigt sich mit sozialen sowie materiellen Infrastrukturgütern und ihren Charaktereigenschaften. Die zentrale Frage ist daher, welcher Güterart Infrastruktur zugeordnet werden kann bzw. ob sie zugeordnet werden sollte und was sich daraus für Konsequenzen ergeben.
Auch wenn das Thema auf den ersten Blick recht theoretisch erscheint, sind die hierzu gemachten Überlegungen, zumindest im wirtschaftspolitischen Kontext, recht aktuell. Oft hört oder liest man in den Medien die Schlagwörter „öffentliches Gut“ und „Privatisierung“ – wie zum Beispiel in der aktuellen Diskussion um Autobahngebühren oder bei der vergangenen Einführung der LKW-Maut. Ob die in dieser Arbeit gemachten Überlegungen zur oben genannten Fragestellung und die hieraus gezogenen Schlüsse bzw. Ergebnisse Politik und Wirtschaft beeinflussen wird sich im Verlauf dieser Arbeit zeigen bzw. im Fazit verdeutlicht.
Schon in dieser Einführung soll der Begriff „Infrastruktur“ vorweggenommen und somit kurz erläutert werden, damit im Kapitel 2 näher auf die Bezeichnung „Gut“ bzw. die unterschiedlichen Arten von volkswirtschaftlichen Gütern und deren Merkmale eingegangen werden kann. Außerdem soll hier die Theorie öffentlicher Güter sowie das „Bereitstellungsproblem“ von so genannten öffentlichen Gütern betrachtet werden. In Kapitel 3 wird dann der Gütercharakter von Infrastruktur analysiert und versucht, die Gütertheorie auf Infrastruktur zu übertragen. Bereitstellung sowie Finanzierung von Infrastrukturgütern hat Kapitel 4 zum Thema. Zum Abschluss werden die Ergebnisse zusammengeführt und in Kapitel 5 ein Fa-zit gezogen

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Einleitung

1.2 Infrastruktur

2 Güterarten

2.1 Merkmale von Gütern

2.1.1 Ausschlussprinzip

2.1.2 Rivalität im Konsum

2.2 Private Güter, Clubgüter und Quasikollektivgüter

2.3 Theorie öffentlicher Güter

3 Gütercharakter der Infrastruktur

3.1 Übertragung der Kollektivgütertheorie

3.2 Relativierung der Kollektivgütertheorie

4 Bereitstellung/Finanzierung von Infrastrukturgütern

4.1 Ausschließbare Güter bei Nichtrivalität

4.2 Staatlich oder privat?

4.3 Infrastrukturgut Autobahn

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische Einordnung von Infrastrukturgütern, um zu klären, ob diese als öffentliche Güter klassifiziert werden können und welche Konsequenzen sich daraus für deren Bereitstellung und Finanzierung ergeben.

  • Charakterisierung von sozialen und materiellen Infrastrukturgütern
  • Analyse der Theorie öffentlicher Güter anhand der Kriterien Ausschlussprinzip und Rivalität
  • Diskussion des Trittbrettfahrer-Problems bei der Infrastrukturbereitstellung
  • Bewertung der staatlichen versus privaten Bereitstellung von Infrastruktur
  • Fallbeispiel zur Anwendung von Mautgebühren als Instrument zur Nutzungssteuerung

Auszug aus dem Buch

3.1 Übertragung der Kollektivgütertheorie

Beim Versuch diese Theorie auf Infrastrukturgüter zu übertragen bemerkt man schnell, dass diese nur sehr selten als reine öffentliche Güter charakterisiert werden können. Als Beispiel für ein klassisches materielles Infrastrukturgut wie einer Straße kann diesem nur bedingt der Status eines rein öffentlichen Gutes gegeben werden. Das Merkmal der Nicht-Rivalität kommt nur bei unausgelasteten Straßen zur Anwendung; das Merkmal des Nicht-Ausschlusses nur dann, wenn keine Gebühr zur Nutzung der Straße erhoben wird. Also spätestens während des Feierabendverkehrs und Aufkommen von Staus, also gegenseitiger Behinderung bei zunehmender Nutzung, wird die Nicht-Rivalität im Konsum in Frage gestellt.18

Ebenso ist ein Konsumentenausschluss beim Beispiel der (Fernverkehrs-)Straße durchaus möglich und wird teilweise angewendet. Praktiziert wird dies beispielsweise in den USA, aber auch in vielen Nachbarländern Deutschlands wie z. B. in Frankreich, der Schweiz oder auch Tschechien durch Erhebung einer Mautgebühr. Aber auch in Deutschland führte die Einführung einer Autobahnmaut für LKWs (ab 12 t zulässigem Gesamtgewicht) im Jahr 2005 zu einem „Teil-Ausschluss“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Definition des Infrastrukturbegriffs und Hinführung zur zentralen Fragestellung der Arbeit bezüglich der Gütereigenschaften von Infrastruktur.

2 Güterarten: Theoretische Darstellung der Merkmale von Gütern, insbesondere unter Betrachtung der Theorie öffentlicher Güter sowie der Differenzierung zwischen privaten und kollektiven Gütertypen.

3 Gütercharakter der Infrastruktur: Analyse der Anwendbarkeit der klassischen Kollektivgütertheorie auf Infrastrukturgüter und deren notwendige Relativierung im Kontext der Realität.

4 Bereitstellung/Finanzierung von Infrastrukturgütern: Diskussion der ökonomischen Vor- und Nachteile staatlicher sowie privater Bereitstellungsformen am Beispiel von Infrastruktur wie der Autobahn.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass eine pauschale Einordnung von Infrastruktur als „öffentliches Gut“ kaum möglich ist und Einzelfallentscheidungen erfordert.

Schlüsselwörter

Infrastruktur, Öffentliches Gut, Ausschlussprinzip, Rivalität im Konsum, Kollektivgut, Marktversagen, Trittbrettfahrer-Problem, Privatisierung, Maut, Infrastrukturfinanzierung, Bereitstellungsproblem, Mischgut, Allokationsoptimum, Materielle Infrastruktur, Soziale Infrastruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob Infrastrukturgüter volkswirtschaftlich als "öffentliche Güter" eingestuft werden können und welche Konsequenzen dies für ihre effiziente Bereitstellung hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Gütertheorie, die Merkmale von Infrastruktur, die Rolle des Staates bei der Bereitstellung sowie die Problematik von Finanzierungsmodellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Güterart von Infrastruktur zu identifizieren und zu hinterfragen, ob staatliches Eingreifen oder private Marktlösungen für die Bereitstellung vorzuziehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die Konzepte der Kollektivgütertheorie auf Infrastrukturgüter überträgt und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Merkmale Ausschlussprinzip und Rivalität, überträgt diese auf Infrastruktureinrichtungen und diskutiert Finanzierungsoptionen anhand des Beispiels der Autobahn.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Infrastruktur, öffentliches Gut, Ausschlussprinzip, Rivalität im Konsum, Kollektivgut, Marktversagen und Trittbrettfahrer-Problem.

Warum ist die klassische Kollektivgütertheorie für Infrastruktur oft unzureichend?

Da Infrastrukturgüter oft Merkmale aufweisen, die sich je nach Auslastung oder technischer Entwicklung ändern, lassen sie sich kaum dauerhaft als reine öffentliche Güter kategorisieren.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Finanzierung der Autobahn?

Der Autor stellt fest, dass eine optimale Allokation durch ein einfaches Gedankenexperiment nicht möglich ist, da sowohl staatliche als auch private Finanzierungsmodelle mit spezifischen Wohlfahrtsverlusten und politischen Einflüssen verbunden sind.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Infrastruktur ein öffentliches Gut?
Hochschule
Universität Trier
Veranstaltung
Seminar: Materielle und soziale Infrastruktur
Note
1,7
Autor
Diplom Geograph Benjamin Gramberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
18
Katalognummer
V188670
ISBN (eBook)
9783656124665
Sprache
Deutsch
Schlagworte
VWL Theorie öffentlicher Güter Kollektivgüter Clubgüter privates Gut Infrastruktur Rivalität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom Geograph Benjamin Gramberg (Autor:in), 2007, Infrastruktur ein öffentliches Gut?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188670
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