Die Entwicklung Rohstoffpreise in den letzten Jahren ist scheinbar ein unkalkulierbares Risiko geworden. Dadurch können sich direkt oder indirekt über die bezogenen Leistungen die Faktorkosten für Unternehmen erhöhen. Besonders betroffen sind vor allem rohstoffintensive Konzerne aus den Branchen Maschinenbau, Chemie, Metallerzeugung und -bearbeitung, Automobil- und Zulieferindustrie, Lebensmittel, Elektronik aber auch Versorger und Kraftwerksbetreiber. Die Preisanstiege und -schwankungen am Rohstoffmarkt haben dort, wo sie nicht abgefedert werden können, oft einen extrem negativen Einfluss auf die Gewinne.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- PROBLEMSTELLUNG
- AUFBAU DER ARBEIT
- HEDGING UND DERIVATE
- HEDGING
- DERIVATE
- ANSÄTZE ZUR STEUERUNG VON ROHSTOFFRISIKEN
- FUTURE
- CHARAKTERISTIKA VON FUTURES
- GEWINN-/ VERLUSTPROFIL
- OPTIONEN
- CHARAKTERISTIKA VON OPTIONEN
- EINFLUSSFAKTOREN AUF OPTIONSPREIS BZW. PRÄMIE
- ABGRENZUNG ZU OPTIONSSCHEINE
- GEWINN-/VERLUSTPROFIL
- SWAPS
- CHARAKTERISTIKA VON SWAPS
- GEWINN-/VERLUSTPROFIL
- FUNKTIONSWEISE EINES SWAPS
- PRAXISBEISPIELE
- AUSGANGSSITUATION
- HEDGING MIT FUTURES
- HEDGING MIT HILFE VON OPTIONEN
- HEDGING MIT HILFE EINES SWAPS
- SCHLUSSFOLGERUNG DES BEISPIELS (LUFTHANSA AG)
- FAZIT
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Strategien zur Absicherung von Rohstoffpreisrisiken. Sie soll Unternehmen, die von Preisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt betroffen sind, einen Überblick über mögliche Hedging-Instrumente und deren Anwendungsmöglichkeiten geben. Dazu werden die Funktionen von Derivaten wie Futures, Optionen und Swaps im Detail erläutert und an einem Praxisbeispiel aus der Luftfahrtbranche veranschaulicht.
- Identifizierung von Strategien zur Steuerung von Rohstoffpreisrisiken
- Analyse und Vergleich verschiedener Hedging-Instrumente
- Veranschaulichung der praktischen Anwendung von Hedging-Strategien
- Bewertung der Effizienz von Hedging-Instrumenten im Kontext der Rohstoffpreisvolatilität
- Analyse der Auswirkungen von Hedging-Strategien auf die Rentabilität von Unternehmen
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit stellt die Problemstellung dar und gibt einen Einblick in die Relevanz der Rohstoffpreisrisiken für Unternehmen. Kapitel 2 behandelt die Konzepte von Hedging und Derivaten und legt die Grundlagen für die folgenden Kapitel. In Kapitel 3 werden verschiedene Ansätze zur Steuerung von Rohstoffpreisrisiken, insbesondere Futures, Optionen und Swaps, ausführlich beleuchtet. Kapitel 4 präsentiert ein Praxisbeispiel, das die Anwendung der besprochenen Instrumente in der Luftfahrtbranche demonstriert. Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und bewertet die Effektivität von Hedging-Strategien.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Themenfeld der Rohstoffpreisrisiken und deren Absicherung durch Hedging-Strategien. Die Schwerpunkte liegen auf den Einsatz von Derivaten, insbesondere Futures, Optionen und Swaps, sowie der Analyse ihrer Effektivität im Kontext der Rohstoffpreisvolatilität.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Hedging in rohstoffabhängigen Industrien?
Hedging bezeichnet Absicherungsgeschäfte, mit denen sich Unternehmen gegen unkalkulierbare Preisschwankungen am Rohstoffmarkt schützen, um ihre Gewinnmargen stabil zu halten.
Welche Derivate werden zur Absicherung von Rohstoffrisiken genutzt?
Die gängigsten Instrumente sind Futures (Terminkontrakte), Optionen (Wahlrechte zum Kauf/Verkauf) und Swaps (Tausch von Zahlungsströmen).
Wie funktioniert ein Swap im Rohstoffbereich?
Bei einem Rohstoff-Swap vereinbaren zwei Parteien den Austausch von festen gegen variable Preiszahlungen über einen festgelegten Zeitraum, um Planungssicherheit zu gewinnen.
Warum nutzen Unternehmen wie die Lufthansa Hedging-Strategien?
Fluggesellschaften sind extrem abhängig von Kerosinpreisen. Durch Hedging mit Futures oder Optionen können sie Treibstoffkosten kalkulierbar machen und sich gegen Preissprünge absichern.
Was sind die Risiken von Hedging-Geschäften?
Ein Risiko besteht darin, dass bei sinkenden Marktpreisen das Unternehmen an seine teureren Hedging-Kontrakte gebunden bleibt und somit nicht von den Marktchancen profitieren kann.
- Arbeit zitieren
- Daniel Göhrmann (Autor:in), Yelena Bryantseva (Autor:in), Andre Lange (Autor:in), Nadine Nabelski (Autor:in), Marco Schäfer (Autor:in), Silvana Wunnicke-Scholl (Autor:in), 2012, Hedgingstrategien in rohstoffabhängigen Industrien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188745