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Sportwetten im Internet

Das staatliche Glücksspielmonopol und seine realwirtschaftlichen sowie juristischen Folgen

Title: Sportwetten im Internet

Seminar Paper , 2011 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Robert Müller (Author)

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Fast Jeder hat in seinem Leben schon einmal mit Glücksspielen zu tun gehabt, sei es durch Online-Casinos, Gewinnspiele oder den allseits bekannten Lottoschein. Wenn man heutzutage mit dem Auto durch Deutschland fährt, kann man vielerorts Kioske und andere Geschäfte sehen, in denen Lottoscheine und Sportwetten angeboten werden. Das Glücksspiel ist somit zu einem festen Bestandteil unserer westlichen Lebenskultur geworden.

Jedoch sollte man keineswegs außer Acht lassen, dass Glücksspiel süchtig machen kann. Dies kann sogar soweit führen, dass letzten Endes sprichwörtlich „Haus und Hof“ verspielt werden, um der Illusion des ständigen Gewinnens zu folgen. Mit der Schaffung des deutschen Glücksspielmonopols, was sich auch über den Bereich der Sportwetten erstreckt, sollte durchgesetzt werden, die Konsumenten vor diesem suchtgefährdenden Spielverhalten zu schützen und Glücksspiele sowie Wetten in geordnete Bahnen zu bringen.

In den letzten Jahren hat sich bei den Glücksspielen im Bereich der Sportwetten viel getan. Durch die große Verbreitung von internetfähigen Computern sind europaweit viele Unternehmen auf die Idee gekommen, Sportwetten im Internet anzubieten. Diese ermöglichen den Spielern, bequem von zu Hause aus auf verschiedenste Sporter-eignisse zu wetten. Mit der Errichtung des deutschen Glücksspielmonopols wurden jedoch Sportwetten und sämtliche andere Glücksspiele im Internet verboten. Dies hat in Deutschland bis heute schwerwiegende realwirtschaftliche und juristische Folgen. Ziel dieser Hausarbeit ist, diese realwirtschaftlichen und juristischen Folgen aufzuzeigen und anschließend einen Lösungsansatz zu skizzieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemeinführung

2. Grundlagen zum Glücksspiel

2.1 Begriffliche Definitionen

2.1.1 Glücksspiel

2.1.2 Wette

2.2 Arten des Glücksspiels

2.2.1 Sportwetten

2.2.2 Sportwetten im Internet

3. Der Glücksspielstaatsvertrag

4. Grenzen bei der Durchsetzung des Sportwettenmonopols

4.1 Wirtschaftliche Hürden

4.2 Rechtliche Hürden

4.2.1 Verfassungsrechtliche Aspekte

4.2.2 Vereinbarkeit mit europäischem Recht

5. Dringende Neuregulierung des Glücksspielstaatsvertrags

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die realwirtschaftlichen und juristischen Konsequenzen des deutschen Glücksspielmonopols im Bereich der Sportwetten. Ziel ist es, die bestehenden Defizite des geltenden Glücksspielstaatsvertrags aufzuzeigen und einen alternativen Lösungsansatz zu entwickeln, der Suchtprävention, Verfassungsrecht und Europarecht in Einklang bringt.

  • Regulierung des Glücksspielmarktes in Deutschland
  • Wirtschaftliche Herausforderungen des Staatsmonopols
  • Rechtliche Bewertung des Glücksspielstaatsvertrags (Verfassungs- und Europarecht)
  • Perspektiven und Eckpunkte für eine Neuregulierung

Auszug aus dem Buch

2. Grundlagen zum Glücksspiel

Glücksspiele sind seit jeher ein Teil der menschlichen Geschichte. Die Ursprünge vieler Spiele lassen sich Tausende Jahre zurückverfolgen, so dass einige der bekanntesten und beliebtesten Spiele ihre Wurzeln bei den alten Ägyptern oder Griechen, im römischen Reich, dem Mittelalter oder der Renaissance gefunden haben. Die unterschiedlichen Lebensumstände und Ansprüche der Menschen vergangener Zeiten führten also dazu, dass unterschiedliche Epochen unterschiedliche Spiele mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden hervorgebracht haben.

Als Ursprung für den Versuch einer Definition des Begriffes Glücksspiel dient der § 762 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), der zwischen Spiel und Wette differenziert. Beide gehören zu den aleatorischen Verträgen und basieren auf dem Aspekt, dass ein Geschäftserfolg von einer Ungewissheit, unter Umständen sogar dem Zufall, abhängt. Aus diesem Grund ist die Wirksamkeit solcher Verträge zivilrechtlich beschränkt.

Gemäß § 1 Abs. 1 Glücksspielgesetz (GSpG) und § 168 Abs. 1 Strafgesetzbuch (StGB) bezeichnet der Begriff Glücksspiel sämtliche Formen von Spielen, bei denen die endgültige Entscheidung des Spieles, d.h. Sieg oder Niederlage, weniger von den Fähigkeiten und dem Wissen eines Spielers, sondern viel mehr vom Zufall abhängt. Somit können Glücksspiele als Zufallsspiele bezeichnet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemeinführung: Die Einleitung beleuchtet die Verbreitung des Glücksspiels sowie die Problematik des staatlichen Monopols und definiert das Ziel der Arbeit, die realwirtschaftlichen und juristischen Folgen zu analysieren.

2. Grundlagen zum Glücksspiel: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Glücksspiel und Wette rechtlich und systemisch und differenziert zwischen verschiedenen Arten von Glücksspielen, mit Fokus auf Sportwetten.

3. Der Glücksspielstaatsvertrag: Es wird der rechtliche Rahmen des Glücksspielstaatsvertrags von 2008 dargestellt, einschließlich seiner Zielsetzungen, Maßnahmen und des Verbots von Online-Sportwetten.

4. Grenzen bei der Durchsetzung des Sportwettenmonopols: Hier werden die wirtschaftliche Umgehung des Monopols durch private Anbieter sowie die verfassungs- und europarechtlichen Bedenken gegen das staatliche Modell analysiert.

5. Dringende Neuregulierung des Glücksspielstaatsvertrags: Dieses Kapitel formuliert fünf spezifische Eckpunkte für eine Neuregulierung, um den Markt effektiver zu kontrollieren und rechtliche Konformität herzustellen.

6. Fazit: Die Schlussbetrachtung resümiert die Unvereinbarkeit des aktuellen Staatsvertrags mit höherrangigem Recht und unterstreicht die Notwendigkeit einer grundlegenden Reform.

Schlüsselwörter

Glücksspiel, Sportwetten, Glücksspielstaatsvertrag, Glücksspielmonopol, Internetverbot, Online-Wetten, Verfassungsrecht, Europarecht, Suchtprävention, Dienstleistungsfreiheit, Liberalisierung, Wettmarkt, Oddset, Spielerschutz, Regulierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation des Sportwettenmarktes in Deutschland und kritisiert das staatliche Glücksspielmonopol.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die rechtliche Struktur des Glücksspielstaatsvertrags, die Auswirkungen auf den Online-Wettmarkt und der Konflikt mit verfassungs- und europäischen Rechtsvorgaben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Folgen des Glücksspielmonopols aufzuzeigen und Lösungsansätze zu skizzieren, die den Anforderungen von Suchtprävention und Rechtskonformität genügen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine juristische und ökonomische Analyse des Glücksspielstaatsvertrags sowie auf die Auswertung von Marktstudien und Gerichtsurteilen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Grundlagen des Glücksspiels, die Details des Staatsvertrags, die Hürden bei der Durchsetzung des Monopols und konkrete Vorschläge zur Neuregulierung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Glücksspielmonopol, Sportwetten, Glücksspielstaatsvertrag, Rechtskonformität, Suchtprävention und Liberalisierung.

Warum ist das Internetverbot für Sportwetten laut dem Autor problematisch?

Das Internetverbot ist laut dem Autor faktisch nicht durchsetzbar, da deutsche Spieler leicht auf ausländische Anbieter ausweichen können, was das staatliche Monopol realitätsfern macht.

Welche spezifischen Eckpunkte schlägt der Autor für eine Neuregulierung vor?

Der Autor schlägt unter anderem die Schaffung einer unabhängigen Aufsichtsbehörde, die Vergabe begrenzter Konzessionen, eine personifizierte Glücksspielkarte und eine klare Definition von Spielsucht vor.

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Details

Title
Sportwetten im Internet
Subtitle
Das staatliche Glücksspielmonopol und seine realwirtschaftlichen sowie juristischen Folgen
College
Fachhochschule Lausitz
Course
Internetrecht
Grade
1,0
Author
Robert Müller (Author)
Publication Year
2011
Pages
24
Catalog Number
V188923
ISBN (eBook)
9783656127468
ISBN (Book)
9783656128472
Language
German
Tags
sportwetten internet glücksspielmonopol folgen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Müller (Author), 2011, Sportwetten im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188923
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