Franz Kafka, Kleine Fabel - Versuch einer Interpretation


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2012
12 Seiten

Leseprobe

Franz Kafka, Kleine Fabel

Versuch einer Interpretation – für Schüler und Studenten,

zusammengestellt von Gerd Berner, M. A., StD a. D.

„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, und ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ - „Du musst nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie .1

Die „Kleine Fabel“ gehört zu Kafkas Spätwerk. Sie findet sich in einer Loseblatt-sammlung, dem Konvolut 1920, aus dem Max Brod einige Texte herausgelöst hat, neben „Poseidon“, dem „Steuermann“, dem „Geier“ u. a. eben auch die „Kleine Fabel“.2 H. Binder datiert ihre Entstehung in den „November/ Dezember 1920“.3 Kafkas Freund und Nachlassverwalter Brod hat sie erstmals 1931 in „Beim Bau der Chinesischen Mauer“ veröffentlicht, 1954 hat er sie mit anderen Texten aus dem Nachlass in den Band „Beschreibung eines Kampfes“ der von ihm herausgegebenen Gesammelten Werke aufgenommen.1

Der ursprünglich titellose, von Max Brod einfach Fabel genannte Text ist sehr kurz, er besteht aus drei Sätzen, in denen vom Leben einer Maus berichtet wird. Erzählte Figuren sind eine Maus und eine Katze. Die Maus spricht in der Ich-Erzählform. In direkter Rede mit Inquit-Formel erzählt sie im Rückblick einen Teil ihrer Vergangen-heit. Von diesem Rückgriff auf ein Früher abgesehen, umfasst die erzählte Zeit bloß die ganz kurze Spanne eines Jetzt, in dem sie in ein Zimmer kommt, in dessen Winkel sie eine Mausefalle sieht. Deren letale Funktion übernimmt aber plötzlich eine aus dem Nichts auftauchende Katze, die dem Leben der Maus ein Ende bereitet.

Da kein allwissender Erzähler auftritt, der die erzählte Welt betritt, wird diese nur durch die erzählende Figur der Maus dargestellt; der Leser sieht die erzählte Wirk-lichkeit nur so, wie die kleinen Mausaugen sie wahrnehmen. Das Erzählverhalten ist also personal. Allerdings sind die beiden redeeinleitenden Wendungen (sagte die Maus, sagte die Katze) nach Jochen Vogt „reiner Erzählerbericht und somit, wenn auch nur kurze, „auktoriale Anteile“.4

Weil es keine Originalüberschrift Kafkas gegeben hat, hat Max Brod den kurzen Text „Kleine Fabel“ genannt. Diesen Titel scheint Klaus Doderer wörtlich genommen zu haben. Kafkas kurzer Prosatext findet sich nämlich in seinem Fabelbuch.5 Hier sagt er, „aus pointierter Handlung, dem Einsatz von surrealen Tierfiguren und einer mitgeteilten Lebensweisheit“ sei dieses „Miniaturgebilde“6 entstanden. Gleichzeitig widerspricht er den Ausführungen des Kafka-Biographen Wilhelm Emerich, der Text sei keine „Weiterbildung der Äsopischen Fabeln …, in denen Tiere menschliche Zustände spiegeln und moralische Weisheiten in Tierverkleidung ausgesprochen werden.“7

Eine ähnliche Sicht wie Doderer vertritt auch Hans-Christoph Nayhauss in der Zs. „Wirkendes Wort“. Er bemerkt richtig, das erzählte Geschehen setze „ohne Um-schweife ein“ und das dialogische Gespräch sei „alleiniger Handlungsträger.“ Er be-hauptet dann aber: „Der Text enthält eine Lehre, die häufig zugleich zur Pointe wird. Die Bildhälfte der Fabel hat dabei die Sachhälfte zu unterstützen, d. h. die Lehre zu veranschaulichen. Es soll also nichts verrätselt werden wie bei der Allegorie. Soweit die Hauptkennzeichen der Gattungsform! (sic!) Sie mögen Brod veranlasst haben, den Text als Fabel zu überscheiben.“8

Die Literaturwissenschaft sieht das heute anders als in den 70er Jahren: „Die Fabel ist eine … kurze Erzählung mit lehrhafter Tendenz, in der zumeist Tiere (aber auch Pflanzen usw.) menschliche Eigenschaften und Verhaltensweisen verkörpern.“9 Das der Handlung zu entnehmende „fabula docet“ kann erscheinen als „Epimythion“ (dem Fabelende angefügt), als Promythion (vorangestellt), als in das erzählte Geschehen eingebaut oder ganz fehlen.10 Kennzeichnend für die Fabel ist des weiteren, dass ganz bestimmte Tiere handeln, „denen jeweils konstante menschliche Eigenschaften zugeordnet werden (der schlaue Fuchs, der gierige Wolf usw.)“, und dass diese Eigenschaften von zwei dialogisierenden Tieren verkörpert werden.10

Die Forschung ist sich heute weitgehend einig, dass die „Kleine Fabel“ „nur der Form nach eine äsopische Tierfabel“ ist11 bzw. dass Kafka hier „mit der Form“ sehr frei umgegangen ist.12 Die von Max Brod gesetzte Überschrift ‚Fabel’ enthält zwar die Gattungsbezeichnung, aber abweichend von den traditionellen Tierfabeln beinhaltet der Text keine Lehre, keine aufklärerische Botschaft wie die didaktischen Fabeln.

Ralf Sudau spricht von der „Hintersinnigkeit des Titels“, er schreibt, „wie Büchners Märchen im „Woyzeck“ im Grunde ein Anti-Märchen darstellt, so verkörpert auch diese Kafka’sche (sic!) Fabel eher eine Anti-Fabel.“13

Hartmut Binder hat in dem Kapitel über Kafkas literarisches „Schaffen in den ersten Jahren der Krankheit (1917-1920)“14 darauf hingewiesen, dass Kafkas Beziehung zu Frauen (Milena, Felice, Julie) häufig einen „literarischen Niederschlag“ gefunden habe.15 In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass Kafka gerne „in einer vermeintlich gesicherten Tradition“16 stehende Motive oder Gattungen benutzt habe, um an ihnen zu rütteln; als Beispiele nennt er Odysseus, die Sirenen und Prometheus; er zerstöre in diesen Texten die gesicherte Tradition dieser Mythen.16 Auch die „Kleine Fabel“ sei dann eine solche Entmythologisierung, falls wir „ihr die traditionelle moralische Fabel als hier zerstörtes Modell zugrunde legen.“17 Oder anders formuliert: „Kafkas Bildgebrauch desorientiert das Textsorten betreffende Vorwissen, das den Erwartungshorizont (…) des Lesers und damit die Formen seiner Bildauflösung bestimmt. … Das Zentralbild der „Kleinen Fabel“ widerspricht den Auflösungsanweisungen der Fabel.“18 Der Leser scheitere hier mit seinem auf eine Textsorte bezogenen Rezeptionsverhalten, er werde enttäuscht und irritiert.

Gestützt auf Karlheinz Fingerhuts Aussage, „Kafkas „Kleine Fabel“ [sei] „keine Fabel, sondern eine Parabel“19, habe ich den Text im Unterricht der Oberstufe meinen Schülern als Parabel vorgestellt. Für dieses Vorgehen hätte ich auch Ralf Sudau bemühen können, denn er konstatiert ohne lange Umschweife: „Die kleine Anti-Fabel ist Kafkas kleinste Parabel.“20 Den Umweg über die Diskussion einer Gattungsbestimmung hätte ich im Unterricht auch deshalb nicht eingeschlagen, weil meine Lerngruppe (Leistungskurs) natürlich Reclams blaue Reihe „Literaturwissen“ kennt. Carsten Schlingmann hält sich da auch nicht lange bei einer Fabelvermutung auf, sondern sagt für seinen Leserkreis klipp und klar, die „Kleine Fabel“ sei keine Fabel, sondern „ihre Radikalität und Struktur verweisen sie in den Zusammenhang der übrigen parabolischen Tiererzählungen, in denen es nicht um Lebensklugheit, sondern um existentielle menschliche Probleme geht.“21

Wir haben daher im Unterricht zunächst den Parabeltext analysiert.

Er beginnt mit einer Interjektion, die Schmerz, Kummer, Leid, Klage oder Bedauern ausdrückt: „Ach“, sagte die Maus.“ Damit gibt sie (narratologisch müsste ich von einem Ich-Erzähler sprechen, doch das klänge hier komisch; ich habe diesen Termi-nus der erzählten Wirklichkeit im Unterricht vermieden) ihre seelische Empfindung preis, und im gleichen Satz, sofern man das Ach nicht als Interjektionalsatz auffasst, nennt sie als Grund für ihren beklagenswerten Zustand das sie bedrohende tägliche Enger-Werden der Welt. Sie blickt dann zurück. Das temporale Adverb „zuerst“ (hier als adverbiale Bestimmung gebraucht) leitet dann den zweiten langen Satz ein, der zugleich der letzte der Mausrede ist. Der Rückblick der Maus auf ihr Leben vor dem „Jetzt“ ist erkennbar am Tempuswechsel und reicht von der ersten Verbform im Präteritum „war“ bis zu dem präteritalen „sah“ als Prädikatskern des dass-Satzes. Der ist grammatisch gesehen ein Inhaltssatz, nennt aber hier den Grund für ihr Glücksgefühl. Am Anfang ihres Lebens verstört sie die Breite der Welt, sie ist orien-tierungslos, weil sie sich noch keinen Überblick über den ihr nicht vertrauten Lebens-bereich verschafft hat, der ihr unendliche viele, sie aber auch beängstigende Möglichkeiten bietet.

Von der scheinbaren Unbegrenztheit ihrer kleinen Welt wird sie daher in Angst versetzt. Sie versucht dem Bedrohlichen ihrer Mauswelt zu entkommen und läuft „weiter“. Das ursprüngliche Adverb weiter bezeichnet in Zusammensetzungen mit Verben die Fortdauer einer Bewegung; wenn die Maus also weiterläuft, setzt sie ihr Laufen nach einer Unterbrechung fort: sie läuft wieder vorwärts.22 Über den kurzen Moment des Innehaltens vor dem Weiterlaufen sagt die Maus nichts. Wir erfahren nicht, ob sie diesen Augenblick zum Überlegen genutzt hat, denn anscheinend kopflos setzt sie, von Angst getrieben und von Hoffnungslosigkeit erfüllt, ihren Lauf fort. Der scheint sie in einen „glücklich[en]“ Zustand zu führen. Worin dieses Glück besteht, wird in dem dass-Satz gesagt, den ich hier kausal deute (weil sie die Mauern sieht).

„Die zu Beginn ihres Lebens orientierungslose Maus, die durch die scheinbare Unbegrenztheit und Konturlosigkeit der Welt – man könnte auch sagen, durch die Freiheit, die sie in ihr genießt – in Angst versetzt wird, nimmt also mit Erleichterung Grenzen wahr, die ihrem Lebenslauf eine Richtung zu geben scheinen, und lässt sich dadurch verlocken, sich in diese Art von Kanal, der durch die rechts und links aufragenden Mauern gebildet wird, hineinzuflüchten.“23

„Endlich“ sieht die Maus also eine Rettung. Das emotionale Adverb „bezeichnet das Ende einer als lang empfundenen Wartezeit.“24 Die lang ertragene Unbegrenztheit der Welt hatte die Maus geängstigt, die „in der Ferne“ sichtbare Begrenzung durch die Mauern scheinen sie von dieser Angst befreien zu können. Die Maus übersieht allerdings, dass der beglückende Vorteil der Begrenzung durch Mauern rechts und links nur so lange währt, wie die Mauern bloß „in der Ferne“ zu sehen sind, ihr also noch ein Spielraum oder eine Wahlmöglichkeit bleibt.

Mit dem adversativen „aber“ ist die Maus nach ihrem Rückblick in die Vergangenheit wieder in der Gegenwart der „mit jedem Tag“ enger werdenden Welt angekommen. Auch der Tempuswechsel vom Präteritum (war, hatte, lief, sah) zum Präsens (eilen, bin, steht) zeigt eine Wendung zum Nicht-mehr-glücklich-Sein an. Auf eine weitere Veränderung hat Michael Müller hingewiesen. In einer anderen Fassung der „Kleinen Fabel“ heißt es: „dann lief ich weiter, da stiegen schon rechts und links in der Ferne Mauern auf, und jetzt – es ist noch gar nicht lange her, seitdem ich zu laufen angefangen habe – bin ich schon …“25 Kafka hat so eine frühere Variante korrigiert, die so lautete: „… weiter, da sah ich rechts und links in der Ferne langsam Mauern aufsteigen, jetzt bin ich schon …“ Müller bemerkt dazu, diese Korrektur vermöge „dem Leser einen Eindruck davon zu vermitteln, mit welch rasender Geschwindigkeit die Maus ihr Leben durchläuft.“26

Ich möchte noch auf einen anderen Umstand hinweisen. Die Prädikatskerne „lief“ und „sah“ gehören zu den sog. Tätigkeitsverben, mit denen ausgedrückt wird, dass „jd. etwas tut, […] es wird ein Tun bezeichnet, das beim Subjekt Tätigsein, Aktivität voraussetzt.“27 Außerdem ist das Genus verbi der beiden Verben das Aktiv, d. h. beim Laufen und Sehen ist die Maus noch Urheber des Geschehens, sie handelt noch. Nach dem „aber“ jedoch vollzieht sich eine Wendung; „diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu“ – Subjekt ist von da an nicht mehr die Maus, sondern die toten langen Mauern sind anthropomorphisiert und infolge der Personifikation aktiv tätig, so dass die Maus passiv etwas erleidet. Die perspektivisch erst am Horizont zusammenlaufenden Parallelen der langen Mauern erlebt die Maus als wörtlich genommene Sinnestäuschung so bedrohlich, dass sie sich von ihnen in die Zange genommen glaubt, dass sie ihr jeden Ausweg versperren und ihr nur noch die Fortbewegung auf das „zu“ lassen. Deren Vollzug offenbart der Konsekutivsatz „dass ich schon im letzten Zimmer bin.“

[...]


1 Franz Kafka, Gesammelte Werke, hg. v. Max Brod, Fischer: Frankfurt/ M. 1950 -1974, hier in: Beschreibung eines Kampfes. Novellen. Skizzen. Aphorismen aus dem Nachlass, o. J. (1954), S. 91

und: Franz Kafka. Sämtliche Erzählungen, hg. v. Paul Raabe, Fischer: Frankfurt/ M. 1970, S. 320

2 Manfred Engel/ Bernd Auerochs (Hrsg.), Kafka-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, Metzler: Stuttgart und Weimar 2010, S. 88 (im Folgenden: KHb (Metzler)

3 Hartmut Binder (Hrsg.), Kafka-Handbuch in zwei Bänden, hier: Band 2: Das Werk und seine Wirkung, Kröner: Stuttgart 1979, S. 376 f.

4 zu der von mir verwendeten Terminologie bzgl. der erzählten Wirklichkeit vgl.

Jochen Vogt, Aspekte erzählender Prosa. Eine Einführung in Erzähltechnik und Romantheorie, Westdeutscher Verlag: Opladen 81998

5 Klaus Doderer, Fabeln. Formen – Figuren – Lehren, dtv: München 1977, S. 33-38

6 Doderer, S. 34

7 Wilhelm Emrich, Franz Kafka, Athenäum: Frankfurt/ M. 41965, S. 151

8 Hans-Christoph Nayhauss, Franz Kafkas „Kleine Fabel“, in: Wirkendes Wort, 24. Jg. (Pädagogischer Verlag Schwann: Düsseldorf) 1974, S. 242-245

9 Schülerduden: Die Literatur, hg. v. Gerhard Kwiatkowski u. a., Bibliographisches Institut: Mannheim – Wien – Zürich 1980, S. 144

10 Metzler-Lexikon Literatur, hg. v. Dieter Burdorf/ Christoph Fasbender/ Burkhard Moennighoff, Metzler: Stuttgart und Weimar 32007, S. 226

11 Literaturwissen für Schule und Studium: Carsten Schlingmann, Franz Kafka, Reclam: Stuttgart 1995, S. 132 (RUB 15204)

12 Metzler-Lexikon, S. 227

13 Ralf Sudau, Franz Kafka: Kurze Prosa/ Erzählungen. 16 Interpretationen, Klett: Stuttgart und Leipzig 2008, S. 110

14 Binder, S. 350-377

15 Binder, S. 351

16 Binder, S. 352

17 Binder, S. 353

18 Binder, S. 171 f.

19 Karlheinz Fingerhut, Die Funktion der Tierfiguren im Werk Franz Kafkas, Bouvier: Bonn 1969, S. 171

20 Sudau, S. 110

21 Schlingmann, S.132

22 Duden. Das Große Wörterbuch der deutschen Sprache in acht Bänden, hg. v. Günther Drosdowski u. a., Dudenverlag: Mannheim – Leipzig – Wien –Zürich 21995, hier: Bd. 8, S. 3884

23 Interpretationen: Michael Müller (Hrsg.), Franz Kafka. Romane und Erzählungen, Reclam: Stuttgart 2005, S. 377 (RUB 17521)

24 Duden-Wörterbuch, Bd. 2, S. 906

25 Müller, S. 375

26 Müller, S. 376

27 Der Große Duden, Band 4: Grammatik der deutschen Gegenwartssprache, hg. v. Paul Grebe u. a., Bibliographisches Institut: Mannheim – Wien – Zürich 31973, S. 64

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Franz Kafka, Kleine Fabel - Versuch einer Interpretation
Autor
Jahr
2012
Seiten
12
Katalognummer
V188938
ISBN (eBook)
9783656127994
ISBN (Buch)
9783656128397
Dateigröße
401 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
erprobtes und bewährtes Material für die gymnasiale Oberstufe, besonders geeignet zur Vorbereitung für das Abitur im Fach Deutsch
Schlagworte
Franz Kafka, Kleine, Fabel, Interpretation, Textanalyse, Deutsch, Germanistik, deutsche, Literatur, Unterricht, Abitur, Gymnasium, Oberstufe, Gerd, Berner, ein titelloser von Max Brod einfach "Fabel" genannter Text, Ich-Erzählform, kein auktorialer Erzähler, personales Erzählverhalten, die "Kleine Fabel" ist keine Fabel höchstens eine Anti-Fabel, der Text ist Kafkas kürzeste Parabel, es geht um existentielle menschliche Probleme, ausführliche Textanalyse mit Beachtung der syntaktischen Kohärenz, wissenschaftlicher Streit ob monologische Ichaussprache oder Wechselrede, Kafka-Handbuch nennt den Text diplomatisch einen Dialog der keiner ist, es geht um den wahren Weg und damit um den Lebensweg, ein Forscher behauptet die Maus halluziniere die Falle und die Katze, die "Kleine Fabel" eine Existenzmetapher für Kafkas Zustand der Hoffnungslosigkeit, Gleichsetzung von Maus und Mensch, das Tertium comparationis ist der verfehlte Lebensweg oder die enttäuschte Lebenshoffnung
Arbeit zitieren
M.A. Gerd Berner (Autor), 2012, Franz Kafka, Kleine Fabel - Versuch einer Interpretation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188938

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