Der Wandel des deutschen Parteiensystems seit 1949

Wandel, Konstanten, Perspektiven


Hausarbeit, 2012

22 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung des deutschen Parteiensystem bis zur Gegenwart
2.1 Die Formierungsphase
2.2 Die Konzentrierungsphase
2.3 Die Transformationsphase
2.4 Die Stabilisierungsphase
2.5 Die Fluide Phase seit 2002

3. Zusammenfassung der Ergebnisse und Perspektiven des deutschen Parteiensystems

4. Literatur

1. Einleitung

Das deutsches Parteiensystem steht im Umbruch. Neben zunehmender Fragmentierung, Segmentierung, Volatilität und Unsicherheit sind angesagt. Niemand weiß, ob im Fünfparteiensystem bald eine neue Partei die 5% Hürde schaffen wird. Die Zeiten des Parteiensystems, welches geprägt war durch Stabilität und Kontinuität, scheinen vorbei zu sein.[1]

In der Folgenden Arbeit steht das deutsche Parteiensystem und seine Entwicklung in besonderer Hinsicht auf die Konstanten und den Wandel in seinen Grundcharakteristika auf dem Prüfstand. Bei der Darstellung der historischen Entwicklung des Parteiensystems soll zunächst berücksichtigt werden, dass die Einteilung der Perioden sich nicht an den Regierungsbündnissen, sondern an der Periodisierung von Alemanns orientiert, da diese den Blick auf das Parteiensystem insgesamt gewährleistet. Eine Einteilung in Regierungsphasen wäre nicht zentral auf das Parteiensystem gerichtet, sondern würde die unterschiedlichen Parteiregierungen in den Blick nehmen, die nicht zwingend verantwortlich für die Entwicklung des Parteiensystems insgesamt sind. Zudem wird sich die Darstellung auf die westdeutsche Entwicklung des Parteiensystems stützen. So können für die Periodisierung 5 Phasen herangezogen werden: Die Formierungsphase von 1945-1953, die Konzentrierungsphase von 1953-1976, die Transformationsphase von 1976-1994, die Stabilisierungsphase von 1994-2002 und schließlich die Fluide Phase seit 2002.[2] Die Ausdifferenzierung des deutschen Parteiensystems war einem stetigen Wandel unterzogen. Geprüft werden soll, ob dieser Wandel in Form einer Systemtransformation vonstatten ging oder ob sich das System trotz etwaiger Zersplitterung in der Parteienlandschaft als stabil erwies.

Zur Untersuchung des Parteiensystems werden die Parteiensystemeigenschaften Fragmentierung, Polarisierung, Asymmetrie, und Segmentierung als Analysemerkmale herangezogen. Besonders soll auch nach den Gründen für Änderungen im Parteiensystem in den Programmatiken und im ideologischen Wandel der Parteien gesucht werden. Darüber hinaus sind die Änderungen in der Wettbewerbssituation, den Koalitionsmöglichkeiten und der veränderten Grundsituation nach der deutschen Wiedervereinigung zu betrachten.

Abschließend soll ein Fazit gezogen werden und mögliche Perspektiven des deutschen Parteiensystems aufgezeigt werden.

2. Die Entwicklung des deutschen Parteiensystem bis zur Gegenwart

2.1 Die Formierungsphase

Nach der Beendigung der nationalsozialistischen Herrschaft formierten sich in Deutschland unter Aufsicht der Alliierten die Parteien neu. Neben der SPD, die erste gesamtdeutsche Partei wurde, wurde die Gründung der CDU zu einer „wirklichen und wirkmächtigen Innovation in der deutschen Parteigeschichte.“[3] Mit ihren christlichen Wurzeln, aber auch mit ihrer konservativen sowohl als auch liberalen und sozialen Programmatik umfasste sie ein breites politisches Spektrum, was sie neben der SPD zur Volkspartei machte.

Programmatisch war die CDU aufgrund der sehr heterogenen Gründungsgruppierungen durchaus gespalten. Das Ahlener Programm ist das wohl wichtigste und bekannteste Parteidokument aus der Gründungsphase und wurde 1947 veröffentlicht. Da bereits 1947 die ersten Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen anstanden, war es notwendig, die Position der Partei festzuschreiben. So heißt es in der Präambel des Ahlener Programms:

„Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinwirtschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert.“[4] Das Ahlener Programm stellte zwar den Gewerkschaftsflügel mit der Präambel und den Forderungen zur Vergesellschaftung zufrieden und auch den konservativ-bürgerlichen Teil, dem die Garantie auf Eigentum und privater Unternehmerinitiative gegeben wurde, lieferte aber keine konkreten Vorschläge für die Vergesellschaftung und Ausgestaltung der sozialen Ordnung. Es wurde deutlich, dass das Ahlener Programm kein Durchbruch des „christlichen Sozialismus“[5], sondern vielmehr ein Sieg Adenauers und seiner konservativen, anti-sozialistischen Parteiverbündeten war. Endgültig setzte sich Adenauers Weg mit den Düsseldorfer Leitsätzen von 1949 durch, in der die bis heute bestehende Formel der „Sozialen Marktwirtschaft“ geschaffen wurde. Keine Neuordnung der Verhältnisse, sondern ein liberales marktwirtschaftliches System mithilfe sozialpolitischer Komponenten sollte zur Grundlage christdemokratischer Politik werden, was den Abschied von einer integrierten Sozial- und Wirtschaftspolitik bedeutete.

Die CSU blieb programmatisch konservativer und katholisch geprägter als die CDU. Beide Parteien schlossen sich auf Bundesebene zu einer konservativ-christlichen Sammlungspartei zusammen und konkurrierten auf Länderebene nicht gegeneinander. Die CSU mit ihrem Ursprung im Bundesland Bayern kandidierte auch nur im selbigen, wohingegen die CDU in den anderen westdeutschen Bundesländern kandidierte.

Die SPD wurde schnell zur Mitgliederstärksten Partei mit 847.000 Mitgliedern im Jahr 1948.[6] Programmatisch knüpfte sie an der Tradition der Weimarer SPD an und forderte neben der Vergesellschaftung von privatem Großgrundbesitz und von Produktionsmitteln auch eine Sozialisierung der Bodenschätze und der Grundstoffindustrie. Dieser Grundgedanke des demokratischen Sozialismus ist bis heute im Parteiprogramm der SPD festgeschrieben.

Der Liberalismus tat sicher schwerer in der Zusammenkunft unterschiedlicher Leitvorstellungen und Bildung einer gesamtdeutschen Partei. Insbesondere der sich zuspitzende Ost-West-Konflikt verhinderte die Bildung einer gesamtdeutschen liberalen Partei, da die liberalen Kräfte betont antisozialistisch auftraten. So wurde 1948 in den Westzonen die Freie Demokratische Partei (FDP) gegründet, ein Grundsatzprogramm jedoch erst 1957 verabschiedet. Auffällig ist, dass die Partei zunächst als eine Art Sammelbecken ehemaliger Nationalsozialisten wurde, was darin gipfelte, dass einige Funktionäre von der britischen Besatzungsmacht verhaftet wurden.[7]

Neben den beiden – wie sich zeigen wird – großen Parteien der SPD und der CDU/CSU, traten zur der Wahl zum ersten Bundestag viele weitere Parteien an, die zum Teil auf eine Geschichte in der Weimarer Republik zurückblicken konnten und andere, die gänzlich neu gegründet wurden. Neugründungen beschränkten sich jedoch meist auf regionale Parteibildungen. Bei einer Wahlbeteiligung von 78,5% wurde die CDU/CSU mit 31,0% stärkste Kraft im ersten deutschen Bundestag. Zweitstärkste Kraft wurde die SPD mit 29,2%, gefolgt von der FDP mit 11,9%. Die Deutsche Partei[8] erhielt 4,0% und wählte gemeinsam mit der FDP Konrad Adenauer zum ersten deutschen Bundeskanzler einer bürgerlichen Koalition aus CDU/CSU, FDP und DP. Die KPD erhielt 5,7% der Stimmen und konnte im 2. deutschen Bundestag noch 2,2% erhalten, bis sie schließlich 1956 durch das Bundesverfassungsgericht verboten wurde. Als Konkurrenz zur CSU in Bayern erhielt auch die Bayernpartei beachtliche 4,2%, die jedoch in den Folgejahren weitgehend von der CSU absorbiert wird.

Diese erste Bundestagswahl erinnerte durchaus von seinen Ergebnissen an Weimarer Verhältnisse, da das Parteiensystem zersplittert war und die beiden großen Parteien, CDU und SPD im Vergleich zu den vorangegangenen Landtagswahlen 6,7% (CDU) bzw. 5,8% (SPD) verloren. Man befürchtete, dass sich diese Tendenz fortsetzen würde und sich wie einst in der Weimarer Republik das deutsche Parteiensystem zersplittern würde. Erst mit der Wahl zum zweiten deutschen Bundestag wurde dann die 5%-Sperrklausel von der Landesebene auf die Bundesebene erweitert. Nichtsdestotrotz konnte 1949 eine stabile bürgerliche Regierungskoalition gebildet werden, die sich 1953 in der zweiten Wahl zum Bundestag etablieren konnte. Die CDU/CSU erreichte 1953 sogar 45,2% der Stimmen, was für 243 der 487 Sitze im Bundestag reichte. Auch die SPD blieb wie die FDP bei der zweiten Wahl zum Bundestag stabil und erreichte 28,8% der Stimmen, die FDP 9,5% der Wählerstimmen. Die Befürchtungen Weimarer Verhältnisse erwiesen sich also als unbegründet. Das deutsche Parteiensystem hatte sich formiert, „die Positionen waren verteilt und die Rollen zwischen Regierung und Opposition stabilisiert.“[9]

2.2 Die Konzentrierungsphase

Der Zeitraum zwischen 1953 und 1976 ist nicht nur eine Phase der Konzentrierung der Wähler auf die drei Parteien CDU/CSU, SPD und FDP (die in den Wahlen 1972 89,7% der Stimmen und 1976 94,3% der Stimmen auf sich vereinigen können), sondern auch eine Ära der Normalisierung und Internalisierung der Demokratie, da auch trotz jeder denkbaren Koalitionssituation untereinander immer stabile Regierungskoalitionen gebildet werden konnten.[10] Das neue Parteiensystem des „gemäßigtem Pluralismus“[11] hatte drei spezifische Kennzeichen[12]: Zum einen war durch die Existenz der beiden Volkparteien, die einen Großteil der Wähler mobilisieren konnten, eine geringe Fragmentierung gegeben. Der Konzentrationsprozess in den 1950er Jahren auf die beiden Volksparteien ist durch eine Asymmetrie zugunsten der CDU/CSU gekennzeichnet, wenngleich die SPD diese durch einen programmatischen Wandel in den 1960er Jahren abbauen kann. Das zweite Kennzeichen war eine geringe Polarisierung, was sich in einer geringen ideologisch-programmatischen Distanz der Parteien zueinander zeigte. Auch die gemäßigte ideologische Wettbewerbssituation und die Abwesenheit von einflussreichen systemoppositionellen Parteien kennzeichnete die Grundstruktur. Drittens weisen die Parteien keine Segmentierung auf, da die relevanten Parteien – wie bereits erwähnt, allseitig koalitionsfähig waren.

Bei der Bundestagswahl 1957 konnte die CDU/CSU einen bis heute nicht wieder erreichten Stimmenanteil von 50,2% einfahren. Die hegemonial anmutende Stellung der CDU/CSU mit einer absoluten Stimmenmehrheit verdeutlicht die Asymmetrie des Parteiensystems zugunsten der CDU/CSU. Und das sollte auch bis 1966 so bleiben. Verlor die CDU/CSU Stimmen, so konnten diese größtenteils vom Juniorpartner FDP aufgefangen werden. Auch wenn die SPD stetig an Stimmen gewann – von 28,8% (1953) auf 31,8% (1957), 36,2% (1961) und 39,3% (1965), nützten diese ihr mangels eines Koalitionspartners nur wenig.[13] Die Stimmenzuwächse gehen nicht zuletzt auf das 1959 verabschiedete „Godesberger Programm“ zurück, in welchem die SPD die alten marxistischen Parolen verabschiedete und sich durch ihr modernes, weit offenes Image als linke Volkspartei auch für Angestellte und Freiberufler wählbar machte.[14]

Die Konstante der bürgerlichen Koalition aus CDU/CSU und FDP endete jedoch mit dem Jahr 1966. Als eine im Vergleich zu heute relativ harmlose Wirtschaftskrise einsetzte und der Bund keinen ausgeglichenen Haushalt mehr vorlegen konnte, traten die FDP Minister zurück, sodass der Nachfolger Adenauers, Ludwig Erhard, der nicht zu einer Koalition mit der SPD bereit war, zurücktrat. So kam es dennoch erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zu einer Großen Koalition unter Kanzler Kurt Georg Kiesinger. Die Koalition adaptierte neben neuen Wirtschaftsinstrumenten über die SPD auch die keynesianische Globalsteuerung des Wirtschaftministers Karl Schiller und führte die „Konzertierte Aktion“ ein, eine Gesprächsrunde aus Vertretern von Staat, Kapital und Arbeit, die später in der Politikwissenschaft zur neuen Theorie des tripartistischen neuen „Korporatismus“ führte.[15]

1969 sollte es dann erstmals zu einem Regierungswechsel nach Bundestagswahlen kommen. Nachdem CDU/CSU und die SPD unter breitem Widerstand – besonders in Studentenbewegungen – die Notstandsgesetze beschlossen hatten, wurde im Wahlkampf vermehrt das Thema Bildung forciert. Die CDU/CSU musste im Vergleich zum Wahljahr 1965 leichte Verluste von 1,5% hinnehmen, wohingegen die SPD wiederum im Vergleich zur vorangegangenen Wahl 3,4% der Stimmen gewann, dennoch nicht Stärkste Partei im Bundestag wurde. Als sich bereits im März 1969 ein Machtwechsel angebahnte, nachdem die FDP Gustav Heinemann gemeinsam mit der SPD zum Bundespräsidenten gewählt hatte, verkündeten die SPD mit Kanzlerkandidat Willy Brandt und die FDP mit Walter Scheel als zukünftigen Außenminister nach der Wahl 1969 den Willen zur Bildung einer sozial-liberalen Koalition, um so auch Stimmen aus den eigenen Parteien zuvorzukommen, die andere Vorstellungen von der Koalitionsbildung vertraten.

In den 1970er Jahren kam es zu einem erheblichen Wandel des Parteiensystems in Deutschland. Nicht nur erreichten die drei Parteien einen Höhepunkt der Konzentration an Wählerstimmen, indem sie 99,1% der Stimmen erhielten, auch glichen sich CDU/CSU und die SPD in ihren Charaktereigenschaften als Massenmitgliederparteien in der Programmatik und Struktur immer weiter einander an. Die FDP wurde zum berühmten „Zünglein an der Waage“, indem sie auf Länderebene gleichzeitig mit beiden großen Parteien koalierte und sich so in der Mitte zwischen beiden großen Parteien festsetzte.

Die sozial-liberale Koalition wurde in den kommenden Wahlen bestätigt, nachdem die SPD und die FDP inzwischen fest verbunden waren. Die CDU/CSU konnte zwar bei der Wahl 1972 44,9% und 1976 sogar 48,6% erlangen, dennoch fehlte ihr ein Koalitionspartner. In der Rolle als Oppositionspartei, die man zunächst nach 20 Jahren in der Regierung nicht ganz akzeptieren wollte, kam es in der CDU zu massiven Modernisierungen. Sie wurde zu einer „modernen Volkspartei“[16] und zeichnete sich durch Massenmitgliedschaft, ausgebautem Parteiapparat, professionellen Funktionären sowie modernen Organisationsstrukturen aus.[17] Mit Helmut Schmidt als Kanzler modernisierte sich auch die SPD, die das Profil der reinen Arbeiterpartei verloren hatte und inzwischen auch durch Akademiker und Angestellte gewählt wurde.

2.3 Die Transformationsphase

Nachdem die drei etablierten Parteien CDU/CSU, SPD und FDP zur Bundestagswahl 1976 wie bereits erwähnt noch 99,1% der Stimmen für sich beanspruchen konnten, sollte die Parteienfragmentierung in den 1980er Jahren und insbesondere nochmal nach der Wiedervereinigung ansteigen. Hierbei handelte es „sich jedoch nicht um eine Transformation des Parteiensystems, also einem grundlegenden Wandel seiner Strukturcharakteristika, sondern um relativ moderate Veränderungen in Form einer Pluralisierung, d.h. einer mit Segmentierungserscheinungen verbundenen Erhöhung der durch die Anzahl und die Größenverhältnisse sowie die inhaltlichen Positionen der relevanten Parteien bestimmenden Vielfalt im System.“[18] Da die beiden Großparteien Mobilisierungsschwächen zeigten, erhöhte sich die Fragmentierung des Parteiensystems, was auch in einer neuen gesellschaftlichen Konfliktlinie der „Ökologiefrage“ begründet ist.[19]

Aus verschiedenen politischen und sozialen Bewegungen heraus gründeten sich 1980 die Bundespartei Die Grünen, die bereits 1979 als Wählervereinigung bei den Europawahlen 3,2% der Stimmen erreichen konnten. Auch wenn sie 1980 noch nicht in den Bundestag einziehen konnten, da der Kanzlerschaftkampf zwischen Franz Josef Strauß und Helmut Schmidt so polarisierte, konnte man bei der Bundestagswahl 1983 mit 5,6% der Stimmen erstmals in den Bundestag einziehen, sodass das Drei- vom Vier-Parteiensystem abgelöst wurde. Vorangegangen zu den vorgezogenen Wahlen 1983 war ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Kanzler Helmut Schmidt. Im Zuge des Rücktritts der FDP Minister, die große Differenzen mit der SPD in der Wirtschaftspolitik hatten, bildete man wieder eine christlich-liberale Koalition aus CDU/CSU und FDP. Einige Abgeordnete und Spitzenfunktionäre der FDP wechselten zur SPD über, da sie die Wende innerhalb der FDP nicht verstehen konnten und in der SPD ihren „natürlichen Bündnispartner“[20] sahen.

[...]


[1] Vgl. LÖSCHE, Peter: Ende der Volksparteien, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, 51 (2009), S. 6.

[2] Vgl. ALEMANN, Ulrich von: Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland, 4. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage, Bonn 2010, S. 46-47/ 50.

[3] ALEMANN, Ulrich von: Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland, 4. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage, Bonn 2010, S. 53.

[4] Ahlener Programm des Zonenausschuss der CDU für die britische Zone, Ahlen/Westfalen,

3. Februar 1947, URL: http://www.kas.de/upload/themen/programmatik_der_cdu/programme/1947_Ahlener-Programm.pdf, zuletzt abgerufen am 08.02.2012.

[5] ALEMANN, Ulrich von: Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland, 4. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage, Bonn 2010, S. 55.

[6] Mitgliederentwicklung der Parteien, Bundeszentrale für Politische Bildung, 2009, URL: http://www.bpb.de/files/IMO9KZ.pdf, zuletzt abgerufen am 08.02.2012.

[7] Vgl. ALEMANN, Ulrich von: Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland, 4. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage, Bonn 2010, S. 57.

[8] Die Deutsche Partei geht auf die Tradition der Deutsch-Hannoverschen Partei aus dem Kaiserreich und der Weimarer Republik zurück und wurde zunächst regional in Niedersachsen gegründet. Sie war eine konservative, antisozialistische und regionale Mittelstandspartei, die jedoch protestantische Wurzeln hatte. Später wird sie von der CDU absorbiert.

[9] ALEMANN, Ulrich von: Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland, 4. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage, Bonn 2010, S. 60.

[10] Vgl. ALEMANN, Ulrich von: Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland, 4. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage, Bonn 2010, S. 63.

[11] SARTORI, Giovanni: Parties and Party Systems. A Framework for Analysis, Cambridge 1976, S. 173ff.

[12] Vgl. NIEDERMAYER, Oskar: Nach der Vereinigung. Der Trend zum fluiden Fünfparteiensystem, in: GABRIEL, Oskar W./ NIEDERMAYER, Oskar/ STÖSS, Richard (Hrsg.): Parteiendemokratie in Deutschland, 2. Aktualisierte und erweiterte Auflage, Wiesbaden 2002, S.107-108.

[13] JESSE, Eckhard: Ist zwei mehr als drei? Das Parteiensystem vor und nach der Bundestagswahl 2009, in: JESSE, Eckhard/ STURM, Roland (Hrsg.): Bilanz der Bundestagswahl 2009. Voraussetzungen, Ergebnisse, Folgen, München 2010, S. 31.

[14] Vgl. ALEMANN, Ulrich von: Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland, 4. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage, Bonn 2010, S., S. 66.

[15] Vgl. Ebd., S. 66.

[16] Vgl. SCHÖNBOHM, Wulf: Die CDU wird moderne Volkspartei. Selbstverständnis, Mitglieder, Organisation und Apparat 1950–1980, Stuttgart 1985.

[17] Vgl. ALEMANN, Ulrich von: Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland, 4. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage, Bonn 2010, S., S. 68.

[18] NIEDERMAYER, Oskar: Nach der Vereinigung. Der Trend zum fluiden Fünfparteiensystem, in: GABRIEL, Oskar W./ NIEDERMAYER, Oskar/ STÖSS, Richard (Hrsg.): Parteiendemokratie in Deutschland, 2. Aktualisierte und erweiterte Auflage, Wiesbaden 2002, S.108.

[19] Vgl. NIEDERMAYER, Oskar: Nach der Vereinigung. Der Trend zum fluiden Fünfparteiensystem, in: GABRIEL, Oskar W./ NIEDERMAYER, Oskar/ STÖSS, Richard (Hrsg.): Parteiendemokratie in Deutschland, 2. Aktualisierte und erweiterte Auflage, Wiesbaden 2002, S. 109.

[20] ALEMANN, Ulrich von: Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland, 4. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage, Bonn 2010, S., S. 69.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Der Wandel des deutschen Parteiensystems seit 1949
Untertitel
Wandel, Konstanten, Perspektiven
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Autor
Jahr
2012
Seiten
22
Katalognummer
V188955
ISBN (eBook)
9783656127949
ISBN (Buch)
9783656128311
Dateigröße
529 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wandel, parteiensystems, konstanten, perspektiven
Arbeit zitieren
Dominik Mönnighoff (Autor), 2012, Der Wandel des deutschen Parteiensystems seit 1949, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188955

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Der Wandel des deutschen Parteiensystems seit 1949



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden