Wettbewerbsstrategien nach Porter - Ein Überblick


Hausarbeit, 2011

19 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Thematische Einführung am Begriff der Strategie

2. Phasen der Wettbewerbsstrategieentwicklung

3. Branchenanalyse
3.1 Beweggründe für eine Branchenanalyse
3.2 die fünf Wettbewerbskräfte
3.3 Stärken und Schwächen-Analyse
3.4 SWOT-Analyse

4. Strategieformulierung
4.1 Kostenführerschaft
4.1.1 Internationale Kostenführerschaft
4.2 Differenzierung
4.2.1 Internationale Differenzierung
4.3 Konzentration
4.4 Kostenführerschaft vs. Differenzierung
4.4.1 Apple vs. Samsung stuck in the middle

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis
6.1 Internetquellen

7. Abbildungsverzeichnis

1. Thematische Einführung an dem Begriff der Strategie

Unternehmen streben immer ein Ziel an. Selbst wenn sie Ziele erreichen, setzten sie sich neue Ziele. Begleitet werden diese Ziele vom Wunsch der Erhaltung. Der bisher erreichte Erfolg soll gesichert und neue Erfolgspotentiale erschlossen werden.

Auf dem Weg der Zielerreichung, bzw. der Erfolgsbewahrung, sind sie gezwungen Entscheidungen zu treffen. Ob es sich nun um absatzspezifische - oder marktspezifische Entscheidungen handelt; keine Frage bleibt unbeantwortet.1

Jedoch braucht ein Unternehmen auf dem Weg der Zielerreichung eine Orientierung, um sich vor unvereinbaren Entscheidungen zu schützen; ein sogenannter Rahmen entsteht. Fragen werden nur insoweit beantwortet, dass sich die Antwort im Rahmen des Möglichen befindet. Entscheidungen werden nur bis zur Rahmenkante hin getroffen. Alles was den Rahmen sprengt, fließt nicht in die Gedanken mit ein. Beeinflusst werden diese Gedanken, von der Umwelt und von vorhandenen Ressourcen. Durch diese beiden Determinanten lassen sich erst konkrete Entscheidungen und Verhaltensrichtlinien formulieren, die dann zu effektiven Handlungen führen.

All das, was ein Unternehmen beachten muss, um ein Ziel zu erreichen, spiegelt sich in der Strategie wieder. Die Strategie bildet den sogenannten Rahmen.

Aus Folge dessen können Strategien als Verhaltensrichtlinien definiert werden, die unter Beachtung der Umwelt und der Ressourcen, zur Sicherung und Erschließung von Erfolgspotentialen fungieren.2

Jedoch genügt eine einzige Strategie noch lange nicht. Strategien haben mehrere Stoßrichtungen und verankern sich auf den unterschiedlichen Unternehmensebenen.3 Manche Strategien betreffen nur die oberste Unternehmensebene, wie in etwa die strategische Formulierung einer Unternehmenskultur. Andere Strategien entstehen auf der Geschäftsbereichsebene, wie z.B. die Formulierung der Wettbewerbsstrategie, welche dann in der Funktionalen Ebene mit weiteren Strategien umgesetzt wird.4

Diese wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit der Geschäftsbereichsebene und dessen Wettbewerbsstrategien. Der Begriff der Wettbewerbsstrategie umfasst alle strategischen Vorgehensweisen zur Erzielung von nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen, um sich innerhalb einer bestimmten Branche so zu platzieren, dass das Unternehmen in seinem Wettbewerbsumfeld eine gewinnbringende Position einnehmen und sich im Wettbewerb behaupten kann. 5 In diesem Zusammenhang werden die einzelnen Phasen einer Strategieentwicklung besprochen, um dann näher auf die Branchenanalyse und auf die Typen der Wettbewerbsstrategien nach Porter einzugehen.

2. Phasen der Wettbewerbsstrategieentwicklung

In der Realität existieren viele Unternehmen ohne eine bereits vorher entwickelte Wettbe­werbsstrategie definiert zu haben; denn Strategien können sich auch einfach ergeben. Genau aus diesem Grund kommt es häufig vor, dass Unternehmen sich in einer strategielosen bzw. nicht klar definierten strategischen Position (was nach Porter zu einer niedrigen Rentabilität fuhrt) wiederfinden. Sich aus dieser Position wieder zu erlösen, erfordert sehr viel Zeit, enor­me Kosten und eine kontinuierliche Anstrengung.6 Daher sollten Strategien grundsätzlich frühzeitig mit Hilfe einer Abfolge von Teilschritten geplant werden.

Idealerweise sollten Strategien mit einer Zielformulierung beginnen, auf dessen Grundlage dann die Umwelt des Unternehmens und das Unternehmen selbst analysiert werden, damit sich, die aus dieser Analyse ergebenden Alternativen, abgewogen werden und eine Entschei­dung für eine Wettbewerbsstrategie getroffen werden kann. Als letzte Hürde sollte sich aus der neuen Strategie heraus ein Aktionsplan ableiten lassen, um die Strategie umzusetzen (vgl. Abbildung l).7

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. l: Phasen der Strategieentwicklung nach Dillerup

Da die Zielformulierungsphase selbsterklärend und die Strategieumsetzung ein Thema für sich ist, wird in dieser Arbeit nicht weiter auf diese Phasen eingegangen.

Vielmehr werden zunächst die Komponenten einer Strategischen Analyse bzw. der Branchenanalyse untersucht und im Anschluss dazu die Wettbewerbsstrategien nach Porter.

3. Branchenanalyse

3.1 Beweggründe für eine Branchenanalyse

Will ein Unternehmen sich den Erfolg sichern und seine Ziele erreichen, muss es im Wettbe­werb bestehen. Bekanntermaßen existieren in einer Branche mehrere Unternehmen, die alle ähnlichen Ziele anstreben. So gilt es für ein Unternehmen, trotz des Wettbewerbs Errungen­schaften zu feiern. Jedes Unternehmen braucht dazu eine Wettbewerbsstrategie, in dessen Rahmen der Wettbewerb vonstattengehen kann. Die Formulierung einer Wettbewerbsstrate­gie besteht wesentlich darin, ein Unternehmen in Beziehung zu seinem Umfeld zu setzen. Hierbei spielt hauptsächlich die Branche eine Rolle, in der das Unternehmen tätig sein will. Ebenso spielt es eine Rolle, die Branche auf internationaler Ebene zu betrachten, auch wenn nur eine nationale Branche besetzt werden soll.8 Als Branche wird eine Gruppe von Unter­nehmen bezeichnet, die gleiche oder ähnliche Produkte und Dienstleistungen anbieten.9

Jedes Unternehmen in der Branche legt ein unterschiedliches Verhalten ans Licht.

Die Herausforderung der Branchenanalyse besteht darin, das Verhalten der Wettbewerber und der im Markt existierenden Akteure zu analysieren und an diesem Verhalten, eigenes strategi­sches Verhalten abzuleiten.

Ziel ist es eine Position innerhalb der relevanten Branche zu finden, die Schutz vor Wettbe­werbern und Akteuren bietet und strategische Überlegenheit ermöglicht.

Akteure eine Branche können z.B. Kunden sein, denn bekanntermaßen beeinflussen sie z.B. den Absatz. Welche anderen Akteure eine Branche beinhaltet und inwieweit man sich vor ihnen schützen kann, verdeutlichen die Wettbewerbskräfte nach Porter. Alle fünf Wett­bewerbskräfte einer Branche bestimmen die Wettbewerbsintensität & und die Branchenrenta­bilität. Daher ist die Analyse der Umwelt bzw. der Branche und ihrer Rentabilität, Vorausset­zung für die Formulierung einer Wettbewerbsstrategie.

[...]


1 Vgl. Kutschker, Michael / Schmid, Stefan (Internationales Management, München, 2011, S.823)

2 Vgl. Corsten, Hans (Grundlagen der Wettbewerbsstrategie, Leipzig, 1998, S. 3-4)

3 Vgl. Kutschker / Schmid ( 2011, S. 826)

4 Vgl. Kutschker ( 2011, S. 839)

5 Vgl. Wirtschaftslexikon, URL: http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/wettbewerbsstrategien/wettbewerbsstrategien.htm

6 Vgl. Porter, Michael (Wettbewerbsstrategie, Frankfurt/New York, 2008, S.79-80)

7 Vgl. Prof. Dr. Dillerup, Ralf: Strategieentwicklung (28.07.2007)URL: http://isc.hs-heilbronn.de/Publikationen/Strategieentwicklung.pdf

8 Vgl. Porter (2008, S.35)

9 Vgl. Porter, Michael (Competitive advantage, New York, 1985)

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Wettbewerbsstrategien nach Porter - Ein Überblick
Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V188957
ISBN (eBook)
9783656129264
ISBN (Buch)
9783656130277
Dateigröße
654 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Porter, wettbewerbsstrategien, strategie, Differenzierung, kostenführerschaft, stuck in the middle
Arbeit zitieren
Elanur Kizilkaya (Autor), 2011, Wettbewerbsstrategien nach Porter - Ein Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188957

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