Viele Unternehmen nutzen die Möglichkeit der Außenfinanzierung, um ihren finanziellen Handlungsspielraum zu erweitern und um zusätzliche liquide Mittel zur Verfügung zu haben.
Eine attraktive Methode der Fremdkapitalbeschaffung, bietet für emissionsfähige Unternehmen die Herausgabe von Schuldverschreibungen, auch Bonds, Obligationen oder Anleihen genannt.
In dieser Hausarbeit soll zunächst der Begriff „Schuldverschreibungen“ erklärt werden und auf deren Merkmale und Funktionen eingegangen werden. Der Hauptbestandteil dieser Arbeit soll jedoch die Übersicht und Erläuterung von Schuldverschrei-bungen mit Sonderrechten des Emittenten sein. Im Einzelnen sind dies Aktien-anleihen, Hybridanleihen, Cat Bonds und weiter spezielle Anleihearten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Basisinformationen über Schuldverschreibungen
2.1 Merkmale von Schuldverschreibungen
2.2 Zinssatz
2.3 Emissionskurs und Rückzahlung
2.4 Rating
2.5 Arten von Schuldverschreibungen
2.6 Beispiel für den Kauf einer Schuldverschreibung
3 Schuldverschreibungen mit Sonderrechten
3.1 Schuldverschreibungen mit Sonderrechten des Emittenten
3.1.1 Aktienanleihen
3.1.2 Hybridanleihen
3.1.3 Cat Bonds / Katastrophenanleihen
3.1.4 Pay-in-kind Bonds
3.2 Schuldverschreibungen mit Sonderrechten des Gläubigers
3.2.1 Wandelschuldverschreibungen
3.2.2 Optionsschuldverschreibungen
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Hausarbeit gibt einen Überblick über verschiedene Arten von Schuldverschreibungen und erläutert insbesondere jene Formen, die mit speziellen Sonderrechten für den Emittenten oder den Gläubiger ausgestattet sind, um so ein Verständnis für moderne Instrumente der Unternehmensfinanzierung zu vermitteln.
- Grundlegende Definitionen und Merkmale von Schuldverschreibungen.
- Die Bedeutung von Ratings bei der Festlegung von Anleihekonditionen.
- Sonderformen mit Emittentenrechten wie Aktien- und Hybridanleihen.
- Besonderheiten von Anleihen mit Gläubigerrechten wie Wandel- und Optionsanleihen.
- Analyse von Auszahlungsstrukturen und Berechnungsmodellen.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Aktienanleihen
Aktienanleihen oder auch Reverse Convertibles genannt, sind eine Kombination von Anleihen und Aktien, da Ihnen eine Aktie als Basiswert zu Grunde liegt. Sie gewähren dem Emittenten das Recht, bei Fälligkeit der Anleihe, anstatt der Rückzahlung des Nennbetrages, eine vorher festgelegte Stückzahl einer bestimmten Aktie, in der Regel die des Emittenten, zu liefern. Die Inhaber von Aktienanleihen erhalten wie die Inhaber von klassischen Anleihen, ebenfalls eine jährliche Zinszahlung. Auf Grund des mit den Schwankungen am Aktienmarkt verbundenen Risikos, haben Aktienanleihen in der Regel einen höheren Zinskupon als klassische Anleihen. Die Rückzahlung der Anleihe ist jedoch abhängig vom Aktienkurs des zu Grunde liegenden Basiswerts und vom vor Emission festgelegten Basispreis. Die Wertentwicklung des Basiswerts kann ebenfalls Einfluss auf die Kursentwicklung der Anleihe haben. Je nach Aktienkurs des Basiswerts, ergeben sich für die Rückzahlung der Anleihe verschiedene Varianten. Wenn der Schlusskurs der Aktie am Bewertungstag auf oder oberhalb des Basispreises notiert, so erfolgt die Rückzahlung zu 100 % des Nennbetrages. Sollte der Schlusskurs des Basiswerts am Bewertungstag unterhalb des Basispreises notieren, so hat der Emittent entweder die Möglichkeit einen Barausgleichsbetrag zu zahlen oder die Möglichkeit der Lieferung des zu Grunde liegenden Basiswerts.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation zur Außenfinanzierung durch Anleihen dar und definiert das Ziel, Schuldverschreibungen mit Sonderrechten zu kategorisieren.
2 Basisinformationen über Schuldverschreibungen: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Merkmale wie Zinssätze, Emissionskurse, Rückzahlungsmodalitäten sowie die Rolle von Ratings für die Bonitätsbestimmung.
3 Schuldverschreibungen mit Sonderrechten: Der Hauptteil analysiert spezifische Anleiheformen, die dem Emittenten oder dem Gläubiger besondere Rechte einräumen, um Finanzierungsstrategien oder Anlageziele zu optimieren.
4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Sonderrechte sowohl für Unternehmen als attraktive Finanzierungsinstrumente als auch für Investoren als chancenreiche Anlageformen fungieren.
Schlüsselwörter
Schuldverschreibungen, Anleihen, Emittent, Gläubiger, Sonderrechte, Aktienanleihen, Hybridanleihen, Wandelanleihen, Optionsanleihen, Bonität, Rating, Außenfinanzierung, Zinskupon, Kapitalmarkt, Barausgleichsbetrag
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Definition, den Funktionen und insbesondere den spezifischen Ausgestaltungen von Schuldverschreibungen mit Sonderrechten aus Sicht der Unternehmensfinanzierung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Themen umfassen die Grundlagen der Anleiheemission, die Bedeutung von Ratingagenturen sowie die Differenzierung zwischen Anleihen mit Emittenten- und Gläubigerrechten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über komplexe Anleiheformen zu geben und zu erläutern, warum diese Sonderrechte in der Praxis genutzt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse finanzwirtschaftlicher Grundlagen sowie der Erläuterung von Berechnungsmodellen für Anleihekurse und Barausgleichsbeträge.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Anleihen mit Sonderrechten für den Emittenten (z.B. Aktien- und Hybridanleihen) und solche mit Sonderrechten für den Gläubiger (z.B. Wandelschuldverschreibungen).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Schuldverschreibungen, Emittent, Gläubiger, Sonderrechte, Rating, Aktienanleihen und Wandelanleihen.
Was unterscheidet Aktienanleihen von Wandelanleihen?
Der wesentliche Unterschied liegt darin, wer das Recht zur Wahl der Rückzahlungsform ausübt: Bei Aktienanleihen hat der Emittent das Recht, bei Wandelanleihen steht das Umtauschrecht dem Gläubiger zu.
Wie funktionieren Katastrophenanleihen (Cat Bonds) in der Praxis?
Bei Cat Bonds übertragen Versicherungen ihr Risiko für Naturkatastrophen auf den Kapitalmarkt; im Schadensfall kann der Emittent Zins- oder Tilgungszahlungen einbehalten.
Welchen Einfluss hat der Marktzins auf den Kurs einer Anleihe?
Ein Anstieg des Marktzinses führt zu einem Kursverlust der Anleihe, da der Anleger im Vergleich zu aktuellen Angeboten weniger für das Wertpapier zu zahlen bereit ist.
- Quote paper
- Maximilian Ritz (Author), 2011, Schuldverschreibungen mit Sonderrechten des Emittenten - Überblick und Erläuterungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188992