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Der Einfluss weiblicher Genitalverstümmelung auf die Rolle der Frau in der afrikanischen Gesellschaft

Titel: Der Einfluss weiblicher Genitalverstümmelung auf die Rolle der Frau in der afrikanischen Gesellschaft

Seminararbeit , 2011 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Leonie Craes (Autor:in)

Politik - Thema: Völkerrecht und Menschenrechte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Arbeit liegt die Annahme zu Grunde, dass die weibliche Genitalverstümmelung in vielen afrikanischen Gesellschaften einen wichtigen Bestandteil der weiblichen Identifikation darstellt. Der Initiationsritus, dessen Bestandteil die Beschneidung ist, gilt als wichtiger Schritt in der Sozialisation afrikanischer Mädchen und ist Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. In der folgenden Arbeit wird daher der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen die weibliche Genitalverstümmelung beziehungsweise die Beschneidung der weiblichen Genitalien auf die Rolle der Frau innerhalb der afrikanischen Gesellschaft hat. Um dieser Frage nachzugehen, werden im ersten Abschnitt der Arbeit allgemeine Informationen zur Praktik der weiblichen Genitalverstümmelung dargelegt. Anhand einer Definition der Praktik, ihrer Ausbreitung und Durchführung sowie der Darlegung ihrer häufigsten Folgen und der zentralen Gründe soll dem Leser ein erster Einblick in die Problematik ermöglicht werden. Im zweiten Abschnitt der Arbeit wird die weibliche Genitalverstümmelung mit der Rolle der afrikanischen Frau in Verbindung gebracht und die wichtigsten Gründe für diese Praktik vertieft. Dieser Abschnitt soll die wichtige Rolle der Gemeinschaft in afrikanischen Staaten und die Beschneidung als Voraussetzung für die Mitgliedschaft in dieser Gemeinschaft betonen. Der dritte Abschnitt der Arbeit bezieht sich auf die Lage der Frauenrechte im internationalen Völkerrecht im Allgemeinen und in den afrikanischen Staaten im Besonderen. Abschließend wird in einem Fazit die Problematik des Kampfes afrikanischer Frauen gegen die weibliche Genitalverstümmelung in Bezug auf die wichtige Rolle der Gemeinschaft und die schwierige Frauenrechtslage in vielen afrikanischen Staaten dargestellt.

Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1
2 Allgemeine Informationen zur weiblichen Genitalverstümmelung
2
2.1 Was ist FGM/C?
2
2.2 Wer ist von FGM/C betroffen und wo wird FGM/C durchgeführt?
3
2.3 Wie wird FGM/C durchgeführt und welche Folgen kann FGM/C haben?
3
2.4 Aus welchen Gründen wird FGM/C durchgeführt?
4
3 FGM/C und die Rolle der afrikanischen Frau
5
3.1 Einfluss der FGM/C auf die Rolle der Frau in der afrikanischen Gesellschaft
6
3.2 FGM/C im Kontext der Frauenrechte
8
4 Fazit – Kampf der afrikanischen Frauen gegen FGM/C
11
5 Literaturverzeichnis
13

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Information zur weiblichen Genitalverstümmelung

2.1 Was ist FGM/C?

2.2 Wer ist von FGM/C betroffen und wo wird FGM/C durchgeführt?

2.3 Wie wird FGM/C durchgeführt und welche Folgen kann FGM/C haben?

2.4 Aus welchen Gründen wird FGM/C durchgeführt?

3. FGM/C und die Rolle der afrikanischen Frau

3.1 Einfluss der FGM/C auf die Rolle der Frau in der afrikanischen Gesellschaft

3.2 FGM/C im Kontext der Frauenrechte

4. Fazit – Kampf der afrikanischen Frauen gegen FGM/C

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der weiblichen Genitalverstümmelung auf die soziale Rolle der Frau in afrikanischen Gesellschaften. Dabei wird analysiert, inwieweit diese Praktik als identitätsstiftendes Element innerhalb von Geheimgesellschaften fungiert und wie sie im Spannungsfeld zwischen kultureller Tradition und internationalen Frauenrechten zu bewerten ist.

  • Soziologische Bedeutung von Initiationsriten und Genitalverstümmelung
  • Die Rolle der Gemeinschaft bei der Aufrechterhaltung der Praktik
  • Konflikt zwischen traditioneller Identität und individuellen Menschenrechten
  • Frauenrechtslage und völkerrechtliche Instrumente in Afrika
  • Herausforderungen für afrikanische Frauenrechtsorganisationen bei der Bekämpfung von FGM/C

Auszug aus dem Buch

3.1 Einfluss der FGM/C auf die Rolle der Frau in der afrikanischen Gesellschaft

FGM/C ist „eine Angelegenheit, die Frauen und Männer betrifft, […] unabhängig von Geschlecht, Rasse, Religion oder ethischer Zugehörigkeit. Sie darf nie als Problem irgendeiner Gruppe oder Kultur, gleich ob Afrikaner, Muslime oder Christen gesehen werden. FGM kommt in vielen Kulturen vor. Sie ist eine menschliche Tragödie und darf nicht missbraucht werden, um Afrikaner gegen Nicht-Afrikaner, eine religiöse Gruppe gegen eine andere, oder Frauen gegen Männer zu stellen“ (Toubia, Nahid).17

FGM/C ist ein sehr umfassender Sachverhalt, welcher zahlreiche Betrachtungsweisen zulässt, wobei jede Betrachtungsweise nur einen kleinen Ausschnitt des massiven Problems darstellen kann. In dieser Arbeit spielt die Rolle der Frau innerhalb afrikanischer Gemeinschaften und die Auswirkungen von FGM/C auf diese Rolle eine zentrale Rolle und soll im Folgenden näher beleuchtet werden.

Die weibliche Genitalverstümmelung, beziehungsweise Beschneidung wird in vielen afrikanischen Gesellschaften bis heute als „identitätsstiftender und integraler Bestandteil des Frauseins“ angesehen (Kuring 2007, 60). Die Praktik stellt einen wichtigen Teil des Initiationsritus dar, welcher von Geheimgesellschaften vollzogen wird, um den Übergang eines Mädchens zu einer Frau zu markieren. Die Initiation enthält eine erzieherische Funktion und stellt daher einen wichtigen Teil der weiblichen Sozialisation in afrikanischen Gesellschaften dar. Die Beschneidung der weiblichen Genitalien wird häufig im Rahmen eines großen Festes vollzogen, bei dem mehrere Mädchen gleichzeitig beschnitten werden. Das gemeinsame Erleben der Beschneidung verbindet diese Mädchen. und das Ritual gilt als ein Ausdruck des Zusammenhaltes der Frauen (Schäfer 1995, 40).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die kulturelle Verwurzelung der Genitalverstümmelung und definiert die Fragestellung nach deren Einfluss auf die Rolle der Frau in der afrikanischen Gesellschaft.

2. Allgemeine Information zur weiblichen Genitalverstümmelung: Dieses Kapitel liefert eine Definition der FGM/C, beschreibt die Verbreitung, die verschiedenen Formen der Durchführung sowie die gesundheitlichen und sozialen Konsequenzen.

3. FGM/C und die Rolle der afrikanischen Frau: Dieser Hauptteil analysiert die Bedeutung von Initiationsriten für die soziale Stellung der Frau und untersucht den Widerspruch zwischen traditionellen Werten und menschenrechtlichen Standards.

4. Fazit – Kampf der afrikanischen Frauen gegen FGM/C: Das Fazit fasst die Ambivalenz des Kampfes gegen die Praxis zusammen, der einerseits von afrikanischen Frauen geführt wird, aber andererseits an tief verwurzelten gesellschaftlichen Strukturen scheitert.

Schlüsselwörter

Weibliche Genitalverstümmelung, FGM/C, Afrika, Frauenrechte, Initiationsritus, Geheimgesellschaften, Tradition, Sozialisation, Menschenrechte, Identität, Völkerrecht, CEDAW, Gemeinschaft, Geschlechterrollen, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM/C) und deren soziologischer Bedeutung für die Rolle der Frau in verschiedenen afrikanischen Gesellschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der sozialen Identitätsstiftung durch Initiationsriten, dem Einfluss von Geheimgesellschaften sowie der rechtlichen Verankerung der Frauenrechte in afrikanischen Staaten.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, welche Auswirkungen die Praxis der Genitalverstümmelung auf die gesellschaftliche Rolle und Teilhabe afrikanischer Frauen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um den völkerrechtlichen Schutzstatus mit soziologischen Studien zur Bedeutung von Gemeinschaft und Tradition in Afrika zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der physischen/sozialen Praxis von FGM/C und die vertiefende Analyse der Rolle der Frau im Kontext der Geheimgesellschaften sowie der menschenrechtlichen Debatte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Genitalverstümmelung, kulturelle Tradition, Initiationsritus, Menschenrechte, afrikanische Frauen, Geheimgesellschaften und soziale Identität.

Warum wird die Beschneidung oft als notwendig für das soziale Überleben angesehen?

In vielen Gemeinschaften gilt eine unbeschnittene Frau als nicht heiratsfähig und von der sozialen Teilhabe ausgeschlossen, was den Zwang zur Teilnahme an den Riten erhöht.

Welche Rolle spielen Geheimgesellschaften bei der Ausübung von FGM/C?

Geheimgesellschaften fungieren als mächtige Organisationen, die nicht nur die Beschneidungsrituale durchführen, sondern auch Bildung und soziale Absicherung für Frauen in ländlichen Regionen bieten.

Warum ist der Kampf gegen FGM/C trotz völkerrechtlicher Verbote so schwierig?

Der Widerstand ist deshalb komplex, weil die Praxis unter dem Deckmantel von Kultur und Tradition als integraler Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts betrachtet wird, den Frauen oft selbst aktiv verteidigen.

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Details

Titel
Der Einfluss weiblicher Genitalverstümmelung auf die Rolle der Frau in der afrikanischen Gesellschaft
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Veranstaltung
Human Rights and Development
Note
1,3
Autor
Leonie Craes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
15
Katalognummer
V189038
ISBN (eBook)
9783656129639
ISBN (Buch)
9783656130048
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfluss genitalverstümmelung rolle frau gesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leonie Craes (Autor:in), 2011, Der Einfluss weiblicher Genitalverstümmelung auf die Rolle der Frau in der afrikanischen Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189038
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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