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Hamburg ist eine Reise wert. Förderung der Selbstständigkeit durch Empowerment in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung

Eine Fallanalyse

Titel: Hamburg ist eine Reise wert. Förderung der Selbstständigkeit durch Empowerment in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung

Hausarbeit , 2007 , 53 Seiten

Autor:in: Marc Leidinger (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Empowerment heißt so viel wie Selbstbemächtigung, Selbstermächtigung, Selbstbefähigung. Man kann Empowerment auch mit der Stärkung von Eigenmacht und Autonomie bezeichnen.

M ist im Sommer auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob wir, da der TSV Alemannia Aachen ja nun erste Bundesliga spielt, auch mal ein Auswärtsspiel besuchen fahren, am besten zu einer Stadt, die weiter weg gelegen ist. Schnell war mir klar, dass dieses Praxisprojekt dahingehend strukturiert wird, das M diesen Auswärtsspielbesuch selbstständig erörtert, plant und durchführt, wobei zu sagen ist, das meine Assistenz ständig gegeben ist, sobald er sie benötigt.

In Bezug auf die Handlungsfähigkeit von M bleibt mir zu sagen, dass er sich einen Schritt mehr Emanzipation durch diese Reihung bemächtigt, indem es nicht, wie sonst immer, seine Mutter ist, die ihm die Aufgaben abnimmt, sondern dass er die treibende Kraft ist. In diversen Vorgesprächen mit M habe ich ihn über mein Vorgehen informiert, er hat es verstanden und findet es gut, selbstständiger zu werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Arbeitsplatzbeschreibung

Die Einrichtung

Teileinrichtung

Eigene Tätigkeit

Kurzbeschreibung der Bewohnergruppe

Beschreibung von M

Allgemeine Angaben

Vorgeschichte

Äußere Erscheinung

Motorisches Verhalten

Kognition / Denken

Emotionales Verhalten

Sozialverhalten

Kommunikation

Verhalten in Arbeit und Lebenspraxis

Anmerkung zur Theoriewahl

Beschreibung des theoretischen Ansatzes

Herkunft Empowerment

Definitionen von Empowerment

Grundwerte und Grundüberzeugungen

Lebensautonomie und Selbstbestimmung

Soziale Gerechtigkeit / Verteilungsgerechtigkeit

Demokratische Partizipation

Ziel des Empowerment-Konzept

Voraussetzungen für Empowerment-Prozesse

Empowerment- Ebenen

Das Menschenbild des Empowerment-Konzept

Assistenzformen

Empowerment als Theorie in der Behindertenarbeit

Beschreibung der Methode Empowerment

Methodisch-didaktische Umsetzungsmöglichkeiten

a) den Menschen mit einer geistigen Behinderung ernst nehmen

b) Zum Äußern von Wünschen und Kritik ermutigen

c) den Menschen mit Behinderung in Entscheidungsprozesse einbinden

d) die eigene Rolle deutlich machen

e) Neugier fördern

f) Raum zum Experimentieren lassen

g) Verständnis für Fehler zeigen

h) Bevormundung vermeiden

Theorie-Praxis-Bezug

Bezug des Teilnehmers zum theoretischen Ansatz und zur Methodenwahl

Planung der praktischen Arbeit

Erreichbares Erziehungsziel

Erste Übungseinheit : Information, Absprache und Diskussion

Zweite Übungseinheit – Rollenspiele und Teilhabe am kulturellen Leben

Teamgespräch

Planung des Gesprächs

Praktisches Arbeiten

Reflexion der ersten Übungsstunde

Schriftliche Ausarbeitung für die zweite pädagogische Übung

Zweite pädagogische Übung

Methodisch – didaktische Analyse

a) Darstellung und Begründung der Wahl der Methode

b) Darstellung und Begründung des Übungs-Ablaufes

c) Begründung und Darlegung meines pädagogischen Verhaltens

Mögliche Schwierigkeiten

Reflektion der zweiten Übungsstunde

Schriftliche Ausarbeitung für die dritte pädagogische Übung

Dritte pädagogische Übung

Methodisch – didaktische Analyse

a) Darstellung und Begründung der Wahl der Methode

b) Darstellung und Begründung des Übungs-Ablaufes

c) Begründung und Darlegung meines pädagogischen Verhaltens

Reflektion der dritten Übungsstunde

Reflektion der vierten Übungsstunde

Reflektion der fünften Übungsstunde

Schriftliche Ausarbeitung für die sechste pädagogische Übung

Sechste pädagogische Übung

Methodisch – didaktische Analyse

a) Darstellung und Begründung der Wahl der Methode

b) Darstellung und Begründung des Übungs-Ablaufes

c) Begründung und Darlegung meines pädagogischen Verhaltens

Mögliche Schwierigkeiten

Reflektion der sechsten Übungsstunde

Reflektion der siebten Übungsstunde

Schriftliche Ausarbeitung für die achte pädagogische Übung

Achte pädagogische Übung

Methodisch – didaktische Analyse

a) Darstellung und Begründung der Wahl der Methode

b) Darstellung und Begründung des Übungs-Ablaufes

c) Begründung und Darlegung meines pädagogischen Verhaltens

Mögliche Schwierigkeiten

Reflektion der achten Übungsstunde

Gesamtreflexion

Reflexive Verlaufsbeschreibung

Entwicklungsbericht über M

Beschreibung meiner eigenen Entwicklung in diesem Arbeitsfeld

Gedanken zur Theoriewahl

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, die Selbstständigkeitsförderung eines Menschen mit Behinderung (M) unter Anwendung der Empowerment-Theorie praxisnah zu dokumentieren. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie durch gezielte Assistenz und Rollenspiele die Emanzipation von fremdbestimmten Strukturen sowie die Stärkung von Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein erreicht werden kann.

  • Grundlagen und Definitionen der Empowerment-Theorie
  • Praktische Anwendung von Empowerment-Methoden im Betreuungsalltag
  • Stärkung der Selbstbestimmung durch gezielte Übungsreihen (Planung eines Auswärtsspiels)
  • Reflektion des pädagogischen Verhaltens und des Rollenverständnisses als Assistent
  • Entwicklungsbeobachtung des Klienten hinsichtlich Autonomie und Teilhabe

Auszug aus dem Buch

Beschreibung des theoretischen Ansatzes

Empowerment heißt so viel wie Selbstbemächtigung, Selbstermächtigung, Selbstbefähigung. Man kann Empowerment auch mit der Stärkung von Eigenmacht und Autonomie bezeichnen. Entstammt ist der Begriff „Empowerment“ aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum, und trat zuerst in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung der schwarzen Minderheitsbevölkerung der 50er und 60er Jahre, sowie in der Frauenbewegung auf. Diese kämpften damals mit selbst organisierten Aktionen gewaltfreien Widerstands für soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit, demokratische und politische Partizipation.

THEUNISSEN/PLAUTE bezeichnen Empowerment als „einen Prozess, im dem Betroffene ihre Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen, sich dabei ihrer eigenen Fähigkeiten bewusst werden, eigene Kräfte entwickeln und soziale Ressourcen nutzen“. Des Weiteren sagen THEUNISSEN/PLAUTE das „die Leitperspektive die selbstbestimmte Bewältigung und Gestaltung des eigenen Lebens ist“. (1995,12)

Zusammenfassung der Kapitel

Arbeitsplatzbeschreibung: Darstellung der Einrichtung Y-Haus, der Zielgruppe sowie der strukturellen Rahmenbedingungen und Arbeitsweisen im Dachgeschoss.

Kurzbeschreibung der Bewohnergruppe: Vorstellung der Bewohner des Dachgeschosses und deren individueller Beeinträchtigungen sowie Stärken.

Beschreibung von M: Detaillierte Analyse des Klienten M hinsichtlich seiner Biografie, motorischen Fähigkeiten, kognitiven Entwicklung und Sozialverhaltens.

Anmerkung zur Theoriewahl: Begründung der Entscheidung für Empowerment als pädagogisches Konzept im Hinblick auf das angestrebte Praxisprojekt.

Beschreibung des theoretischen Ansatzes: Theoretische Herleitung von Empowerment, Erläuterung der Grundwerte und der notwendigen Assistenzformen.

Beschreibung der Methode Empowerment: Aufzählung didaktischer Prinzipien zur praktischen Umsetzung in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung.

Theorie-Praxis-Bezug: Konkrete Anwendung des theoretischen Modells auf das gewählte Praxisprojekt (Organisation einer Reise).

Entwicklungsbericht über M: Dokumentation der Fortschritte von M während des Projekts und Bewertung seiner Entwicklung zur selbstständigeren Lebensführung.

Beschreibung meiner eigenen Entwicklung in diesem Arbeitsfeld: Kritische Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit und professionellen Entwicklung als Betreuer.

Gedanken zur Theoriewahl: Abschließende Würdigung des Empowerment-Ansatzes als Werkzeug für die tägliche pädagogische Arbeit.

Schlüsselwörter

Empowerment, Selbstbestimmung, Behindertenarbeit, Autonomie, Assistenzformen, Teilhabe, Selbstwirksamkeit, Inklusion, pädagogische Praxis, Emanzipation, Rollenspiele, Eigenverantwortung, Lebensqualität, Klientenzentrierung, Sozialpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert die Anwendung der Empowerment-Theorie zur Förderung der Selbstständigkeit eines Menschen mit geistiger Behinderung im Rahmen eines Praxisprojekts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind die theoretische Fundierung von Empowerment, die didaktische Umsetzung in pädagogischen Übungsstunden sowie die Reflexion von Assistenzprozessen.

Was ist das primäre Ziel des Projekts?

Das primäre Ziel ist es, den Klienten M dabei zu unterstützen, ein Mehr an Selbstbestimmung, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein durch die eigenständige Planung eines Auswärtsspiels zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt Empowerment als handlungsleitende Theorie und Methode, ergänzt durch Rollenspiele und lebenspraktische Einheiten zur Förderung der Eigenaktivität.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Situationsanalyse, die theoretische Fundierung, die Planung und Durchführung der pädagogischen Übungsreihen sowie deren fortlaufende Reflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Empowerment, Selbstbestimmung, Teilhabe, Assistenzformen, Eigenverantwortung und Inklusion.

Warum wurde ausgerechnet eine Reise nach Hamburg als Projekt gewählt?

Die Reise dient als konkretes, realitätsnahes Ziel, um dem Klienten zu ermöglichen, sich aus der Bevormundung durch familiäre Strukturen zu lösen und Kompetenzen in der Reiseplanung zu erwerben.

Wie geht der Autor mit Fehlern des Klienten während des Projekts um?

Der Autor zeigt Verständnis für Fehler, verzichtet auf Sanktionen und nutzt sie als Lernchancen innerhalb eines geschützten Rahmens, um das Selbstvertrauen des Klienten zu stärken.

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hamburg ist eine Reise wert. Förderung der Selbstständigkeit durch Empowerment in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung
Untertitel
Eine Fallanalyse
Autor
Marc Leidinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
53
Katalognummer
V189076
ISBN (eBook)
9783668257320
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hamburg reise förderung selbstständigkeit empowerment arbeit menschen behinderung eine fallanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marc Leidinger (Autor:in), 2007, Hamburg ist eine Reise wert. Förderung der Selbstständigkeit durch Empowerment in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189076
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  53  Seiten
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