"Blume ist Kind von Wiese" - Die Analyse kindlicher Paraphrasen unter semantischen Aspekten anhand einer Studie mit Grundschulkindern


Examensarbeit, 2011
106 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Untersuchungsdesign
1.1. Allgemeines zur Untersuchung
1.2. Kriterien der Begriffsauswahl
1.3. Die Begriffsermittlung
1.3.1. „Familie“
1.3.2. „Vater“
1.3.3. „Mutter“
1.3.4. „Liebe“
1.3.5. „Glaube“
1.3.6. „Gott“
1.3.7. „Treue“
1.3.8. „Tod“
1.4. Die Auswahl der Probanden
1.5. Die Methode der Befragung
1.6. Die Durchführung der Befragung

2. Der sprachwissenschaftliche Hintergrund der Studie
2.1. Begriffsklärung
2.2. Die Semantik
2.3. Die Wort- und Satzsemantik

3. Der kulturelle Faktor der Studie
3.1. Kultur und Sprache
3.2. Die interkulturelle Semantik
3.3. Kulturelle Aspekte der Sprache

4. Der Wortschatzerwerb von Kindern
4.1. Ein Einblick in das mentale Lexikon
4.1.1. Die Strukturierung des mentalen Lexikons
4.2. Der Erstspracherwerb von Kindern
4.2.1. Der frühe Erstspracherwerb von Kindern
4.2.2. Die Begriffsbildung und Aneignung von Begriffen
4.3. Sprache und Kognition von Kindern
4.4. Der Zweitspracherwerb von Kindern
4.5. Unterschiede beim Spracherwerb

5. Hypothesen

6. Kriterien zur Auswertung der Studie
6.1. Der Kriterienkatalog

7. Die Auswertung der Studie
7.1. Das erste Kriterium
7.1.1. Die Auswertung der Paraphrasen zu „Familie“
7.1.2. Die Auswertung der Paraphrasen zu „Vater“
7.1.3. Die Auswertung der Paraphrasen zu „Mutter“
7.1.4. Die Auswertung der Paraphrasen zu „Liebe“
7.1.5. Die Auswertung der Paraphrasen zu „Glaube“
7.1.6. Die Auswertung der Paraphrasen zu „Gott“
7.1.7. Die Auswertung der Paraphrasen zu „Treue“
7.1.8. Die Auswertung der Paraphrasen zu „Tod“
7.2. Das zweite Kriterium
7.3. Das dritte Kriterium
7.4. Das vierte Kriterium

8. Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Anhang 1. Probanden ohne Migrationshintergrund
Anhang 1.1. Transkript „Maike, 8 Jahre“
Anhang 1.2. Transkript „Philipp, 9 Jahre“
Anhang 1.3. Transkript „Tim, 10 Jahre“
Anhang 1.4. Transkript „Sandrine, 10 Jahre“
Anhang 1.5. Transkript „Luke, 10 Jahre“
Anhang 1.6. Transkript „Luca, 10 Jahre“
Anhang 1.7. Transkript „Alena, 10 Jahre“

Anhang 2. Probanden mit türkischem Migrationshintergrund
Anhang 2.1. Transkript „Melda, 8 Jahre“
Anhang 2.2. Tranksript „Hüma, 8 Jahre“
Anhang 2.3. Transkript „Selin, 9 Jahre“
Anhang 2.4. Transkript „Akif, 10 Jahre“

Anhang 3. Probanden mit russischem Migrationshintergrund
Anhang 3.1. Transkript „Jessica, 10 Jahre“

Anhang 4. Probanden mit thailändischem Migrationshintergrund
Anhang 4.1. Transkript „Aphisit, 10 Jahre“

Anhang 5. Probanden mit iranischem Migrationshintergrund
Anhang 5.1. Transkript „Noor, 10 Jahre“

Anhang 6. Wortkarten zum Paraphrasieren

Einleitung

Die Kommunikation zwischen Menschen ist der wichtigste Bestandteil des Lebens. Jeder kommuniziert jeden Tag in unterschiedlichen Situationen mit unterschiedlichen Kommunikationspartnern. Doch nur wenige Menschen machen sich Gedanken über den eigentlichen Ablauf, den Inhalt und die Besonderheiten der Gespräche. In jedem dieser Gespräche finden sich Paraphrasen, die ein Wort umschreiben, welches jemandem in diesem Moment nicht einfällt. Genau diese Momente und Paraphrasen sind es, die ein Gespräch unweigerlich interessanter und persönlicher machen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Linguistik immer wieder mit diesem Thema beschäftigt und dabei fortlaufend neue Schwerpunkte definiert.

Trotz vieler verschiedener Studien und Abhandlungen zum Thema Paraphrasen gibt es immer noch wenige zu dem Thema, wie und worin sich kindliche Paraphrasen zu moralischen und kulturell determinierten Begriffen von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund unterscheiden. Es wäre doch interessant zu wissen, wie sich Wortbeschreibungen zu einem bestimmten Begriff unterscheiden können, nur aufgrund der Tatsache, ob das Kind, das das Wort beschrieben hat, einen Migrationshintergrund mit sich bringt oder nicht.

Rein objektiv könnte davon ausgegangen werden, dass ein Kind, das aufgrund seines Migrationshintergrunds weniger Wörter zur Verfügung hat, die Wörter anders beschreibt, als ein Kind ohne Migrationshintergrund. Dabei kann angenommen werden, dass Kinder mit Migrationshintergrund, die Deutsch als Zweitsprache erlernen, einen weitaus kleineren Wortschatz zur Verfügung haben als deutschsprachige Kinder. Dies scheint jedoch trotzdem stark abhängig vom persönlichen Wortschatzerwerb jedes einzelnen Kindes zu sein und kann keinesfalls als strikte Voraussetzung angenommen werden. Die Frage, die sich aus dieser Problematik entwickelt, ist, ob es nicht genauso auch Kinder ohne Migrationshintergrund gibt, die ebenfalls ein nur beschränktes Arsenal an Wörtern durch einen verlangsamten oder erschwerten Wortschatzerwerb haben. Als weitere Annahme kann formuliert werden, dass Kinder mit Migrationshintergrund im Unterschied zu deutschen Kindern in einem anderen kulturellen und auch moralischen Umfeld aufwachsen. Daraus ergeben sich verschiedene Sichtweisen, die wahrscheinlich bereits im Kindesalter ausgeprägt sind. Somit kann festgehalten werden, dass bei der Paraphrasierung von moralisch und kulturell determinierten Begriffen die persönliche Meinung, Prägung und persönliche Einstellung der Kinder miteinbezogen wird, da sie sicherlich nicht in der Lage sein werden, ein Wort ähnlich wie in einem Wörterbuch oder Lexikon objektiv zu beschreiben.

Aus den oben aufgeführten Argumenten ergeben sich diese Punkte, die für die folgende Arbeit festzuhalten sind:

1. Der Wortschatzerwerb entwickelt sich bei jedem Kind individuell, unabhängig davon, ob ein Migrationshintergrund existiert oder nicht.
2. Es bleibt anzunehmen, dass die Ausprägung des Wortschatzes von wichtiger Bedeutung für das Paraphrasieren ist.
3. Somit ist auch von Wichtigkeit, ob es sich bei den Kindern um deutsche Muttersprachler handelt oder um Kinder, die Deutsch als Zweitsprache erlernen.
4. Zuletzt ist es von Bedeutung, zu welchen Begriffen die Kinder paraphrasieren sollen und welche kulturellen Vorkenntnisse oder Prägungen in die Paraphrasen miteinbezogen werden.

Aus den aufgeführten Überlegungen lassen sich einige vorläufige Ziele für die Arbeit formulieren.

1. Wie unterschieden sich die Paraphrasen von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund im Allgemeinen?
2. Gibt es überhaupt Unterschiede, wie in den Vorüberlegungen angenommen?
3. Wie stark sind die Unterschiede abhängig den Begriffen, zu denen die Kinder paraphrasieren sollen?

Die oben aufgeführten Überlegungen und Hypothesen wurden vom Autor während der Entwicklungsphase der Studie aufgestellt. In Anlehnung an Peter Kühns „Interkulturelle Semantik“ sind daraus diese vier Punkte entstanden. Auch er beschäftigt sich in seinem Buch sehr viel mit teilweise auch kindlichen Paraphrasen zu kulturell determinierten Begriffen. Außerdem bringt er den Vergleich von verschiedenen Wörterbüchern auf der Basis kulturell geprägter Begriffe auf. Aus diesem Grund wird sein Buch innerhalb der Arbeit immer wieder als Grundlage oder Vergleich zu Rate gezogen. Die Überlegungen sollen an dieser Stelle als Leitaussagen für das weitere Vorgehen in der Arbeit dienen und werden bei der Ausarbeitung der Ergebnisse für den Kriterienkatalog herangezogen.

Um in der folgenden Arbeit anhand von authentischen Beispielen zu arbeiten, wird zunächst eine vom Autor entworfene Studie an Grundschulkindern durchgeführt, die im Anschluss innerhalb dieser Arbeit analysiert und erörtert wird. Die Daten werden aus einer selbst entwickelten Studie an Grundschulkindern in Karlsruhe erhoben. Somit stützt sich die gesamte Arbeit auf die Daten, die innerhalb dieser Befragung gesammelt wurden. Im folgenden Kapitel soll zunächst das Untersuchungsdesign beschrieben werden.

1. Das Untersuchungsdesign

1.1. Allgemeines zur Untersuchung

Die Untersuchung wurde vom Autor speziell für diese Arbeit entwickelt. Es handelt sich um eine Studie im explorativem Design, die an ortsansässigen Grundschulen in Karlsruhe innerhalb der Klassen 3 und 4 durchgeführt werden soll. Ziel dieser Untersuchung soll sein, dass herausgestellt wird, wie sich kindliche Paraphrasen zu teilweise moralisch und kulturell determinierten Begriffen von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund unterscheiden. Im Idealfall würden bei dieser Studie einige Paradebeispiele erzielt werden, wie in Glantschnigs Buch „Blume ist Kind von Wiese“ (Glantschnig 2006) überspitzt dargestellt werden. Hierzu ist jedoch zu sagen, dass es sich bei Glantschnigs Buch um eine Sammlung aus mehreren Jahren Schulzeit handelt, die Kinder nicht explizit zum Paraphrasieren aufgefordert wurden und die Kinder erst im Vor- oder Grundschulalter nach Österreich emigriert sind. Dies unterscheidet die von ihr gesammelten Paraphrasen um denen, die innerhalb dieser Studie gefunden werden. Trotzdem bietet Glantschnigs Buch eine kleine Orientierung dafür, was beim Paraphrasieren mit Kindern alles entstehen kann und welche faszinierenden und einzigartigen Gedankengänge in kindlichen Überlegungen entstehen können.

Wichtig ist auch, dass es bei den Paraphrasen innerhalb der durchgeführten Studie sein kann, dass die Kinder lediglich Aufzählungen machen, wie sie beispielsweise ihre Mutter oder ihren Vater wahrnehmen und weniger das, was als eigentliche Paraphrase bezeichnet wird. Doch auch aus diesen Aufzählungen können sich vielleicht Unterschiede und Merkmale erarbeiten lassen und sollen aus diesem Grund auf keinen Fall außer Acht gelassen werden.

Im nächsten Kapitel sollen zunächst die Kriterien, die den Autor zur Begriffsauswahl motiviert haben, dargelegt und vorgestellt werden.

1.2. Kriterien der Begriffsauswahl

Bei der Entstehung des Themas und der Studie war es dem Autor wichtig, dass der Unterschied der Paraphrasen von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund herausgestellt wird. So ist es von Vorteil, wenn die Begriffe zusätzlich einen kulturellen und moralischen Hintergrund besitzen, um in den Ergebnissen noch facettenreichere Unterschiede zu erzielen. Durch die Wahl dieser Begriffe ist vorausgesetzt, dass durch die Prägung der Kinder in ihrem sozialen und kulturellen Umfeld feine Unterschiede bei den Paraphrasen entstehen, da die Bedeutungsinhalte und Wichtigkeit der gewählten Wörter in ihrem persönlichen Leben unterschiedliche Rollen spielen.

Die Kriterien für die Begriffsauswahl wurden so festgelegt folgendermaßen festgelegt.

1. Die Begriffe sollen im Alltag der Probanden vorkommen.
2. Die Begriffe sollen in der Ethnie der Probanden vorhanden sein.
3. Die Begriffe sollen einen kulturellen und moralischen Hintergrund besitzen.
4. Die Begriffe sollen die Probanden persönlich ansprechen.
5. Die Begriffe sollen vorhandene, möglicherweise unterschiedliche Auffassungen und Prägungen der Probanden beim Paraphrasieren hervorrufen.

Durch die vom Autor eigens für diese Studie festgelegten Kriterien sind vielfältige Ergebnisse beim Paraphrasieren möglich. Diese Vielfältigkeit gilt es im Anschluss innerhalb dieser Arbeit zu analysieren, zu erläutern und darzustellen. Durch die Festlegung des Kriteriums, dass die Begriffe aus dem Alltag der Kinder stammen sollen, wird bei der Studie erwartet, dass es sich, wie in Peter Kühns „Interkultureller Semantik“ benannt, um „Bedeutungsparaphrasen“ (Kühn 2006: 71) handeln wird. In diesen „Bedeutungsparaphrasen der Kinder spiegeln sich ihre altersgemäßen Lebenserfahrungen ebenso wie unterschiedliche gesellschaftliche Erfahrungen und Gewohnheiten“(Kühn 2006: 71) wieder. Weiter beschreibt Kühn, dass die Kinder in ihren „Erläuterungen eigen- und fremdkulturelle Erfahrungen und Beobachtungen“ (Kühn 2006: 71) wiedergeben. So ist zu erwarten, dass ein Kind mit Migrationshintergrund den Begriff „Glauben“ eventuell auf seine ganz eigene Wahrnehmung hin beschreibt, im Gegensatz zu einem Kind ohne Migrationshintergrund. Dies ist wichtig zu wissen, da eben dieser Vergleich der kindlichen Paraphrasen in dieser Arbeit herausgearbeitet werden soll. Weiterhin beschreibt Kühn, dass sich in den Bedeutungserläuterungen Einschätzungen, Bewertungen und Stereotype wieder finden. (Kühn 2006: 72) Dies kann beispielsweise bei dem Begriff des „Vaters“ auftreten, wenn ein Kind beschreibt, was es mit dem Vater alles erlebt und ob es den Vater mag oder nicht. Ein besonders wichtiger Punkt, den Kühn definiert und der auch für die Ausführung dieser Studie wichtig ist, ist folgender: „Die Bedeutungserläuterungen der Kinder entsprechen nicht unseren Vorstellungen und Bedeutungsdefinitionen.“ (Kühn 2006: 72) So kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Paraphrasen der Kinder eine exakte Reproduktion einer Wörterbuchdefinition sein werden. Die Paraphrasen und Erklärungen, die von den Kindern bei der Befragung erwartet werden, sind spontane Äußerungen und Formulierungen und werden dadurch mit Sicherheit grammatische, lexikalische und stilistische Fehler beinhalten. Ein letzter Punkt, den Kühn aufführt, ist das der „dominierenden Formulierungsmuster“ (Kühn 2006: 73), bei denen er beschreibt, dass es sich häufig um Ähnlichkeitsbezeichnungen und Vergleiche bei den kindlichen Paraphrasen handelt. Dies ist auch bei dieser Studie zu erwarten, da die Kinder leichter erklären können, wenn sie den Begriff mit etwas vergleichen oder ein Beispiel mit einbringen.

Eine weitere Überlegung ist die, ob Substantive, Verben und Adjektive zusammen oder nur eine Wortart zum Paraphrasieren verwendet werden soll. Adjektive bieten sich aus dem Grund nicht an, da sie lediglich eine beschreibende Aufgabe haben und weniger einen tieferen Inhalt mit sich bringen. Sie beschreiben meist nur Merkmale und Eigenschaften und sind aufgrund dieser Eigenschaft nicht nützlich. Verben beschreiben Handlungen, Zustände, Vorgänge und Tätigkeiten. Diese Eigenschaft macht sie ebenfalls weniger nützlich für das Paraphrasieren, da die Kinder vielleicht eher dazu ermutigt werden, mit dem vorgelegten Verb einen Satz zu bilden oder es zu konjugieren. Als am besten geeignete Wortart für diese Studie stellt sich somit die Wortart der Substantive heraus. Sie bringen als Hauptwörter eine tiefe Bedeutungsstruktur mit sich und ihre Verständnisvielfältigkeit ist unwahrscheinlich groß.

Eine weitere wichtige Unterscheidung für die Substantive ist, ob es sich um Konkreta oder um Abstrakta handelt. Als Konkreta werden Substantive bezeichnet, die einen Gegenstand bezeichnen und als Abstrakta die, die etwas Nichtgegenständliches bezeichnen. (Duden 1998: 196) Diese Unterscheidung könnte innerhalb der Studie und bei der Auswertung noch einen interessanten Faktor ergeben. Abschließend wird somit zusätzlich festgelegt, dass beim Paraphrasieren in dieser Studie nur Substantive verwendet werden.

Als letzter Punkt sollte bei der Begriffsauswahl beachtet werden, ob die gewählten Substantive in den Ethnien der Kinder bekannt sind, ob sie dort eine gefestigte Bedeutung haben und ob sie in der Gesellschaft als determinierte Begriffe auftauchen.

Im folgenden Kapitel werden die für die Studie gewählten Begriffe aufgeführt.

1.3. Die Begriffsermittlung

Durch die Kriterien bei der Begriffsermittlung ergeben sich für die Durchführung der Studie folgende Begriffe, die die Kinder paraphrasieren sollen:

- Familie
- Vater
- Mutter
- Liebe
- Glaube
- Gott
- Treue
- Tod

Ganz allgemein betrachtet, sind diese Begriffe Substantive, sie sind in ihrer Verwendung im Alltag unauffällig, tauchen häufig auf und scheinen auf den ersten Blick leicht erklärbar. Auf den zweiten Blick jedoch ist es nicht ganz einfach, zum Beispiel den „Glauben“ objektiv zu beschreiben, da in diesem Fall eine sehr ausgeprägte kulturelle Auffassung am Begriff angeheftet ist.

Durch den Vergleich von Begriffen, die eine scheinbar weniger moralische Determination besitzen, soll innerhalb der Analyse der Studie herausgearbeitet werden, ob trotzdem, lediglich durch ein Vorhandensein eines Migrationshintergrundes, unterschiedliche Auffassungen auftreten können. Dies könnte sich innerhalb dieser Arbeit zu einem sehr interessanten Ansatzpunkt entwickeln.

Als nächster Schritt sollen jedoch die einzelnen Begriffe durch Wörterbuchdefinitionen erklärt und anhand eines zweiten Wörterbuchs verglichen werden. Dieser Vergleich soll zwischen einem klassischen Wörterbuch und einem Wörterbuch für „Deutsch als Fremdsprache“ stattfinden. Außerdem sollen die einzelnen Begriffe nach Konkreta und Abstrakta eingeteilt und ihre Etymologie untersucht werden. Dies folgt in den sich anschließenden Unterkapiteln.

1.3.1. „Familie“

Als erstes soll der Begriff der „Familie“ näher betrachtet werden. Bei diesem Substantiv handelt es sich um ein Konkretum, es beschreibt einen Gegenstand. Grundsätzlich kann angenommen werden, dass das Wort „Familie“ in jeder in der Studie vorkommenden Ethnie vorhanden ist. Dies begründet sich dadurch, dass in diesen Gesellschaften die Menschen in einem Familienverbund aufwachsen. Natürlich variiert die Art des Familienclans, allerdings existiert er in einer gewissen Form. Der Begriff der Familie ist ein Begriff mit einer sehr alten Herkunft. Bereits im Lateinischen findet sich der Begriff „famulus“ - Diener, der das Kollektiv „familia“, der Gesamtheit der Dienerschaft, bildet. Damals wurde unter diesem Begriff die gesamte Hausgenossenschaft mit Sklaven und Freien verstanden, die unter dem Schutz eines so genannten „pater familiās“ stand. Bis ins 16. Jahrhundert wurde der Begriff genutzt und dann mit den Begriffen „Weib und Kind“ oder „Haus“ ersetzt. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich der Begriff im Französischen zu „familier“, vom älteren „familiar“, das auf den alten lateinischen Begriff „familiāris“ zurückgeht.(Duden Herkunftswörterbuch 1963: 155) Durch diese lange Tradition scheint eine Garantie gegeben zu sein, dass die Probanden den Begriff kennen und ihn beschreiben können.

Im „Deutschen Universalwörterbuch“ wird das Wort folgendermaßen beschrieben: „ Aus einem Elternpaar oder einem Elternteil und mindestens einem Kind bestehende (Lebens)gemeinschaft. “ (Duden 2011: 574) Dies ist eine vollständig objektive Beschreibung des Gegenstandes „Familie“ und wird innerhalb dieses kurzen und prägnanten Satzes auf den Punkt gebracht. Die weiterführenden Beschreibungen einer „Familie“ sollen in diesem Zusammenhang ausgeblendet werden, da sie für die Studie nicht relevant sind.

Im Gegensatz dazu wird im Langenscheidt „Deutsch als Fremdsprache“ das Wort „Familie“ folgendermaßen erklärt: „ Die Eltern und ihr Kind/ihre Kinder. “ (Langenscheidt 2010: 150) Der Vergleich zeigt, dass die Erklärung im Langenscheidt die Information vorbehält, dass es erstens eine (Lebens)gemeinschaft und zweitens mindestens ein Kind vorhanden sein muss. So ist die Erklärung im Duden ausführlicher, trotzdem auch schwerer verständlich, da es sich um keinen umgangssprachlichen Satz handelt. Wird nun ein Kind dazu befragt, was persönlich mit dem Begriff „Familie“ assoziiert, dann wird sicherlich weder die eine noch die andere Definition aus den Wörterbüchern ausgesprochen, sondern die persönliche Wahrnehmung und Erkenntnis des Kindes selbst, wie es eine Familie empfindet. Noch interessanter wird es dann, wenn die Hintergründe der Kinder unterschiedlich sind, sei es durch einen vorhandenen Migrationshintergrund, eine Scheidung der Ehe der Eltern, eine Kombination aus verschiedenen Faktoren oder sonstige Einflüsse, die das Leben mit sich bringt.

Bereits beim ersten Begriff, der zwischen dem Universalwörterbuch und dem Wörterbuch für Deutsch als Fremdsprache verglichen wird, fallen deutliche Vereinfachungen in der Beschreibung gleicher Begriffe auf. Dies sollte sich bei den folgenden Begriffen und Vergleichen bestätigen.

1.3.2. „Vater“

Der zweite Begriff, den die Probanden paraphrasieren sollen, ist der des „Vaters“. Es ist davon auszugehen, dass der Begriff des „Vaters“ in den verschiedenen Ethnien der Probanden vorhanden und gefestigt ist, da behauptet werden kann, dass die Kinder in Familien aufwachsen, die einen Vater beinhalten. Wie die Rolle und die Präsenz der Vaterfigur aussieht, soll in diesem Fall außer Acht gelassen werden. Der Begriff „Vater“ zählt, wie auch die der „Familie“, zu den Substantiven, die ein Konkretum bezeichnen. In einem etymologischen Wörterbuch wird der Begriff des Vaters in die Kategorie der humanistischen Begriffe eingeordnet. Die aufgeführten verwandten Begriffe sind unter anderem „Bruder, Mutter, Pate und Schwester“. Die Herkunft des Wortes hängt mit dem Althochdeutschen „fater“, dem Mittelhochdeutschen „vater“, dem Germanischen „fader“ und dem Lateinischen und Griechischem „pater“ zusammen. (Bluhme 2005: 619) Die ursprünglichen Wurzeln kommen aus dem Gemeingermanischen, in dem der Vater die Bezeichnung für „Haupt der Familie, Erzeuger [und] Ernährer“ (Duden Herkunftswörterbuch 1963: 735) war. Aus diesen früheren Sprachen hat sich das heutige Wort „Vater“ entwickelt. Weiterhin ist in diesem Wörterbuch angegeben, dass es sich vermutlich aus einem „Lallwort pa- + -ter“ (Bluhme 2005: 619) entwickelt hat. (Bluhme 2005: 619) Weiterhin ist als kindliches Lallwort „Papa“ angegeben, das seinen Ursprung im Lateinischen „pāpa“ hat, was auch zu der Wortfamilie von „hüten [und] schützen“ (Duden Herkunftswörterbuch 1963: 735) gehört.

Werden die Begriffe in zwei Wörterbüchern verglichen, so ergibt sich Folgendes: Aus dem Universalwörterbuch ist zu entnehmen: „ Mann, der ein oder mehrere Kinder gezeugt hat. “ (Duden 2011: 1861) Im Weiteren ist zu finden: „ Mann, der in der Rolle eines Vaters ein oder mehrere Kinder versorgt, erzieht. “ (Duden 2011: 1861) Die kindliche Paraphrase zum eigenen Vater wird sicherlich auch wie die der Mutter weitaus persönlicher ausfallen und durch den Einfluss von kulturellen und sozialen Faktoren bestimmt sein.

Im Wörterbuch für „Deutsch als Fremdsprache“ findet sich dieser Satz: „ Ein Mann, der ein Kind gezeugt hat. “ (Langenscheidt 2010: 463) Das Versorgen und Erziehen, wie es im Duden aufgeführt wird, wird in dieser Definition außer Acht gelassen.

Bei diesem Begriff wird vom Autor im Vornherein festgelegt, dass auch Äußerungen in Bezug auf die Begriffe „Papa und Papi“ beachtet werden, da es sich um eine gängige Koseform des Vaters handelt.

1.3.3. „Mutter“

Der nächste Begriff, den die Kinder paraphrasieren sollen, ist der der „Mutter“. Jedes Kind besitzt eine Mutter, egal, ob das Kind diese kennt, bei ihr aufwächst oder sie vielleicht bereits verloren hat. So ist zu behaupten, dass gleich wie beim Begriff des „Vaters“ die Mutter in jeder in der Studie vorkommenden Ethnie bekannt ist. Außerdem werden auch Koseformen wie „Mama, Mami und Mutti“ berücksichtig. Grundsätzlich hat jeder eine Mutter. Dies sollte es einfach machen, eine Mutter zu beschreiben. Doch ist es wirklich damit getan, dass schlichtweg aufgezählt wird, was eine Mutter zum Beispiel alles im Haushalt macht? Dies könnte bei einer kindlichen Paraphrase durchaus auftreten. Würden ältere Personen nach ihrer Mutter befragt werden, sieht dies mit Sicherheit wiederum anders aus. Die Ähnlich dem Begriff des Vaters wird als Gegenüberstellung der Begriff der „Mutter“ ausgewählt. Anhand dieses Paares lässt sich eine durch kulturelle Prägungen entstandene Wertigkeit der Elternteile bei der Paraphrasierung durch die Kinder sicherlich erkennen.

Der Begriff der „Mutter“ ist im etymologischen Wörterbuch im Wortfeld der humanistischen Wörter eingebettet und gilt als Lehnwort. Die Verwandtschaft wird auf „Mama und Muhme“ bezogen. „Muhme“ ist eine Tante mütterlicherseits und gilt als veraltetes Wort. Die Herkunft und Ableitung des Wortes kommt aus dem Althochdeutschen und Mittelhochdeutschen „muoter“, dem Lateinischen „mater“ und dem Griechischen „meter“. (Bluhme 2005: 384) Weiterhin wird geschrieben, dass die ursprünglichste Bedeutung auf das Wort „mātér“ zurückgeht. (Duden Herkunftswörterbuch 1963: 458) Die Tradition dieses Begriffs ist sehr alt, es kann folglich davon ausgegangen werde, dass der Begriff den Probanden, egal welcher Ethnie sie zugehörig sind, geläufig und bekannt ist.

Das Universalwörterbuch weist aus: „ Frau, die ein oder mehrere Kinder geboren hat. “ (Duden 2011: 1225) Dies ist der Beschreibung des Vaters sehr ähnlich, es ist der genaue Gegenpart dazu. Weiterhin ist Folgendes zu lesen: „ Frau, die in der Rolle einer Mutter ein oder mehrere Kinder versorgt, erzieht. “ (Duden 2011: 1225) In der ersten Definition wird die Frau auf ihre Weiblichkeit reduziert dargestellt. Es geht nicht hervor, ob die Mutter ihre geborenen Kinder auch erzieht. Innerhalb der zweiten Beschreibung ist dies in einer anderen Art und Weise dargestellt, nämlich so, dass die Mutter die Kinder nicht auf die Welt bringt, sondern sie nur erzieht. Das könnte dann auch lediglich eine Pflegemutter sein. Auch in diesem Fall ist davon auszugehen, dass die Kinder, egal, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, ihre Mutter weitaus persönlicher beschreiben.

Im Wörterbuch „Deutsch als Fremdsprache“ wird die „Mutter“ ganz ähnlich folgendermaßen beschrieben: „ Eine Frau, die ein Kind geboren hat. “ (Langenscheidt 2010: 302) Ähnlich wie im Universalwörterbuch ist die Mutter auf das Kinderbekommen reduziert, zusätzlich muss sie laut dieser Beschreibung auch nur ein Kind bekommen. Wichtig festzuhalten ist, dass der Begriff der Mutter sowohl sehr stark persönlich als auch kulturell geprägt ist und in der Studie von den Kindern auch so beschrieben werden wird, wie die Kinder ihre eigene Mutter wahrnehmen, das heißt, was die Mutter alles für sie macht, ob sie ihnen hilft, mit ihnen spielt und so weiter.

1.3.4. „Liebe“

Das Wort „Liebe“ ist ein Begriff, der den Kindern mit Sicherheit bekannt sein wird, da er sowohlin ihrem Alltag als auch in ihrem Schulalltag ein Thema ist. Mit großer Wahrscheinlichkeit können sie das Gefühl beschreiben, das die „Liebe“ charakterisiert. Trotzdem könnte es für die Probanden schwer sein den Begriff zu paraphrasieren, da es sich um Abstraktum handelt und nicht wie bei den vorherigen Begriffen um ein Konkretum. Im etymologischen Wörterbuch findet sich lediglich ein Eintrag zu „lieb“. Jedoch kann davon ausgegangen werden, dass dies der Ursprung des Wortes „Liebe“ ist. „Lieb“ ist unter dem Oberbegriff der sexuellen Wörter eingegliedert. Das Wort geht zurück auf das Lateinische „libere - belieben“, im Althochdeutschen hieß es „liob“ und im Mittelhochdeutschen „liep“. Interessant ist an dieser Stelle, dass als verwandte Wörter unter anderem „erlauben, Gelöbnis, Gelübde und glauben“ angegeben sind. So scheint das Wort „Liebe“ im Ursprung eine engere Verbindung zum „Glauben“ gehabt zu haben. (Bluhme 2005: 350) Es ist auch angegeben, dass sie die Verwandtschaft zum germanischen Sprachbereich von „loben“ zu „ erlauben und glauben“ zu „für lieb halten, gutheißen“ entwickelt hat. (Duden Herkunftswörterbuch 1963: 403) Ein weiterer Ursprung ist das Wort „libīdō“, die Begierde. (Duden Herkunftswörterbuch 1963: 403) Auch dieses Wort bringt eine Entwicklung durch die verschiedenen veralteten Sprachen mit sich. Durch diese Tradition kann angenommen werden, dass das Wort „Liebe“ auch in den verschiedenen Ethnien der Probanden bekannt ist und genutzt wird.

Im Universalwörterbuch ist „Liebe“ folgendermaßen beschrieben: „ Starkes Gefühl des Hingezogenseins; starke, im Gefühl begründete Zuneigung zu einem [nahestehenden] Menschen. (Duden 2011: 1120) Diese Beschreibung ist die, die für den Vergleich verwendet werden soll, da die Folgenden sich stark auf die Sexualität beziehen und dies sicherlich kein anzunehmender Inhalt der kindlichen Paraphrasen sein sollte. Im Wörterbuch für „Deutsch als Fremdsprache“ ist die „Liebe“ beschrieben als: „ Die starke Zuneigung zu jemandem, der zur Familie geh ö rt oder den man sehr schätzt. (Langenscheidt 2010: 267) Die zweite der angegebenen Beschreibungen könnte sehr gut mit dem übereinstimmen, was die Kinder paraphrasieren werden. Zudem ist sie weitaus persönlicher, wie bisher schon häufiger festgestellt. Dies scheint die Stärke des Wörterbuchs für „Deutsch als Fremdsprache“ zu sein, die Begriffe nicht lediglich objektiv darzustellen, sondern einen persönlichen Aspekt einzubringen. Dadurch werden die Beschreibungen verständlicher.

1.3.5. „Glaube“

Der Glaube ist der wohl am stärksten kulturell und auch moralisch determinierte Begriff, der innerhalb der Studie verwendet wird. Zusätzlich ist dieses Wort auch sehr stark persönlich geprägt, und es könnte in der Studie durchaus vorkommen, dass ein Kind nicht zum Begriff „Glaube“ paraphrasieren möchte. Gleich wie „Liebe“ ist auch der Begriff „Glaube“ ein Abstraktum.

Der „Glaube“ wird im etymologischen Wörterbuch unter „glauben“, also unter der Verbform aufgeführt. Die Herkunft ist trotzdem gleich. Das Wort wird in das emotionale Wortfeld eingeordnet und es besteht eine Verwandtschaft zu „erlauben und loben“. Auffällig ist, dass auch hier wieder die Verwandtschaft zum Wort „lieb“ gezogen wird, wie im vorherigen Kapitel schon bei „Liebe“ bereits die Verwandtschaft zu „Glauben“ gezogen werden konnte. Somit scheint sich zu bestätigen, dass diese zwei Wörter einen gemeinsamen Ursprung haben. Das althochdeutsche Wort „gilouben“ und das Mittelhochdeutsche „gelouben“ sind die Vorstufen des heutigen Begriffs „glauben“. (Bluhme 2005: 251) Der Verwandtschaftsgrad zu „Liebe“ geht auf den germanischen Begriff „ga-laubjan“ zurück, der „für lieb halten, gutheißen“ bedeutet, das zu der verzweigten Wortgruppe von „lieb“ gehört. Bereits bei den heidnischen Germanen bezog sich „glauben“ stets auf das freundschaftliche Vertrauen des Menschen zur Gottheit. Durch die Christianisierung wurde der Begriff neu besetzt. So wurde aus dem ehemaligen „ga-laubjan“ das lateinische Wort „credere“, das von nun an das Verhalten der Menschen zum christlichen Gott beschrieb. (Duden Herkunftswörterbuch 1963: 225)

Dadurch, dass sehr unterschiedliche Ethnien durch die Probanden in der Studie vertreten sein werden, werden sicherlich auch variantenreiche Auffassungen und Stellungen zum „Glauben“ geäußert werden. Es ist dennoch grundsätzlich anzunehmen, dass in den einzelnen Ethnien der „Glauben“ bekannt ist.

Nun noch der Vergleich zwischen dem Universalwörterbuch und dem Wörterbuch für „Deutsch als Fremdsprache“. Im ersten genannten steht Folgendes geschrieben:

„ Gefühlsm äß ige, nicht von Beweisen, Fakten o. Ä . bestimmte unbedingte Gewissheit, Ü berzeugung. (Duden 2011: 729) Weiterhin wird definiert: „ Religi ö se Ü berzeugung. “ (Duden 2011: 729) Somit ist die Annahme, dass bei den kindlichen Paraphrasen eine stark kulturell determinierte Auffälligkeit auftritt, durch die Definition im Duden bestätigt. „ Der Glaube an etwas, die feste Ü berzeugung, das jmd./etwas existiert oder dass etwas wahr, richtig oder m ö glich ist “ (Langenscheidt 2010: 190) steht im Wörterbuch für „Deutsch als Fremdsprache unter dem Begriff „Glaube“. Die letzte Definition ist einfacher zu verstehen, sie könnte einer Paraphrase der Kinder sehr ähneln.

Da es sich um einen ausgesprochen stark kulturell geprägten Begriff handelt, kann dies in der Studie auch zu Schwierigkeiten führen, denn die Kinder könnten die Paraphrase zu zum Begriff „Glauben“ verweigern. Trotzdem wird der Begriff aufgeführt, da er dem Autor wichtig erscheint und ein eventueller Vergleich zwischen einer Paraphrase eines Kindes mit und ohne Migrationshintergrund bei diesem Begriff sehr interessant und aussagekräftig für die Untersuchung sein könnte.

1.3.6. „Gott“

Ähnlich dem Wort „Glaube“ ist auch der Begriff „Gott“ ein äußerst stark ausgeprägter kulturell determinierter Begriff, der in dieser Studie verwendet wird. Es könnte ähnlich wie bei „Glauben“ passieren, dass die Kinder sich nicht dazu äußern möchten. Sie werden jedoch sicherlich etwas mit dem Begriff anfangen können. Es kann grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass in irgendeiner Art und Weise ein „Gott“ in den Ethnien der Probanden bekannt ist. Dies variiert jedoch stark durch die religiöse Prägung und muss somit auch beachtet werden.

Das Wort „Gott“ bringt eine lange Tradition mit sich und ist im etymologischen Wörterbuch unter dem Wortfeld der humanistischen Begriffe eingeordnet. Es handelt sich gleich wie der „Glauben“ um ein Abstraktum. Als verwandte Wörter werden unter anderem „gätlich, Götze, gut und Güte“ angegeben. Im Alt- und Mittelhochdeutschen hieß der Begriff „got“, im Germanischen „gudha-“. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass das Wort „Gott“ auf das Indoeuropäische zurückgeht und dort auf dem Stamm „ghadh- ergreifen oder ghu- anrufen“ basiert. (Bluhme 2005: 255) Ein weiterer Ursprung geht auf das germanische „guđa“ zurück. Interessanterweise besitzt dieses Wort einen sächlichen Artikel, was bedeutet, dass weibliche und männliche Gottheiten unter diesem Begriff zusammengefasst wurden. Nach der Christianisierung wurde der Begriff im gesamten germanischen Sprachbereich für den christlichen Gott gebraucht. (Duden Herkunftswörterbuch 1963: 229)

Im Universalwörterbuch von Duden ist „Gott“ wie folgt definiert: „ Im Monotheismus, besonders im Christentum, h ö chstesübernatürliches Wesen, das als Sch ö pfer Ursache allen Geschehens in der Natur ist, das Schicksal der Menschen lenkt, Richterüber ihr sittliches Verhalten und ihr Heilsbringer ist. (Duden 2011: 740) Den Kindern ist aus dem Religionsunterricht wahrscheinlich bewusst, dass es Gott gibt und dass er der Schöpfer der Welt ist. Es ist jedoch nicht sicher, ob sie ihn als Richter und Heilsbringer sehen oder dies so beschreiben werden. Außerdem könnte in einer kindlichen Paraphrase auch nur sehr bedingt eine „richtige“ Aussage getroffen werden, sondern eine persönlich oder kulturell determinierte. Somit bleibt bei diesem Begriff das Ergebnis der Paraphrasen sehr offen. Im Wörterbuch für „Deutsch als Fremdsprache“ ist dies zum Begriff „Gott“ zu finden: „ Im Christentum, Judentum und Islam das h ö chste Wesen au ß erhalb der normalen Welt, das die Welt erschaffen hat und ihr Schicksal lenkt. (Langenscheidt 2010: 192) In dieser Definition werden alle drei großen Weltreligionen miteinbezogen und benannt, im Gegensatz dazu steht im Universalwörterbuch ganz objektiv „Monotheismus“ geschrieben. Wieder einmal zeigt der Vergleich, dass die zweite Beschreibung weitaus einfacher zu verstehen ist und einer kindlichen Paraphrase in leichten Zügen sehr nahe kommen könnte. Doch nun weiter zum Begriff der „Treue“, der mit dem des „Glaubens“ und „Gott“ sehr eng verbunden ist. Spannend zu sehen wird sein, ob die Kinder einen ähnlichen Zusammenhang sehen, empfinden oder ihn vielleicht in ihrer Paraphrase benennen.

1.3.7. „Treue“

Das Wort „Treue“ ist im Gegensatz zu den ersten drei vorgestellten Begriffen weitaus stärker kulturell und auch moralisch determiniert. Je nach Erziehung und Kultur der Kinder ist zu erwarten, dass die Diskrepanzen bei diesem Begriff sehr ausgeprägt auftreten werden. Zudem könnte beim Paraphrasieren eine Unterscheidung zwischen „jemandem treu sein“ und „dem Glauben treu sein“ auftreten. Durch die zwei unterschiedlichen Auslegungen kann davon ausgegangen werden, dass dieser Begriff in den Ethnien der Probanden vorhanden und bekannt ist.

Es handelt sich bei diesem Begriff auch um ein Abstraktum, was eine grundsätzliche Schwierigkeit beinhalten kann. Im etymologischen Wörterbuch wird der Begriff in das Feld der personalen Wörter eingereiht und findet sich unter dem Begriff „treu“. Verwandte Begriffe sind mit weiteren „Träne, trauen und Trost“. Als Verbindung zu den vorhergegangenen Sprachen stehen Althochdeutsch mit „triuwi“ und Mittelhochdeutsch mit „triuwe“. (Bluhme 2005: 605) Diese Begriffe gehen ins 14. Jahrhundert zurück. (Duden Herkunftswörterbuch 1963: 719) Aus dem Lateinischen hingegen geht das Wort „lacrima, dacruma - Träne“ hervor. (Bluhme 2005: 606) Das Wort scheint somit zwei verschiedene Bedeutungsebenen gehabt zu haben und repräsentiert in der aktuellen deutschen Sprache jedoch nur noch eine dieser Ebenen.

Im Universalwörterbuch ist die Treue folgendermaßen definiert: „ Ewige, unwandelbare, unverbrüchliche Treue; jmdm. Treue schw ö ren, geloben; jmdm., einander die Treue halten, bewahren. “ (Duden 2011: 1775) In dieser Definition wird sowohl die Treue als ein Akt der Zwischenmenschlichkeit dargestellt als auch die Treue gegenüber dem Glauben an jemanden oder an etwas. So könnte beispielsweise bei einem Kind mit muslimischen Wurzeln die Treue stärker auf den Glauben und die Religion bezogen werden als bei einem deutschen Kind, das die Treue mehr auf zwischenmenschliche Beziehung überträgt. Im Wörterbuch für „Deutsch als Fremdsprache“ fällt auf, dass das Nomen „Treue“ nicht explizit aufgeführt wird. Unter „treu“ heißt es wie folgt: „ So, dass eine freundschaftliche Beziehung entsteht, die vertrauensvoll ist und lange dauert. “ (Langenscheidt 2010: 440) Die Frage, die daraus entsteht ist ob eine Definition eines Wortes das eigentlich zu definierende Wort beinhalten sollte. Weiterhin heißt es:

„ Ohne sexuelle Beziehung au ß erhalb der Ehe bzw. der festen Partnerschaft.“

(Langenscheidt 2010: 440) Im Unterschied zum Universalwörterbuch wird in dieser zweiten Beschreibung die Sexualität miteinbezogen, dafür die Treue in Bezug auf den Glauben und die Religion vollständig ausgelassen. Dies ist der erste Begriff, bei dem die Bedeutungsbeschreibungen in den zwei verwendeten Wörterbüchern sehr stark auseinander gehen. Somit kann erwartet werden, dass auch die Paraphrasen bei diesem Wort deutliche Unterschiede aufzeigen.

Nachdem die Treue auch mit dem Glauben verbunden ist, soll nun der Begriff des „Todes“ näher betrachtet werden.

1.3.8. „Tod“

Der letzte Begriff, der an dieser Stelle erklärt werden soll, ist der „Tod“. Ähnlich wie im Leben stellt dieser somit den Abschluss des Paraphrasierens mit den Kindern dar. Nichts desto trotz ist der Begriff sehr interessant, denn die Kinder könnten von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Tod berichten. Dadurch, dass jedes menschliche Leben mit dem Tod endet, ist sicher davon auszugehen, dass in jeder in der Studie vorkommenden Ethnie der Tod bekannt ist und ein Teil der Gesellschaft ist. In welcher Art und Weise damit umgegangen wird, ist hier nicht weiter zu differenzieren.

Der Begriff „Tod“ ist im etymologischen Wörterbuch als verwandt mit den Begriffen „tot und töten“ angegeben. Im Althochdeutschen geht das Wort zurück auf „tod“ und im Mittelhochdeutschen auf „tot“. Als weitere Herkunft dient das Lateinische mit „funus - Bestattung“. (Bluhme 2005: 597)

Im Universalwörterbuch ist der Begriff wie folgt beschrieben: „ Aufh ö ren, Ende des Lebens; Augenblick des Aufh ö rens aller Lebensfunktionen eines Lebewesens. (Duden 2011: 1754) Diese Beschreibung ist wie bisher typisch für das Universalwörterbuch sehr objektiv, teilweise auch distanzierend. Es klingt ähnlich einer Beschreibung in einem Biologiebuch, da vom „Aufhören der Lebensfunktion aller Lebewesen“ gesprochen wird. Im Wörterbuch für „Deutsch als Fremdsprache“ findet sich diese Erklärung: „ Das Sterben, das Ende des Lebens. (Langenscheidt 2010: 435) Ebenso kurz und präzise formuliert wie in der ersten Definition aus dem Universalwörterbuch. Vielleicht liegt es daran, dass der Tod entweder rein objektiv und aus biologischer Sicht beschrieben wird oder eine Person spricht von seinen persönlichen Erfahrungen mit dem Tod und mit dessen Umgang.

Der nächste Punkt der Beschreibung des Untersuchungsdesigns und der Begriffe soll der der Auswahl der Kinder sein. Dies wird im anschließenden Kapitel erklärt.

1.4. Die Auswahl der Probanden

Zu Beginn der Studie wurden vom Autor folgende Kriterien festgelegt und im Anschluss nach diesen Punkten die Probanden in den jeweiligen Klassen ausgesucht.

1. Die Probanden sollen zwischen 8 und 10 Jahren alt sein und die 3. oder 4. Klasse besuchen.
2. Ein Teil der Probanden soll keinen Migrationshintergrund haben.
3. Die Probanden ohne Migrationshintergrund sollen nur Deutsch in ihrem Elternhaus sprechen.
4. Ein Teil der Probanden soll einen Migrationshintergrund haben.
5. Die Probanden mit Migrationshintergrund sollen in ihrem Elternhaus ihre Muttersprache sprechen.
6. Für die Studie ist es nicht relevant, ob die Probanden mit Migrationshintergrund im Ausland oder in Deutschland geboren worden sind.
7. Es ist nicht wichtig, welchen Migrationshintergrund die Probanden mitbringen.
8. Die Probanden sollen zum Klassendurchschnitt gehören.
9. Die Probanden sollen nicht zur Befragung gezwungen werden, sondern nach einer kindgerechten Erklärung der Studie freiwillig mitmachen.

Für die Studie ist es wichtig, dass sich der Altersrahmen der Probanden nicht zu weit auseinander bewegt, damit ein Vergleich überhaupt noch möglich ist. Aus diesem Grund wurde das Alter zwischen 8 und 10 Jahren für die teilnehmenden Probanden festgelegt. Eine wichtige Tatsache bei der Festlegung war außerdem, dass die Kinder mitten in ihrem Wortschatzerwerb stecken und dass somit von Kind zu Kind individuell Unterschiede im Fortschreiten des Erwerbs vorhanden sind. Diese Unterschiede sollen bei der Auswertung der Studie verglichen und analysiert werden. Um dem Thema dieser Arbeit gerecht zu werden, sollten zum Vergleich Kinder mit und ohne Migrationshintergrund paraphrasieren. Dies hat den Grund, dass davon ausgegangen werden kann, dass Kinder mit Migrationshintergrund anderes Phasen des Wortschatzerwerbs durchschreiten wie Kinder ohne Migrationshintergrund. Diese Theorie soll mit Hilfe eines Vergleichs beider Gruppen innerhalb dieser Arbeit untersucht werden. Somit ist klar, dass an der Studie nicht nur Kinder ohne Migrationshintergrund teilnehmen sondern auch Probanden mit einer weiteren Muttersprache. Hierbei sollte es so sein, dass diese Kinder in ihrem Elternhaus ihre Muttersprache sprechen, also nicht Deutsch. Diese Kinder werden dann als so genannte Kinder mit DaZ, Deutsch als Zweitsprache, bezeichnet. Es soll bei diesen Kindern so sein, dass sie nur eine Muttersprache sprechen, sprich, Vater und Mutter sollen nicht zusätzlich zu der deutschen Sprache nochmals zwei unterschiedliche Sprachen sprechen. Für die Studie soll es nicht von Bedeutung sein, welchen Hintergrund die Kinder genau mitbringen, sondern es reicht, dass sie einen mitbringen. In den Vorüberlegungen zur Studie war nur von Bedeutung, dass der Vergleich von Probanden mit und ohne Migrationshintergrund angestellt werden kann und nicht nochmals weiter zwischen den einzelnen Migrationshintergründen unterschieden wird. Um ein möglichst durchschnittliches Ergebnis zu erhalten, wurden die Lehrkräfte dazu angehalten, dass die Kinder, die sie für die Studie aussuchen, sich mit ihren schulischen Leistungen im Klassendurchschnitt bewegen. Dies soll verhindern, dass „gute“ Kinder die „schlechten oder schwächeren“ nicht noch weiter denunzieren. Es soll in dieser Studie auf keinen Fall das Ziel sein, einen Beweis für die sprachliche Unfähigkeit von Kindern mit Migrationshintergrund zu finden. Der letzte und wichtigste Punkt für die Zusammenarbeit mit den Kindern ist der, dass die Probanden auf jeden Fall freiwillig an der Studie teilnehmen und von den Lehrkräften nicht dazu gezwungen werden. Dies nachzuprüfen, ist nicht einfach, doch sollte ein Kind innerhalb des Interviews keinerlei Interesse zeigen, so wird es nicht dazu gezwungen. Es soll immer eine freiwillige und offene Situation für die Probanden sein, aus der sie, wenn sie wollen, auch jederzeit aussteigen können.

Diese Kriterien wurden dem Lehrerkollegium an den entsprechenden Schulen vorgestellt. Mit Hilfe dieser Kriterien konnten sie eine Vorauswahl an Kindern treffen, die im Anschluss mit dem Autor besprochen wurde. Dadurch konnte sichergestellt werden, dass die Probanden die festgelegten Kriterien erfüllen und die Studie nach den Vorstellungen des Autors durchgeführt werden kann.

Um ein repräsentative Ergebnisse zu erhalten, ist es wichtig, dass genügend Probanden gefunden werden, die sich im Durchschnitt des Leistungsniveaus der 3. und 4. Klasse bewegen. Für diese Studie werden vom Autor 20 Probanden, 10 mit Migrationshintergrund und 10 ohne Migrationshintergrund als ausreichend festgelegt. Dabei ist es nicht wichtig, welchen Migrationshintergrund die Probanden letztendlich mitbringen. Ein wichtiger Faktor bei der Auswahl der Probanden ist die Kooperationsbereitschaft der Schulen. So muss zu diesem Zeitpunkt gehofft werden, dass sich genügend Schulen und auch Probanden finden lassen, die an der Studie teilnehmen.

1.5. Die Methode der Befragung

Durch die im vorherigen Kapitel festgelegten Kriterien für die Auswahl der Probanden kann im Folgenden die Durchführung der eigentlichen Befragung beschrieben werden. Die Grundlage der Befragung ist ein qualitatives Verfahren. Das bedeutet, dass das Gespräch und die Antwortmöglichkeiten völlig frei und offen sind, es wird durch keine Standards festgelegt. Es existiert bei der Durchführung lediglich ein grober Leitfaden durch die einzelnen, vor der Befragung festgelegten Begriffe. Die Reihenfolge wird für die Einfachheit und der Übersicht beim späteren Transkribieren und Auswerten beibehalten. Im Gespräch ist es möglich, dass einzelne Antworten im Gespräch hinterfragt werden oder die Probanden zum weiteren Nachdenken angeregt werden. Ziel bei der Wahl dieses Verfahrens ist, dass möglichst vielfältige Antworten und Paraphrasen entstehen.

Die Vorteile bei der Wahl eines qualitativen Verfahrens liegen auf der Hand. Durch die wenigen Vorgaben, die den Probanden gemacht werden, sind die Chancen auf vielfältige, kreative und persönliche Antworten sehr hoch. Es wird zudem erwartet, dass es den Probanden durch diese Offenheit des Gesprächs einfacher fällt, sich überhaupt zu äußern und auch ein nicht Wissen oder nicht ein Verstehen eines Begriffes zuzugeben. Durch die Möglichkeit, bei diesem Verfahren bei Antworten nachzufragen und die Probanden zum Nachdenken anzuregen, wird eine zufriedenstellende Anzahl an Paraphrasen zu den Begriffen erreicht werden, sodass die Auswertung der Paraphrasen aussagekräftig sein kann.

Zu den Nachteilen dieses Verfahrens gehört sicher, dass durch die Offenheit des Gesprächs nicht mit sicheren oder festgelegten Antworten zu rechnen ist. Dadurch könnten bei der anschließenden Analyse und Auswertung der Paraphrasen Probleme und Schwierigkeiten entstehen. Zudem kann es sein, dass die Probanden aufgrund ihres Alters vom eigentlichen Begriff abschweifen und stattdessen aus dem „Nähkästchen plaudern“. Trotz dieser aufgeführten Nachteile wird ein qualitatives Verfahren gewählt, da die Vorteile überwiegen und die Offenheit bei der Arbeit mit Kindern in diesem Alter dem Autor als wichtigstes Argument zählt.

Im folgenden Kapitel soll nun der genaue Ablauf der Befragung beschrieben werden.

1.6. Die Durchführung der Befragung

Nachdem die Methode der Befragung beschrieben wurde, wird in diesem Kapitel die Durchführung der Befragung erklärt.

Die Probanden werden einzeln nach der Reihe in ein ruhiges Zimmer gebracht. Die Reihenfolge der Probanden spielt hierbei keine weitere Rolle und wird zufällig festgelegt. Zunächst werden die Probanden nach ihrem Namen, ihrem Alter und ihrem eventuellen Migrationshintergrund gefragt werden. Beim Abfragen der Daten wird weiter nur gefragt, ob die Probanden in ihrem Elternhaus eine zweite Sprache sprechen oder nicht. Dies reicht an dieser Stelle der Studie aus um festzustellen, ob ein Migrationshintergrund vorhanden ist oder nicht.

Um einen kindgerechten Einstieg für die Befragung zu finden, wird ein Bilderbuch zu Hilfe genommen, das gemeinsam gelesen und angesehen wird. Dabei handelt es sich um das Buch „Die große Wörterfabrik“ von Agnès de Lestrade.

[...]

Ende der Leseprobe aus 106 Seiten

Details

Titel
"Blume ist Kind von Wiese" - Die Analyse kindlicher Paraphrasen unter semantischen Aspekten anhand einer Studie mit Grundschulkindern
Hochschule
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Autor
Jahr
2011
Seiten
106
Katalognummer
V189166
ISBN (eBook)
9783656133254
ISBN (Buch)
9783656133391
Dateigröße
643 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wortsemantik, Satzsemantik, Migrationshintergrund, Migrantenkinder, Wortschatzerwerb, mentales Lexikon, Erstspracherwerb, früher Erstspracherwerb, Begriffsbildung, Sprache und Kognition, Etymologie, Untersuchung, Kriterien
Arbeit zitieren
Bettina Kruckenberg (Autor), 2011, "Blume ist Kind von Wiese" - Die Analyse kindlicher Paraphrasen unter semantischen Aspekten anhand einer Studie mit Grundschulkindern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189166

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