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Reisegeschichte und Reisegeschichten

Ein Überblick über Kultur und Forschungen zum Reisen in der Frühen Neuzeit

Titel: Reisegeschichte und Reisegeschichten

Ausarbeitung , 2010 , 16 Seiten

Autor:in: Katja Wolf (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Reisen in allen ihren Formen gehört bereits seit tausenden Jahren zur menschlichen
Kulturgeschichte. Die Motive des Reisens sind vielfältig und die Rezeption der daraus
entstandenen Literaturprodukte zeigt, wie stark der Drang der Menschen nach Neuem und
Unbekanntem war. Bei den folgenden Ausführungen handelt es sich um einige Gedanken zur
Reisekultur selbst und zum Forschungsstand des Reisens zu Beginn der Frühen Neuzeit. Sie
entstanden im Rahmen meiner Bachelorarbeit, wurden dafür aber nur bedingt verwendet. Im
ersten Kapitel werden sowohl Motive als auch die verschiedenen Reisetypen beleuchtet, die in
der Frühen Neuzeit getätigt wurden. Im zweiten Kapitel werden kurz bestehende Gefahren auf
der Reise skizziert. Das dritte Kapitel widmet sich ausführlich der neu entstehenden
Reiseliteratur, ihrer Entwicklung und ihrer Rezeption. Im letzten Kapitel wird der Faktor
Raum in seiner Präsenz und Rezeption in den Blick genommen und neueste Forschungen
dazu skizziert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Reisegeschichte - der Wandel der Reisemotive vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit

2. Gefahren des Reisens

3. Reisegeschichten - Begriffsbestimmung und Verortung von Reiseliteratur in der Literatur

4. Der Raum als Erfahrungshorizont: sozialer und realer Raum

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kulturellen und forschungsgeschichtlichen Aspekte des Reisens in der Frühen Neuzeit. Ziel ist es, ein differenziertes Bild der Reisemotive, der mit dem Reisen verbundenen Gefahren sowie der Entwicklung der Reiseliteratur und des Raumverständnisses dieser Epoche zu zeichnen.

  • Wandel der Reisemotive vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit
  • Die materiellen und physischen Gefahren auf Reisen
  • Die Genese und Funktion der Reiseliteratur als Medium
  • Der Raum als soziales Konstrukt und Erfahrungshorizont

Auszug aus dem Buch

1. Reisegeschichte – Reisemotive in der Frühen Neuzeit

„In der Frühe Neuzeit waren Menschen aus allen sozialen Schichten und Ständen allein und in Gruppen aus den verschiedensten Ursachen und Motiven unterwegs“1. Der Großteil dieser Menschen war aus beruflichen Gründen auf den Straßen oder reiste aus sozialer Not heraus2. Die erste Gruppe umfasste Händler aller Art, Handwerker, Handwerksgesellen auf Wanderschaft, Kuriere, Diplomaten, Bauern auf dem Weg zum nächsten Markt und im weitesten Sinne auch Soldaten, zumindest aber Söldner. Zur letzteren Gruppe zählten Kriegs oder Katastrophenflüchtlinge, Familien, die aus verschiedenen Gründen in finanzielle Not gerieten und ihr Haus und Habe verloren, Menschen die aus unterschiedlichen Gründen nach neuen Existenzmöglichkeiten suchten oder die unter dem negativ konnotierten Begriff »fahrendes Volk« zusammengefasst wurden: Verstoßene, Desserteure, sonstige Rechtlose, Schausteller, Zirkusleute, Zigeuner3. Auch wenn in der letztgenannten Gruppierung eine große Zahl Frauen beteiligt war – Prostituierte, Wahrsagerinnen, Zirkusfrauen, Schaustellerinnen u.a. – sind sie für die folgende Betrachtung unerheblich, da es sich bei ihnen weniger um freiwillig Reisende handelt, sondern vielmehr um soziale und gesellschaftliche Außenseiter der unteren Gesellschaftsschichten4 ohne eigene literarische Hinterlassenschaften.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Reisegeschichte - der Wandel der Reisemotive vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit: Dieses Kapitel beleuchtet die vielfältigen Gründe für Mobilität in der Frühen Neuzeit, von beruflichen Notwendigkeiten bis hin zu freiwilligen Bildungs- und Heilungsreisen.

2. Gefahren des Reisens: Hier werden die physischen Hindernisse und Sicherheitsrisiken wie schlechte Straßenverhältnisse und Reisebeschwerlichkeiten skizziert, die trotz verbesserter Infrastruktur den Reisealltag prägten.

3. Reisegeschichten - Begriffsbestimmung und Verortung von Reiseliteratur in der Literatur: Dieser Teil analysiert die Entwicklung der Reiseliteratur von einer bloßen Gebrauchsform hin zur poetischen Produktion und reflektiert über die Vielfalt der Gattung.

4. Der Raum als Erfahrungshorizont: sozialer und realer Raum: Das letzte Kapitel untersucht den Raumbegriff der Vormoderne und diskutiert diesen im Kontext aktueller kulturwissenschaftlicher Diskurse wie dem „spatial turn“.

Schlüsselwörter

Reisegeschichte, Frühe Neuzeit, Reisemotive, Reiseliteratur, Apodemik, Grand Tour, Raumwahrnehmung, Spatial Turn, Mobilität, Pilgerreisen, Kurreisen, Forschungsreisen, Reisealltag, Kulturgeschichte, Reiseführer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Kulturgeschichte des Reisens in der Frühen Neuzeit, wobei sie insbesondere die Motive, Gefahren, die Literaturproduktion und das Raumverständnis der Zeit untersucht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der sozialen Differenzierung des Reisens, dem Wandel von Reiseformen, der Entstehung von Reiseberichten sowie der theoretischen Einbettung des Raumbegriffs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, einen Überblick über den Forschungsstand zum Reisen in der Frühen Neuzeit zu geben und die verschiedenen Facetten der Reisekultur systematisch darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse und eine kulturwissenschaftliche Perspektivierung, um die verschiedenen Facetten der Reisepraxis und ihre literarische Verarbeitung zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Kapitel zu Reisemotiven, Reisegefahren, der Entwicklung der Reiseliteratur sowie einer Reflexion über den Raum als sozialen und realen Erfahrungshorizont.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Reisemotive, Reiseliteratur, Apodemik, Spatial Turn und Mobilität geprägt.

Wie unterscheidet sich die Reiseliteratur der Frühen Neuzeit von späteren Epochen?

Die Reiseliteratur wandelte sich im Laufe der Zeit von einer eher ethnographisch oder enzyklopädisch orientierten Gebrauchsform hin zu einer stärker subjektiv geprägten, literarischen Darstellungsweise.

Welche Rolle spielten Apodemiken für Reisende?

Apodemiken dienten als Anleitungen für Reisende, um das Reisen zu einer „Kunst“ zu erheben und durch systematische Fragenkataloge wissenschaftlich fundierte Daten über bereiste Länder zu sammeln.

Warum war der Raum in der Frühen Neuzeit ein zentrales Thema?

Der Raum war nicht nur ein Handlungsort, sondern fungierte als Träger kultureller Praxis und unterlag einer anderen Wahrnehmung, die stark von technischen und kommunikativen Möglichkeiten der Vormoderne beeinflusst war.

Gab es unterschiedliche Reisemotive zwischen den sozialen Ständen?

Ja, während ein Großteil der Bevölkerung aus beruflicher Not oder sozialen Zwängen reiste, war das Reisen für Adelige und wohlhabende Bürger stärker von Bildungs- und Vergnügungszielen wie der Grand Tour oder Kurreisen geprägt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Reisegeschichte und Reisegeschichten
Untertitel
Ein Überblick über Kultur und Forschungen zum Reisen in der Frühen Neuzeit
Hochschule
Universität Potsdam
Autor
Katja Wolf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V189220
ISBN (eBook)
9783656133735
ISBN (Buch)
9783656133995
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Reisen Frühe Neuzeit Reiseliteratur Raumforschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katja Wolf (Autor:in), 2010, Reisegeschichte und Reisegeschichten , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189220
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Leseprobe aus  16  Seiten
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