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Privilegium Minus und Privilegium Maius

Österreichs Wege zum werdenden Land

Titel: Privilegium Minus und Privilegium Maius

Hausarbeit , 2010 , 38 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Saskia Fricke (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung

2. Babenberger und Bayern: Zur Geschichte eines Konflikts

3. Wege zum Privilegium Minus

4. Das Privilegium Minus

4.1. Von der Mark zum Herzogtum

4.2. Die Rolle der Frau im Privilegium Minus

4.3. Hoffahrt und Heeresfolge

5. Überlieferung, Bedeutung und Folgen des Privilegium Minus

6. Rudolf IV und das Privilegium Maius

7. Schlussbermerkungen

8. Literatur und Quellen

9. Anhang

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Babenberger und Bayern: Zur Geschichte eines Konflikts

3. Wege zum Privilegium Minus

4. Das Privilegium Minus

4.1. Von der Mark zum Herzogtum

4.2. Die Rolle der Frau im Privilegium Minus

4.3. Hoffahrt und Heeresfolge

5. Überlieferung, Bedeutung und Folgen des Privilegium Minus

6. Rudolf IV und das Privilegium Maius

7. Schlussbermerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung und die rechtlichen Bestimmungen des Privilegium Minus aus dem Jahr 1156, das die Mark Österreich zum Herzogtum erhob. Dabei wird analysiert, wie diese Urkunde das Verhältnis zwischen dem Geschlecht der Babenberger und dem Herzogtum Bayern neu definierte, welche Privilegien dadurch gewährt wurden und wie diese im Kontext der mittelalterlichen Lehenspolitik sowie der späteren Fälschungsbestrebungen unter Rudolf IV im Privilegium Maius zu bewerten sind.

  • Historische Entwicklung der Mark Ostarrîchi und deren Erhebung zum Herzogtum.
  • Analyse der rechtlichen Vorrechte des Privilegium Minus, insbesondere im Bereich der Gerichtsbarkeit.
  • Die Sonderstellung und Rolle der Frau im Privilegium Minus sowie die Bedeutung von Hoffahrt und Heeresfolge.
  • Untersuchung des Übergangs vom Privilegium Minus zum gefälschten Privilegium Maius unter Rudolf IV.

Auszug aus dem Buch

4.2. Die Rolle der Frau im Privilegium Minus

Besonders die Frauen sind es, die im Privilegium Minus einen völlig neuen Erfahrungshorizont zugewiesen bekamen. Auch ihnen wurden Vorrechte eingeräumt, die es bis dahin nur wenig, überhaupt nicht gegeben hatte. Es ist vor allem ein Privileg, dass das Minus so außergewöhnlich erscheinen lässt. Dies kennzeichnet sich in der Mitbelehnung der Herzogin Theodora, d.h. die Gattin Heinrich II Jasomirgotts erhielt ebenso wie ihr Mann das Herzogtum Österreich als Lehen: … et eundem ducatum cum omni iure prefato patruo nostro Heinrico et prenobilissime uxori sue Theodore in beneficium concessimus perpetuali lege sanctientes,… ( und dieses Herzogtum mit allem Recht unserem genannten Oheim Heinrich und seiner allerdurchlauchtigen Gattin Theodora zu Lehen gegeben,…).42 Im klaren Gegensatz zu den Verhältnissen der Zeit der Urkunde wurde der Herzogin durch Kaiser und Fürsten, ein für Frauen außerordentliches Recht zugestanden.

Aber ein solches Recht räumte es ihr nicht ein, sich an der Regierung ihres Ehemannes zu beteiligen. In der Forschung wird davon ausgegangen, dass es ihr ermöglichte, im Haus der Babenberger eine mitbestimmende, entscheidende Rolle einzunehmen. Auch glaubt man, dass vor allen Dingen die dynastische Situation der Babenberger einen wesentlichen Anteil an dieser Entscheidung nahm, denn das Ehepaar hatte bis zum Zeitpunkt der Entstehung des Minus noch keinen männlichen Erben bekommen, sondern bis dahin nur eine fünfjährige Tochter namens Agnes43. Somit kann die Mitbelehnung Theodoras auch im Sinne Heinrichs gewesen sein, denn in der Hinsicht war das Haus der Babenberger und das neue Herzogtum auch im Falle seines Todes gesichert. Zugleich kann in diesem Zusammenhang auch angenommen werden, dass diese Schlussfolgerung einen Teil des Forderungskataloges einnahm, den der Herzog zuvor an den Kaiser gerichtet hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Herkunft des Begriffs "Ostarrîchi" und führt in die territorialen Entwicklungen der Mark vor der Erhebung zum Herzogtum ein.

2. Babenberger und Bayern: Zur Geschichte eines Konflikts: Dieses Kapitel analysiert die rivalisierenden Beziehungen zwischen den Babenbergern und den bayerischen Herzögen sowie deren Ursprünge im 10. Jahrhundert.

3. Wege zum Privilegium Minus: Hier wird der Weg zum Privilegium Minus im Kontext der staufisch-welfischen Auseinandersetzungen und der politischen Krise um das Herzogtum Bayern dargestellt.

4. Das Privilegium Minus: Dieser Hauptteil widmet sich den rechtlichen Bestimmungen des Privilegium Minus, unterteilt in die territoriale Aufwertung, Frauenrechte und militärisch-politische Dienstpflichten.

5. Überlieferung, Bedeutung und Folgen des Privilegium Minus: Das Kapitel befasst sich mit der kaiserlichen Bestätigung, der Bedeutung des Siegels und der Rekonstruktion der Urkunde aus späteren Abschriften.

6. Rudolf IV und das Privilegium Maius: Hier wird der Fälschungskomplex des Privilegium Maius und dessen Einfluss auf die Festigung der habsburgischen Macht sowie die Selbstinszenierung Rudolfs IV thematisiert.

7. Schlussbermerkungen: Zusammenfassende Betrachtung der historischen Bedeutung beider Urkunden und der Entwicklung der Forschung im Umgang mit der Fälschung.

Schlüsselwörter

Privilegium Minus, Privilegium Maius, Österreich, Babenberger, Habsburger, Herzogtum, Lehen, Friedrich I Barbarossa, Heinrich II Jasomirgott, Rudolf IV, Mittelalter, Territorialgeschichte, Rechtsgeschichte, Gerichtsbarkeit, Herrschaftsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entstehung und Bedeutung des Privilegium Minus von 1156, das die Grundlage für die Erhebung Österreichs zum Herzogtum bildete, sowie dessen spätere Fälschung durch das Privilegium Maius unter Rudolf IV.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Hauses Babenberg, die politische Lehenspolitik unter Kaiser Friedrich I Barbarossa sowie die rechtlichen und symbolischen Aspekte der Urkundenfälschung im Mittelalter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen dieser Urkunden auf die Entwicklung Österreichs als eigenständiges Land darzulegen und aufzuzeigen, wie Herrschaftsansprüche legitimiert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Urkundenabschriften, historischer Forschungsliteratur und zeitgenössischen Berichten, wie denen von Otto von Freising, basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Privilegien des "Minus" (wie Gerichtsbarkeit und Thronfolge), die Rolle der Frau als Mitbelehnte und die komplexen Forderungen der Habsburger im gefälschten "Maius" analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Privilegium Minus, Privilegium Maius, Herrschaftsbildung, Lehen und die historischen Akteure Babenberger und Habsburger geprägt.

Warum war die Mitbelehnung der Herzogin Theodora so ungewöhnlich?

Dies war für die damalige Zeit außergewöhnlich, da es Frauen ermöglichte, eine erbrechtliche Stellung im Herzogtum einzunehmen, was im klaren Kontrast zu den üblichen lehensrechtlichen Strukturen stand.

Welchen Zweck verfolgte Rudolf IV mit der Fälschung des Privilegium Maius?

Rudolf IV strebte nach der Unteilbarkeit des Herzogtums und einer Gleichstellung mit den Kurfürsten, um die Macht der Habsburger im Reich zu festigen und deren Stellung als Reichsfürsten unanfechtbar zu machen.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Privilegium Minus und Privilegium Maius
Untertitel
Österreichs Wege zum werdenden Land
Hochschule
Universität Erfurt
Veranstaltung
Österreich im Mittelalter
Note
2,0
Autor
Saskia Fricke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
38
Katalognummer
V189227
ISBN (eBook)
9783656133520
ISBN (Buch)
9783656133544
Sprache
Deutsch
Schlagworte
privilegium minus maius österreichs wege land
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Saskia Fricke (Autor:in), 2010, Privilegium Minus und Privilegium Maius, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189227
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  38  Seiten
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