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Die Entwicklung der Empathiefähigkeit von der Geburt bis zur Einschulung

Titel: Die Entwicklung der Empathiefähigkeit von der Geburt bis zur Einschulung

Bachelorarbeit , 2011 , 71 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Isabelle Hampel (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1 Einleitung 4

2 Differenzierung des umfassenden Begriffes Empathie 6
2.1 Auseinandersetzung mit Definitionen 6
2.2 Darstellung der Entwicklung des Empathieverständnisses aus
der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Fachrichtungen 8
2.2.1 Neurobiologische Sicht 8
2.2.2 Psychoanalytische Sicht 9
2.2.3 Soziologische Sicht 11
2.2.4 Bedeutung der Spiegelneurone in der Psychoanalyse 12
und in der Soziologie

3 Die Rolle der Sozialisation in der Entwicklung der Empathie 15
3.1 Die Eltern als primäre Sozialisationsinstanz 15
3.2 Das Verständnis des Familiensystems 19

4 Das entwicklungspsychologische Konzept 21
zur Entwicklung der Empathie
4.1 Rekursive Interaktionen als Voraussetzung für Imitation 21
4.2 Das Still-Face-Experiment 23
4.3 Die Fähigkeit zur Gefühlsansteckung 24
4.4 Social Referencing und Joint Attention 25
4.5 Die Relevanz der Eltern-Kind-Interaktion 26
4.6 Die Bedeutung des Symbolspiels und des Rollenspiels 27
auf die kindliche Entwicklung
4.7 Das Kind im Prozess der Selbstentwicklung 28
4.8 Erwerb der Schulfähigkeit 29

5 Definition und Funktion der Spiegelneuronen 30
5.1 Spiegelneuronen - ein Überraschungsergebnis 31
aus der modernen Biologie
5.2 Das Prinzip „Use it or lose it“ 36

6 Die Theorie der Theory of Mind 38
unter Bezug des kontrafaktischen Denkens
6.1 Der False-Belief-Test 41
6.2 Theory of Mind - ein psychologisches Konzept 43
zur Antizipation und Interpretation
6.3 Die Simulationstheorie als ein weiterer Baustein 45
einer Theory of Mind
6.4 Die Selbsterkennung des Kindes 46
6.5 Das Rouge-Test-Verfahren 49

7 Das Zusammenspiel zwischen Spiegelneuronen und 51
Theory of Mind in Bezug auf
die Entwicklung der Empathiefähigkeit
7.1 Das Empathiegebäude 53
7.2 Kritische Anmerkungen 54

8 Übertragung der Erkenntnisse in das pädagogische Feld 55
8.1 Das Fehlen des rekursiven Spiegelungsphänomens 55
innerhalb der Kind-Bezugsperson-Dyade
8.2 Die Bedeutung der Fähigkeit zur Resonanz im Frühförderprozess 56
8.3 Das „Autsim Diagnostic Observation Schule-Generic“ als ein 58
grundlegendes Werkzeug der Frühförderarbeit
8.4 Präventive Maßnahmen 59

9 Zusammenfassung und Ausblick 61
Literaturverzeichnis 67
Internetverzeichnis 71

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Differenzierung des umfassenden Begriffes Empathie

2.1 Auseinandersetzung mit Definitionen

2.2 Darstellung der Entwicklung des Empathieverständnisses aus der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Fachrichtungen

2.2.1 Neurobiologische Sicht

2.2.2 Psychoanalytische Sicht

2.2.3 Soziologische Sicht

2.2.4 Bedeutung der Spiegelneurone in der Psychoanalyse und in der Soziologie

3 Die Rolle der Sozialisation in der Entwicklung der Empathie

3.1 Die Eltern als primäre Sozialisationsinstanz

3.2 Das Verständnis des Familiensystems

4 Das entwicklungspsychologische Konzept zur Entwicklung der Empathie

4.1 Rekursive Interaktionen als Voraussetzung für Imitation

4.2 Das Still-Face-Experiment

4.3 Die Fähigkeit zur Gefühlsansteckung

4.4 Social Referencing und Joint Attention

4.5 Die Relevanz der Eltern-Kind-Interaktion

4.6 Die Bedeutung des Symbolspiels und des Rollenspiels auf die kindliche Entwicklung

4.7 Das Kind im Prozess der Selbstentwicklung

4.8 Erwerb der Schulfähigkeit

5 Definition und Funktion der Spiegelneuronen

5.1 Spiegelneuronen - ein Überraschungsergebnis aus der modernen Biologie

5.2 Das Prinzip „Use it or lose it“

6 Die Theorie der Theory of Mind unter Bezug des kontrafaktischen Denkens

6.1 Der False-Belief-Test

6.2 Theory of Mind - ein psychologisches Konzept zur Antizipation und Interpretation

6.3 Die Simulationstheorie als ein weiterer Baustein einer Theory of Mind

6.4 Die Selbsterkennung des Kindes

6.5 Das Rouge-Test-Verfahren

7 Das Zusammenspiel zwischen Spiegelneuronen und Theory of Mind in Bezug auf die Entwicklung der Empathiefähigkeit

7.1 Das Empathiegebäude

7.2 Kritische Anmerkungen

8 Übertragung der Erkenntnisse in das pädagogische Feld

8.1 Das Fehlen des rekursiven Spiegelungsphänomens innerhalb der Kind-Bezugsperson-Dyade

8.2 Die Bedeutung der Fähigkeit zur Resonanz im Frühförderprozess

8.3 Das „Autsim Diagnostic Observation Schule-Generic“ als ein grundlegendes Werkzeug der Frühförderarbeit

8.4 Präventive Maßnahmen

9 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Empathiefähigkeit bei Kindern von der Geburt bis zur Einschulung, unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Spiegelneuronen, der Theory of Mind sowie der frühen Eltern-Kind-Interaktion. Das zentrale Ziel ist es, herauszufinden, wie diese Faktoren rekursiv in den Prozess der Empathieentstehung eingreifen und welche Bedeutung dies für die pädagogische Frühförderpraxis hat.

  • Neurobiologische Grundlagen der Spiegelneurone
  • Die Rolle der frühen Sozialisation und Bindung
  • Entwicklungspsychologische Meilensteine (Still-Face, Joint Attention)
  • Theory of Mind und ihre Bedeutung für soziale Kognition
  • Anwendung der Erkenntnisse in der interdisziplinären Frühförderung

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Neurobiologische Sicht

Die bloße Beobachtung einer Handlung aktiviert im Beobachter das Phänomen der neurobiologischen Resonanz21. Diese führe unmittelbar beim Zuschauer zu einer „spiegelnden Aktivierung“ seiner/ihrer neuronalen Systeme. Als würde er bzw. sie selbst das Gleiche in dieser Situation empfinden oder die gleiche Tätigkeit ausführen wie der Handelnde22. „Wie sich herausgestellt hat, ist das System der Spiegelneurone das neurobiologische Format, das diese Austausch- und Resonanzvorgänge möglich macht“23. Die Neurobiologie liefert somit ein bedeutsames Argument für die soziale Wahrnehmung und somit gleichbedeutend für die soziale Interaktion24. Iacoboni formuliert in diesem Zusammenhang eine „Spiegelneuronen-Hypothese-der Empathie“25. Hierbei signifikant ist die Feststellung, dass die Systeme der Spiegelneuronen sowie Areale des limbischen Systems26 mit dem „anatomischen Pfad“ der Insel27, lat. Insula, verknüpft sind28. Durch die Aktivierung von Spiegelzellen werden neuronale Signale in den Hirnregionen des limbischen Systems ebenfalls angeregt.

Indem Iacoboni Testpersonen mittels funktioneller Kernspintomographie29 Gesichtsausdrücke auf abgebildeten Porträtfotos30 imitieren ließ, unterstütze er seine Hypothesenformulierung. Festzustellen war ein Anstieg der Hirnaktivität in Arealen der Spiegelneuronen, der Insula und im limbischen System, insbesondere genannt sei hier der Mandelkern31. Für Bauer stellt der Gyrus cinguli sowie auch der Corpus Amygdaloideum das zentrale Emotionszentrum des Gehirns dar. Systeme von Spiegelneuronen, die in diesem Bereich des Gehirns entdeckt wurden, bezeichnet er als „Nervenzellsystem[e32] für Mitgefühl und Empathie“33.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Empathie für das Menschsein ein und formuliert die Forschungsfrage zur Entwicklung der Empathiefähigkeit bei Kleinkindern.

2 Differenzierung des umfassenden Begriffes Empathie: Dieses Kapitel definiert Empathie aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven, darunter neurobiologische, psychoanalytische und soziologische Ansätze.

3 Die Rolle der Sozialisation in der Entwicklung der Empathie: Es wird die Bedeutung der primären Sozialisation, insbesondere der Eltern-Kind-Interaktion und des Familiensystems, für die kindliche Empathieentwicklung beleuchtet.

4 Das entwicklungspsychologische Konzept zur Entwicklung der Empathie: Dieses Kapitel beschreibt zentrale Meilensteine wie Imitation, Joint Attention und Rollenspiel in der kindlichen Entwicklung.

5 Definition und Funktion der Spiegelneuronen: Hier werden die biologischen Grundlagen der Spiegelneurone sowie das Prinzip der synaptischen Plastizität („Use it or lose it“) erläutert.

6 Die Theorie der Theory of Mind unter Bezug des kontrafaktischen Denkens: Es wird das psychologische Konzept der Theory of Mind und die Fähigkeit zur Perspektivübernahme bei Vorschulkindern analysiert.

7 Das Zusammenspiel zwischen Spiegelneuronen und Theory of Mind in Bezug auf die Entwicklung der Empathiefähigkeit: Dieses Kapitel integriert die zuvor behandelten Konzepte zu einem ganzheitlichen Bild der empathischen Entwicklung.

8 Übertragung der Erkenntnisse in das pädagogische Feld: Es wird die praktische Bedeutung der Forschungsergebnisse für die interdisziplinäre Frühförderung und pädagogische Präventionsarbeit dargelegt.

9 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der wichtigsten Erkenntnisse und einem kritischen Ausblick auf die Relevanz der Empathieforschung.

Schlüsselwörter

Empathie, Spiegelneurone, Theory of Mind, Sozialisation, Frühförderung, Eltern-Kind-Interaktion, Imitation, Bindung, soziale Kognition, Selbstentwicklung, Neurowissenschaft, Pädagogik, Resonanz, Kleinkind, Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Empathiefähigkeit bei Kindern von der Geburt bis zum Schuleintritt und wie diese durch biologische und soziale Faktoren beeinflusst wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Spiegelneuronensystem, das entwicklungspsychologische Konzept der Theory of Mind, die Rolle der Eltern als Sozialisationsinstanz und die praktische Anwendung in der Frühförderung.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Das Ziel ist es, das Zusammenspiel von Spiegelneuronen und der Theory of Mind zu erläutern und aufzuzeigen, wie diese Mechanismen das empathische Verständnis beim Kind ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, die Erkenntnisse aus Neurobiologie, Psychoanalyse, Soziologie und Entwicklungspsychologie zusammenführt.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil analysiert detailliert die kindliche Ontogenese, die Bedeutung von Bindungserfahrungen sowie die Funktionsweise mentaler Repräsentationsmodelle (Theory of Mind).

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Kernbegriffe sind Empathieentwicklung, Spiegelneuronen, Theory of Mind, frühkindliche Bindung und interdisziplinäre Frühförderung.

Welche Bedeutung haben Spiegelneurone für das soziale Lernen bei Kleinkindern?

Sie dienen als neurobiologische Grundlage für Imitation und intuitives Verstehen, indem sie Handlungen und Emotionen des Gegenübers im eigenen Gehirn „spiegeln“.

Wie unterscheidet sich die Theorie-Theoretiker-Annahme von der Simulationstheorie?

Die Theorie-Theoretiker betrachten das kindliche Verständnis als theoriebasiertes Wissen, während die Simulationstheorie betont, dass das Kind den anderen „nachempfindet“ oder somatisch durch eigene Erfahrungen simuliert.

Ende der Leseprobe aus 71 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entwicklung der Empathiefähigkeit von der Geburt bis zur Einschulung
Hochschule
SRH Hochschule für Gesundheit Gera
Note
1,0
Autor
Isabelle Hampel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
71
Katalognummer
V189267
ISBN (eBook)
9783656134190
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Empathie Spiegelneurone Theory of Mind
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Isabelle Hampel (Autor:in), 2011, Die Entwicklung der Empathiefähigkeit von der Geburt bis zur Einschulung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189267
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Leseprobe aus  71  Seiten
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