Das Internet als Mittel zur Personalwerbung hat seit Mitte der 90’er Jahre immens an Bedeutung gewonnen. Das Angebot an vakanten Stellen im Internet wächst stetig und es wird zunehmend als elektronischer Stellenmarkt genutzt. Diese Form der virtuellen Personalbeschaffung, auch E-Recruiting genannt, absolvierte in den vergangenen Jahren einen Siegeszug in der Personalbeschaffung und nimmt die größte Bedeutung innerhalb der Personalwerbung ein. Laut einer Studie der Universität Frankfurt am Main und der Jobbörse Monster.de nutzen inzwischen 91 Prozent der 1000 größten deutschen Unternehmen das E-Recruiting. Im Folgenden wird darauf eingegangen, was unter E-Recruiting zu verstehen ist, wo es seine Anwendung findet und worin die Vor- und Nachteile im Vergleich zu einer herkömmlichen Rekrutierung liegen. Das Ziel dieser Arbeit ist, das E-Recruiting darzustellen, die Vor- und Nachteile zu einer herkömmlichen Rekrutierung herauszustellen und an einem praktischen Beispiel zu verdeutlichen. Nach einer kurzen Einleitung folgt in Kapitel 2.1 eine Einordnung und Darstellung des ERecruiting. In Kapitel 2.2 werden die die Vor- und Nachteile des E-Recruiting im Vergleich zu einer herkömmlichen Rekrutierung herausgestellt. In Kapitel 2.3 wird E-Recruiting als Methode der Personalbeschaffung an dem Beispiel der Bertelsmann AG aufgezeigt. Abschließend wird im 3.Kapitel ein Fazit bezüglich des E-Recruitings gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. E-Recruiting
2.1 Einordnung und Darstellung des E-Recruiting
2.2 Vor-und Nachteile im Vergleich zu einer herkömmlichen Rekrutierung
2.3 E-Recruiting an einem praktischen Beispiel
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Konzept des E-Recruitings fundiert darzustellen, dessen Vor- und Nachteile im direkten Vergleich zur herkömmlichen Personalbeschaffung kritisch zu beleuchten und die praktische Anwendung anhand der Bertelsmann AG zu verdeutlichen.
- Grundlagen und Einordnung des E-Recruitings als Methode der Personalbeschaffung.
- Vergleich der Effizienz und Kostenstruktur zwischen E-Recruiting und Printmedien.
- Analyse der Vor- und Nachteile der digitalen Bewerberansprache.
- Praxisbeispiel der Implementierung innovativer E-Recruiting-Systeme.
Auszug aus dem Buch
2.1 Einordnung und Darstellung E-Recruiting
E-Recruiting sowie Innerbetriebliche Stellenausschreibungen, Stellenanzeigen in Printmedien, Hochschulmarketing, Personalberatungen, Initiativbewerbungen und Personalleasing stellen Wege und Methoden der Personalwerbung, einer Funktion der Personalbeschaffung dar. Die Personalbeschaffung ist eine der wichtigsten Funktionen des Personalmanagements. Ohne die Beschaffung der Ressource, des Personals könnte kein Unternehmen bestehen. Es wird unterschieden zwischen der unternehmensinternen und der unternehmensexternen Personalbeschaffung. Die Methode des E-Recruiting gehört der unternehmensexternen Personalbeschaffung an.
Beim E-Recruiting erfolgt die Personalbeschaffung, teilweise auch die Personalauswahl, sowie eine erste Vorselektion der Bewerber durch IT-gestützte Auswahlverfahren und durch den Einsatz des Internets. Das E-Recruiting lässt sich durch die Form der Kontaktaufnahme in drei Varianten einteilen. Bei der ersten Variante greift der Bewerber direkt auf die Unternehmenshomepage zu. Bei der zweiten Variante bietet das Unternehmen vakante Stellen auf Jobbörsen an und bei der dritten Variante laden Bewerber ihren Lebenslauf auf sogenannten Bewerberdatenbanken hoch. Die ersten beiden Varianten werden als eine passive Form der externen Personalbeschaffung bezeichnet. Vakante Stellen werden von dem Unternehmen bis zur Besetzung im Internet oder auch Intranet ausgeschrieben. Die dritte Variante stellt die aktive Form der externen Personalbeschaffung dar, da Unternehmen zur Findung von Interessenten für die vakanten Stellen hierauf aktiv zugreifen können. Der Übergang zwischen der passiven und der aktiven externen Personalbeschaffung ist beim E-Recruiting fließend.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung des Internets als Personalwerbungsmittel ein und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit.
2. E-Recruiting: Dieser Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung des E-Recruitings, den detaillierten Vergleich mit klassischen Rekrutierungsmethoden sowie die praxisnahe Untersuchung am Beispiel der Bertelsmann AG.
3. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Vorteile des E-Recruitings zusammen, weist auf die bestehenden Nachteile hin und empfiehlt eine ergänzende Nutzung neben herkömmlichen Kanälen.
Schlüsselwörter
E-Recruiting, Personalbeschaffung, Personalmanagement, Online-Stellenmarkt, Jobbörsen, Bewerbermanagement, digitale Transformation, Personalwerbung, Personalauswahl, Online-Bewerbung, Internet-Personalbeschaffung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Bedeutung und Implementierung des E-Recruitings als moderne Methode der Personalbeschaffung in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die verschiedenen Formen der digitalen Personalbeschaffung, der Vergleich zu Printmedien sowie der Prozess der Digitalisierung im Bewerbermanagement.
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Ziel ist es, das E-Recruiting umfassend zu erklären, Vor- und Nachteile gegenüber traditionellen Wegen aufzuzeigen und die praktische Anwendung bei einem Großunternehmen zu belegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen und Studienergebnissen zu Recruiting-Trends.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Einordnung des E-Recruitings, einer differenzierten Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen gegenüber Printanzeigen und der Beschreibung technischer Elemente eines E-Recruiting-Systems.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind E-Recruiting, Personalbeschaffung, Jobbörsen, IT-gestützte Auswahlverfahren und Personalmarketing.
Wie definiert die Autorin die Rolle des Internets im Vergleich zur klassischen Anzeige?
Das Internet wird als schneller, kostengünstiger und aktueller angesehen, während klassische Printanzeigen trotz höherer Kosten teilweise noch eine höhere Qualität der Bewerber aufweisen können.
Welche Rolle spielen die "Jobbörsen" bei der Bertelsmann AG?
Sie dienen bei der Bertelsmann AG als Teil eines integrierten Recruiting-Systems, das von der Stellenausschreibung über das Bewerbermanagementsystem bis hin zum Personal Career Planer reicht.
- Quote paper
- Alke Heinken (Author), 2010, Vor- und Nachteile des E-Recruiting im Vergleich zu einer herkömmlichen Rekrutierung , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189326