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Gruppendynamische Rollen in Laborgruppen und aufgabenorientierten Gruppen

Gibt es die eine grundlegende Rollenstruktur in der Gruppe?

Title: Gruppendynamische Rollen in Laborgruppen und aufgabenorientierten Gruppen

Research Paper (undergraduate) , 2012 , 30 Pages , Grade: 1

Autor:in: Magister der Philologie (PL) Kristina Bornemann (Author)

Psychology - Social Psychology
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Als Begründer der Gruppendynamik gelten i.A. Kurt Lewin et al. Er konnte auch auf Forschungen in D zurückgreifen – Künkel oder Schindler. Lewin arbeitete Mitte der 30-er Jahre in Iowa und später am MIT: Seine Erfahrungen bewegten ihn 1947 zur Gründung des National Training Laboratory (NTL). Es verwendete die Labormethode, die sich vor allem an die amerikanische akademische Welt und an die Individuen, die an persönlicher Entwicklung interessiert waren, wandte. Sie war zuerst einmal spezialisiert auf informelle, experimentelle Methoden zum Lehren und Entdecken der gruppendynamischen „Gesetze“. Das Credo war: Lernen durch Gruppendiskussion führt eher zu einem echten Lernen (im Sinne von Verhaltensänderung) als die Methoden des Vortrags oder des Trainings. Es ging darum, einen sozialen Kontext zu schaffen, in dem Individuen sich selbst und andere beobachten konnten, um damit zu einen anderen Umgang mit sich selbst und anderen zu finden. Nur so konnten die Qualifikationen für ein humanes, soziales Miteinander erarbeitet werden: Selbstreflexion, Reflexion des sozialen Kontextes und Kommunikation darüber. Manche sahen die ganze Bewegung als bloße Mode, einen Kult innerhalb der akademischen Welt, eine Zeitgeisterscheinung oder gar eine soziale Träumerei der Intellektuellen. Andere sahen sogar die Gefahr, dass das hier gesammelte Wissen zu Manipulation und Ausbeutung missbraucht werden kann. NTL verstand es aber mit der Zeit, Spezialisten aus vielen Bereichen anzuziehen und sich zu einer etablierten interdisziplinären Institution zu entwickeln. In den USA entstanden weitere Laboratorien, und nach dem zweiten Weltkrieg kam die „Mode“ auch nach Europa: Tavistock Institute in England, Traugott Lindner in Österreich. Diese „Phase“ wird heute die klassische angewandte Gruppendynamik genannt und viele ihrer Formen überlebten bis heute und leisten weiter ihren Beitrag. Heute verstehen wir darunter mehr als Labor-Gruppen, denen wir ohne Zweifel viel zu verdanken haben und die noch immer ihren Platz in den Ausbildungssystemen wie in unserer Gesellschaft behaupten. Jedoch betrachten wir jetzt Gruppenprozesse für alle Arten von sozialen Gruppen und Subkulturen; Inter-Gruppenprozesse gewinnen an Bedeutung. Sie wurden auch zunehmend in der Organisationsentwicklung oder in Hochleistungsmannschaftssportarten thematisiert.
Gruppendynamik ist im Wandel, sie hat seit 1947 ihren Wirkungskreis beachtenswert erweitert und bereichert. Und jetzt gewinnt sie auch politische Relevanz.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Begriffsklärungen

3.1 Gruppe

3.2 Was ist Gruppendynamik und was bedeutet das für die Gruppenstrukturen

3.3 Strukturbegriff

4. Erläuterung der Fragestellung

5. Einige Beispiele der verschiedenen Sichtweisen auf gruppendynamische Rollen, die Individuen in Gruppen einnehmen

5.1 Das Modell der sozialen Gruppe (vgl. Homans, 1972)

5.2 Die Typenlehre von Fritz Künkel

5.3 Das Rang-Dynamische Positionsmodell von Raoul Schindler

5.4 Interpretation des Schindler Modells in Anlehnung an Litke (2007)

5.5 Rollen in Gruppen – ein Modell aus der Praxis

5.6 Teamrollen nach Belbin-Modell

5.7 TMS – der Weg zum Hochleistungsteam

6. Lassen sich Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Modellen gruppendynamischer Rollenstrukturen identifizieren?

7. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit untersucht die Relevanz klassischer gruppendynamischer Rollenmodelle für moderne Arbeitskontexte. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass trotz der Komplexität moderner "realer" Gruppen fundamentale Rollenstrukturen existieren, die bei kluger Führung zur Optimierung von Leistung und Kreativität beitragen können.

  • Wandel des Gruppendynamik-Begriffs vom Labor in die Organisation
  • Analyse verschiedener Rollenmodelle (Schindler, Künkel, Belbin, TMS)
  • Vergleich von Rollenstrukturen in Laborgruppen vs. aufgabenorientierten Gruppen
  • Bedeutung der Charaktertypologie für die Rollenbesetzung
  • Konstruktiver Umgang mit Außenseiterrollen

Auszug aus dem Buch

5.1 Das Modell der sozialen Gruppe (vgl. Homans, 1972)

Die „Labor“-Gruppen wie auch die Teams, Arbeits-/Projektgruppen können alle als Sonderformen des Phänomens Soziale Gruppe gesehen werden. Deswegen wird hier kurz auf das Modell der sozialen Gruppen nach Homans (1972) eingegangen. Die Variationsbreite ist hier beinahe unendlich, doch lassen sich 4 grundlegende Gruppenrollen auslesen, die sich mit verschiedenen Abwandlungen alle finden lassen. Je nach Gruppe können in jeder der 4 grundlegenden gruppendynamischen Rollen mehr oder weniger Variationen vorhanden sein.

• Gruppenleiter

• Star, Wortführer, Küken (Star einer anderer Art), Informeller Gruppenleiter

• Mitläufer

• Außenseiter, Sündenbock, Prügelknabe (Mobbing), ev. Rädelsführer

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Die Arbeit hinterfragt die Übertragbarkeit der Kleingruppenforschung auf moderne, komplexe Arbeitsstrukturen und formuliert die Untersuchung der Rollenstrukturen als Beispiel für bestehende Gemeinsamkeiten.

3. Begriffsklärungen: Es werden grundlegende Definitionen für soziale Gruppen, das Phänomen Gruppendynamik und den Strukturbegriff erarbeitet, um den theoretischen Kontext der weiteren Analyse zu bilden.

4. Erläuterung der Fragestellung: Das Kapitel beleuchtet den Wandel der Gruppendynamik-Forschung weg vom klassischen Laborkontext hin zur Bedeutung in der modernen Organisationsentwicklung und Beratung.

5. Einige Beispiele der verschiedenen Sichtweisen auf gruppendynamische Rollen, die Individuen in Gruppen einnehmen: Anhand verschiedener Modelle (Homans, Künkel, Schindler, Litke, Leadion, Belbin, TMS) wird ein breites Spektrum an Ansätzen zur Rollenanalyse in sozialen Gruppen dargestellt.

6. Lassen sich Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Modellen gruppendynamischer Rollenstrukturen identifizieren?: Die Arbeit führt die verschiedenen theoretischen Ansätze zusammen und zeigt auf, dass sich in nahezu allen Modellen ein grundlegender gruppendynamischer Raster wiederfindet.

7. Schlusswort: Das Fazit unterstreicht, dass das Wissen über gruppendynamische Rollen trotz der Notwendigkeit vorsichtiger Anwendung ein wertvolles Instrument für Störungsinterventionen und Gruppenoptimierung darstellt.

Schlüsselwörter

Gruppendynamik, Gruppenstruktur, Rollenmodelle, Soziale Gruppe, Kleingruppenforschung, Organisationsentwicklung, Teamarbeit, Führungsrolle, Schindler-Modell, Belbin, TMS-Modell, Gruppenpädagogik, Charaktertypologie, Sozialpsychologie, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Existenz und Bedeutung gruppendynamischer Rollenstrukturen in verschiedenen sozialen Gruppen, insbesondere beim Übergang von klassischen Laborgruppen zu modernen aufgabenorientierten Teams.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Gruppendynamik, die Differenzierung von Gruppenstrukturen, die Anwendung von Rollenmodellen in der Praxis und die Verbindung zwischen individueller Charaktertypologie und Gruppenrolle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, dass es trotz vielfältiger Gruppenformen ein grundlegendes gruppendynamisches Raster gibt, das für die Effektivierung von Gruppenprozessen genutzt werden kann.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Vielzahl bekannter Modelle, darunter das Modell von Homans, die Typenlehre von Künkel, das Rangdynamische Positionsmodell von Schindler sowie moderne Ansätze wie das Belbin-Modell und das Team Management System (TMS).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, eine umfassende Darstellung verschiedener wissenschaftlicher Rollenmodelle und einen detaillierten Vergleich dieser Modelle zur Identifizierung gemeinsamer Strukturen.

Was zeichnet die Arbeit in Bezug auf die Rollenmodelle aus?

Die Arbeit führt einen systematischen Vergleich der Rollenmodelle durch, um zu zeigen, wie sich die klassischen Rollen (Alpha, Beta, Gamma, Omega) in verschiedenen modernen Management- und Praxismodellen widerspiegeln.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des "Außenseiters"?

Die Autorin betont, dass die sogenannte Omega-Rolle (Außenseiter, Prügelknabe) bei kluger Führung durchaus konstruktiv eingesetzt werden kann, statt sie lediglich als destruktiv zu betrachten.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Labor- und "realen" Gruppen wichtig?

Weil "reale" Gruppen oft komplexeren Bedingungen, einem stärkeren Formalisierungsgrad und spezifischen Leistungszielen unterliegen, was eine sorgfältige Adaption der klassischen Gruppendynamik-Erkenntnisse erfordert.

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Details

Title
Gruppendynamische Rollen in Laborgruppen und aufgabenorientierten Gruppen
Subtitle
Gibt es die eine grundlegende Rollenstruktur in der Gruppe?
College
University of Hagen
Grade
1
Author
Magister der Philologie (PL) Kristina Bornemann (Author)
Publication Year
2012
Pages
30
Catalog Number
V189331
ISBN (eBook)
9783656135722
ISBN (Book)
9783656135760
Language
German
Tags
Gruppendynamik Laborgruppen Organisationsentwicklung Gruppenstrukturen Machtstrukturen Hochleistungsteams NTL Belbin-Modell Margerisson-Modell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister der Philologie (PL) Kristina Bornemann (Author), 2012, Gruppendynamische Rollen in Laborgruppen und aufgabenorientierten Gruppen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189331
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