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Mobbing im Schulalltag - Mediation als ein Konzept zur konstruktiven Konfliktlösung?

Titel: Mobbing im Schulalltag - Mediation als ein Konzept zur konstruktiven Konfliktlösung?

Hausarbeit , 2010 , 18 Seiten

Autor:in: Theresa Wind (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung
A „high school sophomore, Robert, age 16 […]: ‚Everybody in middle school and high school gets teased or whatever. You have to just learn to deal with it. Sure the teachers see it, but they don´t do anything about it. For one thing, they can´t always tell what is serious teasing, like a threat, and what is just fooling around, you know?’” (Garbarino (2004), S. xii).
Viele SchülerInnen denken und fühlen wie Robert. Das Thema Mobbing ist gewiss keine leichte Angelegenheit, denn es bringt in jedem Fall unangenehme Emotionen mit sich. Die Frage lautet jedoch, wie sinnvoll es ist, sich mit einer konfliktbeladenen Situation einfach zufrieden zu geben. Weder Lehrerkräfte noch außenstehende SchülerInnen sollten sich das Recht vorbehalten, Konflikte im oder außerhalb des Klassenzimmers zu ignorieren. Konfliktsituationen sind schließlich etwas Alltägliches, etwas Gewöhnliches. Deren Hintergründe aufzuklären und zu bearbeiten, unterliegt oftmals einem schwierigen Prozess. Doch dieser Prozess einschließlich dessen Ergebnis wird sich auf alle Beteiligten positiv und lehrreich auswirken.
Bis heute sind schon zahlreiche Konzepte etabliert worden, die den Anspruch haben, Opfern von (non)verbaler Gewalt den Schulalltag zu erleichtern und wieder attraktiv zu machen. Nicht zuletzt tragen diverse Studien zur Aufklärung über repräsentative Zahlen und Auswirkungen von Mobbinghandlungen bei. Doch es bleibt schwierig eine feste Hausnummer zu nennen, da es kaum Querschnittanalysen gibt und viele betroffene Schüler nicht den Mut aufbringen, ihr Leid zu offenbaren.
Im Verlauf dieser Hausarbeit sollen einige Projekte der Schulmediation reflektiert werden, um zu ergründen, ob und welche Erfolge Schulen bei Mobbingfällen damit erzielen können.
Einleitend soll das Phänomen „Mobbing“ und dessen Ursachen näher erläutert werden. In diesem Kapitel werden auch verschiedene Erscheinungsformen von Mobbing im schulischen Kontext dargestellt. Nach einer allgemeinen Einführung in den Mediationsbegriff beschäftigt sich die vorliegende Arbeit dann intensiver mit der Schulmediation und deren Verfahren. Anschließend werden einige ausgewählte Praxismodelle vorge-stellt, um den praktischen Teil der Mediation nicht zu vernachlässigen. Darauf folgt der diskursive Abschnitt dieser Arbeit, der die Chancen und Barrieren von Mediation in der Schule analysiert. Abschließend soll noch ein Fazit der erarbeiteten Punkte gezogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Mobbing

3.1 Begriffserklärung von Mobbing

3.2 Mögliche Ursachen von Mobbing

3.3 Erscheinungsformen von Mobbing in der Schule

4. Mediation

4.1 Mediation Allgemein

4.2 Schulmediation

4.3 Verschiedene Methoden der Schulmediation

4.3.1 Peer-Mediation

4.3.2 No Blame Approach

4.3.3 Das Fünf Phasen Modell

5. Mediation in der Praxis

5.1 Beispiele von angewandten Mediationskonzepten

5.1.1 Schulmediation-Hessen e.V.

5.1.2 „Mediation am Rundbau“

6. Diskussionsansatz: Chancen und Grenzen von Schulmediation

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Mediation als konstruktives Konzept zur Konfliktlösung bei Mobbing im schulischen Alltag, reflektiert bestehende Praxisprojekte und analysiert kritisch deren Chancen und Hindernisse im institutionellen Kontext Schule.

  • Phänomenologie und Ursachen von Mobbing in der Schule
  • Grundlagen und Definition der Mediation
  • Methodische Ansätze der Schulmediation (Peer-Mediation, No Blame Approach)
  • Praxismodelle und ihre Implementierung
  • Kritische Diskussion von Chancen, Grenzen und systemischen Barrieren

Auszug aus dem Buch

3.1 Begriffserklärung von Mobbing

Wörtlich ist “Mobbing” vom Englischen abgeleitet. Mob bedeutet so viel wie Pöbel. Jedoch spricht man in der englischsprachigen Literatur eher von „bullying“(bully: to frighten or hurt a weaker person; to use your strength or power to make sb do sth (Oxford 2000)), wenn es um das Thema Mobbing geht.

Mobbing drückt sich nicht nur durch Gewalt- oder Aggressionsformen aus, sondern auch durch Merkmale wie verbale und nonverbale „Schädigungshandlungen“, die dazu noch intentional sind. Man spricht in der Regel erst dann von Mobbing, wenn diese Beeinträchtigungen mehrfach und über einen längeren Zeitraum bei einer Person ausgeübt werden, sodass ein asymmetrisches Machtverhältnis entsteht. (Vgl. Schubarth, S. 18)

Charakteristisch für einen Mobbingfall ist, dass nicht nur ein Täter seine vermeintliche Autorität gegenüber dem Opfer ausspielt, sondern dass mehrere Personen –aktiv oder passiv - an dem Zustand beteiligt sind. Der oder die Täter werden von aktiven Mitläufern gestützt. Diese assistieren oder verstärken die Demütigungen, welche von der größten Gruppe, nämlich den außenstehenden Personen, zur Kenntnis genommen werden. Außerdem gibt es noch die Rolle der Verteidiger, die sich für das Mobbingopfer einsetzten und somit Gegenposition zu der Tätergruppe beziehen. (Vgl. Schubarth, S. 83/ Gebauer, S. 34)

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik von Mobbing in der Schule ein, begründet die Relevanz der Untersuchung von Mediationskonzepten und gibt einen Überblick über den Aufbau der Hausarbeit.

3. Mobbing: Dieses Kapitel definiert den Begriff Mobbing, erläutert dessen psychologische und soziale Ursachen sowie die verschiedenen Erscheinungsformen im schulischen Kontext.

4. Mediation: Hier werden der allgemeine Begriff der Mediation, die Besonderheiten der Schulmediation sowie spezifische methodische Ansätze wie Peer-Mediation und der No Blame Approach dargestellt.

5. Mediation in der Praxis: Dieses Kapitel stellt mit „Schulmediation-Hessen e.V.“ und dem Projekt „Mediation am Rundbau“ konkrete Beispiele vor, wie Mediationskonzepte erfolgreich in den Schulalltag integriert werden können.

6. Diskussionsansatz: Chancen und Grenzen von Schulmediation: Der Abschnitt analysiert kritisch das Akzeptanzproblem von Mediationsprojekten innerhalb der Schulkultur und erörtert die systemischen Barrieren für deren nachhaltige Implementierung.

7. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Schulmediation ein profitables Hilfsmittel ist, dessen Erfolg jedoch maßgeblich von einer tiefen systemischen Einbindung in den Schulalltag abhängt.

Schlüsselwörter

Mobbing, Schulmediation, Konfliktlösung, Peer-Mediation, No Blame Approach, Schulalltag, Gewaltprävention, systemischer Ansatz, Schulkultur, Konfliktbearbeitung, soziale Kompetenz, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, inwieweit Mediation als pädagogisches Konzept geeignet ist, um auf Mobbing im schulischen Alltag konstruktiv und nachhaltig zu reagieren.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Mobbing, die unterschiedlichen Methoden der Konfliktschlichtung an Schulen und die praktische Umsetzung durch spezifische Projekte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Reflexion von Praxisprojekten und theoretischen Ansätzen zu ergründen, ob und mit welchen Erfolgen Schulen Mediation zur Bearbeitung von Mobbingfällen einsetzen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Hausarbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse basiert, um den aktuellen Forschungsstand zu Mobbing und Schulmediation darzustellen und kritisch zu diskutieren.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Klärung von Mobbing, die Darstellung mediativer Verfahren wie das Fünf-Phasen-Modell und eine detaillierte Analyse der Chancen und Barrieren von Schulmediation.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Schulmediation, Konfliktlösung, Peer-Mediation, systemische Schulentwicklung und Gewaltprävention charakterisieren.

Welche Rolle spielen Peers bei der Konfliktlösung im untersuchten Projekt „Mediation am Rundbau“?

Peers fungieren als neutrale Streitschlichter, die aufgrund ihrer Gleichaltrigkeit eine höhere Akzeptanz bei Mitschülern genießen und in Pausenzeiten sowie bei Klassenkonflikten vermittelnd eingreifen.

Warum betont der Autor die Notwendigkeit eines „systemischen Ansatzes“ bei der Schulmediation?

Ein systemischer Ansatz ist laut Autor erforderlich, da kurzlebige Einzelprojekte oft scheitern; nachhaltige Erfolge stellen sich erst ein, wenn Mediation tief in das gesamte Schulsystem und dessen Kultur integriert wird.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mobbing im Schulalltag - Mediation als ein Konzept zur konstruktiven Konfliktlösung?
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Autor
Theresa Wind (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V189397
ISBN (eBook)
9783656136149
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mobbing Schule Mediation Konfliktlösung Hänseln Bullying Gewaltprävention Schulgewalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Theresa Wind (Autor:in), 2010, Mobbing im Schulalltag - Mediation als ein Konzept zur konstruktiven Konfliktlösung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189397
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Leseprobe aus  18  Seiten
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