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Partei zum Selbstzweck?

Parteienwandel in Gegenwart elektoraler Verluste - SPÖ

Titel: Partei zum Selbstzweck?

Bachelorarbeit , 2011 , 62 Seiten , Note: 2

Autor:in: Markus Vogtenhuber (Autor:in)

Politik - Politische Systeme allgemein und im Vergleich
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

>Im Zentrum der vorliegenden Arbeit stehen die Sozialdemokratische Partei Österreichs und der gesellschaftliche Kontext in dem sie eingebettet ist.
>Die Analyse bezieht sich hauptsächlich auf die Entwicklung der Sozialdemokratie in der Zweiten Republik, wobei entsprechend der Datenlage und der unterschiedlichen Wichtigkeit gewisser Entwicklungen hier verschiedene Schwerpunkte gesetzt wurden. Aufgrund der Darstellung eines geschichtlichen Kontexts blieb es außerdem unumgänglich, auch die Frühzeit der SPÖ (K.K. Monarchie, Erste Republik) in geeigneter Form zu berücksichtigen.
Der Zeitraum nach der NRW im Jahr 1999 wird nur noch überblicksartig anhand eines kurzen Resümees des Istzustandes und eines Ausblicks auf aktuelle Wandlungsprozesse, behandelt. Grund dafür ist einerseits, dass durch die Angelobung der ÖVP-FPÖ Koalition im Jahr 2000 die Eckpfeiler des politischen Systems der zweiten Republik grundlegend verändert wurden und eine isolierte Betrachtung der bis 2006 oppositionellen SPÖ daher wenig Sinn macht. Andererseits ist die „historische Partei“ mit „gesellschaftlichem Auftrag“ spätestens seit der 99er Wahl, welche drei annähernd gleichstarke Parteien hervorgebracht hatte, Vergangenheit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Wurzeln der SPÖ. Die Arbeiterbewegung 1830-1945

Problemstellung und Relevanz des Themas

Forschungsleitende Fragestellung und ergänzende Fragen.

Hypothese

Abgrenzung der Forschung

Vorgehensweise

2. Hauptteil

Theorie und zentrale Begriffe – Gesellschaftlicher Wandel

Theorie und zentrale Begriffe – Parteiinterne Wandlungsprozesse

3. SPÖ – elektorale Verluste in Gegenwart gesellschaftlicher und parteiinterner Wandlungsprozesse.

Phase 1 – konsensualer Aufstieg 1945-1970

Phase 2 – Das goldene Zeitalter 1970-1983

Phase 3 – Krise und Selbstzweifel. 80er/ 90er

Phase 4 – ab 2000: Resümee zu Iststand und Reformtendenzen.

Zusammenfassung – Nachkriegsentwicklung der SPÖ in 4 Phasen

4. Beantwortung der Fragestellung

Hypothese

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen für den anhaltenden Abwärtstrend des Wählerzuspruchs zur SPÖ seit den 1970er Jahren und analysiert, inwieweit Anpassungsversuche der Partei zu einer Entfremdung von ihrer Kernklientel geführt haben.

  • Historische Entwicklung der SPÖ und ihrer Rolle im politischen System.
  • Theoretische Grundlagen zu Gesellschaftswandel (Cleavages) und Parteienwandel (Catch All Party).
  • Analyse der vier Entwicklungsphasen der SPÖ nach 1945.
  • Untersuchung der Entideologisierung und der „Resource Mobilization“.
  • Evaluierung von Reformansätzen innerhalb der Partei.

Auszug aus dem Buch

CATCH ALL PARTY/ ABGRENZUNG

Um die SPÖ und ihr Verhältnis zum CAP Parteitypus ausreichend diskutieren und den Entwicklungen bzw. Veränderungen zu vorhergehenden Epochen deutlich machen zu können, sehe ich den dringenden Bedarf einer klaren begrifflichen Abgrenzung.

So wird oft die Bezeichnung „Volkspartei“ und seltener „Massenintegrationspartei“ als Synonym für die CAP verwendet, was mitunter zu Verwechslungen führen kann.

Definition „Massenintegrationspartei“: Parteien dieses Typus bieten der Bevölkerung an, im Austausch gegen Loyalität ihre spezifischen (Klassen-) Interessen hörbar zu machen. Der auch mit „MIP“ abgekürzte Parteitypus, stand der Bevölkerung sehr nahe und gab konkrete zu erreichende gesellschaftliche Ziele vor (Wahlrecht, Arbeitszeitverkürzung, Arbeitnehmerrechte, gesellschaftliche Visionen). Ihre Aufgabe war es, die Menschen in ein politisches System zu integrieren bzw. ein alternatives System zu erreichen. Für die SPÖ trifft dieser Typus für die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg zu (vgl. Müller 1992, 193f).

Definition „Volkspartei“: Meinem Verständnis des Begriffes „Volkspartei“ nach, stellt diese eine Weiterentwicklung der MIP dar. Die Partei beginnt sich gegenüber anderen gesellschaftlichen Schichten zu öffnen, weniger dogmatisch und schwarz/ weiß zu denken und ist generell für Kompromisslösungen zum Wohle aller – nämlich zum Wohle des „Volkes“ zugänglich. Die Ideologie spielt für die Volkspartei jedoch nach wie vor eine wichtige Rolle und leitet sie grundsätzlich in ihrem Streben an. Dementsprechend sind alle eingegangenen Kompromisse, ein Ausdruck eines – unter den jeweils gegebenen Umständen – maximal erreichbaren Grades der Verwirklichung ideologischer Ziele.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet die Forschungsfrage nach den Ursachen der Wahlniederlagen der SPÖ in einem historischen Kontext und legt die Vorgehensweise der Arbeit dar.

2. Hauptteil: Hier werden zentrale theoretische Konzepte wie Cleavage-Theorien und der Wandel zur „Catch All Party“ (CAP) definiert, um das methodische Rüstzeug für die Analyse zu schaffen.

3. SPÖ – elektorale Verluste in Gegenwart gesellschaftlicher und parteiinterner Wandlungsprozesse: In diesem umfangreichen Kapitel wird die Entwicklung der SPÖ in vier Phasen seit 1945 detailliert nachgezeichnet und die Transformation der Partei kritisch hinterfragt.

4. Beantwortung der Fragestellung: Das Fazit synthetisiert die Erkenntnisse und bestätigt die Hypothese, dass der Ideologieverlust und mangelnde Resource Mobilization zentrale Gründe für den Niedergang sind.

Schlüsselwörter

SPÖ, Sozialdemokratie, Parteienwandel, Catch All Party, Ideologieverlust, Wählerzuspruch, Gesellschaftswandel, Cleavage, Bruno Kreisky, Ressourcenmobilisierung, Volkspartei, Wahlergebnisse, politische Strategie, Wertewandel, Arbeiterbewegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den langfristigen Wandel der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) und die Gründe für ihre sinkenden Wahlergebnisse seit den 1970er Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich primär mit Parteienwandel, der Transformation zur „Catch All Party“, gesellschaftlichen Wertewandlungen und der strategischen Neuausrichtung der SPÖ.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ergründen, warum die SPÖ trotz verschiedener Anpassungsstrategien an Attraktivität verloren hat und ob sie sich zu einer Partei entwickelt hat, die nur noch zum Selbstzweck existiert.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis bestehender Literatur zu Parteiensystemen, ergänzt durch die Auswertung von Wahlergebnissen und dem „Third Way Score“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung sowie eine chronologische Analyse der SPÖ in vier Phasen, von ihrem Aufstieg in der Nachkriegszeit bis hin zur aktuellen Situation nach der Jahrtausendwende.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind SPÖ, Catch All Party, Ideologie, Cleavage, Wertewandel und Wählerzuspruch.

Welche Rolle spielt Bruno Kreisky für die Argumentation?

Kreisky wird als Symbolfigur des „goldenen Zeitalters“ dargestellt, dessen pragmatischer Kurs jedoch gleichzeitig den Beginn der Entideologisierung und der späteren Entfremdung der Partei von ihrer Basis einleitete.

Wie bewertet der Autor den Reformprozess „Morgen.Rot“?

Der Autor sieht darin einen Erneuerungsversuch mit reideologisierenden Zügen, dessen tatsächliche Wirkung auf die Wähler jedoch erst in zukünftigen Wahlen messbar sein wird.

Ende der Leseprobe aus 62 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Partei zum Selbstzweck?
Untertitel
Parteienwandel in Gegenwart elektoraler Verluste - SPÖ
Hochschule
Universität Salzburg  (Politikwissenschaft und Soziologie)
Veranstaltung
Österreichische Politik
Note
2
Autor
Markus Vogtenhuber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
62
Katalognummer
V189440
ISBN (eBook)
9783656135623
ISBN (Buch)
9783656135944
Sprache
Deutsch
Schlagworte
partei selbstzweck parteienwandel gegenwart verluste
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Vogtenhuber (Autor:in), 2011, Partei zum Selbstzweck?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189440
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  62  Seiten
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