„Leben ist Veränderung“ -In der Immobilienmaklerbranche dachte man Jahre lang, dass dieser Umstand für die eigene Branche keine Gültigkeit hat. Erst das Auftreten von ausländischen Netzwerken wie z.B. RE/MAX oder ERA hat Schwung in die Sache gebracht.
Viele stellen sich die Frage: „Wie wird das weitergehen?“; Was bedeutet das für „mein“ Geschäft? „ Muss ich mein Geschäft umformieren, um in Zukunft noch bestehen zu können?“ oder „Welche Marketingmethoden brauche ich, um meinen Kunden auch in Zukunft zufrieden zu stellen?
In vielen Ländern der Welt waren vor Jahren ähnliche Grundvoraussetzungen wie in Österreich (schlechtes Image, geringer Marktanteil). Es sind verschiedene Wege beschritten worden um diesen Umstand zu verändern, mit unterschiedlichen Ergebnissen und in unterschiedlichen Zeitspannen.
Ziel diese Master Thesis ist es, den für Österreich theoretisch am wahrscheinlichsten Weg aufzuzeigen und zu begründen warum dieser, anderen Wegen vorzuziehen ist.
Die angeschlossene Fallstudie gibt einen Leitfaden für Makler und Maklerbetriebe die die Veränderungen maßgeblich mit gestalten wollen.
Inhaltsverzeichnis
1. Der Beruf Immobilienmakler
1.1. Entstehung und Begriffserklärung des Maklers
1.1.1. Gewerberechtliche Grundlagen
1.1.2. Doppelmaklertätigkeit
1.1.3. Provision
1.1.4. Doppelprovision
1.1.5. Erfolgshonorar
1.2. Interessenvertretung und Lobby
2. Der Immobilienmarkt
2.1. Eine boomende Branche
2.2. Neuimmobilie
2.3. Gebrauchtimmobile
2.4. Vermarktungsarten
2.5. Verkauf
2.6. Miete
2.6.1. Pacht /Baurecht/Superädifikat
2.6.2. Mietkauf /Genossenschaften
2.6.3. Leibrente /Zeitrente
2.7. Kundenarten
2.7.1. Privatkunde
2.7.2. Gewerbekunde
2.8. Immobilienarten
2.8.1. Haus
2.8.2. Wohnung
2.8.3. Grundstück
2.8.4. Zinshaus
2.8.5. Gewerbe
2.9. Sachverständiger
2.9.1. Bewertung /Liegenschaftsbewertungsgesetz
2.9.1.1. Energieausweis
2.9.1.2. Planlesen
2.9.1.3. Mietrecht
2.9.1.4. Wohnungseigentumsgesetz
2.9.1.5. Finanzierung
2.9.1.6. Förderungen
2.9.1.7. Grundverkehr
2.9.1.8. Versicherung
2.9.1.9. Grundbuch
2.9.1.10. Steuern
2.9.1.11. Relocation
2.10. Immobilienmaklerimage
2.10.1. Woher kommt dieses Image
2.10.2. Marktanteil
2.10.3. Makler/Privat an Privat
2.10.4. Branchenbarometer
3. Immobilienmakler aus Kundensicht
3.1. Makler nur in der Not
3.2. Was hat der Kunde davon
3.3. Wer ist der Profi
3.4. Maklergruppen
3.5. Kundenloyalität
4. Gesetzliche Grundlagen der Immobilienvermarktung
4.1. Gesetzte
4.2. Kundenverträge
4.2.1. Schlichter Maklervertrag
4.2.2. Alleinvermittlungsauftrag
4.2.3. Neue Vertragsarten
5. Unternehmensorganisationsformen
5.1. Beschäftigungsformen
5.1.1. Angestellt
5.1.2. Freier Dienstnehmer /Werkvertrag
5.1.3. Scheinselbstständig
5.1.4. Kooperation mit „echten“ Selbstständigen
5.2. Unternehmensorganisation
5.2.1. Wohnzimmermakler
5.2.2. Kleinbetriebe und Mittelbetriebe
5.2.3. Banken
5.3. Netzwerke
5.3.1. Ametageschäft /Gemeinschaftsgeschäft
5.3.2. Börsen
5.3.3. Verbände
5.3.4. Franchising
5.3.5. Strukturvertriebe
5.3.6. Technologien/System
5.4. Die Zukunft
6. Marketingmethoden
6.1. Vergangenheit und Zukunft
6.1.1. Exposee /Postversand
6.1.2. Inserat
6.1.3. Karten
6.1.4. Tafeln
6.1.5. Printmedien
6.1.6. Expertenbrief
6.1.7. Open House /Direktbesichtigung
6.1.8. Bieterverfahren
6.1.9. Beraterabende
6.1.10. Internet
6.1.10.1. Darstellung
6.1.10.2. Objektbilder
6.1.10.3. Virtueller Rundgang
6.1.10.4. Objektpläne
6.1.10.5. Usibility, Suchalgorithmen
6.1.10.6. Objektanzahl und Qualität
6.1.11. Büros /Schaukästen
6.1.11.1. Shop TV
6.1.11.2. Touchscreen
7. Servicegedanke
7.1. Komplettanbieter
7.2. Kundenloyalität
8. Die Vision / Makler & Maklerbüro /Fallbeispiel
8.1. Analyse
8.2. Die Marke/Corporite Identity
8.2.1. Corporite Design
8.2.2. Einheitlichkeit
8.3. Die Organisationsform
8.3.1. Vor- und Nachteile
8.3.2. Systemstufen
8.4. Marketingtools
8.4.1. PR (Public Relations)
8.4.2. Charity
8.4.3. Werbefond
8.5. Produkte /Tätigkeitsumfang
8.6. Marktanteil
8.6.1. Umfrage
8.6.2. Marktanalyse
8.6.3. Radar
8.7. Wachstum
8.8. Recruting (Mitarbeiter anwerben)
8.8.1. Wer ist geeignet
8.8.2. Qualität/Quantität
8.8.3. Bestehende Makler/Quereinsteiger
8.8.4. Karriereabende
8.8.5. Mentoring Coaching
8.8.6. Facharbeiter/Unternehmer
8.9. Ausbildung
8.9.1. ON-Regel
8.9.2. Konzessionskurs
8.9.3. Weiterbildung
8.9.4. Akademischer Immobilienmanager
8.10. Standort
8.10.1. Gebietsschutz
8.10.2. Büroaufbau
8.10.3. Eröffnung
8.10.4. Personalauswahl
8.10.5. Standards
8.10.6. Einrichtung
8.10.7. Versicherung
8.11. Technik
8.11.1. Software/CRM
8.11.2. Software /Abrechnung / Statistik
8.12. Lieferanten
8.13. Fluktuation
8.14. Loyalität
8.15. Anerkennung
8.16. Streitigkeiten
8.17. Zusammentreffen
8.17.1. Beiräte
8.18. Erfolg
8.19. Kundennutzen USP
Zielsetzung & Themen
Die Master Thesis analysiert die notwendigen Veränderungen im Berufsfeld des Immobilienmaklers in Österreich. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch moderne Unternehmensorganisationen und innovative Marketingmethoden der Stellenwert des Maklers sowie sein Marktanteil nachhaltig gesteigert werden können, um eine Professionalisierung der Branche zu erreichen.
- Zukunftsperspektiven und Wandel in der Immobilienmaklerbranche
- Alternative Unternehmensorganisationsformen (z.B. Netzwerke, Franchising)
- Optimierung von Marketingmethoden für eine moderne Immobilienvermarktung
- Strategien zur Steigerung der Kundenloyalität
- Fachwissen und rechtliche Grundlagen für professionelles Maklerhandeln
Auszug aus dem Buch
1.1. Entstehung und Begriffserklärung des Maklers
Der Beruf des Maklers ist ein bereits sehr altes Berufsbild und geht aus der Heiratsvermittlung hervor. Der Makler (früher Mäkler genannt) ist daher ein Vermittler zwischen Personen. Das Ziel einer Vermittlung muss sein, dass nach erfolgreicher Vermittlung beide Personen zufrieden sind. Das ist nicht immer einfach, muss aber zu mindestens angestrebt werden.
Eckpunkte des Berufes sind, dass der Makler auf Grund einer privatrechtlichen Vereinbarung Geschäfte für einen Auftraggeber mit „Dritten“ macht, ohne damit ständig betraut zu sein. (Maklergesetz §1).
Das heißt, dass der Makler einen Auftrag braucht, damit er ein Objekt anbieten kann. Der „Dritte“ ist der Käufer oder Mieter. Wenn der Makler ständig mit ein und demselben Kunden Vermittlungen abwickeln würde, so ist dies nicht im Sinne der Tätigkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Der Beruf Immobilienmakler: Dieses Kapitel erläutert die historischen Ursprünge, die gewerberechtlichen Rahmenbedingungen sowie die rechtlichen Aspekte rund um Provisionen und die Doppelmaklertätigkeit.
2. Der Immobilienmarkt: Hier werden das Marktwachstum, verschiedene Immobilienarten und Vermarktungsformen sowie die Rolle des Sachverständigen analysiert, um das Potenzial für Makler zu verdeutlichen.
3. Immobilienmakler aus Kundensicht: Das Kapitel betrachtet die Maklertätigkeit durch die Augen des Kunden, beleuchtet das Image der Branche und diskutiert, welchen Mehrwert ein professioneller Makler bietet.
4. Gesetzliche Grundlagen der Immobilienvermarktung: Es wird ein Überblick über die relevanten Gesetze gegeben, die ein Makler kennen muss, sowie die Bedeutung verschiedener Kundenverträge wie dem Alleinvermittlungsauftrag erläutert.
5. Unternehmensorganisationsformen: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Beschäftigungsformen und Organisationsstrukturen, von Netzwerken bis hin zu Franchisesystemen, und analysiert deren Zukunftsfähigkeit.
6. Marketingmethoden: Hier werden moderne Ansätze in der Vermarktung vorgestellt, insbesondere im Hinblick auf die Digitalisierung und die Bedeutung von Internetauftritten sowie regionaler Präsenz.
7. Servicegedanke: Fokus auf der Entwicklung zum Komplettdienstleister, der dem Kunden durch ein umfassendes Serviceangebot den größten Nutzen stiftet.
8. Die Vision / Makler & Maklerbüro /Fallbeispiel: Das abschließende Kapitel behandelt die strategische Aufstellung einer eigenen Marke, die Personalrekrutierung und -führung sowie die Bedeutung von Erfolg und Kundenbindung.
Schlüsselwörter
Immobilienmakler, Immobilienvermarktung, Netzwerke, Franchising, Maklerprovision, Immobilienmarkt, Kundennutzen, Unternehmensorganisation, Marketingmethoden, Immobilienrecht, Immobilienbewertung, Kundenloyalität, Maklerimage, Immobilienberater, Maklerprofi
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen und zukünftigen Chancen für Immobilienmakler in Österreich und zeigt auf, wie durch Professionalisierung und neue Organisationsmodelle das Image der Branche verbessert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Thesis?
Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Grundlagen der Branche, moderne Marketingstrategien, die Bedeutung von Netzwerken und Franchising sowie die Rolle des Maklers als professioneller Dienstleister.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, den für Österreich theoretisch am wahrscheinlichsten Weg für eine erfolgreiche Maklertätigkeit in der Zukunft aufzuzeigen und zu begründen, warum dieser Weg anderen vorzuziehen ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse der Marktsituation, aktueller Trends und gesetzlicher Rahmenbedingungen, ergänzt durch einen Leitfaden für Maklerbetriebe (Fallstudie).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Grundlagen, Marktanalysen, die Rolle der Unternehmensorganisation, Marketinginstrumente und Tipps für die erfolgreiche Unternehmensführung eines Maklerbüros.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Immobilienmarkt, Netzwerke, Franchising, Kundennutzen, Vermarktungsstrategien und Professionalisierung geprägt.
Warum ist die Doppelmaklertätigkeit für den Makler wichtig?
Die Doppelmaklertätigkeit erlaubt das Arbeiten für beide Parteien eines Geschäfts, erfordert jedoch ein hohes Maß an Neutralität und eine klare Hinweispflicht, um beide Seiten zufrieden zu stellen.
Wie kann das schlechte Image des Berufsstandes nachhaltig verbessert werden?
Durch gesteigerte Transparenz, professionelle Beratungsleistung, einheitliche Standards innerhalb von Netzwerken und die Spezialisierung auf echten Kundennutzen.
- Quote paper
- Richard Fetscher (Author), 2008, Der Immobilienmakler in der Zukunft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189525