Die folgende Arbeit befasst sich mit der Problematik der Qualitätssicherung der postoperativen Schmerztherapie als dem größten Aufgabengebiet der Akutschmerztherapie per Benchmarking und der Anwendung eines Benchmarkinginstrumentes, welches es ermöglicht ergebnisorientiert diese Qualität zwischen verschiedenen Anbietern oder Arbeitsbereichen zu vergleichen. Dabei werden einerseits Chancen hin zu einer Qualitätsverbesserung der Schmerztherapie durch einen Benchmarkingprozess dargestellt, aber auch deren Limitationen.
Inhaltsverzeichnis der Arbeit
1. Einleitung
2. Schmerztherapie in der perioperativen Phase
2.1 Schmerzmanagement
2.2 Schmerztherapeutischer Behandlungsprozess
2.3 Ansätze zur Optimierung des schmerztherapeutischen des Behandlungsprozesses
3. Qualität der perioperativen Schmerztherapie
3.1 Beurteilung und Erfassung von Schmerzen
3.2 Qualitätsziele in der postoperativen Schmerztherapie
4. Benchmarking in der perioperativen Schmerztherapie
4.1 Definition und Einordnung des Begriffs „Benchmarking“
4.2 Entwicklung des Benchmarkings
4.3 Benchmarking in der Akutschmerztherapie
4.4 QUIPS
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert die Möglichkeiten zur Qualitätssicherung in der postoperativen Schmerztherapie unter Anwendung von Benchmarking-Instrumenten, um eine ergebnisorientierte Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen medizinischen Anbietern zu schaffen.
- Bedeutung der Schmerztherapie für Krankenhausqualität und ökonomische Faktoren
- Methoden der Schmerzmessung und Erfassungssysteme
- Definition und Entwicklung des Benchmarking-Konzepts
- Implementierung von Benchmarking in der Akutschmerztherapie am Beispiel von QUIPS
- Chancen und Limitationen von Qualitätssicherungsprozessen
Auszug aus dem Buch
4.1 Definition und Einordnung des Begriffs „Benchmarking“
Der Begriff Benchmarking entstammt der englischen Handwerkertradition. Hier wurden im Mittelalter zur Reproduzierbarkeit von Längen und Größen Markierungen („marks“) in eine Werkbank („bench“) geritzt. (Fromm 1994)
Der Begriff Benchmarking stammt im wirtschaftswissenschafftlichen Zusammenhang aus dem Gebiet der Finanzwirtschaft. Ursprünglich ging es darum durch Benchmarking ein Aktienportfolio in Relation zu einem Standard-Portfolio zu setzen und damit vergleichbar zu machen. (Hoffjan 1997) Dabei wurden Vergleiche von Leistungen zwischen komplexen Systemen angestellt, bei denen es aufgrund von zahlreichen Komponenten nicht möglich ist die Leistung analytisch direkt zu bestimmen. So wurde das Konzept des Benchmarkings, auch unteranderem von der Informationstechnologie übernommen um die Leistung von Rechnersystemen zu vergleichen. Hierbei bediente man sich Parametern, die als Benchmarks die relative Leistung zu dem Vergleichssystem beschreiben. (Ludwig 1996)
Rau bezeichnet Benchmarking als strategisches Managementinstrument. (Rau 1996) Mit dessen Hilfe soll durch Vergleiche mit anderen internen oder externen Unternehmensbereichen ein Fundament für Entscheidungen und Wettbewerbsvorteile erlangt werden. (Götze und Bloech 1998)
Horvath und Herter beschreiben, dass beim Benchmarking „die Unterschiede zu anderen Unternehmen offengelegt werden, die Ursachen für die Unterschiede und Möglichkeiten zu Verbesserungen aufgezeigt, sowie wettbewerbsorientierte Zielvorgaben ermittelt werden“ sollen. (Horvath und Herter 1992)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Defizite in der aktuellen Schmerztherapie deutscher Krankenhäuser und erörtert deren ethische, ökonomische sowie medizinische Relevanz.
2. Schmerztherapie in der perioperativen Phase: Dieses Kapitel differenziert zwischen akuter und chronischer Schmerztherapie und beschreibt die Komplexität der perioperativen Versorgung sowie die notwendigen Optimierungsansätze.
3. Qualität der perioperativen Schmerztherapie: Hier werden die Grundlagen der validierten Schmerzerfassung sowie spezifische funktionelle Qualitätsziele und Interventionsgrenzen definiert.
4. Benchmarking in der perioperativen Schmerztherapie: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Benchmarkings und stellt mit dem Projekt QUIPS ein konkretes Instrument zur Qualitätssicherung in der Praxis vor.
5. Fazit: Das Fazit bewertet das Instrument QUIPS als wertvollen Fortschritt für die Qualitätssicherung, weist jedoch auf bestehende Herausforderungen wie den hohen Erfassungsaufwand und die Notwendigkeit objektiverer Parameter hin.
Schlüsselwörter
Akutschmerztherapie, Perioperative Phase, Benchmarking, Qualitätssicherung, QUIPS, Schmerzmanagement, Ergebnisorientierte Qualität, Prozessparameter, Patientenorientierung, Schmerzintensität, Behandlungsprozess, Benchmark, Gesundheitswesen, Krankenhausmanagement, Funktionsparameter.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit untersucht, wie durch das Management-Instrument Benchmarking die Qualität der postoperativen Schmerztherapie in Krankenhäusern nachhaltig verbessert werden kann.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Im Fokus stehen die Qualitätssicherung der Schmerztherapie, die Herausforderungen bei der Schmerzerfassung sowie die praktische Anwendung von Benchmarking-Prozessen in klinischen Einrichtungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein Verständnis für ergebnisorientierte Qualitätsvergleiche zwischen Kliniken zu schaffen und die Chancen sowie Limitationen solcher Systeme aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Es wird eine fundierte Literaturanalyse sowie die Untersuchung eines konkreten Benchmarking-Projekts (QUIPS) als Fallbeispiel herangezogen, um Theorie und Praxis zu verknüpfen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretische Einordnung von Benchmarking, die klinischen Anforderungen an die Schmerztherapie und die spezifische Implementierung und Validierung des QUIPS-Erfassungsbogens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Akutschmerztherapie, Benchmarking, Qualitätssicherung, QUIPS und Patientenorientierung charakterisiert.
Was ist das Projekt QUIPS?
QUIPS steht für „Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie“ und ist ein Instrument, das mittels eines validierten Fragebogens einen ergebnisorientierten Vergleich der Schmerztherapie zwischen Kliniken ermöglicht.
Warum ist die Zufriedenheit der Patienten laut Autor ein schwieriges Qualitätskriterium?
Die Zufriedenheit korreliert nicht zwingend mit der medizinischen Ergebnisqualität, da sie stark von der menschlichen Zuwendung durch das Klinikpersonal beeinflusst wird.
Welche Probleme ergeben sich bei der Implementierung von Benchmarking-Systemen wie QUIPS im klinischen Alltag?
Die Datenerfassung ist sehr zeit- und personalaufwendig, was in Zeiten von Fallpauschalen und knappen Ressourcen eine erhebliche organisatorische Hürde darstellt.
Welche funktionellen Aspekte sind für die Schmerztherapie entscheidend?
Neben der reinen Schmerzintensität ist die Fähigkeit des Patienten zu atmen, zu husten und sich zu bewegen entscheidend, um Komplikationen wie Lungenentzündungen oder Gelenkversteifungen zu vermeiden.
- Citar trabajo
- Dr. med. Joachim Erlenwein (Autor), 2011, Benchmarking in der Akutschmerztherapie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189578