Die SWOT-Analyse als strategisches Instrument und deren Bedeutung im Rahmen einer Existenzgründung


Seminararbeit, 2011
14 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 SWOT-Analyse
2.1 Definition
2.2 Unternehmensanalyse: Stärken-Schwächen-Analyse
2.3 Umweltanalyse: Chancen-Risiken-Analyse
2.4 Anwendung und Voraussetzungen

3 Bedeutung der SWOT-Analyse im Rahmen einer Existenzgründung

4 Fazit

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Beispiel Stärken-Schwächen-Profil

Abbildung 2: Theoretischer Aufbau der SWOT-Matrix

1 Einleitung

„Nichts ist so erschreckend, wie nicht wissen und doch handeln.“1

Johann Wolfgang von Goethe

Bereits Goethe implizierte in seinem Sprichwort, wie fatal es sein kann zu handeln, ohne weder Ziele noch Risiken zu kennen oder zu bedenken.

Die Strategische Planung eines Unternehmens baut auf diesem Gedanken auf, denn sie setzt voraus, dass die Ausgangsposition und Ziele eines Unternehmens sowohl definiert werden als auch eindeutig und verständlich sind.2

Im Zuge der Suche nach der grundsätzlichen Stoßrichtung eines Unternehmens kann dabei auf mehrere Analyseinstrumente zurückgegriffen werden. Als eines dieser Instrumente liefert die SWOT-Analyse Informationen darüber, wie sich ein Unternehmen positionieren kann, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein und effektiv auf Einflüsse zu reagieren. Hierfür wird eine Betrachtung sowohl der Unternehmensumwelt als auch des Unternehmens selbst durchgeführt. Die gewonnenen Daten beider Analysen werden miteinander kombiniert. Aus den Ergebnissen lassen sich Ziele, Strategien und Maßnahmen ermitteln, welche ein Unternehmen erreichen kann und verfolgen sollte.

Aufgrund dieser informationsgewinnender und informationsverdichtender Wirkung ist die SWOT-Analyse ein Instrument der Unternehmensführung, welches nicht nur für ein bestehendes Unternehmen, sondern auch für ein Unternehmen, das sich im Gründungsprozess befindet geeignet ist.

In dieser Seminararbeit wird die SWOT-Analyse als ein Analyseinstrument des strategischen Managements beschrieben. Nach der allgemeinen Definition der SWOT-Analyse, der Stärken-Schwächen- und Chancen-Risiken-Betrachtung wird auf deren Anwendung und Voraussetzungen eingegangen. Nachfolgend wirft der Autor einen Blick auf die Bedeutung der SWOT-Analyse für Existenzgründer und beendet die Seminararbeit mit einer kritischen Würdigung der erörterten Informationen.

2 SWOT-Analyse

2.1 Definition

Der Begriff SWOT-Analyse setzt sich aus den vier Anfangsbuchstaben der englischen Begriffe Strenghts (Stärken), Weakness (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken) zusammen.3 Die SWOT-Analyse hat ihren Ursprung im strategischen Management und stellt die unternehmensinternen Stärken und Schwächen den externen Chancen und Risiken gegenüber.4Zudem zeigt sie auf, wo ungenutzte Potentiale zum Erzielen von Wettbewerbsvorteilen liegen.5Als allgemeine Technik lässt sich die SWOT-Analyse auf alle Management- aktivitäten und -funktionen anwenden und ist geeignet für die frühen Stadien der Strategie- und Absatzplanung.6 Ziel der SWOT-Analyse ist es festzustellen, inwieweit die angestrebte Strategie des Unternehmens angesichts seiner spezifischen Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken relevant, geeignet und ausreichend ist, um in einen Markt einzutreten oder auf Veränderungen im Unternehmensumfeld erfolgreich reagieren zu können.7

2.2 Unternehmensanalyse: Stärken-Schwächen-Analyse

Das Ziel einer Stärken-Schwächen-Analyse ist es, die Wettbewerbsposition eines Unternehmens zu verdeutlichen. Das zu beurteilende Unternehmen wird dabei nach verschiedenen Merkmalen mit seinen wichtigsten Wettbewerbern verglichen und benotet, wobei die Betrachtung der eigenen Fähigkeiten und Ressourcen im Vordergrund steht.8

Die Stärken-Schwäche-Analyse wird demnach in drei Schritten durchgeführt:9

- Ermittlung der unternehmensinternen Ressourcen und Fähigkeiten
- Bewertung der Ressourcen und Fähigkeiten
- Erstellung des Stärken-Schwächen-Profils

Hierbei stellen Stärken Faktoren dar, die einem Unternehmen Wettbewerbsvorteile aus Kundensicht verschaffen, wie z. B. die Möglichkeiten von Synergiepotentialen durch Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und der Bekanntheitsgrad. Hingegen sind Schwächen Faktoren, welche dies behindern, wie z. B. veraltete ITSysteme und eine fehlende Unternehmensstrategie.10

2.3 Umweltanalyse: Chancen-Risiken-Analyse

Im Prozess des strategischen Managements ist neben der Unternehmensanalyse die Umweltanalyse ein weiterer Analyseschwerpunkt.11 Chancen und Risiken beeinflussen als externe Faktoren den Erfolg eines Unternehmens und die Wirkung von Wettbewerbsvorteilen.12

Es wird zwischen zwei Umweltbetrachtungen unterschieden: der Mikro- und der Makroumwelt. Die Mikroumwelt befasst sich mit den Stakeholdern13, wohingegen die Makroumwelt im Wesentlichen die ökonomischen, demographischen, sozio- kulturellen, globalen, technologische und politisch-rechtliche Faktoren umfasst.14

Chancen sind gegeben, wenn diese zu den Unternehmenszielen, -werten und -ressourcen passen, wie z. B. zu verfolgende Trends, die Produktqualität und offenstehende Möglichkeiten. Risiken stellen Veränderungen im Unternehmens- umfeld dar, auf die kein Einfluss genommen werden kann, ein Unternehmen sich auf diese jedoch einstellen muss, wie z. B. die Markttätigkeit der Wettbewerber, verändernde Vorschriften, eine hohe Erwartungshaltung der Kunden bzgl. Qualität und Service sowie ein drohender Technologiewechsel.15

2.4 Anwendung und Voraussetzungen

Die SWOT-Analyse gehört zu den strategischen Managementwerkzeugen, die einen breiten Blickwickel zulassen und ermöglichen, dass ein erster Entwurf schnell erstellt werden kann. Die wichtigsten Vor- und Nachteile sowie Chancen und Risiken können kurz und prägnant strukturiert, gegenübergestellt und visualisiert werden. Die visuelle Übersicht bildet damit die Basis einer Entscheidungsvorlage.16

Zu Beginn einer SWOT-Analyse ist es erforderlich, eine klare Abgrenzung des Untersuchungsbereichs vorzunehmen bspw. welches Grundprodukt auf den Markt eingeführt wird, mit welchen Lieferanten zusammengearbeitet werden soll, wie stark die eigenen Akquisitionsfähigkeiten und Absatzchancen sind.17

Im nächsten Schritt wird mit der Identifikation der unternehmensinternen Stärken und Schwächen begonnen. In dieser internen Analyse wird die aktuelle Situation betrachtet und sollte eine kritische Betrachtung und Beurteilung der eigenen Ressourcen und Fähigkeiten für das Unternehmen beinhalten. Die Ergebnisse werden in einem Stärke-Schwächen-Profil dargestellt:18

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Beispiel Stärken-Schwächen-Profil19

[...]


1Brendel (2003), S. 31.

2Vgl. Hungenberg (2004), S. 84 ff.

3Vgl. Weber/Schäffer (2008), S. 384.

4Vgl. Fueglistaller/Müller/Volery (2008), S. 255.

5Vgl. Kaschek/Kaschek (2006), S. 96.

6Vgl. Bertheau (2005), S. 128; vgl. Biesel (2006), S. 17.

7Vgl. Leimbeck/Tomp/Wittmann (2006), S. 31.

8Vgl. Döring/Wöhe (2010), S. 87.

9Vgl. Camphausen (2007), S. 57.

10Vgl. Biesel (2006), S. 26; vgl. Hilker (2007), S. 31; vgl. Kaschek/Kaschek (2006), S. 98.

11Vgl. Camphausen (2007), S. 57.

12Vgl. Fueglistaller/Müller/Volery (2008), S. 264.

13In der Literatur gibt es für den Begriff Stakeholder keine einheitliche Definition. Als Stakeholder wird etymologisch jemand bezeichnet, welcher etwas auf dem Spiel stehen hat (= at stake) bzw. ein Interesse (=stake) an einer Sache hat. Im engeren Sinne sind dies Gruppen oder Individuen, von denen der gesicherte Fortbestand eines Unternehmens abhängt, wie u. a. Kapitalgeber, Vorstand, Aufsichtsrat, Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. Im weiteren Sinne sind dies Gruppen oder Individuen, welche Ziele eines Unternehmens beeinflussen können oder die von der Zieler- reichung betroffen sind, wie u. a. Staat, Medien, Gewerkschaften und Wettbewerber [Vgl. Skrzipek (2005), S. 47].

14Vgl. Steinmann/Schreyögg (2005), S. 173.

15Vgl. Biesel (2006), S. 26; vgl. Hilker (2007), S. 31; vgl. Kaschek/Kaschek (2006), S. 98.

16Vgl. Disselkamp (2005), S. 135.

17Vgl. Kaschek/Kaschek (2006), S. 96.

18Vgl. Fueglistaller/Müller/Volery (2008), S. 255.

19In Anlehnung an: Großklaus (2008), S. 78.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Die SWOT-Analyse als strategisches Instrument und deren Bedeutung im Rahmen einer Existenzgründung
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Stuttgart
Veranstaltung
Management
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V189582
ISBN (eBook)
9783656138105
ISBN (Buch)
9783656139201
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
KLEINE Seminararbeit, Kommentar des Dozenten: Kapitel 3 hätte auch noch zwei Unterkapitel haben können - zu Kapitel 3: Der Zusammenhang und die Nutzung des Instruments in der Startphase hätte etwas mehr in den Vordergrund gerückt werden können - Fazit: Bzgl. des Instruments im Allgemeinen ist das Fazit gut. Es fehlt jedoch eine kritische Betrachtung der Eignung des Instruments in der Gründungsphase.
Schlagworte
SWOT, SWOT-Analyse, Management, Existenzgründung
Arbeit zitieren
Nicole Maier (Autor), 2011, Die SWOT-Analyse als strategisches Instrument und deren Bedeutung im Rahmen einer Existenzgründung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189582

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