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Cäsar und der Bürgerkrieg

Title: Cäsar und der Bürgerkrieg

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 14 Pages , Grade: 2

Autor:in: Benjamin Türksoy (Author)

World History - Early and Ancient History
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Der von Caesar geführte Bürgerkrieg gegen Pompeius und den römischen Senat bedeutete das Ende der schon seit langem kriselnden römischen Republik. Cicero galt als einer der bedeutendsten Vertreter der republikanischen Staatsform und war ein entschiedener Gegner des Bürgerkrieges zwischen Caesar und Pompeius. Lange versuchte Cicero eine neutrale Haltung zwischen den beiden Kriegsparteien zu bewahren, um als neutraler Vermittler fungieren zu können und so den Ausbruch des Bürgerkrieges verhindern zu können. Ciceros Friedensbemühungen blieben jedoch auch nach Ausbruch des Bürgerkrieges nicht aus und er versuchte alles, um die Republik zu retten, denn in der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Pompeius und Caesar sah Cicero das Ende der Republik und den Beginn einer Tyrannei durch den Sieger des Krieges.1
Ciceros Verhalten vor und nach Ausbruch des Bürgerkriegs war undurchsichtig. Es scheint, als stand Cicero zwischen Pompeius und Caesar, obwohl Cicero offiziell als Anhänger des Pompeius galt, der als Führer des Senats auftrat. Was waren die Maxime und Ideale eines Ciceros während eines Krieges, von dem zu erwarten war, dass er das Ende der Republik bedeuten würde? Welches Verhältnis hatte Cicero zu dieser zusammenbrechenden Republik? Wie sah Ciceros Lösung des Konfliktes zwischen Caesar und Pompeius aus und welche Opfer war er bereit dafür zu bringen?
Diese Fragen sollen in dieser Hausarbeit durch die Analyse von Briefen Ciceros an Atticus und andere Freunde geklärt werden. In diesen Briefen dokumentierte Cicero sein Verhalten von der Rückkehr aus seiner Provinz Kilikien bis zu seiner Flucht nach Griechenland. Seine Beurteilung der Ereignisse vor und nach Ausbruch des Bürgerkrieges ist sehr ergiebig in Bezug auf seine Stellung zur Republik und gibt detaillierte Aufschlüsse über seine Beziehung zu Caesar und Pompeius. Manfred Fuhrmann beschreibt diesen Briefwechsel als eine Art Selbstgespräch, in denen Cicero über die aktuelle der Republik reflektiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1 Ciceros Verhalten vor Ausbruch des Bürgerkrieges

2.2 Ciceros Verhalten bei Ausbruch des Bürgerkriegs

2.3 Ciceros Verhalten nach des Bürgerkriegs

3. Die Schuldfrage

4. Fazit

5. Literatur – und Quellennachweis

Zielsetzung und zentrale Themenfelder

Diese Hausarbeit untersucht die widersprüchliche politische Rolle Ciceros im Machtkampf zwischen Caesar und Pompeius. Ziel ist es, mittels einer Analyse seiner Korrespondenz mit Atticus und anderen Zeitgenossen zu klären, wie Cicero seine neutrale Vermittlerrolle definierte, welche Ideale er in der kriselnden Republik verfolgte und warum er trotz seiner Bemühungen letztlich keine friedliche Lösung des Konflikts erwirken konnte.

  • Die diplomatischen Bemühungen Ciceros zur Friedenssicherung zwischen den Kriegsparteien.
  • Die Analyse von Ciceros Loyalitätskonflikten zwischen Caesar und Pompeius.
  • Die Beurteilung der Handlungsfähigkeit des römischen Senats in der ausgehenden Republik.
  • Ciceros persönliche Reflexion über das politische Schicksal der römischen Republik.
  • Die Untersuchung der Schuldfrage am Ausbruch des Bürgerkrieges aus der Sicht Ciceros.

Auszug aus dem Buch

2.1 Ciceros Verhalten vor Ausbruch des Bürgerkrieges

Ciceros Verhältnis zu Caesar, sowie zu Pompeius vor Ausbruch des Bürgerkrieges war unschlüssig und zwiespältig. Beide hatten Cicero in der Vergangenheit einen großen Dienst erwiesen – Caesar hatte ihm ein großes Darlehen geliehen und Pompeius half ihm aus der Verbannung – und er bezeichnete beide als seine Freunde. Im Oktober des Jahres 50 schrieb Cicero, dass er sich beiden tief verbunden fühlte und auch dachte, dass beide großen Wert auf ihn legen würden. Deshalb war der sich anbahnende Konflikt zwischen Pompeius und Caesar eine Qual für Cicero, da er sich immer mehr dazu gezwungen sah, sich für eine der beiden Seiten entscheiden zu müssen.

Cicero vertrat zwar die Auffassung, dass Cesar von dem Sonderrecht, sich in Abwesenheit zum Konsul wählen zu lassen, abrücken sollte, aber sein Ton war weder zwingend noch feindlich. Auch zu Pompeius hatte Cicero eine starke Bindung und nannte ihn seinen persönlichen Freund. Dass Pompeius Cicero in der Auseinandersetzung mit Caesar auf seiner Seite sah, war Cicero bewusst, da er als Optimat schwer den Führer der Popularen unterstützen konnte. Mit seinem engen Freund Atticus beriet Cicero ständig, was er im Falle eines Krieges machen sollte und vor allem auf welche der beiden Seiten er sich im Falle eines Bürgerkrieges zwischen Caesar und Pompeius stellen sollte. Dabei war Cicero fest entschlossen, dass es besser sei, mit Pompeius zu verlieren, denn ihn sah Cicero als den militärisch schwächeren der beiden Feldherren an, als mit Caesar zu siegen und die Republik für immer zu zerstören. Cicero fürchtete allerdings nicht nur Caesar, sondern auch Pompeius, welcher seiner Meinung nach ebenfalls negative Auswirkungen auf die res publica gehabt hätte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Problematik des römischen Bürgerkriegs ein und legt die Fragestellung zur Rolle Ciceros fest, der versuchte, als neutraler Vermittler die Republik zu bewahren.

2.1 Ciceros Verhalten vor Ausbruch des Bürgerkrieges: Hier wird Ciceros zwiespältige Haltung gegenüber Caesar und Pompeius beleuchtet, die durch persönliche Loyalitäten sowie die Sorge um den Fortbestand der Republik geprägt war.

2.2 Ciceros Verhalten bei Ausbruch des Bürgerkriegs: Das Kapitel beschreibt Ciceros gescheiterte diplomatische Bemühungen und seine Enttäuschung über die Unversöhnlichkeit der politischen Akteure nach seiner Rückkehr aus Kilikien.

2.3 Ciceros Verhalten nach des Bürgerkriegs: Es wird analysiert, wie Cicero nach Ausbruch des Krieges zwischen der Unterstützung der Optimaten und dem Wunsch nach Frieden schwankte, während er gleichzeitig die politische Unfähigkeit des Senats reflektierte.

3. Die Schuldfrage: Dieses Kapitel widmet sich der differenzierten Bewertung Ciceros hinsichtlich der Verantwortung beider Feldherren für den Untergang der republikanischen Ordnung.

4. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst Ciceros Scheitern als Friedensvermittler zusammen und verdeutlicht seine pessimistische Einschätzung zur Rettung der res publica.

5. Literatur – und Quellennachweis: Dieses Kapitel listet die verwendeten antiken Quellenbriefe sowie die wissenschaftliche Fachliteratur zur historischen Einordnung auf.

Schlüsselwörter

Cicero, Caesar, Pompeius, Bürgerkrieg, Römische Republik, Senat, Friedensbemühungen, Vermittlung, Optimaten, Popularen, amicitia, res publica, Konsulat, Machtkampf, Historische Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die politische Haltung und die Handlungsspielräume des römischen Staatsmannes Cicero während des Machtkampfes zwischen Caesar und Pompeius.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen Ciceros Friedensbemühungen, sein Loyalitätskonflikt zwischen den beiden Feldherren und seine kritische Beobachtung des Niedergangs der römischen Republik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu verstehen, wie Cicero als Vermittler agierte und warum es ihm letztlich nicht gelang, den Bürgerkrieg und den damit verbundenen Untergang der republikanischen Staatsform zu verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Analyse zeitgenössischer Briefe Ciceros an Atticus und andere Freunde, ergänzt durch relevante moderne historische Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte, die Ciceros Verhalten vor, während und nach Ausbruch des Bürgerkrieges untersuchen, sowie eine kritische Betrachtung der Schuldfrage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Cicero, Bürgerkrieg, Römische Republik, Vermittlung, Caesar, Pompeius und Res Publica.

Wie bewertete Cicero das Angebot Caesars zur Friedenslösung?

Cicero befürwortete prinzipiell die diplomatischen Entgegenkommen Caesars, war sich jedoch bewusst, dass die radikalen Optimaten und Pompeius nicht bereit waren, auf Caesars Forderungen einzugehen.

Warum blieb Cicero trotz seiner kritischen Haltung offiziell bei Pompeius?

Da er keine politischen Alternativen sah und Pompeius trotz aller Vorbehalte als den "maßvolleren" Feldherren betrachtete, entschied sich Cicero nach langem Zögern, sich der senatorischen Seite anzuschließen.

Wie reflektierte Cicero die Rolle des Senats in dieser Krise?

Er sah mit Enttäuschung, dass der Senat handlungsunfähig geworden war und nicht mehr die nötige politische Kraft besaß, um zwischen den mächtigen Akteuren zu vermitteln.

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Details

Title
Cäsar und der Bürgerkrieg
College
University of Hamburg  (Historisches Seminar)
Grade
2
Author
Benjamin Türksoy (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V189743
ISBN (eBook)
9783656142041
ISBN (Book)
9783656141488
Language
German
Tags
cäsar bürgerkrieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Türksoy (Author), 2007, Cäsar und der Bürgerkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189743
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