Mittelalterliche Rechnungen der Stadt Braunschweig


Hausarbeit, 2011
40 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil
1. Forschungsüberblick
2. Braunschweiger Außenpolitik in den Braunschweiger Stadtrechnungen
a) Ausgaben für Städteversammlungen in Braunschweig
b) Ausgaben für Gesandte
c) Kriegsausgaben
d) Zusammenfassung

III. Ergebnisse

Abkürzungsverzeichnis

Quellen- und Literaturverzeichnis

Anhang
A. Auszüge aus den Braunschweiger Stadtrechnungen (Hanserecesse)

I. Einleitung

Rechnungen dienen den Historikern aller Epochen als Quellen für eine Vielzahl von Untersuchungsgegenständen. Dabei ist der Begriff an sich – zumindest in der heutigen Anwendung – ein relativ klar zu umreißender, das dtv-Lexikon definiert ihn beispielsweise so: „die dem Käufer einer Ware oder Dienstleistung vom Verkäufer überreichte Mitteilung über Menge, Art u. Preis der Ware oder Leistung u. die Zahlungsbedingungen.“[1] Für die Mediävistik ist dieser Begriff jedoch – wie sich im Verlauf dieser Hausarbeit zeigen wird – zu eng umrissen, vielmehr werden alle Arten von heute wohl eher als „Abrechnungen“ bezeichneten Quellen unter dem mittelalterlichen Rechnungsbegriff zusammengefasst. Mittelalterliche Rechnungen dienen den Mediävisten in vielen Bereichen und Fragestellungen als hilfreiche Quellen. So beschäftigte sich das Seminar, in dessen Rahmen diese Hausarbeit entstand, unter anderem mit Aufsätzen über Aspekte des adligen Lebens[2], dem Lebensmittelkonsum auf Reisen[3] und der Organisation eines niederrheinischen Fürstenhofs[4].

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll nicht adliges, sondern städtisches Leben im Mittelpunkt stehen. Sie befasst sich mit den mittelalterlichen Rechnungen der Hansestadt Braunschweig. In einem ersten Teil wird dazu in einem Forschungsüberblick auf das bekannte mittelalterliche Rechungsmaterial Braunschweigs eingegangen. Dabei werden sowohl bekannte Rechnungsbestände benannt als auch deren Aussagekraft im Bezug auf unterschiedliche historische Fragestellungen anhand von Beispielen aus der Forschungsliteratur verdeutlicht. In einem zweiten Schritt stehen dann die in der zweiten und dritten Abteilung der Hanserecesse[5] verzeichneten und im Anhang der Hausarbeit abgedruckten Auszüge[6] aus den Braunschweiger Stadtrechnungen im Mittelpunkt. Sie umfassen die Jahre 1431 bis 1530 – teilweise aber mit erheblichen zeitlichen Lücken zwischen den einzelnen Jahren. Mit ihrer Hilfe sollen unter anderem die Beziehungen der Stadt Braunschweig zur Hanse, der Beteiligung Braunschweigs an den Hansekriegen, aber auch das Gesandtenwesen der mittelalterlichen Hansestadt verdeutlicht werden.

Insgesamt ist die Quellenlage als gut einzustufen – auch wenn die wenigsten Rechnungen ediert zum bequemen Nachschlagen vorliegen. Die umfangreichste Ausnahme stellen die Rechnungen dar, die in die Hanserecesse aufgenommen wurden. Allerdings ist ihre Auswahl in thematischer Hinsicht verständlicherweise auf die Beziehungen Braunschweigs zur Hanse fokussiert. Weiterhin ist an dieser Stelle auch auf die 1958 edierten Vizedominatsrechnungen des Braunschweiger Domstifts St. Blasius hinzuweisen.[7] Wie der erste Teil der Hausarbeit aber zeigen wird, sind die Bestände des Stadtarchivs Braunschweig im Hinblick auf mittelalterliche Rechnungen recht umfangreich und gut erforscht. Dies findet seinen Ausdruck in den unterschiedlichen Forschungsinteressen, die sich diese Rechnungen als Quelle zu Nutze machen. Auf die daraus resultierende recht umfangreiche Literaturlage soll allerdings im ersten Kapitel des Hauptteils genauer eingegangen werden.

II. Hauptteil

1. Forschungsüberblick

Die Suche nach Rechnungen einer mittelalterlichen Stadt beginnt naturgemäß in den Archiven der jeweiligen Kommune. Im Falle der Hansestadt Braunschweig ist also das städtische Archiv die erste Anlaufstelle, um einen Überblick über den mittelalterlichen Rechnungsbestand der Hansestadt zu erhalten. Die aktuelle Beständeübersicht des Archivs[8] verweist von sich aus schon durch Nennung des Rechnungsbegriffes in der Auflistung auf mehrere mittelalterliche Rechnungsbücher in seinen Beständen, so unter anderem die Hauptrechnungen und Kämmereibücher der Gemeinen Stadt[9], wobei ersteres für den Zeitraum von 1400 bis 1671 vorliegt, letzeres für die Jahre 1519 bis 1569. Des Weiteren liegen mittelalterliche Rechnungen und Schoßregister für die fünf Weichbilde der Hansestadt – die Altstadt, die Neustadt, der Hagen, der Sack und die Altewiek – vor.[10] Ergänzt werden diese Rechnungen durch die Baurechnungen der Weichbilde, die das Münzwesen betreffenden Rechnungen, Zollbudenrechnungen, Ziegelhofrechnungen, Steinbruchrechnungen, Baurechnungen des Mühlenamtes, Apothekerrechnungen, sowie die Schlossrechnungen der Schlösser Asseburg, Campen und Neubrück.[11] Außerdem wird ein gesondertes Rechnungsarchiv aufgeführt.[12]

Die in den norddeutschen Bibliotheken am weitesten verbreitete Übersicht über die Bestände des Stadtarchivs Braunschweig wurde 1951 vom langjährigen Leiter des Archivs, Werner Spieß, publiziert.[13] Zusätzlich zur aktuellen Beständeübersicht wies Spieß auf die Existenz von Rechnungen im Archiv der Superintendentur, in den Archiven der Pfarrkirchen und sonstigen kirchlichen Angelegenheiten und in den Archiven der Braunschweiger Gilden hin.[14]

Sie bildete mit ihrer Sortierung und Formatierung die Grundlage, an der sich neben der heute online verfügbaren Beständeübersicht auch die weit weniger verbreitete Übersicht[15] Johannes Angels aus dem Jahr 1985 orientierte.

Bereits 1933 veröffentlichte Werner Spieß ein Werk über die Braunschweiger Gilde-archive[16]. In diesem verwies er auch auf die Rechnungsbestände der einzige Gilden. Allerdings setzen diese Aufzeichnungen – mit Ausnahme des Rechnungsarchivs der Kürschner[17], in dem Bestände aus den Jahren 1442 bis 1454 erhalten sind – erst in der Frühen Neuzeit ein.

Die erste nachweisbare Nutzung mittelalterlicher Rechnungen in der Braunschweiger Stadtforschung findet sich in dem immer noch als Standardwerk zu bezeichnenden Buch[18] Hermann Dürres über die mittelalterliche Geschichte der Hansestadt, das erstmalig im Jahr 1861 erschien. Dürre nutzte dabei für seine Darstellung neben den Vermögensbüchern der Katharinen- und Andreaskirche aus dem Jahr 1403, beziehungsweise 1383, vor allem auch die Zins- und Kämmereibücher der fünf Weichbilder der Jahre 1401, 1402 und 1403.[19] Unter anderem mit Hilfe der letztgenannten Quellen beschrieb er die städtischen Finanzverwaltung. In diesem Kapitel verwies er zusätzlich noch auf die seit 1402 vorliegenden Kämmereibücher der Weichbilder und das Gedenkbuch des Kämmerers Hans Porner.[20] Die Quellenauswertung Dürres stellte die Einnahmen und Ausgaben der Stadt gegenüber. Zu den Einnahmen[21] zählten dabei unter anderem der städtische Grundbesitz, Häusermieten, Worthzinsen[22] der Hausbesitzer, Erbenzinsen, Pachtgelder, Einnahmen aus Ziegeleien und Steinbrüchen, der Stadt- und Straßenzoll, der Marktzoll, der Bierzoll und die 1413 einsetzenden Einnahmen aus der Münzprägung. Der Erhalt öffentlicher Gebäude, der Landstraßen, der der Stadt verpfändeten Schlösser, sowie Ausgaben für kirchliche Feierlichkeiten und Stiftungen, die Besoldung der Ratsdiener, die Zinsen für Leibgedinge und den Weddeschatz und Ausgaben für Kriege schlugen in den Stadtrechnungen hingegen als Ausgaben[23] zu buche.

Der mittelalterlichen Finanzverwaltung der Hansestadt widmen sich gleich zwei Werke, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erstmalig erschienen sind und 1970 neu aufgelegt wurden. Das erste Buch[24] stammt aus der Feder Heinrich Macks und beschäftigt sich mit der Finanzverwaltung Braunschweigs bis zum Jahr 1374, dem Beginn der sogenannten „Großen Schicht“[25].

Ihm zufolge datiert die älteste der Braunschweiger Rechnungen aus dem Zeitraum zwischen 1300 und 1313. Dabei handelt es sich um ein anderthalbseitiges Verzeichnis im Degedingbuch der Altstadt, das Auskunft über die Zinsposten der Räte der Altstadt, des Hagens und der Neustadt an Personen oder Kirchen gibt.[26] Des Weiteren erwähnte er ein vollständiges Verzeichnis im Rechtsbuch der Neustadt von vor 1354, das die Einnahmen und Ausgaben des Neustädter Rats an ewigen und rückkäuflichen Zinsen auflistet.[27] Außerdem nutzt er die Kämmereirechnungen der Altstadt und der Gemeinen Stadt der Jahre 1354 und 1355, die in einer 28-seitigen Papierhandschrift zusammengefasst wurden.[28] Die Rechnungen der Gemeinen Stadt bezeichnet er – zumindest für seinen Betrachtungszeitraum – als „traurige Reste“[29], da diese – abgesehen von einem Fragment aus dem Jahr 1331 und der bereits erwähnten Rechnungen aus den Jahren 1354/55, die allerdings lediglich Ausgaben verzeichnen – ab Beginn des 15. Jahrhunderts verfügbar sind.[30]

Unmittelbar an dieses Werk knüpft Otto Fahlbuschs Buch[31] über die Braunschweiger Finanzverwaltung von 1374 bis 1425 an. Er erkannte dabei die Bedeutung der Rechnungen als Quellen für seine Studie an, indem er sie als „die wichtigsten und unmittelbarsten Zeugnisse der Finanzverwaltung“[32] bezeichnete. Er verwies bei der Darstellung seiner Quellen auf eine Vielzahl von Rechnungen, unter anderem auch auf Spezialrechnungen, und die Zeiträume, für die sie vorliegen. Generell lässt sich feststellen, dass seine Arbeitsgrundlage, was mittelalterliche Rechnungen betrifft, wesentlich größer ist als die Heinrich Macks. Er erwähnte dabei unter anderem auch Söldnerabrechnungen aus den Jahren zwischen 1386 und 1389.[33] Anhand dieser weist er beispielsweise nach, wie (gering) die Söldner vom Braunschweiger Rat entlohnt wurden.[34] Des Weiteren nutzt er Quellen, die schon mit Hilfe der Beständeübersicht des Staatsarchivs aufgezeigt wurden.[35] Neu ist allerdings, dass er für die Bestände die verfügbaren Jahrgänge verzeichnete und darauf hinwies, dass vor allem bei frühen Rechnungen Beträge zum Teil nicht klar zuzuordnen sind und sie bloß über die Verwendung gewisser Summen Rechnung ablegen.[36] Nach der Darstellung seines Quellenmaterials verfolgte Fahlbusch dann einen ähnlichen Ansatz wie Mack, indem er die einzelnen Einnahmen und Ausgaben des mittelalterlichen Braunschweigs darstellte und so versuchte, ein Bild der damaligen Finanzverwaltung der Stadt zu zeichnen.

In seiner 1937 erschienen Monographie[37] befasste sich Heinz Germer mit der mittelalterlichen Landgebietspolitik Braunschweigs. Damit nutzte er Rechnungen erstmalig nicht zur Darstellung einer Finanzverwaltung, sondern in Bezug auf eine andere mediävistische Fragestellung, nämlich die Landgebietspolitik einer mittelalterlichen Stadt. Eine aktive Landgebietspolitik resultierte Fahlbusch zufolge aus der Bedrohung des Handelsverkehrs mit anderen Städten durch Adlige, denen mit dem Entzug ihrer Schlösser auch die Basis für ihre Raubzüge genommen wurde. Weiterhin erwähnt er als Grund für den Erwerb oder die Inbesitznahme von Schlössern, dass diese als Ausgangsbasis für Landerwerbungen dienen sollten, um eine Nahrungsmittelversorgung der Stadt sicherzustellen. Seine darauf folgenden Untersuchungen basierten unter anderem auf folgendem Quellenmaterial: Ausgaben aus dem städtischen Marstall für Hafer, Heu und Stroh, Gemeine Kämmereirechnungen, Abrechnungen über den Landschatz aus dem Jahr 1422, Ausgaben für Geschütze und anderen Kriegsbedarf zwischen 1427 und 1432, Einnahmen und Ausgaben zur Warneburg von 1421 bis 1424, das erste Weddeschatzregister und eine Schrift Hans Porners über die „rente unde tinse de to de slote kost unde lecht sin“[38].[39] Mit Hilfe dieser Rechnungsquellen wies er unter anderem nach, dass die Braunschweiger Landgebietspolitik in zwei Phasen zu unterteilen ist, wobei die erste 1331 mit der Inbesitznahme der Asseburg[40] begann und die zweite mit der großen Stadtfehde 1494[41] endete. Den Einschnitt zwischen beiden Phasen verortete er in der Verhansung Braunschweigs von 1374 bis 1380 – derselbe Einschnitt, der auch bei der Betrachtung der Finanzverwaltung ausgemacht wurde. In einem Anhang gab er dann – auch unter Verwendung der erwähnten Rechnungsbestände – einen Überblick über alle außerstädtischen Besitzungen des mittelalterlichen Braunschweigs.[42]

Im Jahr 1958 publizierten dann Hans Goetting und Hermann Kleinau die umfangreichste Edition spezifisch Braunschweiger Rechnungen: Die Vizedominatsrechnungen des Domstifts St. Blasius von 1299 bis 1450.[43] Diese wurden acht Jahre zuvor im Aktenarchiv des ehemaligen Domstifts entdeckt, dass sich im Niedersächsischen Staatsarchiv Wolfenbüttel befindet. Die Rechnungen sind teils auf Pergamentrollen, teils in einzelnen oder zusammengebundenen Pergamentheften notiert.[44] Bis zu ihrer Publikation waren sie den Herausgebern zufolge zwar nicht von der Forschung unbeachtet geblieben, allerdings wurde ihrer Meinung nach ihrer Forschungsbedeutung nicht hinreichend Rechnung getragen. So sei ihre Geschlossenheit – von 1299 bis 1397 existieren erhebliche Lücken in den Aufzeichnungen, von 1398 bis 1536 aber liegen sie geschlossen vor – in Niedersachsen einmalig.[45] Außerdem würden sie durch die verzeichneten Einnahmen einen bedeutenden Beitrag für die Orts- und Wüstungsforschung, die Sozial-, Wirtschafts- und Geldgeschichte, sowie die Bevölkerungsgeschichte und Namenskunde leisten, während die Ausgaben hingegen Rückschlüsse auf die Verfassung des Stifts, Feste und Feierlichkeiten, das Schulwesen, Bauten, auswärtige Beziehungen und herzogliche Itinerare zuließen.[46] Als Verantwortlicher für die Aufstellung der Rechnungen, deren Tag der Rechnungslegung immer der Mittwoch nach Pfingsten, der sogenannte Quatembertag, war, wurde von beiden Historikern der Vizedominus des Stifts ausgemacht, dem die Vermögensverwaltung oblag.[47]

In einem Aufsatz[48] aus dem Jahr 1985 spezifizierte Martin Kintzinger nicht nur die Vita des Stadtschreibers Hermann Bote, sondern wies auch auf die seiner Meinung nach relativ komplizierte Klassifizierung der Archivalien des Braunschweiger Stadtarchivs hin, die Ludwig Hänselmann in seinem Abdruck des Schichtbuchs Botes[49] zur Darstellung dessen Lebenslaufes nutzte und die er Kämmereirechnungen nannte. Kintzinger zufolge handelt es sich bei diesen Stücken eher um Rechnungsbücher, die in sieben, teilweise parallel geführten Reihen vorliegen.[50] Den Lebenslauf Botes bestätigte er bei seinen Studien und fügte diesem noch einige weitere Details aus den Rechnungsbüchern hinzu.[51] Diese Vita verglich er dann mit einem anderen Stadtbediensteten, Anthonius Brandenhagen, der wie Bote auch als Stadtschreiber bezeichnet wurde.[52] Dabei kam er anhand der in den Rechnungsbüchern verzeichneten Tätigkeiten der beiden zu dem Schluss, dass die Bezeichnung des Amtes nicht geschlossen definiert war und dies im Allgemeinen besonders dann zutraf, wenn keine besondere oder herausragende Vorbildung Voraussetzung für eine Anstellung war.[53]

Fünf Jahre später nutzte Kintzinger die bereits bekannten Hauptrechnungen und Kämmereibücher der Gemeinen Stadt, die Rechnungsbücher und Schoßregister der Weichbilder, sowie die geistlichen Archive der Kirchen St. Martin, St. Katharinen, St. Andreas und St. Magnus[54], um im Rahmen einer Dissertation[55] die Schulpolitik und die Bildungsförderung im mittelalterlichen Braunschweig zu beschreiben.

1994 publizierte Kerstin Rahn erstmals ein Werk[56], das sich mit den religiösen Bruderschaften des mittelalterlichen Braunschweigs befasste. Auf dieses folgten noch weitere Studien zum selben Themengebiet, unter anderem 1999[57] und 2003[58].

In ihrem ersten Werk nutzt sie dabei neben mittelalterlichen Braunschweiger Testamenten vor allem auch Rechnungen der Braunschweiger Kalanden[59]. Diese nutzte sie beispielsweise, um die Zusammensetzungen der Mahlzeiten[60] und das wirtschaftliche Handeln der Bruderschaften[61] zu beleuchten. In den beiden letztgenannten Arbeiten konnte Rahn neben diesen Quellen auch auf die Rechnung einer Braunschweiger Witwe zugreifen, die unter anderem auch Aufschluss darüber gibt, was Hinterbliebene den Bruderschaften zukommen ließen, um für das Seelenheil des Verstorbenen zu sorgen.[62]

[...]


[1] dtv-Lexikon in 24 Bänden, Band 18 Quem–Rupp, Gütersloh u. a. 2006, S. 86.

[2] Mersiowsky, Mark: Aspekte adligen Lebens um 1400. Frühe westfälische und rheinische Adelsrechnungen im Vergleich, in: Widder, Ellen / Mersiowsky, Mark / Johannek, Peter (Hrsg.): Vestigia Monasteriensia. Westfalen – Rheinland – Niederlande, Bielefeld 1995, S. 263–304.

[3] Münster, Johann Steffen: Demonstrativer Konsum auf Reisen. Eß- und Trinkgewohnheiten einer spätmittelalterlichen Gesandtschaft, in: Mitteilungen der Residenz-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 20 (2010) 2, S. 11–48.

[4] Janssen, Wilhelm: Ein niederrheinischer Fürstenhof um die Mitte des 14. Jahrhunderts, in: Rheinische Vierteljahrsblätter 34 (1970), S. 219–251.

[5] Verein für Hansische Geschichte (Hrsg.): Hanserecesse, bearbeitet von Goswin Frhr. von der Ropp u. a., Leipzig u. a. 1876 ff.

[6] Anhang A.

[7] Goetting, Hans & Kleinau, Hermann (Hrsg.): Die Vizedominatsrechnungen des Domstifts St. Blasii zu Braunschweig 1299–1450, Göttingen 1958 (Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung, Heft 8).

[8] Beständeübersicht des Stadtarchivs Braunschweig: http://www.braunschweig.de/kultur _tourismus/bibliotheken_archive/stadtarchiv/bestaendeuebersicht.pdf (abgerufen am 08.05.2011).

[9] Ebd., S. 2.

[10] Ebd., S. 3.

[11] Ebd.

[12] Ebd, S. 9–11.

[13] Spieß, Werner: Das Stadtarchiv Braunschweig. Seine Geschichte und seine Bestände, Braunschweig 1951.

[14] Ebd.

[15] Angel, Johannes: Eine neue Beständeübersicht für das Stadtarchiv Braunschweig, o. O. 1985.

[16] Spieß, Werner: Die Gildearchive im Stadtarchiv Braunschweig, Leipzig 1933 (Gesamt-Innungs-Inventar für Ostfalen, Heft 1).

[17] Ebd., S. 53.

[18] Dürre, Hermann: Geschichte der Stadt Braunschweigs im Mittelalter, Nachdruck, Hannover 1974 (Beiträge zur Geschichte, Landes- und Volkskunde von Niedersachsen und Bremen, Serie A: Nachdrucke (Reprints), Band 8).

[19] Ebd., S. 3.

[20] Ebd., S. 314.

[21] Ebd., S. 314–323.

[22] Der Begriff „Worthzins“ lässt sich mit „Grundzins“, also einer Abgabe auf Grundbesitz übersetzen; Vgl. wurt-, wort-, wortins, in: Schiller, Karl & Lübben, August: Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Band 5, Bremen u. a. 1880, S. 791.

[23] Dürre: Geschichte, S. 333–343.

[24] Mack, Heinrich: Die Finanzverwaltung der Stadt Braunschweig bis zum Jahre 1374, Neudruck der Ausgabe Breslau 1889, Aalen 1970 (Untersuchungen zur deutschen Staats- und Rechtsgeschichte, Alte Folge, Heft 32).

[25] Der Begriff „Schicht“ lässt sich in diesem Fall mit „Aufstand“ übersetzen. Bei diesem Aufstand, der nur eine, wenn auch die bekannteste von mehrerer innerstädtischer Unruhen des mittelalterlichen Braunschweigs war, gelang es den Gilden die Macht in der Stadt zu übernehmen und den herrschenden Rat zu vertreiben. Die Hanse schloss daraufhin – um ein Übergreifen der Unruhen auf andere Hansestädte zu verhindern – Braunschweiger Kaufleute vom gemeinsamen Handel aus, was letztlich zu einer teilweisen Restauration der alten Machtstrukturen und 1380 zur Wiederaufnahme in die Hanse führte; Vgl. u. a. Puhle, Matthias: Braunschweig und die Hanse bis zum Ende des 14. Jahrhunderts, in: Spies, Gerd (Hrsg.): Brunswiek 1031 – Braunschweig 1981. Die Stadt Heinrichs des Löwen von den Anfängen bis zur Gegenwart, Festschrift zur Ausstellung, Braunschweig 1981, S. 105–129.

[26] Mack: Finanzverwaltung, S. 10–11.

[27] Ebd., S. 11.

[28] Ebd., S. 11–12.

[29] Ebd., S. 13.

[30] Ebd., S. 14–15.

[31] Fahlbusch, Otto: Die Finanzverwaltung der Stadt Braunschweig seit dem großen Aufstand im Jahre 1374 bis zum Jahre 1425, Neudruck der Ausgabe Breslau 1913, Aalen 1970 (Untersuchungen zur deutschen Staats- und Rechtsgeschichte, Alte Folge, Heft 116).

[32] Ebd., S. 3.

[33] Ebd., S. 4.

[34] Ebd., S. 13.

[35] Ebd., S. 3–4.

[36] Ebd., S. 3.

[37] Germer, Heinz: Die Landgebietspolitik der Stadt Braunschweig bis zum Ausgang des 15. Jahrhunderts, Göttingen 1937 (Veröffentlichungen der historischen Kommission für Hannover, Oldenburg, Braunschweig, Schaumburg-Lippe und Bremen, Studien und Vorarbeiten zum Historischen Atlas Niedersachsens, Heft 16).

[38] Ebd., S. 110.

[39] Ebd., S. 109–110.

[40] Ebd.. S. 72.

[41] Ebd., S. 74.

[42] Ebd., S. 75–108.

[43] Goetting & Kleinau: Vizedominatsrechnungen.

[44] Ebd., S. 5.

[45] Ebd.

[46] Ebd., S. 5–6.

[47] Ebd., S. 6–7.

[48] Kintzinger, Martin: Hermann Bote und Anthonius Brandenhagen im Dienst für die Stadt Braunschweig, in: Korrespondenzblätter des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung 92 (1985), S. 58–66.

[49] Hänselmann, Ludwig: Die Chroniken der niedersächsischen Städte. Braunschweig. Zweiter Band, photomechanischer Nachdruck der ersten Auflage, Stuttgart 1962 (Die Chroniken der deutschen Städte vom 14. Bis ins 16. Jahrhundert, Band 16).

[50] Kintzinger: Hermann, S. 59.

[51] Ebd., S. 59–64.

[52] Ebd., S. 64–65.

[53] Ebd., S. 66.

[54] Kintzinger, Martin: Das Bildungswesen in der Stadt Braunschweig im hohen und späten Mittelalter. Verfassungs- und institutionengeschichtliche Studien zu Schulpolitik und Bildungsförderung, Dissertation, Köln u. a. 1990 (Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte, Heft 32), S. 545.

[55] Kintzinger: Bildungswesen.

[56] Rahn, Kerstin: Religiöse Bruderschaften in der spätmittelalterlichen Stadt Braunschweig, Dissertation, Hannover u. a. 1994 (Braunschweiger Werkstücke, Reihe A. Veröffentlichungen aus dem Stadtarchiv und der Stadtbibliothek, Band 38 / Der ganzen Reihe Band 91).

[57] Rahn, Kerstin: Wirkungsfelder religiöser Bruderschaften und spätmittelalterlichen Städten der sächsischen und wendischen Hanse, in: Jörn, Nils / Kattinger, Detlef / Wernicke, Horst (Hrsg.): Genossenschaftliche Strukturen in der Hanse, Köln u. a. 1999 (Quellen und Darstellungen zur hansischen Geschichte, neue Folge, Band 48), S. 165–180.

[58] Rahn, Kerstin: „Eyn meß/ eyn zeit/ eyn bier…“? Rituelles Handeln in spätmittelalterlichen Bruderschaften, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 75 (2003), S. 101–111.

[59] „Kalanden“ waren ursprünglich religiöse Bruderschaften, die sich regelmäßig an jedem Monatsersten versammelten; Vgl. kalant, in: Schiller, Karl & Lübben, August: Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Band 2, Bremen u. a. 1876, S. 418.

[60] Rahn: Bruderschaften, S. 159–129.

[61] Ebd., S. 135–141.

[62] Rahn: Wirkungsfelder, S. 169–170; Rahn: Handeln, S. 109–110.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten

Details

Titel
Mittelalterliche Rechnungen der Stadt Braunschweig
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
40
Katalognummer
V189999
ISBN (eBook)
9783656143963
ISBN (Buch)
9783656144588
Dateigröße
661 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Braunschweig, Hansestadt, Sächsischer Städtebund, Rechnungen, Hanserecesse, Hanserezesse, Vizedominatsrechnungen, Außenpolitik, Einnahmen, Ausgaben, Gesandte, Krieg, Städtetag
Arbeit zitieren
Sven-Friedrich Pape (Autor), 2011, Mittelalterliche Rechnungen der Stadt Braunschweig , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189999

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