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Roger II. von Sizilien: Gegenspieler Konrads III. und Friedrichs I.

Titel: Roger II. von Sizilien: Gegenspieler Konrads III. und Friedrichs I.

Hausarbeit , 2011 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nils Wöhnl (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

(...)
Im Folgenden soll sich diese Arbeit Roger II. in seiner Rolle als Gegenspieler der staufischen
Herrscher des Heiligen Römischen Reiches widmen, die kontinuierlich im Bündnis mit dem
Kaiserreich Byzanz unter den Komnenen die wichtigsten externen Einflussnehmer neben dem Papst
auf das Königreich Sizilien darstellten.5 Ein Miteinbeziehen der päpstlichen Partei kann nur
rudimentär erfolgen, der Fokus liegt somit auf den deutschen Herrschern.
Einerseits soll nun das Problem der ständigen Gegnerschaft des Normannen zu Konrad III. und
Friedrich I. behandelt werden: Aus welchen Gründen entstand dieser evidente Gegensatz?
Daran anknüpfend stellt sich weiterhin die Frage: Warum konnte Roger II. von Sizilien nicht durch
das staufisch – byzantinische Bündnis niedergerungen werden?
Im Rahmen dieser Arbeit werden neben sekundären auch edierte Primärquellen genutzt.
Begründet durch die bis zum jetzigen Zeitpunkt nur in einem höchst unzureichenden Maße erfolgte
Veröffentlichung und Übersetzung eines Großteils der Diplomata Rogers II. von Sizilien –
besonders die in griechischer Sprache verfassten Texte sind hiervon betroffen – muss weiterhin auf
nicht – sizilianische Urkunden zurückgegriffen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Sizilien unter normannischer Herrschaft

2. Die Besonderheiten des Königreiches Sizilien unter Roger II.

3. Bündnispolitik und „Störversuche“ in den Jahren 1138 – 1152

4. Ein weiterer Akteur: Byzanz unter den Komnenen

5. Friedrich I. Barbarossa: Fortsetzung der gegen Roger II. gerichteten Politik

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle Rogers II. von Sizilien als Gegenspieler der staufischen Herrscher des Heiligen Römischen Reiches im 12. Jahrhundert und analysiert, warum er trotz des bestehenden Bündnisses zwischen dem staufischen Reich und Byzanz seine Macht behaupten konnte.

  • Strukturelle Besonderheiten und Verwaltung des normannischen Königreiches Sizilien
  • Bündnispolitik und Gegnerschaft gegenüber Konrad III. und Friedrich I.
  • Die Rolle Byzanz' als externer Akteur in der staufisch-sizilianischen Konfliktlinie
  • Einfluss der innerdeutschen Fürstenopposition (insb. der Welfen) auf die Außenpolitik

Auszug aus dem Buch

2. Die Besonderheiten des Königreiches Sizilien unter Roger II.

Schon allein durch seinen schnellen Aufstieg zum König und das daraus resultierende Anfechten der vorhandenen Machtverhältnisse in Europa galt Roger den Herrschern des Heiligen Römischen Reiches als Emporkömmling, der sich anmaßte über Sizilien sowie Unteritalien zu herrschen. Daneben konnte er von seiner zentralen Stellung auf Sizilien profitieren und wichtige Handelswege im Mittelmeer kontrollieren.

Sucht man nach weiteren Gründen, warum die Herrscher des Heiligen Römischen Reiches in König Roger II. stets einen Gegner sahen, dann lassen sich folgende ausmachen: Das normannische Königreich stellte einen nahezu revolutionären Staatstypus dar, der es eindeutig vom Heiligen Römischen Reich abgrenzte. Es handelte sich um ein ethnisch und religiös durchwachsenes Gebilde, in dem katholische, griechisch – orthodoxe und muslimische Untertanen lebten. Insbesondere war der Anteil der Muslime an der Gesamtbevölkerung auf der Insel Sizilien sehr hoch. An eine Herrschaft, die diese Gruppe ausgrenzte, war nicht zu denken. Eine Vertreibung war ebenso unmöglich wie ungewollt, denn es war für Roger äußerst vorteilhaft das Potential seiner arabischen Untertanen zu nutzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sizilien unter normannischer Herrschaft: Das Kapitel skizziert den Aufstieg der Normannen vom Söldnertum zur hegemonialen Macht unter Roger II. und die Gründung des Königreichs Sizilien im Jahr 1130.

2. Die Besonderheiten des Königreiches Sizilien unter Roger II.: Hier werden die zentralistische Verwaltung und die religiös-ethnische Vielfalt als Faktoren beschrieben, die den Staat Roger II. sowohl erfolgreich als auch zum Ziel staufischer Gegnerschaft machten.

3. Bündnispolitik und „Störversuche“ in den Jahren 1138 – 1152: Dieser Abschnitt analysiert die gezielte Nutzung der welfischen Opposition innerhalb des Heiligen Römischen Reiches durch Roger, um staufische Angriffe zu neutralisieren.

4. Ein weiterer Akteur: Byzanz unter den Komnenen: Es wird die Rolle des byzantinischen Reiches untersucht, das trotz des gemeinsamen Feindes Roger II. nur bedingt militärisch effektiv mit den deutschen Herrschern kooperierte.

5. Friedrich I. Barbarossa: Fortsetzung der gegen Roger II. gerichteten Politik: Das Kapitel behandelt die Kontinuität der Feindseligkeiten nach dem Regierungsantritt Friedrich Barbarossas und die diplomatische Untermauerung durch den Konstanzer Vertrag.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Rogers Erfolg maßgeblich auf seiner klugen Ausnutzung der innerdeutschen Spannungen und der Stabilität seines eigenen Staatsapparates beruhte.

Schlüsselwörter

Roger II., Sizilien, Normannen, Staufer, Konrad III., Friedrich Barbarossa, Byzanz, Welf VI., Mittelmeerpolitik, Verwaltungsgeschichte, Königtum, Machtkampf, Konstanzer Vertrag, Mittelalter, Interkulturalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Rolle Rogers II. von Sizilien im Kontext der staufischen Expansions- und Machtpolitik des 12. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die außenpolitischen Konflikte zwischen dem Königreich Sizilien und dem Heiligen Römischen Reich sowie die diplomatischen Beziehungen zwischen Byzanz und den Staufern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, wie Roger II. trotz des enormen Drucks durch das Bündnis zwischen dem deutschen Kaiserreich und Byzanz seine Herrschaft erfolgreich stabilisieren konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer historisch-analytischen Auswertung von edierten Primärquellen und einschlägiger mediävistischer Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der sizilianischen Herrschaftsstrukturen, Rogers Bündnispolitik gegenüber der welfischen Opposition und die Analyse der Beziehungen zu Byzanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe umfassen Roger II., Normannen, Staufer, Byzanz, welfische Opposition und die Besonderheiten der normannisch-sizilianischen Verwaltung.

Warum sah Friedrich Barbarossa in Roger II. einen Feind?

Friedrich sah Sizilien aufgrund des universalen kaiserlichen Herrschaftsanspruchs als legitimes Reichsgebiet an, wobei Roger als Emporkömmling und wirtschaftlicher Konkurrent betrachtet wurde.

Welchen Einfluss hatte Welf VI. auf die staufische Sizilienpolitik?

Der von Roger II. finanzierte Aufstand Welfs VI. band militärische Kapazitäten des deutschen Königs und verhinderte somit geplante Feldzüge gegen Sizilien.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Roger II. von Sizilien: Gegenspieler Konrads III. und Friedrichs I.
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Geschichte)
Veranstaltung
Die ersten Regierungsjahre Friedrich Barbarossas
Note
1,0
Autor
Nils Wöhnl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
16
Katalognummer
V190008
ISBN (eBook)
9783656143932
ISBN (Buch)
9783656144472
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Roger II Sizilien Sicily Barbarossa Friedrich Konrad Mittelalter Mittelmeer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nils Wöhnl (Autor:in), 2011, Roger II. von Sizilien: Gegenspieler Konrads III. und Friedrichs I., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190008
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Leseprobe aus  16  Seiten
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