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Die Besatzung Polens im 2. Weltkrieg

Ausbeutung und Verbrechen an der polnischen Zivilbevölkerung im Generalgouvernement

Titel: Die Besatzung Polens im 2. Weltkrieg

Hausarbeit , 2011 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Lisa Fäustel (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Am 1.September 1939 begann der Angriff der deutschen Truppen auf Polen. Dabei stellte die Niederlage Polens nach 2 Wochen keinen Abschluss des verbrecherischen Terrors dar, sondern markierte vielmehr den Anfang einer harten und kompromisslosen Besatzungszeit. Es herrschte ein Gewaltregime mit der Absicht eine „neue Ordnung“ einzuführen und das Land zu germanisieren. Das bedeutete zugleich die Beseitigung der lebenden Kräfte, welche nicht in das ideologische Profil der NS-Elite passten. Des Weiteren sollte der größtmögliche Nutzen für das Deutsche Reich aus diesem Land gezogen werden. Dies hieß zum einen die Erweiterung des Lebensraums und zum anderen die Sicherstellung der Versorgung der deutschen Bevölkerung. Dabei waren eine rigorose wirtschaftliche Ausbeutung und Deportationen der arbeitsfähigen Bevölkerung ins Reich, im Sinne der Theorie des „Lebensraums im Osten“, geplant. In dieser Zeit hörte Polen de facto auf zu existieren und unterstand totalem Kommando der faschistischen Führung.
Diese Arbeit soll einen Überblick über die Ausbeutung Polens und die Verbrechen an der Zivilbevölkerung im Generalgouvernement liefern. Ziel der Arbeit soll es sein, den Terror, der der einheimischen Bevölkerung angetan wurde, darzustellen und letztendlich den Nutzen für das Deutsche Reich zu erfragen. Das heißt inwieweit diese brutale Operation für das NS-Regime die geplanten wirtschaftlichen Erfolge eingebracht hat. Auch nach über 70 Jahren des deutschen Angriffs soll daran erinnert werden, was in dieser Zeit geschehen ist, um deutlich zu machen, mit welchen Schrecken diese Terrorherrschaft verbunden war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Allgemeine Fakten zur Situation im Generalgouvernement

2.2. WirtschaftlicheAusbeutung

2.3. Germanisierung

2.4. Lebens- und Arbeitsbedingungen der polnischen Zivilbevölkerung

2.5. Folgen der Ausbeutung Polens

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Mechanismen der nationalsozialistischen Besatzungspolitik im Generalgouvernement während des Zweiten Weltkriegs, wobei der Fokus auf der wirtschaftlichen Ausbeutung und der systematischen Unterdrückung der polnischen Zivilbevölkerung liegt. Dabei wird untersucht, inwiefern diese brutale Herrschaft die angestrebten wirtschaftlichen Ziele für das Deutsche Reich tatsächlich erfüllen konnte.

  • Strukturen der nationalsozialistischen Besatzungsverwaltung in Polen
  • Formen der wirtschaftlichen Ausbeutung und Ressourcenentziehung
  • Methoden der Germanisierung und Zerstörung der polnischen Identität
  • Lebens- und Arbeitsbedingungen der polnischen Zivilbevölkerung unter dem Besatzungsregime
  • Kritische Bilanz des wirtschaftlichen Nutzens versus der humanitären Katastrophe

Auszug aus dem Buch

2.4. Lebens- und Arbeitsbedingungen der polnischen Zivilbevölkerung

Wie bereits unter Punkt 2.1.2 erwähnt, richtete sich die Verfolgung der polnischen Bevölkerung vor allem auf die Elite und Intelligenz. Doch generell waren alle Polen täglich in Gefahr inhaftiert, verschleppt oder angegriffen zu werden. Sie wurden zu Bürgern zweiter Klasse und hatten sich zahlreichen Verboten zu unterwerfen. Konkret hieß dies, dass sie zum Beispiel keine öffentlichen Bäder oder Parks besuchen durften und ihnen, wie oben bereits genannt, der Zugang zu Bildung verwehrt blieb. Sie mussten Deutschen in öffentlichen Verkehrsmitteln ihren Sitzplatz überlassen und sie durften nur zu bestimmten Uhrzeiten in bestimmten Geschäften einkaufen. In allen Großstädten führten die Besatzer eine Polizeisperrstunde ein, in der es Polen verboten war, sich in der Stadt zu bewegen.

Diese Sperrstunden variierten jedoch wiederum von Distrikt zu Distrikt. Ein Beispiel für die willkürliche Behandlung der Einwohner war das Badeverbot an einem heißen Sommertag im August 1943 in Warschau, das Ihnen untersagte, in der Weichsel zu baden. Daran wird deutlich, dass viele Bestimmungen für die Polen meist keinen konkreten Zweck verfolgten, sondern lediglich dazu dienten, die seitens der NS-Regierung propagandierte Erhabenheit der Deutschen zu verdeutlichen und die Menschen zu schikanieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Beginn des Überfalls auf Polen als Startpunkt eines verbrecherischen Besatzungsregimes mit dem Ziel der „neuen Ordnung“ und Germanisierung.

2. Hauptteil: Der Hauptteil untersucht detailliert die Verwaltung, die wirtschaftliche Ausbeutung, die Germanisierungspolitik sowie die katastrophalen Lebens- und Arbeitsbedingungen der polnischen Zivilbevölkerung.

3. Schluss: Die Schlussbetrachtung bilanziert das Scheitern der nationalsozialistischen Polenpolitik, die weder nachhaltige wirtschaftliche Erfolge brachte, noch die humanitäre Katastrophe rechtfertigen konnte.

Schlüsselwörter

Generalgouvernement, Nationalsozialismus, Besatzungspolitik, Polen, Ausbeutung, Zivilbevölkerung, Terrorherrschaft, Germanisierung, Lebensraum im Osten, Zwangsarbeit, NS-Regime, Hans Frank, Zweiter Weltkrieg, Unterdrückung, Widerstand

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der deutschen Besatzungspolitik in Polen während des Zweiten Weltkriegs, insbesondere im Gebiet des sogenannten Generalgouvernements.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte sind die administrativen Strukturen der Besatzung, die wirtschaftliche Ausbeutung, die Germanisierungsversuche sowie die Lebensumstände der unterdrückten polnischen Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Terror gegen die polnische Bevölkerung darzustellen und kritisch zu hinterfragen, welchen wirtschaftlichen Nutzen das NS-Regime aus dieser brutalen Unterdrückung tatsächlich ziehen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse zeitgeschichtlicher Quellen und historischer Fachliteratur, um das Besatzungssystem und dessen Folgen aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Situation im Generalgouvernement, die Methoden der ökonomischen Ausplünderung, die psychologischen und physischen Maßnahmen der Germanisierung sowie die prekäre Versorgungslage der Polen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Generalgouvernement, Ausbeutung, Germanisierung, Zwangsarbeit, Terrorherrschaft und Nationalsozialismus.

Welche Rolle spielte Hans Frank im Generalgouvernement?

Hans Frank war der Generalgouverneur und zentraler Akteur, der die Besatzungspolitik lenkte, die Ausbeutung vorantrieb und gleichzeitig durch Korruption und Unentschlossenheit innerhalb des Verwaltungsapparates geprägt war.

Warum war die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik in Polen ineffizient?

Die Politik war widersprüchlich: Einerseits sollte das Land ökonomisch ausgebeutet werden, andererseits führten die Rassenideologie und die Vernichtungspolitik dazu, dass das Potenzial der Arbeitskräfte durch Unterernährung und Deportation zerstört wurde.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Besatzung Polens im 2. Weltkrieg
Untertitel
Ausbeutung und Verbrechen an der polnischen Zivilbevölkerung im Generalgouvernement
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
2,0
Autor
Lisa Fäustel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
22
Katalognummer
V190152
ISBN (eBook)
9783656145585
ISBN (Buch)
9783656146094
Sprache
Deutsch
Schlagworte
besatzung polens weltkrieg ausbeutung verbrechen zivilbevölkerung generalgouvernement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Fäustel (Autor:in), 2011, Die Besatzung Polens im 2. Weltkrieg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190152
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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