Die Astrid-Lindgren Grundschule befindet sich in Achim/Niedersachsen. In ihrem
Einzugsgebiet leben überwiegend ausländische Bürger. Demzufolge ist der Ausländeranteil
an dieser Schule sehr hoch. 50 % der etwa 200 Schüler sind nicht deutscher Herkunft.
Die Schule wurde 1969 erbaut. Zunächst trug sie den Namen „Schule an der Karlsstraße“,
wurde jedoch vor 2 Jahren als Folge einer Runderneuerung in „Astrid-Lindgren Schule“
umbenannt. Die Schule hatte zuvor ein sehr schlechtes Image. Als sie 1999 mehr Räume und
Lehrer zur Verfügung hatte, wollten die verantwortlichen Lehrer mit einem neuen Namen
einen Neuanfang versuchen.
Diese Grundschule ist verlässlich, dass heißt, dass die Schüler von 7:42-12:45 Uhr unter allen
Umständen betreut werden.
Das Schulsystem ist vom 1. bis 4. Schuljahr dreizügig. Des Weiteren gibt es eine Klasse der
Lebenshilfe und einen Schulkindergarten für die Kinder, die noch eine Eingewöhnung für den
Schulanfang brauchen. Das Kollegium besteht aus 19 Lehrerinnen, 2 Lehrern (inklusive Rektor), 2 Referendarinnen
und zwei Sozialpädagoginnen. Weitere Mitarbeiter sind die Hausmeisterin, die
Schulsekretärin und die Reinigungskräfte. Insgesamt hat die Schule vierzehn Klassenräume, vier Gruppenräume, eine eigene Turnhalle,
einen Musikraum, einen Werkraum, einen Computerraum, eine Bibliothek, einen
Sozialpädagogischen Raum, zwei Klassenräume und einen Gruppenraum für die
Betreuungsgruppen der Verlässlichen Grundschule, drei Lehrmittelräume, einen
Hausmeisterraum, ein Krankenzimmer, ein Beratungszimmer, eine Aula, Jungen- und
Mädchentoiletten sowie Toiletten für die Lehrer und Lehrerinnen, ein Rektorbüro, ein
Konrektorzimmer und ein Lehrerzimmer.
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse
1.1 Die Schule
1.2 Das Kollegium
1.3 Räumliche Gegebenheiten
1.4 Räume, Medien und Materialien für unsere UE
1.5 Die Klasse 1a
1.6 Die Mentorin
1.7 Der Tagesablauf
1.8 Arbeitsmethoden in der Klasse
1.9 Vorkenntnisse der Kinder in Bezug auf unser Thema
1.10 Unsere Unterrichtsgruppe
1.11 Zeitlicher Rahmen der UE
2. Themenwahl und Sachanalyse
2.1 Das Thema
2.2 Die Bedeutung des Gegenstandes in der Fachwissenschaft
2.3 Wofür ist der Gegenstand repräsentativ
2.4 Welche Fachinhalte müssen vorausgehen
3. Didaktische Analyse
3.1 Fächerübergreifendes und Fachbezogenes Zusammenwirken
3.2 Die Gegenwartsbedeutung unseres Themas für die Schüler
3.3 Die Bedeutung des Themas für die Zukunft der Schüler
3.4 Der Bezug zu unserem Projekt
4. Lernziele
4.1 Fachliche Lernziele
4.2 Fächerübergreifende Lernziele
5. Handlungsziele
5.1 Wodurch können wir die Schüler für unser Thema gewinnen
5.2 Das Interesse der Schüler an unserem Thema
5.3 Mögliche Reaktionen auf unser Angebot
6. Die Unterrichtseinheit
6.1 Verlaufsplanung
6.2 Die Einstiegsstunde
6.2.1 Planung
6.2.2 Durchführung
6.2.3 Auswertung
6.3 Die Stunde vom 14.02.03 (Sabrina)
6.3.1 Planung
6.3.2 Durchführung
6.3.3 Auswertung
6.4 Die Stunde vom 25.02.03 (Mareike)
6.4.1 Planung
6.4.2 Durchführung
6.4.3 Auswertung
6.5 Die Präsentation
6.5.1 Planung
6.5.2 Durchführung
6.5.3 Auswertung
6.6 Reflexion
6.6.1 Mareike
6.6.2 Sabrina
Zielsetzung und Themenbereiche
Diese Arbeit dokumentiert einen schulpraktischen Bericht, der die Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit zum Thema "So stark wie Pippi Langstrumpf" in einer ersten Grundschulklasse beschreibt. Ziel ist es, durch die Identifikation mit der mutigen und selbstbewussten Pippi Langstrumpf das Selbstvertrauen der Kinder in einem sozial schwierigen Umfeld zu fördern.
- Bedingungsanalyse der schulischen Rahmenbedingungen und der Klassensituation
- Didaktische Herleitung und Verknüpfung von Literatur, Musik, Kunst und Sport
- Förderung der Selbstbehauptung durch gezielte sportliche Übungen
- Kreative Auseinandersetzung mit der Geschichte durch ein selbst gestaltetes Stockpuppentheater
Auszug aus dem Buch
6.2.2 Durchführung
Die Einstiegsstunde beginnt wie geplant in einem Sitzkreis und der Besprechung des Buches. Hierzu werden inhaltliche Fragen gestellt und die Charaktereigenschaften der drei Hauptfiguren heraus gearbeitet.
Nachdem die Schüler unsere Fragen bezüglich der Geschichte und den charakterlichen Eigenschaften der Hauptfiguren beantwortet haben und alle Fragen ihrerseits geklärt sind, beginnen wir mit dem Malen des Bildes.
Zunächst wird die Tapete, mit Hilfe der Schüler, auf dem Fußboden ausgerollt und die Aufgabe erklärt. Die Schüler malen, mit Hilfe von Wachsmalstiften, Buntstiften und Tusche, Bilder von Pippi Langstrumpf, der Villa Kunterbunt, Herrn Nilsson, etc.
Nach dem Malen des Bildes haben einige Schüler die Idee, Überschriften zu dem Bild zu schreiben. Da wir noch Zeit haben, weichen wir von unserer Planung ab, geben den Schülern Papier und helfen ihnen beim Schreiben der Überschriften.
Am Ende der Stunde besprechen wir die Bilder der Schüler. Hierzu zeigt jedes Kind welches Bild es gemalt hat und erklärt, warum es sich dazu entschieden hat dieses Bild zu malen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsanalyse: Erfassung der schulischen Gegebenheiten, der Schülerschaft der Klasse 1a sowie der Arbeitsweisen und Rahmenbedingungen des Unterrichts.
2. Themenwahl und Sachanalyse: Begründung der Themenentscheidung basierend auf der Namensgebung der Schule und dem Ziel, Selbstvertrauen durch die Figur Pippi Langstrumpf zu stärken.
3. Didaktische Analyse: Erläuterung der Bedeutung des Themas für die gegenwärtige Situation und die Zukunft der Schüler sowie die Verknüpfung fachübergreifender Lernbereiche.
4. Lernziele: Definition von fachspezifischen Zielen in Kunst, Darstellendem Spiel, Musik und Sport sowie die übergeordneten sozialen Lernziele.
5. Handlungsziele: Einschätzung der Motivation und der möglichen Reaktionen der Schüler auf die geplanten Aktivitäten.
6. Die Unterrichtseinheit: Detaillierte Darstellung der Stundenverläufe, von der Einstiegsstunde über das Stockpuppentheater und Sporteinheiten bis zur abschließenden Präsentation und Reflexion.
Schlüsselwörter
Schulpraktikum, Pippi Langstrumpf, Grundschule, Selbstvertrauen, Selbstbehauptung, Unterrichtsplanung, Ästhetische Erziehung, Sozialkompetenz, Stockpuppentheater, Sportunterricht, Identifikation, Astrid-Lindgren-Schule, Unterrichtseinheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschreibt den Ablauf und die Reflexion einer fünfwöchigen Unterrichtseinheit zum Thema Pippi Langstrumpf, die im Rahmen eines Schulpraktikums in einer ersten Grundschulklasse durchgeführt wurde.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der pädagogischen Bedingungsanalyse, der didaktischen Aufarbeitung eines Literaturthemas, der praktischen Förderung von Selbstvertrauen durch Sport und der ästhetischen Gestaltung durch ein Theaterprojekt.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Hauptziel besteht darin, das mangelnde Selbstvertrauen und die Selbstbehauptungsfähigkeit der Kinder in einer Klasse mit komplexen sozialen Hintergründen durch den spielerischen Zugang zur Figur Pippi Langstrumpf zu stärken.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Es werden Ansätze der Bedingungsanalyse, fachwissenschaftliche Sachanalysen sowie didaktische Reflexionen angewandt, um den Erfolg der Unterrichtspraxis kritisch zu bewerten.
Welche Schwerpunkte hat der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die konkrete Stundenverlaufsplanung, die Durchführung der Einheiten – insbesondere das Basteln des Stockpuppentheaters und die Sportstunden – sowie deren Auswertung und die persönliche Reflexion der Studierenden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Selbstvertrauen, Selbstbehauptung, Pippi Langstrumpf, Grundschulpädagogik, Unterrichtsplanung und ästhetische Erziehung.
Wie gehen die Kinder mit dem "Selbstverteidigungstraining" um?
Die Jungen reagierten sehr positiv und konnten Energie abbauen, während die Reflexion zeigte, dass die Schüler schnell verstanden, dass Schläge nur als notwendiges Mittel zur Selbstverteidigung in Gefahr gelten dürfen.
Welche Herausforderungen traten beim Bau des Theaters auf?
Das Befestigen der Vorhänge am Stockpuppentheater war technisch anspruchsvoll, da Kleber nicht hielt und die Bedienung von Tacker und Locher für die Kinder eine motorische Herausforderung darstellte, bei der die Studierenden unterstützend eingreifen mussten.
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- Mareike Duensing (Author), Sabrina Lüllmann (Author), 2003, Praktikumsbericht "So stark wie Pippi Langstrumpf", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19021