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Energiemanagement in der Wohnungswirtschaft

Dargestellt anhand des Lebenszyklus von Wohnimmobilien

Title: Energiemanagement in der Wohnungswirtschaft

Diploma Thesis , 2010 , 83 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Betriebswirt (FH) Immobilienwirtschaft Alexander Sperling (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Das Thema Energiemanagement ist aktueller denn je. In allen Bereichen, sei es
in der Industrie, Verkehr und in der Wohnungswirtschaft wird Energie
verbraucht. Auf die Verknappung bzw. Verteuerung der Energieträger wird
sensibel reagiert. Es wird nach Lösungen geforscht, wie mit den knappen
Ressourcen schonender umgegangen werden kann.
Die Wohnungswirtschaft verbraucht einen erheblichen Teil der Energie. Im
Vergleich zur Industrie, in der Prozesse und damit verbunden auch der
Energieverbrauch stetig optimiert wurde, besteht in der Wohnungswirtschaft in
dieser Hinsicht Aufholbedarf.
Das Energiemanagement ist ein Teil des Facility Managements. Das Facility
Management wird eher in der industriellen und der gewerblichen
Immobilienwirtschaft angesiedelt, als in der Wohnungswirtschaft. Dem
entsprechend wird in der Wohnungswirtschaft dem Energiemanagement bisher
nur wenig Aufmerksamkeit beigetragen.
In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, darzustellen, in wie fern
Energiemanagement in der Wohnungswirtschaft angewendet werden kann. Aus
der bestehenden Literatur ist nur wenig zum Thema Energiemanagement in der
Wohnungswirtschaft zu entnehmen. Mehr Inhalt zum Thema
Energiemanagement bietet sich aus der Literatur an, die sich auf das
industrielle Facility Management konzentriert. Es wird versucht, aus diesen
Inhalten eine Analogie auf die Wohnungswirtschaft zu transformieren.
Um das Energiemanagement in der Wohnungswirtschaft zu veranschaulichen,
orientiert sich diese Arbeit an den Lebenszyklus einer Immobilie. Es wird in
jeder Lebenszyklusphase dargestellt, welche Möglichkeiten durch das
Energiemanagement bestehen, den Energiebedarf eines Gebäudes zu
optimieren. Dabei richten sich alle Phasen auf die Nutzungsphase aus, in der
innerhalb des Lebenszyklus eines Gebäudes die meiste Energie verbraucht
wird.
Zuvor werden Randbedingungen behandelt, welche für das
Energiemanagement innerhalb der Wohnungswirtschaft relevant sind, so zum
Beispiel rechtliche Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung.

Das Energiemanagement weist Schnittstellen zu vielen anderen Bereichen auf
und ist somit aus einer ganzheitlichen Sicht zu betrachten. Es wird innerhalb
dieser Arbeit der Versuch unternommen, das Energiemanagement aus vielen
Blickwinkeln zu betrachten, um somit den interdisziplinären Charakter des
Energiemanagements zu verdeutlichen und die Bedeutung für die
Wohnungswirtschaft zu stärken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Zielsetzung der Arbeit und Vorgehensweise

1. Wohnungswirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1. Volkswirtschaftliche Bedeutung der Wohnungswirtschaft

1.2. Lage auf dem Energiemarkt

1.3. Rechtliche Rahmenbedingungen in der Wohnungswirtschaft

1.3.1. Integrierte Energie- und Klimaprogramm (IEKP)

1.3.1.1. Änderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV)

1.3.1.2. Auswirkungen der EnEV-Novelle auf die Wohnungswirtschaft

1.3.1.3. Änderungen der Heizkostenverordnung (HeizKV)

1.3.1.4. Auswirkungen der HeizKV-Novelle auf die Wohnungswirtschaft

1.4. Investitionen in Energetisches Bauen

1.5. Nachhaltigkeit in der Wohnungswirtschaft

2. Energiemanagement in Wohnungsunternehmen

2.1. Gründe für die Einführung des Energiemanagements

2.2. Verankerung des Energiemanagements in die Unternehmensstrategie

2.3. Energiemanagement und Wirtschaftlichkeit im Unternehmen

3. Begründung und Einordnung des Energiemanagements

3.1. Energiemanagement – Management auf operativer Ebene

3.2. Energiemanagement – Management auf strategischer Ebene

3.3. Energiemanagement – Einbindung in den Lebenszyklus einer Immobilie

4. Energiemanagement im Lebenszyklus eines Gebäudes

4.1. Energiemanagement während der Projektentwicklung

4.2. Energiemanagement während der Planungsphase eines Gebäudes

4.2.1. Nutzerorientierte Grundlagenermittlung

4.2.2. Energieeffiziente Grobkonzepte in der Vorplanung

4.3. Energiemanagement während der Erstellungsphase

4.4. Dokumentation der Daten für die Bewirtschaftungsphase

4.5. Energiemanagement während der Nutzungsübergabe und des Neubetriebes

4.5.1. Nutzungsübergabe

4.5.2. Aufgaben während des Neubetriebes

4.6. Energiemanagement während der Nutzungsphase

4.6.1. Systematisches Energiemanagement

4.6.1.1. Anpassung der Betriebsführung / Gebäudeautomation

4.6.1.2. Investitionen in die Anlagentechnik

4.6.1.3. Gebäudehülle

4.6.2. Energieoptimierung der Medienverbräuche

4.6.2.1. Kostenoptimierung der Wasserversorgung

4.6.2.2. Kostenoptimierung der Wärmeversorgung

4.6.2.3. Kostenoptimierung der Stromversorgung

4.6.3. Smart Metering – Eine Lösung zur Energieoptimierung?

4.6.3.1. Funktionsweise von Smart Metering

4.6.3.2. Vergleich zwischen Grundtarif und intelligentem Tarif

4.6.3.3. Breitbandanschluss als Voraussetzung für Smart Metering

4.6.3.4. Offene Fragestellungen in der Wohnungswirtschaft

4.7. Energiemanagement in der Sanierungsphase

4.7.1. Energieliefer-Contracting als Energiemanagementinstrument

4.7.1.1. Rechtliche Situation des Energiecontractings

4.7.1.2. Marktübersicht bundesweit tätiger Energie-Contractoren

4.7.1.3. Kalkulation Contracting

4.8. Energiemanagement in der Verwertungsphase

Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Anwendungsmöglichkeiten von Energiemanagement in der Wohnungswirtschaft unter besonderer Berücksichtigung des Lebenszyklus von Wohnimmobilien, um Energieeffizienz zu steigern und Kosten zu optimieren.

  • Analyse des Einflusses rechtlicher Rahmenbedingungen (z.B. EnEV, HeizKV) auf die Wohnungswirtschaft.
  • Erarbeitung von Strategien zur Verankerung des Energiemanagements in Wohnungsunternehmen.
  • Untersuchung der Energiemanagement-Methoden in den einzelnen Lebenszyklusphasen einer Immobilie.
  • Darstellung von Instrumenten zur Energieoptimierung, wie etwa Smart Metering oder Energiecontracting.

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Nutzerorientierte Grundlagenermittlung

Die Planung eines Gebäudes erfolgt von einem Planer, in der Regel von einem Architekten. Die Grundlagenermittlung wird als erste Leistungsphase der HOAI durchgeführt und bezieht sich auf die Klärung der Aufgabenstellung und der hieraus resultierenden Anforderungen an die Planung.57 Konkrete Leistungen dieser Phase sind unter anderen die Formulierung von Entscheidungshilfen für die Auswahl anderer an der Planung fachlich Beteiligter, eine Standortanalyse oder das Aufstellen eines Raumprogramms.

Der Anteil der Grundlagenermittlung an der Gesamtleistung beträgt lediglich drei Prozent. Der relativ geringe Leistungsanteil einer Grundlagenermittlung von drei Prozent an der Gesamtleistung kann zur Folge haben, dass die Kapazitäten des Planers für eine umfangreiche und nutzerorientierte Grundlagenermittlung nicht ausreichen. Dabei ist die Grundlagenermittlung das Fundament der gesamten Planung.

Ein weiteres Problem kann auftreten, wenn an das Planungsteam unklare Aufgabenstellungen formuliert werden. Der Planer kann dabei zwangsläufig Entscheidungen treffen, die zu überdimensionierten und ineffizienten und somit unwirtschaftlichen Konzepten führen.58 Der Nutzer einer Immobilie hat ein hohes Interesse daran, dass seine Immobilie in der Nutzungsphase ökonomisch und nachhaltig zu bewirtschaften ist.

Das Energiemanagement kann sich bei dieser Problematik als Organisator und Kümmerer zwischen dem Nutzer einer Immobilie und dem Planer einklinken. Um Klarheit bezüglich den Anforderungen eines Projektes zu verschaffen, kann das Energiemanagement einen Fragekatalog erstellen. Anhand des Fragekataloges werden die nutzerspezifischen Anforderungen abgefragt. Parallel dazu werden Hilfestellungen an den Nutzer anhand von Vorschlägen geleistet.59 So können Anforderungen des Nutzers herauskristallisiert werden, die dem Planer zur Umsetzung vorgeschlagen und gegebenenfalls optimiert werden. Informationen von dem Energiemanagement an den Planer können zum Beispiel dafür dienen, um eine Übereinstimmung zwischen der Energieversorgungstechnik eines Gebäudes mit der Energiepolitik des Unternehmens zu gewährleisten. Ebenfalls wichtig für den Nutzer kann eine wartungsarme Gebäudetechnik sein.

Zusammenfassung der Kapitel

Wohnungswirtschaftliche Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erläutert die volkswirtschaftliche Bedeutung der Wohnungswirtschaft und die rechtlichen Vorgaben (wie EnEV und IEKP), die den Handlungsspielraum für Energiemanagement maßgeblich bestimmen.

Energiemanagement in Wohnungsunternehmen: Hier wird dargelegt, warum Energiemanagement ein strategisches Ziel von Wohnungsunternehmen sein sollte und wie es mit dem Ziel der Wirtschaftlichkeit in Einklang gebracht werden kann.

Begründung und Einordnung des Energiemanagements: Das Kapitel definiert Energiemanagement als Teil des Facility Managements und grenzt operative von strategischen Managementebenen ab.

Energiemanagement im Lebenszyklus eines Gebäudes: Der Hauptteil beschreibt, wie Energiemanagement über alle Phasen – von der Planung bis zur Verwertung – eingesetzt werden kann, um ökologische und ökonomische Ziele zu erreichen.

Schlüsselwörter

Energiemanagement, Wohnungswirtschaft, Lebenszyklus, Immobilien, Energieeffizienz, EnEV, Heizkostenverordnung, Facility Management, Energiecontracting, Smart Metering, Betriebskosten, Nachhaltigkeit, Bestandsmanagement, Energieoptimierung, Wirtschaftlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Integration und Umsetzung von Energiemanagement-Methoden in Wohnungsunternehmen und bei Immobilien, um den Energiebedarf über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes hinweg zu optimieren.

Welche Themenfelder stehen im Vordergrund?

Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen der Energiewirtschaft in der Wohnungswirtschaft, die Verankerung von Energiemanagement in Unternehmensstrategien sowie konkrete technische und kaufmännische Instrumente zur Verbrauchs- und Kostenoptimierung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie Energiemanagement – bisher eher im industriellen Bereich beheimatet – in der Wohnungswirtschaft Anwendung finden kann, um ökologische Anforderungen mit ökonomischer Wirtschaftlichkeit zu verbinden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und transformiert Erkenntnisse aus dem industriellen Facility Management auf die Wohnungswirtschaft. Zudem werden anhand eines fiktiven Projekts Wirtschaftlichkeitsberechnungen für verschiedene Contracting-Modelle durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich entlang des Lebenszyklus einer Immobilie, angefangen bei der Projektentwicklung über Planung, Erstellung, Nutzungsübergabe und den laufenden Betrieb bis hin zur Sanierung und Verwertung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Energiemanagement, Wohnungswirtschaft, Lebenszyklusbetrachtung, Energiecontracting, Smart Metering und Energieeffizienz.

Warum ist eine ganzheitliche Betrachtung über den gesamten Lebenszyklus notwendig?

Weil die Weichen für die Energieeffizienz in der Planungsphase gestellt werden, der größte Energieverbrauch jedoch während der Nutzungsphase auftritt. Nur eine kontinuierliche Betrachtung verhindert Informationsbrüche und ineffiziente Betriebszustände.

Wie kann Energiecontracting Wohnungsunternehmen entlasten?

Es entlastet Unternehmen finanziell durch ausgelagerte Investitionen und organisatorisch durch das Fachwissen des Contractors, während gleichzeitig das Betreiberrisiko verlagert wird.

Welche Rolle spielt Smart Metering für die zukünftige Wohnungswirtschaft?

Smart Metering soll durch transparente Verbrauchsdaten Mieter und Eigentümer zum sparsamen Umgang mit Ressourcen motivieren und so zur Senkung der CO2-Emissionen und Energiekosten beitragen.

Excerpt out of 83 pages  - scroll top

Details

Title
Energiemanagement in der Wohnungswirtschaft
Subtitle
Dargestellt anhand des Lebenszyklus von Wohnimmobilien
College
Nürtingen University
Course
Immobilienwirtschaft
Grade
1,3
Author
Diplom-Betriebswirt (FH) Immobilienwirtschaft Alexander Sperling (Author)
Publication Year
2010
Pages
83
Catalog Number
V190228
ISBN (eBook)
9783656146285
ISBN (Book)
9783668392182
Language
German
Tags
Energiemanagement Wohnungswirtschaft Facility Management Lebenszyklus Immobilie EnEV Nutzungsphase Energie Effizienz Haus Wohnung Wirtschaft Management Facility Facilties Volkswirtschaft Energiemarkt Klima Energieeinsparverordnung Heizkosten Heizkostenverordnung Unternehmensstrategie Gebäude Projektentwicklung Bewrtschaftung Gebäudeautomation Medien Wasser Strom Heizung Smart Metering Contracting
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Betriebswirt (FH) Immobilienwirtschaft Alexander Sperling (Author), 2010, Energiemanagement in der Wohnungswirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190228
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