Mein Praktikum habe ich in meinem ersten Semester im Altenzentrum Saathoffplatz in Göttingen absolviert.
Durch meine Erfahrungen im Pflegebereich interessierte ich mich nun mehr für den Bereich der Beschäftigung und Beratung alter Menschen. Da ich seit Beginn meines Studiums im Saathoffplatz als studentische Aushilfe auf einer Pflegestation tätig bin, bot man mir die Möglichkeit an, ein Praktikum in der Tagespflege des Hauses zu absolvieren. In dieser sollte ich Beschäftigungstherapien sowie den Kontakt und die Beratung in einer gerontopsychiatrischen Einrichtung kennen lernen. Ich informierte mich im Vorfeld hauptsächlich über typische psychische Alterserkrankungen, wie Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson und Demenz.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Vorstellung der Institution
1.1 Der Name Saathoff( platz)
1.2 Die Geschichte des Saathoffplatzes
1.3 Das Leitbild des Altenzentrums
2. Finanzierung und Zahlen des Saathoffplatzes
2.1 Heim- Pflegekosten im Altenzentrum
2.2 Tagespflegekosten
2.3 Organigramm
3. Aufgabenbereiche in der Tagespflege
4. Eigener Tätigkeitsbereich als Praktikantin
4.1 Beschreibungen der Klientengruppe
4.2 Aufgabenbereich und eigene Arbeitsweise
5. Reflexion
6. Anhang
7.Literaturliste
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit dokumentiert die Erfahrungen eines vierwöchigen Praktikums im Grundstudium im Altenzentrum Saathoffplatz in Göttingen. Das primäre Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit der Tagespflege gerontopsychiatrisch veränderter Menschen sowie die Erprobung und Reflexion von Betreuungsansätzen unter besonderer Berücksichtigung demenzieller Erkrankungen.
- Strukturelle Vorstellung der Altenpflegeeinrichtung Saathoffplatz
- Finanzierungsmodelle und Kostenstrukturen in der Tagespflege
- Anforderungen an die Betreuung von demenziell veränderten Menschen
- Praktische Erprobung von Beschäftigungstherapien und Interaktionsformen
- Reflexion des professionellen Rollenverständnisses und der Beziehungsgestaltung
Auszug aus dem Buch
Was können Demenzerkrankte noch? ( Ressourcen)
Jeder, der mit Demenzerkrankten zu tun hat, wird bestätigen können, dass ihre stärkste Ressource die Gefühle sind. Ihre Stärke liegt im Wahrnehmen und im Ausdruck von Gefühlen.
Eine weitere Stärke Demenzerkrankter sind ihre Antriebe. Antriebe sind die Normen und Werte, nach denen jeder Mensch sein Leben lang ausgerichtet hat, z.B. Ordnungssinn, Sparsamkeit, Gerechtigkeit, Fleiß, Pünktlichkeit oder Pflichtbewusstsein.
(vgl. Peter Dürrmann, S. 38f)
Eine Möglichkeit Zugang zu den Erkrankten zu bekommen, ist die integrative Validation (IVA), in der man die Ressourcen nutzt. Dieser Zugang beinhaltet, dass man das Gefühl und den Antrieb des Dementen spürt und diese mit kurzen Sätzen annimmt und akzeptiert (validiert). Der Effekt des Validierens ist, dass der Erkrankte spürt: Da ist jemand der mich erfasst; meine ganz persönlichen Gefühle wahrnimmt; weiß was mir wichtig ist; wonach ich meine Leben ausgerichtet habe.
Und das hat zur Folge, dass der Demenzerkrankte empfindet: Diesem Menschen kann ich vertrauen; hier kann ich entspannen, meine Angst, meinen Stress verlieren; sein, was ich bin, auch hilflos, einsam, verzweifelt und zornig.
(vgl. Peter Dürrmann, S. 56 ff)
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre Motivation für das Praktikum in der Tagespflege des Altenzentrums Saathoffplatz und benennt die Vorbereitung auf die Arbeit mit psychisch veränderten alten Menschen.
1. Vorstellung der Institution: Dieses Kapitel erläutert den historischen Hintergrund des Saathoffplatzes sowie das grundlegende Leitbild und die institutionelle Philosophie des Altenzentrums.
2. Finanzierung und Zahlen des Saathoffplatzes: Hier werden die detaillierten Kostenstrukturen, Pflegesätze und Finanzierungsmodalitäten für die stationäre Pflege und die Tagespflege dargelegt.
3. Aufgabenbereiche in der Tagespflege: Das Kapitel beschreibt das Spektrum der pflegerischen und betreuenden Tätigkeiten, inklusive des Umgangs mit herausfordernden Verhaltensweisen bei dementiellen Erkrankungen.
4. Eigener Tätigkeitsbereich als Praktikantin: Die Autorin reflektiert ihre spezifischen Aufgaben, analysiert die Klientengruppe hinsichtlich demenzieller Erkrankungen und beschreibt ihre methodische Arbeitsweise.
5. Reflexion: In diesem Kapitel bewertet die Praktikantin ihre persönlichen Lernerfolge, die Herausforderungen der Beziehungsgestaltung und den gewonnenen Einblick in das Berufsfeld.
6. Anhang: Enthält ergänzende Informationen wie das Organigramm der Einrichtung und den exemplarischen Tagesablauf.
7.Literaturliste: Dokumentation der verwendeten Fachliteratur und der herangezogenen Materialien für den Bericht.
Schlüsselwörter
Altenpflege, Tagespflege, Saathoffplatz, Gerontopsychiatrie, Demenz, Alzheimer, Integrative Validation, Ressourcenorientierung, Betreuung, Pflegesätze, Sozialwesen, Praktikumsbericht, Beziehungsgestaltung, Lebensqualität, Angehörigenarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht?
Die Arbeit dokumentiert den Einblick in die gerontopsychiatrische Tagespflege im Altenzentrum Saathoffplatz in Göttingen und reflektiert die praktische Arbeit mit dementiell veränderten Gästen.
Welche zentralen Themen werden behandelt?
Zentrale Themen sind die institutionellen Rahmenbedingungen, die Finanzierung von Pflegesätzen, der Umgang mit Demenzsymptomen und die Herausforderungen der professionellen Beziehungsgestaltung durch eine Praktikantin.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Verknüpfung von theoretischem Wissen über psychische Alterserkrankungen mit der praktischen Anwendung in der Tagespflege sowie die kritische Reflexion des eigenen Handelns.
Welche wissenschaftlichen Ansätze finden Erwähnung?
Die Arbeit bezieht sich maßgeblich auf die integrative Validation (IVA) und Konzepte der Ressourcenorientierung, um den Kontakt zu Menschen mit Demenz zu verbessern.
Was umfasst der Hauptteil des Berichts?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Institution, die Analyse der Kostenstrukturen, die Beschreibung der Betreuungsarbeit und die detaillierte Darstellung des Tätigkeitsbereichs der Praktikantin.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Demenz, Alzheimer, integrative Validation, psychosoziale Betreuung und die Besonderheiten der gerontopsychiatrischen Pflege charakterisiert.
Wie geht die Praktikantin mit demenzerkrankten Gästen um?
Sie setzt auf Empathie, Geduld, eine ruhige Kommunikation und die Methode der integrativen Validation, um die Ressourcen und Gefühle der Gäste in den Mittelpunkt zu stellen.
Welche Bedeutung hat das Leitbild für die Einrichtung?
Das Leitbild dient als ethischer Orientierungsrahmen, der die Würde des Menschen und die individuelle Autonomie der BewohnerInnen und Gäste in den Fokus des täglichen Handelns rückt.
- Citation du texte
- Jessica Walter (Auteur), 2003, Praktikumsbericht Altenheim - Tagespflege Saathoffplatz Göttingen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19025