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Jane Austen Verfilmungen

Von "Pride and Prejudice" zu "Emma" und "Persuasion"

Title: Jane Austen Verfilmungen

Thesis (M.A.) , 2003 , 179 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Vanessa Klink (Author)

German Studies - Comparative Literature
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Seit der Durchsetzung des Tonfilms Anfang der 30er Jahre entstanden bisher über zwanzig Filmadaptationen von Jane Austens Romanen.
1940 wurde in Hollywood die erste Verfilmung ("Pride and Prejudice") produziert, die sowohl in Amerika als auch in Europa große Erfolge feiern durfte. Nach einigen Jahrzehnten der Ruhe folgten schließlich zwischen 1970 und 1986 die ersten britischen Antworten: sieben Fernseh-Filme und Mini-Serien, hauptsächlich von der BBC produziert.

Das Interesse an Jane Austens Romanen und deren Adaptationsmöglichkeiten stieg weiterhin an, und so wurden allein zwischen 1995 und 1996 sechs weitere Filme produziert, davon drei aus Amerika, die restlichen aus England. Diese neue Welle von Adaptationen trug dazu bei, die Jane Austen-Kritik auf andere mediale Formen ausdehnen zu können.

Drei dieser Produktionen erreichten einen hohen Grad an kommerziellem Erfolg: die BBC-A&E Miniserie "Pride and Prejudice" (September 1995, Davies/ Langton), die Mirage-Columbia Verfilmung "Sense and Sensibility" (Dezember 1995, Thompson/Lee) und die Miramax-Produktion "Emma" (Juli 1996, McGrath). Auch die eher ein jüngeres Publikum ansprechende, moderne Adaptation von Emma unter dem Titel "Clueless" (Juli 1995, Heckerling) von Paramount Pictures zeigte, dass Austens Roman "proves itself to be surprisingly malleable and readily adaptable to the contemporary period."5
Weitere Austen-Adaptationen, die nicht an dem Erfolg ihrer Vorgänger anschließen konnten, aber doch die positive Aufmerksamkeit der Kritiker auf sich zogen, waren die BBC-Verfilmung "Persuasion" (April 1995, Dear/Michell) und die Meridian-A&E Miniserie "Emma" (November 1996, Davies/Lawrence), die im britischen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Film als Rezeptionsform von Literatur ins Blickfeld zu rücken. Dabei gilt zu beachten, dass eine Transformation von einem Medium in ein anderes grundsätzlich nicht ohne Kompromisse abläuft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Jane Austen: Anmerkungen zu Person und Werk

2.1 Die unsichtbare Jane

2.2 Lebensstationen

2.2.1 Die Position in der Familie

2.2.2 Erste Schritte als Autorin

2.2.3 Bath und die literarische Dürreperiode

2.2.4 Von Beruf Schriftstellerin

3 Die Romane Austens

3.1 Pride and Prejudice

3.3.1 Zusammenfassung

3.1.2 Über den Roman

3.1.3 Elizabeth und Mr. Darcy

3.1.4 Die Bedeutung der Ehe

3.1.5 Der Gebrauch von Ironie

3.1.6 Kontraste und Parallelen

3.2 Emma

3.2.1 Zusammenfassung

3.2.2 Über den Roman

3.2.3 Emma als Romanfigur

3.2.4 Mr. Knightley versus Frank Churchill

3.2.5 Highbury als Mikrokosmos

3.2.6 Liebesverwirrungen

3.3 Persuasion

3.3.1 Zusammenfassung

3.3.2 Über den Roman

3.3.3 Ein neuer Typ Heldin

3.3.4 Die Wiederannäherung

3.3.5 Adel versus Bürgertum

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Film als Rezeptionsform von Literatur am Beispiel von drei Romanen Jane Austens und deren jeweiligen Verfilmungen, um die Problematik der filmischen Umsetzung erzählender Werke sowie die Entwicklung der Adaptationspraxis zu analysieren.

  • Analyse von Jane Austens Leben und literarischem Werk.
  • Untersuchung der Romanadaptationen Pride and Prejudice, Emma und Persuasion.
  • Vergleich britischer und amerikanischer Adaptationsansätze.
  • Erforschung der filmischen Mittel zur Kompensation des ironischen Erzählers.
  • Beleuchtung des Phänomens "Austen mania" der 1990er Jahre.

Auszug aus dem Buch

Von Beruf Schriftstellerin

Die Erlösung kam, als Janes Bruder Henry Austen, der von Verwandten Grundbesitz geerbt hatte, 1809 seiner Mutter und seinen beiden Schwestern ein Häuschen in Hampshire - Chawton Cottage - in der Nähe von Winchester anbot. Hier begann Jane Austen wieder zu schreiben.

"She began, sensibly after the long silence, by revising her early work. She was always a passionate reviser and polisher.[…] The writer's block that had kept her frozen through the wandering years was dissolved."

Die Forschung vernachlässigte lange die Tatsache, dass sie in diesen Jahren bereits beschloss, ihre schriftstellerische Tätigkeit als Beruf auszuüben. Der Grund liegt möglicherweise an den überlieferten Erinnerungen der zahlreichen Nichten und Neffen, die selten von Jane Austen als arbeitender Schriftstellerin berichten.

Zu der Unsichtbarkeit ihres Schreibens hat nicht zuletzt auch Jane Austen selbst beigetragen. Ihr Werk wird in ihren den Briefen selten erwähnt, von der Mühsal des Schreibens erfährt man so gut wie kein Wort. 1816 schrieb sie in einem Brief an ihren Neffen über ihre Arbeit und vergleicht sie mit "the little bit (two inches wide) of Ivory on which I work with so fine a Brush, as produces little effect after much labour." Jane Austen hatte anscheinend eher ein handwerkliches Verhältnis zum Schreiben und der Leser spürt von den Anstrengungen wenig. Nur anhand von stark bearbeiteten Romanfragmenten aus dieser Zeit lässt sich erahnen, wie hart Jane Austen arbeitete. Die Atmosphäre und Dichte des Stoffes, der Reiz einer Figur entstanden bei ihr nicht beim ersten Zugriff, sondern waren das Produkt von sich wiederholenden und immer wieder neu ansetzenden Umschriften, Veränderungen und Überarbeitungen. An einem Entwurf von The Watsons kann man, laut Virginia Woolf, "gewahren [...], dass sie doch am Ende keine Zauberkünstlerin war."

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung und Problematik von Literaturverfilmungen der Romane Jane Austens.

2 Jane Austen: Anmerkungen zu Person und Werk: Biographische Darstellung und Einordnung von Austens Lebensstationen sowie ihrem schriftstellerischen Selbstverständnis.

3 Die Romane Austens: Detaillierte Analyse der Romane Pride and Prejudice, Emma und Persuasion im Hinblick auf Themen wie Ehe, Charakterzeichnung und Erzählweise.

Schlüsselwörter

Jane Austen, Romanadaptationen, Literaturverfilmung, Pride and Prejudice, Emma, Persuasion, Austen mania, Filmgeschichte, Erzählweise, Rezeptionsform, Klassenkritik, bürgerlicher Roman, Drehbuch, Werktreue, Film- und Medienwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Film als Rezeptionsform von Literatur und analysiert, wie die Romane von Jane Austen erfolgreich in ein anderes Medium übersetzt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die filmische Adaptationspraxis, die Darstellung sozialer Klassen in Roman und Film sowie die literarische Bedeutung von Jane Austens Werken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Problematik bei der Verfilmung erzählender Werke aufzuzeigen und zu klären, wie filmische Bearbeitungen trotz notwendiger Kürzungen glaubwürdig und erfolgreich bleiben können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer inhaltlichen Analyse der primären Romantexte im Vergleich zu ausgewählten filmischen Umsetzungen, ergänzt durch film- und medienwissenschaftliche Theorien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Einordnung von Jane Austen, eine tiefgehende inhaltliche Analyse der ausgewählten Romane und einen kritischen Vergleich mit den entsprechenden Filmadaptationen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Namen Jane Austen sind Begriffe wie Literaturverfilmung, filmische Adaptationsproblematik, soziale Klassendarstellung und mediale Transformation essenziell.

Inwiefern beeinflusst der historische Kontext die Verfilmungen?

Die Arbeit zeigt am Beispiel von Pride and Prejudice (1940), wie politische Umstände, wie der Zweite Weltkrieg, die Interpretation und Darstellung des Originalromans im Film maßgeblich beeinflussen können.

Warum ist die Darstellung von Klassenunterschieden in den Adaptationen so umstritten?

Die Arbeit diskutiert, dass moderne Regisseure oft versuchen, Klassenunterschiede zu verharmlosen oder aufzuheben, um den Stoff für zeitgenössische, demokratisch geprägte Zielgruppen zugänglicher zu machen, was jedoch der sozialen Realität der Vorlage widersprechen kann.

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Details

Title
Jane Austen Verfilmungen
Subtitle
Von "Pride and Prejudice" zu "Emma" und "Persuasion"
College
University of Bonn  (Komparatistik)
Grade
2,0
Author
Vanessa Klink (Author)
Publication Year
2003
Pages
179
Catalog Number
V19028
ISBN (eBook)
9783638232524
ISBN (Book)
9783638700306
Language
German
Tags
Jane Austen Verfilmungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vanessa Klink (Author), 2003, Jane Austen Verfilmungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19028
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