Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Miscellaneous Topics

Von der romantischen Liebe bis zur Auflösung einer Zweierbeziehung

Theoretische Erklärungsansätze zur Instabilität der modernen Zweierbeziehung und Indikatoren für die Gefährdung der Institution Ehe

Title: Von der romantischen Liebe bis zur Auflösung einer Zweierbeziehung

Term Paper , 2011 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Thorn (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„…und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“. Bereits in unserer Kindheit verbinden wir diesen Satz mit der Paarbeziehung zwischen Mann und Frau. „Das Kind schaut dem glücklichen, frisch verheirateten Paar ins Gesicht. Mann und Frau strahlen über beide Wangen“. Der Mythos des glücklichen Ehepaares besteht bis in unsere heutige Zeit und wird durch Bücher, Medien und Internet in unsere Gesellschaft getragen. Doch wie verhält es sich mit dem Märchenprinzen und der Traumprinzessin, wenn die Musik der Hochzeit verhallt ist? Wie geht die Beziehung weiter, wenn es heißt „…Ende gut, alles gut“? Trotz des Klischees, und dem Wunsch nach einer langjährigen, ausfüllenden Beziehung, leidet die moderne Zweierbeziehung und die Institution Ehe unter offensichtlichen Erschwernissen und Hindernissen. Neben unzähligen Ratgebern in Form von Büchern hat sich in den letzten Jahren ein breit gefächerter Markt für Beziehungs- und Eheprobleme entwickelt. Von Paartherapien bis hin zu Eheberatungen ist die Zahl der Veröffentlichungen und Behandlungsmöglichkeiten gestiegen (vgl. Nave-Herz, 2004, S. 9). Die wissenschaftliche Erforschung mit dem Thema der Zweierbeziehung und der Ehe stellte bis vor einiger Zeit den Randbereich der Familiensoziologie dar. In den letzten Jahren konnte jedoch eine Zunahme der Forschung auf diesem Gebiet beobachtet werden. Grund hierfür bilden die veränderte Einstellung zu Zweierbeziehungen und Ehe, sowie die Trennung der Institution Familie und der Institution Ehe. Befasste man sich bis vor einiger Zeit nur mit der Familie (bzw. mit der Beziehung zwischen Eltern und Kind), rückt nun auch die Beziehung zwischen den Partnern in den Vordergrund des Interesses. Bis in die Achtziger Jahre hinein, betrachtete man die Zweierbeziehung und die darauf folgende Ehe lediglich als Übergangsphase in die Institution der Familie. Die Ehepartner wurden nicht als eigenständiger Forschungsbereich betrachtet, da sie einzig einen kurzen Zeitraum, vor der Entstehung der Familie, in Anspruch nahmen (vgl. Lenz, 2009, S. 11). Betrachten wir nun aber einige Statistiken, wird schnell deutlich, dass die Familienphase im Leben eines Menschen bzw. eines Paares in den letzten 60 Jahren deutlich abgenommen hat. Während die Familienphase in den 1950er Jahren noch mehr als die Hälfte der Lebenszeit ausmachte, erleben wir heute das Zusammenleben mit Kindern unter 18 Jahren, mit lediglich einem Viertel unserer Lebenszeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklung der Ehe in den letzten Jahrhunderten

2.1 Zweierbeziehung und Ehe vor dem 18. Jahrhundert

2.2 Zweierbeziehung und Ehe nach dem 18. Jahrhundert

3 Begriffsbestimmung „Ehe“ und alternative Beziehungsformen

3.1 Begriffsdefinition „Zweierbeziehung“

3.2 Begriffsdefinition „Ehe“

3.3 Begriffsdefinition „Eheähnliche Gemeinschaft“

4 Erwartungen an Zweierbeziehung und Ehe

4.1 Bedingungen für die Partnerwahl

4.2 Zwischen Erwartungen, Individualität und Ritualität

4.3 Versuch einer weiteren Systematik

4.4 Alternative Denkweise zur Zweierbeziehung und Ehe

5 Grenzen und Möglichkeiten durch Konflikte in Beziehung und Ehe

6 Mein Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Erklärungsansätze für die zunehmende Instabilität moderner Zweierbeziehungen und analysiert Indikatoren für die Gefährdung der Institution Ehe vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Wandlungsprozesse.

  • Historischer Wandel von Ehe- und Familienmodellen
  • Begriffsbestimmungen von Zweierbeziehung und eheähnlicher Gemeinschaft
  • Einflussfaktoren der Partnerwahl und Erwartungshaltungen
  • Konfliktpotenziale durch Individualisierung und Rollenbilder

Auszug aus dem Buch

4.3 Versuch einer weiteren Systematik

Die Tatsache, dass eine Zweierbeziehung zum Zweck der Selbstfindung und als Ausgleich für fehlende Ressourcen geschlossen wird, ist nun ausführlich beschrieben worden. Doch die Systematik der Beziehung enthält noch weitere Facetten. Wir können hier sechs Bereiche unterscheiden, welche eine Beziehung zwiespältig beeinflussen. Neben dem Gefühl der Geborgenheit und des Vertrauens, können diese Bereiche gleichzeitig eine Trennung begünstigen.

1. Die Aura: als Aura bezeichnet die Psychologie die Faszination und Verzauberung für den Partner. Es ist das Liebesgefühl, welches am Anfang der Beziehung aufgebaut wird. In der Aura manifestieren wir unseren Partner als Wunschpartner und idealisieren ihn. Dieses Bild des „Traumpartners“ ist uns von Kindesbeinen an im Kopf verhaftet. Im Partner vor uns entdecken wir unser inneres Idealbild eines Mannes oder einer Frau. Die Gefahr dieses Ideals und der Aura liegt in deren Unbeständigkeit. Nach langer Beziehung kann dieses Idealbild zerbrechen. Die Enttäuschung über das bröckelnde Idealbild kann zur Trennung führen (vgl. Jaeggi und Hollstein, 2000, S. 220 ff).

2. Das Universum: das gemeinsame Universum macht die Geborgenheit in der Beziehung aus. Gemeint ist hier die schrittweise Erarbeitung einer eigenständigen „Welt“ des Paares. Nach der ersten Verliebtheit beginnt die „Erschaffung“ dieser Welt. Durch differenzierte Gespräche steckt man Einigkeiten und Unterschiede ab. Es werden gemeinsam Begriffe, Orte und Themen gefunden. Man beginnt die Gedanken des anderen kennen zu lernen. Ist diese Absteckung der eigenen Welt jedoch zu eng gehalten, droht eine Krise. Eingeengt kann ein Partner aus der Beziehung flüchten oder er verliert sich völlig in der „Welt“ des anderen und gibt seine Identität zu großen Teilen auf (vgl. Jaeggi und Hollstein, 2000, S. 223 ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Familienphase und die wissenschaftliche Relevanz der Untersuchung von Zweierbeziehungen als eigenständigem Forschungsbereich.

2 Entwicklung der Ehe in den letzten Jahrhunderten: Dieses Kapitel skizziert den historischen Wandel der Ehe vom ökonomisch motivierten Zweckbündnis hin zur romantisch-idealistischen Interpretation.

3 Begriffsbestimmung „Ehe“ und alternative Beziehungsformen: Hier werden Definitionen für Zweierbeziehung, Ehe und eheähnliche Gemeinschaft hergeleitet und voneinander abgegrenzt.

4 Erwartungen an Zweierbeziehung und Ehe: Der Hauptteil analysiert die komplexen Erwartungen an Partnerschaften, von der Partnerwahl bis hin zu psychologischen Konfliktfeldern wie Nähe, Distanz und Rollenbildern.

5 Grenzen und Möglichkeiten durch Konflikte in Beziehung und Ehe: Dieses Kapitel erörtert, wie Konflikte als Chance für eine Weiterentwicklung dienen können, sofern ein Bewusstsein für die eigene Individualität besteht.

6 Mein Fazit: Die Verfasserin resümiert, dass eine gelungene Partnerschaft das Ablegen starrer Rollenbilder und eine Akzeptanz von Unvollkommenheit erfordert.

Schlüsselwörter

Zweierbeziehung, Ehe, Familiensoziologie, Romantische Liebe, Partnerwahl, Instabilität, Rollenmodelle, Individualisierung, Eheähnliche Gemeinschaft, Konfliktpotenzial, Institution Ehe, Beziehungsdynamik, Familienphase, Soziale Normen, Selbstfindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse der modernen Zweierbeziehung und den Ursachen für deren Instabilität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind der historische Wandel der Ehe, die moderne Partnerwahl, Erwartungshaltungen sowie die Balance zwischen Individualität und Verbundenheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, theoretische Erklärungsansätze für das Scheitern moderner Ehen aufzuzeigen und Indikatoren für eine Gefährdung der Institution Ehe herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse soziologischer und psychologischer Fachliteratur, um den Wandel und die Dynamiken von Partnerschaften theoretisch zu durchdringen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Bedingungen der Partnerwahl, die systematischen Facetten von Beziehungen (wie Nähe, Distanz und Rollenbilder) sowie alternative Denkweisen zur Ehe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Zweierbeziehung, Romantische Liebe, Institution Ehe, Individualisierung und soziale Rollenbilder.

Welche Rolle spielt die „romantische Liebe“ für die Instabilität?

Die romantische Liebe wird als idealistisches Konzept beschrieben, das kurzfristig den Beginn einer Beziehung stützt, jedoch langfristig oft an den Erwartungen an das alltägliche Leben scheitert.

Inwiefern beeinflusst das „bürgerliche Familienmodell“ heutige Ehen?

Es fungiert weiterhin als historisch geprägtes Rollenleitbild, das Spannungen erzeugen kann, wenn moderne Ansprüche an Selbstverwirklichung und traditionelle Rollenzuschreibungen aufeinandertreffen.

Was ist das Ergebnis der Untersuchung bezüglich des „Alltags“?

Der Alltag wird als existenziell notwendig für die Stabilität einer Beziehung identifiziert, da er Beständigkeit und einen wiederkehrenden Rhythmus bietet, der für das Gelingen der Partnerschaft essenziell ist.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Von der romantischen Liebe bis zur Auflösung einer Zweierbeziehung
Subtitle
Theoretische Erklärungsansätze zur Instabilität der modernen Zweierbeziehung und Indikatoren für die Gefährdung der Institution Ehe
College
University of Applied Sciences Koblenz  (Sozialwesen)
Course
Basa online
Grade
1,3
Author
Julia Thorn (Author)
Publication Year
2011
Pages
21
Catalog Number
V190314
ISBN (eBook)
9783656147534
ISBN (Book)
9783656147329
Language
German
Tags
liebe auflösung zweierbeziehung theoretische erklärungsansätze instabilität indikatoren gefährdung institution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Thorn (Author), 2011, Von der romantischen Liebe bis zur Auflösung einer Zweierbeziehung , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190314
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint