Der Trost der Philosophie - ein Vorbild für Frauenlobs Streitgedicht Minne und Welt?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008

29 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Boethius – de consolatione philosophiae
2.1 Boethius
2.2 Thema
2.3 Dialog
2.4 Signifikanz des Titels: de consolatione philosophiae
2.5 Figuren und Personifikationen
2.6 Gestaltungsmittel
2.7 Schauplatz und Zeit

3. Frauenlob - Minne und Welt
3.1 Frauenlob
3.2 Thema
3.3 Streitgedicht
3.4 Signifikanz des Titels: Minne und Welt
3.5 Figuren und Personifikationen
3.6 Gestaltungsmittel

4. Fazit

5. Literatur

Literatur Ich

Der Trost der Philosophie - ein Vorbild für Frauenlobs Streitgedicht Minne und Welt ?

1. Einleitung

In der vorliegenden Arbeit widme ich mich dem Streitgespräch Minne und Welt von Frauenlob und dem Dialog von Boethius „Der Trost der Philosophie“. Anhand einiger Parameter werde ich versuchen herauszustellen, ob „Der Trost der Philosophie“ (folgend im lateinischen Original „ de consolatione philosophiae[1] genannt) als eine Art Vorbild für Frauenlobs Streitgedicht gedient haben könnte. Wenn man Frauenlobs Streitgedicht Minne und Welt liest und die de consolatione philosophiae ebenfalls kennt, liegt der Schluss intuitiv nahe, dass sich beide Texte ähnlich sind und zwar durch das Auftreten der Personifikationen in beiden Werken und durch eine ähnlich dialogisierende Struktur.

Zumindest findet sich in Bezug auf Frauenlobs Marienleich folgende Bemerkung in der Sekundärliteratur:

Die letzten beiden rätselhaften Verse, mit denen Frauenlob die drei Strophen über das Aussehen der forme abschließt, erinnern an einen Standpunkt, den Boethius in der ´Consolatio Philosophiae´ einnimmt, in einem Werk, dessen Kenntnis wir bei einem gelehrten Dichter wie Frauenlob wohl voraussetzen können und umgekehrt auch Frauenlob bei seinem Publikum-, da es im 13. Jahrhundert an den höheren Schulen noch in den Lektürekanon der auctores maiores gehört und als der wichtigste und einflussreichste Text in der Reihe spätantik-christlicher Werke angesehen werden darf, dem innerhalb der höheren Schulbildung ein nachhaltiger Erfolg vergönnt war. [2]

Meine Hypothese ist, dass Frauenlobs Figur der Minne bei Minne und Welt der Philsophie von Boethius nachempfunden ist.

Nacheinander werde ich beide Werke anhand ihrer Struktur beleuchten, unter zur Hilfenahme erzähltheoretischer[3] Begrifflichkeiten und nur der Vollständigkeit halber kurz auf den jeweiligen Verfasser eingehen. Eine Einschränkung wird jedoch sein, dass zur Betrachtung des Werkes von Boethius nur das erste Buch aus de consolatione philosophiae exemplarisch zu Rate gezogen werden wird, da die zu untersuchenden Parameter im Dialog des Boethius prinzipiell in allen fünf Büchern identisch sind.[4]

Im Einzelnen werde ich jeweils eine Textanalyse anstreben, die die Handlung, die Textart, die Figuren, sowie auch die Art der personifikatorischen[5] oder allegorischen[6] Darstellung der Figuren zum Gegenstand haben.

Da de consolatione philosophiae das berühmteste Werk der spätantiken lateinischen Literatur“ ist[7] und Minne und Welt als Streitgedicht bei Frauenlob eine Sonderstellung[8] einnimmt, bietet sich eine Betrachtung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten beider Werke an. Im Mittelalter waren die Werke von Boethius „bis ins 12. Jahrhundert (also bis zur Zeit der systematischen Übersetzung des Aristoteles) die Hauptquelle für die spätantike, peripatetisch-neuplatonische Logik – und für manches andere.“[9] So dürfte zumindest aus rezeptionstheoretischer Sicht anzunehmen sein, dass Frauenlob Motivnachformungen von Boethius im Sinn gehabt haben könnte. In wie weit sich jedoch meine Annahme unter erzähltheoretischen, strukturalistischen Gesichtspunkten, die den literarischen Text aus seinem Kontext heraus lösen und ihn auf aus ästhetisches Gebilde reduzieren[10], prüfen lässt, soll sich herausstellen. Ist es möglich eine Verwandtschaft beider Figuren nachzuweisen, wenn hinausweisende und inhaltliche Dimensionen außer Acht bleiben?

Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede beide Werke vorweisen, wenn man sie der „Zerlegung“[11] unterzieht, den einzelnen Text grundsätzlich betrachtet als „in sich strukturierter völlig unabhängig von seinen möglichen Kontexten“[12], wird sich dank der oben erwähnten Parameter herausstellen, sodass dann zu einem Schluss gelangt werden kann, ob eine Vorbildfunktion des Werkes von Boethius bei Frauenlobs Streitgedicht möglich sein könnte. Der konkrete Nutzen dieser Herangehensweise wird sein, heraus zu finden, in wie weit es tatsächlich möglich ist einen Text in funktionelle Bestandteile zu zerlegen, um daraus Motiv-/Figuren-ähnlichkeiten abzuleiten. Eventuelle Kritik wird im abschließenden Kapitel erwähnt werden.

2. Boethius – de consolatione philosophiae

2.1 Boethius

Der römische Philosoph, Theologe und Staatsmann (Konsulat 510 nach Christus) Anicius Manlius Torquatus Severinus Boethius, geboren in Rom 480 nach Christus, wurde nach Verurteilung wegen vorgeblichen Hochverrats um 524 zum Tode verurteilt.

Boethius übersetzte und kommentierte Schriften von Aristoteles und versuchte in seinen theologischen Abhandlungen den christlichen Glauben mir der Vernunft in Einklang zu bringen.

In der Zeit seiner Haft bist zur Vollstreckung des Urteils, verfasste er die de consolatione philosophiae, welche vielfach übersetzt und kommentiert wurde und in der Tradition der Antike steht. Im Dialog mit der Philosophie selbst, findet der klagende Boethius zunächst Trost in der Einsicht, dass wahres und beständiges Glück, nicht im Besitz äußerer Güter, sondern allein im Wissen um die Güte des Gottes und seine Lenkung der Welt gründet.

2.2 Thema

In fünf Büchern entfaltet Boethius Grundfragen des menschlichen Daseins, die als die zentralen Probleme der Philosophie[13] diskutiert werden. Boethius arbeitet diese Themen mittels einer Klage auf, mit der er bei der Philosophie Trost sucht. Statt, dass Boethius selbst als philosophischer Gelehrter auftritt, ist es die Philosophie, die die Rolle der lehrenden Instanz erhält.

2.3 Dialog

Bei de consolatione philosophiae handelt es sich um einen Dialog (in fünf Büchern) mit narrativer Tendenz, da die Figur Boethius das Gesagte beider (von ihm und von der Philosophie) mit Hilfe von Gedankenzitaten kommentiert: Haec dum mecum tacitus ipse reputarem querimoniam[14], oder Boethius als Vermittlungsinstanz auftritt wenn er mit verba dicendi berichtet : Sed medicinae, inquit, tempus est quam querelae.[15] Dass man Boethius in mehreren Instanzen (als Erzähler, historischer Autor[16] und als Figur) sehen muss, wird noch erwähnt werden). Der Autor Boethius lässt alle fünf Bücher hindurch Dialogstücke in Prosa mit lyrischen Abschnitten abwechseln. Die Motivation dafür ist unklar, wie Olof Gigon erwähnt. Zwar scheinen die vorhandenen lyrischen Abschnitte im dramatischen Sinne eine Ruhepunktfunktion zu haben, dies gereiche allerdings kaum aus, ihre Anwesenheit zu begründen.[17]

Bei dem Boethius-Dialog handelt es sich weniger um einen Streit als um eine Unterhaltung, wenn auch mit ungleichen Partnern, denn die Philosophie tritt als Lehrmeisterin und Ärztin auf, während Boethius der Kränkliche ist, den es zu behandeln gilt. Es lässt darauf schließen, dass es sich hier um einen Dialog in platonischer Tradition handelt, der als Form zur philosophischen Erörterung angesehen wird und die Absicht hat, zu tieferer Einsicht in einer oder mehreren Fragen zu gelangen:

Als selbstständige literarische Form kommt dem Dialog vor allem in der Philosophie Platons eine methodische Funktion zu: Im sokratischen (platonischen) Dialog führt der Fragende den Partner stufenweise, im Wechselspiel von Frage, Antwort und Widerlegung, zur Bewusstmachung vermeintlichen Wissens und zur Erkenntnis.“[18]

2.4 Signifikanz des Titels: de consolatione philosophiae

Der Werkautor Boethius lässt schon im Titel nicht nur den Grundtenor der Handlung (es wird getröstet) durch den Genitiv anklingen, sondern bestimmt bereits die handelnde Figur, nämlich die Philosophie. Im Titel mag überdies ebenfalls deutlich werden, dass die handelnde Philosophie, indem sie aktiv agiert, eine Machtrolle gegenüber der erkrankten und damit handlungseingeschränkten Figur Boethius einnimmt. Boethius selbst ist der Schwache, der des Trosts bedarf, während die Philosophie die Rolle der Überlegenen einnimmt.

2.5 Figuren und Personifikationen

In de consolatione philosophiae treten zwei Figuren auf. Zunächst tritt die Philosophie als weibliche Dialogfigur auf, die sich an die Figur Boethius richtet. Sie steht nicht nur durch ihre handlungsorientierte Vormachtstellung - wie bereits weiter oben erwähnt - der Figur Boethius (der primär Nicht-Handelnder ist) gegensätzlich gegenüber sondern auch dadurch, dass der Werkautor Boethius einen abstrakten Begriff (die Philosophie) als Personifikation[19] der menschlichen Figur Boethius entgegensetzt.

Durch die Personifikation wird die Philosophie „Individuum“ (auf das ich noch zu sprechen kommen werde), da der Leser genau erfährt, wie sie aussieht (das Äußere der Philosophie wird allerdings vermittelt durch die Figur Boethius aus seiner eigenen Wahrnehmungsperspektive[20] ), wie sie spricht und wie sie sich verhält. Sie wirkt als moralische Instanz, die sich durch die Unterhaltung mit Boethius auch durchaus an die Leser richtet. Bei der zweiten Dialogfigur handelt es sich um Boethius.

Auf Äußerlichkeiten der Figur Boethius verweist der Text nicht, jedoch erfährt man einiges über sein Inneres, worauf man auf Äußerlichkeiten schließen kann, wie das nachfolgende Zitat expemplarisch zeigt. Der Leser bekommt also von der Figur Boethius nur eine Art indirekte Beschreibung. Die Textstelle

At ego, cuius acies lacrimis mersa caligaret nec dinoscere possem, quaenam haec esset mulier tam imperiosae auctoritatis, obstupui visuque in terram defixo, quidnam deinceps esset actura, expectare tacitus coepi.[21]

kann dem Leser ein gutes Bild von Boethius geben, wie er traurig, leidend und demütig in seinem Gefängnis sitzt. Weiteres bleibt durch Leerstellen der Fiktionsleistung des Lesers überlassen. Über seinen Zustand klagt die Figur Boethius gleich zu Beginn des Dialogs, im ersten lyrischen Abschnitt. Er wirkt todessehnsüchtig, melancholisch, ja lethargisch (wie die Philosophie später auch feststellt: Nihil, inquit, pericili est, lethargum patitur, communem illusarum mentium morbum.[22] ). Das Glück beschreibt er als trügerisch: Nunc quia fallacem mutavit nubila vultum (…)[23] . Seine Verzweiflung zeigt sich als er seine Freunde anklagt, die ihn einst gepriesen haben, und er hinzufügt: Qui cecidit, stabili non erat ille gradu.[24] Als er in völligem Selbstmitleid versunken vor sich hin klagt, tritt die Philosophie zu ihm. Die Figur Boethius ist ein fiktiver Charakter und fungiert als unmittelbarer, mit Innensicht, erlebender Ich-Erzähler, als Vermittler der Erzählung und ist eine am erzählten Geschehen unmittelbar beteiligte Figur (homodiegetischer Erzähler[25] ). Das anachronistisch Erzählte erinnert an die moderne Gattung der Memoiren[26] und wirkt autobiographisch.[27] Trotz dieses dramatischen Modus (nach Matias Martinez und Michael Scheffel „ Einführung in die Erzähltheorie[28] ), in welchem der Grad an Mittelbarkeit gering ist, gibt es verschiedene Grade an Distanz. Die Distanz wird nämlich gewahrt wenn in der Figurenrede des Boethius narrative Einschübe, wie sprach sie[29], sagte sie[30], sagte ich[31] vorhanden sind. Der Werkautor Boethius selbst, befindet sich im äußeren Kommunikationssystem[32] mit den Rezipienten, denn es handelt sich nicht um das spontane, aus dem Innersten hervorbrechende Bekenntnis einer bedrängten Seele, sondern um ein voraussetzungsreiches und sorgfältig aufgebautes Werk.“[33]. Die Wirkung auf den Leser mag anders sein, da Boethius selbst als Figur innerhalb der Handlung vorhanden ist (homodiegetischer Erzähler[34] ) und seine Gemütsstimmung zu dem zu passen scheint, wie sie der Werkproduzent, der historische Boethius in Gefangenschaft gehabt haben könnte.

Das Äußere der Philosophie wird von der Figur Boethius gezeichnet als eine Frau mit mulier reverendi admodum[35] und (…) oculis ardentibus et ultra communem hominum valentiam perspicacibus, colore vivido atque inexhausti vigoris, quamvis ita aevi plena foret, ut nullo modo nostrae crederetur aetatis, (...).[36]

Sie wird gleichzeitig als übermenschlich und menschlich personifiziert, mal mit menschlicher Größe und mal ragte sie über den Himmel selbst hinaus.[37]

Ihr Gewand ist fein, voller Kunstfertigkeit, mit unzerstörbarem Stoff und mit eigener Hand gewebt wurde, allerdings mit leichtem Grauschleier durch Alter und Vernachlässigung.[38]

An den Beispielen sieht man genau, wie anschaulich und detailliert die Philosophie von der Figur Boethius beschrieben wird. Gleichzeitig lässt dies Rückschlüsse darauf zu, wie dieser sie wahrnimmt. In wie weit wir der Figur Boethius jedoch Glauben schenken können, muss offen bleiben, da der Leser nur aus der Warte der Figur Boethius die Philosophie „sehen“ kann und man von der subjektiven Wertungshaltung der Figur Boethius ausgehen muss. Die Zuverlässigkeit des von der Erzählfigur Erzählten ist insofern in Frage zu stellen, wenn man es anhand der Charakterisierung mit einer Figur zu tun hat, deren Geisteszustand in Zweifel gezogen werden kann. Somit liegt es nahe, dass es sich um „Unzuverlässiges Erzählen“ handelt, genauer gesagt um ein „mimetisch teilweise unzuverlässiges Erzählen“, betrachtet man die Beschreibungen der Figur und des Erzählers als Phantasievorstellungen eines Sterbenden.[39]

Weiteres erfahren wir von der Philosophie, wenn man ihr Wesen betrachtet, wie sie auftritt. Sie tritt resolut auf und sieht Boethius als krank an und stellt fest, dass ihm geholfen werden müsse: Sed medicinae, inquit, tempus est quam querelae.[40] Die Philosophie ist streng, wenn sie sagt: Quis, inquit, has scaenicas meretriculas ad hunc aegrum permisit accedere, quae dolores eius non modo nullis remediis foverent, verum dulcibus insuper alerent venenis.[41] Jedoch erfährt der Leser auch von ihrer Mütterlichkeit und Fürsorge, indem sie Boethius tröstet: An, inquit illa, te, alumne, desererem nec sarcinam, quam mei nominis invidia sustulisti, communicato tecum labore partirer?[42]

Die Philosophie ist hier nicht bloßes, dargestelltes Abstraktum, kein bloßes Zeichen, sondern eine körperhafte Figur, am Ort der Handlung existent, verfügt über eine Fülle von charakterlichen Details, tritt selbst auf und zeigt dem Leser, wie sie sich verhält.

Trotz dessen, dass sie menschlich wirkt, bleibt sie gleichzeitig jedoch göttlich und unwirklich (da ihr Wuchs von wechselnder Größe sei und ihr Gewand aus unzerstörbarem Stoff. Sie wird als jung und gleichzeitig als so bejahrt beschrieben, als gehöre sie scheinbar in keiner Weise in der Gegenwart an[43] ) .

Das Wesen der Philosophie erschließt sich dem Leser nicht nur auf der Ebene der beschriebenen Äußerlichkeiten sondern auch auf der sprachlichen Ebene, und zwar durch die Art und Weise ihrer Sprache, die mal weise (Si operam medicantis exspectas, oporet vulnus detegas.[44]), mütterlich und sorgenvoll, dann streng aber immer entschlossen ist. Durch das Erzählte von Boethius erfährt der Leser, wie sich die Philosophie verhält. Sie weist zurecht (zum Beispiel die Dichtermusen[45] ), tröstet Boethius aber auch. Sogar eine biographische Ebene hilft dem Leser, der Philosophie so gewahr zu werden, wie sie die Figur Boethius sieht. Der Leser erfährt, was die Philosophie in der Vergangenheit erlebt hat und wie es ihr erging: Eandem tamen vestem violentorum quorundam sciderant manus et particulas, quas quisque potuit, abstulerant.[46] Somit hat die Philosophie eine eigene Geschichte, wodurch sie ganz und gar menschlich zu werden scheint. Manfred Pfister folgend möchte ich diese Ausgestaltung der Personifikation der Philosophie „Individuum“ nennen. Er beschreibt die Steigerung der Personifikation: „(…) dies ist nur greifbar in einer Fülle charakterisierender Details, die die Figur mehrdimensional auf vielen Ebenen – Aussehen, Sprache, Verhalten, Biographie usw. – individualisiert, über ihre soziale, psychologische und ideologische Typik hinaus spezifiziert.“[47]

2.6 Gestaltungsmittel

Der Dialog gilt hier als eine Chance zur Erörterung von Problemstellungen und es wechseln sich lyrische Abschnitte mit Prosa ab. Beide Gesprächspartner (Figur Boethius und die Philosophie) kommen jeweils ausführlich zu Wort. Ihre Redezeit wirkt nicht künstlich konstruiert. Einige Textstellen erscheinen wie Monologe, wie zum Beispiel die Ausführungen der Philosophie, die auf S. 11 bis S. 15 über die Naturphilosophen spricht. Beide Dialogpartner wirken zeitlich nicht eingeschränkt in ihren Äußerungen, sondern scheinen vom Werkautor alle Zeit der Welt bekommen zu haben, ihre Ansichten darzulegen, was im Vergleich zu einem konstruierten Gedicht, wie Frauenlobs Minne und Welt, nicht der Fall ist. Vom Werkautor Boethius werden diese Mittel eingesetzt, um den Text lebendig und authentisch wirken zu lassen. Man kann annehmen, dass dadurch die Lehrhaftigkeit des Textes für den Leser erhöht wird.

Über die Ich-Rede wird die Philosophie innerhalb Handlung wird greifbar, bleibt jedoch durch ihre multidimensionale Gestaltung (sie ist mal groß und mal klein, mystisch und doch menschlich)[48] dennoch transzendent. Die Philosophie ist Dank ihrer Rhetorik und Dialektik in der Lage den kranken Boethius zu heilen[49], hinzu der damit verbundenen Möglichkeit zur Selbsterkenntnis von Boethius, nach der Devise des Delphischen Orakels.[50]

2.7 Schauplatz und Zeit

Der Schauplatz des Gesprächs lässt sich nicht feststellen. Die einzige auffindbare konkrete Aussage zum Schauplatz des Gesprächs ist: Nihilne te ipsa loci facies movet.[51] Aufgrund des Gesprächsinhalts konstruiert der Leser unwillkürlich das Bild eines Krankenbettes oder Krankenzimmers. Nur im Hinblick auf die Lebensgeschichte des Werkautors Boethius kann man den Schluss ziehen, dass es sich um seine Haftzelle handeln soll. Auch was die Zeit angeht, und hiermit ist der Zeitpunkt innerhalb der erzählten Welt gemeint, finden sich keine Hinweise, wann das Gespräch stattfindet oder wie lange es dauert. Nur erneut mit dem Blick auf die historische Person Boethius kann spekuliert werden, dass es kurz vor seinem Tod in seiner Gefangenschaft sein soll. Durch jene nicht bestimmbaren Indikatoren (Ort und Zeit), sowie durch das Erscheinen der allegorischen Philosophie wirkt die Handlung der Realität entrückt.

3. Frauenlob - Minne und Welt

3.1 Frauenlob

Heinrich von Meißen, genannt Frauenlob, der zwischen 1250[53] und 1380 lebte, ist für die spätere (städtische) Literatur einflussreich gewesen. Im Kreuzgang des Doms zu Mainz wurde er begraben, nachdem er die letzten Jahre seines Lebens vermutlich dort verbracht hatte. Frauenlobs Spruchdichtungen wenden sich durchweg an ein höfisches Publikum, seine Haltung ist konservativ und orientiert sich an der Richtschnur alter höfischer Werte, wie ere, zucht und maze.[52]

Die Auffassung seiner Kunst darf man wohl als selbstbewusst bezeichnen, denn er bemerkt, dass das, was die „berühmten alten Dichter Reinmar, Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide gesungen haben (...), das werde von ihm, Frauenlob übertroffen, denn er besitze ´ars´, Kunst als Wissenschaft oder Wissenschaft als Kunst, (...) und habe deshalb inhaltlich etwas zu verkündigen(...).“[54]

Frauenlob überliefertes Werk umfasst drei Leichs (Marienleich, Minneleich Kreuzleich), 448[55] Sangsprüche, 7 Minnelieder, ferner das Streitgedicht Minne und Welt. Dieses Streitgedicht ist nur in der Weimarer Liederhandschrift überliefert.[56] Dort wird es Frauenlob allerdings nicht ausdrücklich zugeschrieben. Da das Werk immerhin nicht isoliert da steht, sondern inmitten von Texten bei denen es als gesichert gilt, dass sie von Frauenlob stammen, geht die Forschung davon aus, Minne und Welt als Eigentum von Frauenlob anzusehen: „Aber `Minne und Welt´ steht in F nicht isoliert, sondern Mitten in einem Korpus größtenteils echter Frauenlob-Texte. So hat denn die Forschung, obwohl keine Sicherheit über die Autorschaft zu erlangen ist, bisher einmütig dafür plädiert, `Minne und Welt´ als Frauenlobs Eigentum anzusehen.“[57]

3.2 Thema

In den 21 Strophen des Streitgedichts Minne und Welt stellt Frauenlob einen Rangstreit zwischen der personifizierten Liebe und der verkörperten Welt dar. Während der Dialog von Boethius noch ein Lehrgespräch war, in dem die Philosophie der Figur des kränkelnden Boethius Hilfestellungen zu geben versuchte, hat man es bei Frauenlobs Text mit einem Streit zweier Kontrahenten zu tun, die zwei unterschiedliche Weltprinzipien vertreten.

3.3 Streitgedicht

Das Streitgedicht, ist eine Dichtungsgattung, in der ein Meinungsstreit durch Figuren in Wechselrede ausgetragen wird. Das Streitgedicht is aus dem klassischen Altertum bekannt und wird im Mittelalter weiter gepflegt. Die Vorliebe für die Allegorie in der Antike sowie am Wettkamof schlechthin sollen die Grundlage für die Beliebtheit der Gattung ermöglicht haben. Das Streigedicht, das präsentiert Personen oder Personifikationen, die den Versuch unternehmen, ihre jeweiligen Überzeugungen zu vertreten sowie ihre Standpunkte gegenüber dem Anderen zu verteidigen, die Kontrahenten tragen einen Rangstreit aus. Allerdings wird in der Regel nicht von einer Lösung ausgegangen, vielmehr schliesst der zweckfreie „der Unterhaltung dienende Charakter“ eine „grundsätzliche. Allseitig verbindliche“ Lösung aus[58]. Typische Themen sind beispielsweise „die vielschichtigen um die Minne kreisenden Fragen des Mittelalters“, oder die Leib/Seele-Thematik.[59]

Das Streitgedicht ist zwar ein anderer Gattungsbegriff als der der Disputatio[60], trägt jedoch durchaus ähnliche Züge. In mittelalterlichen Handschriften herrscht neben anderen der Begriff der Disputatio vor[61]. Während aber die Disputatio eher institutioneller Natur ist, ist es das Streitgedicht nicht, denn es hat einen eher verspielteren Charakter (Spruchdichterfehden als literarischer Rangstreit beispielsweise, in deren Traditionen sich auch Frauenlob bewegt[62], durch den das Streitgedicht in Deutschland im späten Mittelalter zur Blüte gelangt[63] ).

3.4 Signifikanz des Titels: Minne und Welt

Im Gegensatz zum Dialog des Boethius lässt sich allein am Titel Minne und Welt keine Gewichtung des Vorrangs oder der Macht einer der beiden herauslesen. Vielmehr suggeriert das verbindende „und“ eine Ebenbürtigkeit zwischen der Minne und der Welt.

[...]


[1] Als Textgrundlage dient: Gegenschatz, Ernst: Boethius. Consolatio Philosophiae – Trost der Philosophie. Lateinisch-Deutsch, hg. und übersetzt von Ernst Gegenschatz und Olof Gigon, eingeleitet und erläutert von Olof Gigon, Düsseldorf, 2004.

[2] Steinmetz, Ralf-Henning: Liebe als universales Prinzip bei Frauenlob: ein volkssprachlicher Weltentwurf in der europäischen Dichtung um 1300. Tübingen, 1994. S. 145.

[3] „Die Erzähltheorie gehört seit den frühen sechziger Jahren zu den zentralen Anliegen der internationalen Literaturwisssenschaft. Damals entstanden die maßgeblichen Entwürfe im Rahmen des Strukturalismus und der Semiotik.“ Matias Martinez und Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. 7. Aufl. München, 2007. S. 3.

[4] In allen fünf Büchern agieren die selben Figuren, ferner lässt Boethius Dialogstücke in Prosa abwechseln mit Gedichten, die mal der eine, mal der andere Gesprächspartner vorträgt.

[5] Zur Personifikation: Fricke, Harald und Rüdiger Zymner: Einübung in die Literaturwissenschaft. 3. Aufl. Paderborn, München, Wien, Zürich, 1996. S. 49.

[6] Im Falle der Philosophie bei der Boethius.

[7] Gegenschatz, Ernst: Boethius. Consolatio Philosophiae – Trost der Philosophie. Lateinisch-Deutsch, hg. und übersetzt von Ernst Gegenschatz und Olof Gigon, eingeleitet und erläutert von Olof Gigon, Düsseldorf, 2004S. 306.

[8] Sonst nur Sangsprüche und Minnelieder bei Frauenlob

[9] Gegenschatz, Ernst: Boethius. Consolatio Philosophiae – Trost der Philosophie. Lateinisch-Deutsch, hg. und übersetzt von Ernst Gegenschatz und Olof Gigon, eingeleitet und erläutert von Olof Gigon, Düsseldorf, 2004.S. 315.

[10] Becker, Sabina: Literatur- und Kulturwissenschaften. Ihre Methoden und Theorien. Hamburg, 2007. S. 49.

[11] Nach dem Begriff „découpage“ (Barthes): „Indem man das erste Objekt zerlegt, findet man in ihm lose Fragmente, deren winzige Differenzen eine bestimmte Bedeutung hervorbringen.“ Barthes, Roland: Die strukturalistische Tätigkeit. In: Kursbuch 5 (1966). S. 190-196.

[12] Stiegler, Bernd: Strukturalismus. In: Literaturwissenschaftliches Lexikon. Grundbegriffe der Germanistik. Hg. v. Brunner, Horst und Rainer Moritz. Berlin, 1997. S. 321.

[13] Als Beispiel: wird das Weltganze durch den Zufall oder durch die Vernunft beherrscht? Welches ist das Ziel und der Ursprung? Was ist der Mensch? Was ist wahres Glück? Verfügt der Mensch über Willensfreiheit? Vgl.: Gegenschatz, Ernst: Boethius. Consolatio Philosophiae – Trost der Philosophie. Lateinisch-Deutsch, hg. und übersetzt von Ernst Gegenschatz und Olof Gigon, eingeleitet und erläutert von Olof Gigon, Düsseldorf, 2004. S. 311-345. Folgend erwähnt: Cons.

[14] Während ich solches schweigend bei mir selbst erwog (…). Übersetzung aus: Cons. S. 3.

[15] Doch ist hier, sagte sie, Arznei mehr am Platze als Klage. Ebd. S.9.

[16] Das reale Individuum und Verfasser des Werkes auf der extratextuellen Ebene. „Bezeichnung für den geistigen Urheber von Texten jeglicher Art.“ In: Nünning, Ansgar (Hg.): Grundbegriffe der Literaturtheorie. Stuttgart, 2004. S.7.

[17] „Im Prinzip fehlt es allerdings in der älteren lateinischen (und griechischen) Literatur nicht ganz an Beispielen solcher Kombination von Prosa und Poesie.“ kommentiert Olof Gigon weiter, und fügt an, dass es sich bei jenen Beispielen um „skurrile Artistik hellenistischen Geschmackes“ handele, und zwischen diesen Autoren und dem Werke Boethius keinerlei direkte Bezihungen wahrnehmbar seien. Vgl.: Gigon, Olof: Einführung. In: Boethius. Consolatio Philosophiae – Trost der Philosophie. Lateinisch-Deutsch, hg. und übersetzt von Ernst Gegenschatz und Olof Gigon, eingeleitet und erläutert von Olof Gigon, Düsseldorf, 2004. S. 312.

[18] Der Brockhaus Philosophie: Ideen, Denker und Begriffe. Mannheim, 2004. S.72.

[19] Zur Personifikation: „Spezialfall der Anthropomorphisierung: Punktuelle Darstellung abstrakter Begriffe (Welt, Liebe), von Kollektiva (Städte, Länder), von Naturerscheinungen oder Ereignissen (Regen, Neujahr) als redende und handelnde menschliche Gestalten. In: Fricke, Harald und Rüdiger Zymner: Einübung in die Literaturwissenschaft. 3. Aufl. Paderborn, München, Wien, Zürich, 1996. S. 49.

[20] Ihr Gewand war von feinstem Gespinst und mit peinlicher Kunstfertigkeit aus unzerstörbarem Stoff gefertigt; sie hatte es, wie ich später aus ihrem eigenen Munde erfuhr, mit eigner Hand gewebt. (Cons. S.5.). Vgl.: Vestes erant tenuissimis filis subtili artificio indissolubili materia perfectae quas, uti post eadem prodente cognovi, suis manibus ipsa texuerat. (Cons. S.4).

[21] Ich aber, dessen Auge von strömenden Tränen umschleiert war, so daß ich nicht unterscheiden konnte, wer diese Frau von so gebietender Würde sei, verstummte, heftete mein Auge auf die Erde und begann schweigend abzuwarten, was sie nun weiter tun werde. ( Cons. S.7).

[22] Es ist keine Gefahr, sagte sie, er leidet an Lethargie, der gewöhnlichen Krankheit verblendeter Geister. (Cons. S.9).

[23] Jetzt da es wolkenverhüllt das trügende Antlitz gewendet (…). (Cons. S.3).

[24] Wer so stürzte, der stand niemals auf sicherem Fuß. (Cons. S.3).

[25] Vgl. Matias Martinez und Michal Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. 7. Aufl. München, 2007. S.81.

[26] Zu Memoiren: „Literarische Darstellung des eigenen Lebens oder eins denkwürdigen Teiles daraus, wobei die Schilderung öffentlich, politisch und kulturgeschichtliche Ereignisse, die Erinnerung an berühmte Zeitgenossen oder das eigene politisch, kulturelle oder gesellschaftliche Wirken im Vordergrund stehen.“ In: Metzler-Literatur-Lexikon: Begriffe und Definitionen. Hg. von Günther und Irmgard Schweikle. Stuttgart, 1990.

[27] Das Erzählte weist Analogien zum historischen Boethius auf, wie die Haft im Kerker.

[28] Vgl. Matias Martinez und Michal Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. 7. Aufl. München, 2007. S.49.

[29] Cons. S.15.

[30] Ebd. S.35.

[31] Ebd.

[32] nach dem Kommunikationsmodell narrativer und dramatischer Texte von Pfister, Manfred: Das Drama: Theorie und Analyse. 11. Aufl., erw. und bibliogr. aktualisierter Nachdr. der durchges. und erg. Aufl. 1988. München, 2001. S.20ff.

[33] Gigon, Olof: Einführung. In: Boethius. Consolatio Philosophiae – Trost der Philosophie. Lateinisch-Deutsch, hg. und übersetzt von Ernst Gegenschatz und Olof Gigon, eingeleitet und erläutert von Olof Gigon, Düsseldorf, 2004. S.311.

[34] Vgl.: Matias Martinez und Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. 7. Aufl. München, 2007. S. 81.

[35] höchst ehrwürdigem Antlitz (Cons. S. 2)

[36] (…) mit funkelnden und über das gewöhnliche Vermögen der Menschen durchdringenden Augen, von frischer Farbe und unerschöpflicher Jugendkraft, obwohl sie so bejahrt war, dass sie in keiner Weise unserem Zeitalter anzugehören schien. (Cons. S.4ff).

[37] Cons. S.5.

[38] Ebd.

[39] Vgl. Matias Martinez und Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. 7. Aufl. München, 2007. S. 102.

[40] Doch ist hier, sagte sie, Arznei mehr am Platze als Klage. (Cons. S.9).

[41] Wer hat diesen Dirnen der Bühne den Zutritt zu diesem Kranken erlaubt, ihnen, die seinen Schmerz nicht nur mit keiner Arznei lindern, sondern ihn obendrein mit süßem Gifte nähren möchten? (Cons. S.5).

[42] Sollte ich dich, meinen Zögling, verlassen, antwortete jene, sollte ich nicht die Bürde, die du um meines verhassten Namens willen auf dich genommen hast, in gemeinsamer Mühe mit dir teilen. (Cons. S.11).

[43] Vgl. ebd. S.5.

[44] Wenn du Hilfe des Arztes erwartest, musst du deine Wunde aufdecken. (vgl. Cons. S.15).

[45] Cons. S.5.

[46] Ebd.: Doch hatten dieses Kleid die Hände einiger Gewalttätiger zerfetzt, und jeder hatte die Stückchen, die er gerade fassen konnte an sich gerissen.

[47] Pfister, Manfred : Das Drama: Theorie und Analyse. 11. Aufl., erw. und bibliogr. aktualisierter Nachdr. der durchges. und erg. Aufl. 1988. München, 2001. S.254.

[48] Vgl. Cons. S.5.

[49] „Notker der Deutsche faßt Boethius´Vefahren in der ´Consolatio´als eine forwährende Übung in der Redekunst und dem philosophischen Gespräch auf (...).“ King, C. James: Philosophia kommt Boethius mit Rhetorik und Disputaion entgegen. In: Verborum amor: Studien zur Geschichte und Kunst der deutschen Sprache. Hg. Harald Burger, Berlin, New York 1992. S. 201-213.

[50] Zur „Philosophia“ näher: Huber, Christoph: Philosophia – Konzepte und literarische Brechungen. In: Literatur, Artes und Philosophie. Hg. Walter Haug und Burghart Wachinger. Tübingen, 1992. S. 1-22.

[51] Bewegt dich nicht schon der Anblick dieses Ortes? (Cons. S.15)

[52] als Textgrundlage: Stackmann, Karl: Göttinger Frauenlob-Ausgabe. Göttingen 1990. S.380-388: IV. Minne und Welt. Folgend „MuW“ genannt.

[53] Sein Geburtsdatum ist unbekannt; da er aber vermutlich schon 1278 in der Umgebung Rudolfs von Habsburg ist, dürfte er nicht lange nach der Mitte des 13. Jahrhunderts geboren sein.“ Cramer, Thomas: Geschichte der deutschen Literatur im späten Mittelalter. 2. Aufl. München, 1995. S.50.

[54] Vgl. ebd.

[55] Vgl. Borries, Erika und Ernst von: Deutsche Literaturgeschichte. Bd. 1: Mittelalter, Humanismus, Reformationszeit, Barock. 4.Aufl. München, 2000. S.197.

[56] Steinmetz, Ralf-Henning: Liebe als universales Prinzip bei Frauenlob: ein volkssprachlicher Weltentwurf in der europäischen Dichtung um 1300. Tübingen, 1994. S.9.

[57] Ebd.

[58] Vgl. Bebermeyer, Gustav: Streitgedicht/Streitgespräch. In: Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte. Hg. von Werner Kohlschmidt und Wolfgang Mohr. Bd. 4. Berlin 1984. S. 228- 245.

[59] Ebd.

[60] lat. disputatio; dt. Erörterung, Streitgespräch; engl. disputation; frz. Dispute. „Streitgespräch oder eine Streitschrift, (...) die seit dem hohen Mittelalter bis zum späten 18. Jh. an Universitäten und anderen Schulen neben der Vorlesung (lectio) verbreitete, institutionell fest verankerte Art des gelehrten Unterrichts.“ In: Marti, Hans-Peter.: Disputation. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Hg. von Gerd Ueding. Bd. 2. Tübingen 1994. S. 866-880.

[61] Bebermeyer, Gustav: Streitgedicht/Streitgespräch. In: Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte. Hg. von Werner Kohlschmidt und Wolfgang Mohr. Bd. 4. Berlin 1984. S. 228- 245.

[62] Ebd.

[63] Vgl.: Scholz, Manfred Günter: Streitgedicht. In: Metzler-Literatur-Lexikon: Begriffe und Definitionen. Hg. von Günther und Irmgard Schweikle. Stuttgart, 1990. S. 446.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Der Trost der Philosophie - ein Vorbild für Frauenlobs Streitgedicht Minne und Welt?
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Germanistik)
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
29
Katalognummer
V190370
ISBN (eBook)
9783656150442
ISBN (Buch)
9783656149989
Dateigröße
529 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Boethius, Philosophie, Komparatistik, Minne, Welt, Gedicht, Dialog, Frauen, Mediävistik, Latein, Trost, Lyrik
Arbeit zitieren
Magister Artium Nicole Köhnen (Autor:in), 2008, Der Trost der Philosophie - ein Vorbild für Frauenlobs Streitgedicht Minne und Welt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190370

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