Das Management des Kulturbewusstseins - Kulturelle Bewusstseinsbildung und -management

The Management of Cultural Awareness - Intercultural Consciousness and Management


Forschungsarbeit, 2012

432 Seiten


Leseprobe

Inhalt/Contents

Teil/Part 1 Die kulturelle Bewusstheit
1. Das Dreiphasenmodell der interkulturellen Managemententwicklung
2. Kulturbewusstheit und Mosaikmetapher
3. Die Bewusstheit und der kosmische Computer
4. Bewusstheit und Psychoanalyse
5. Bewusstheit und interkulturelles Lernen
6. Die Bewusstheitserfordernis im interkulturellen Kontext
7. Kulturelle Bewusstheit, der Harvard Professor und das Weiße Haus
8. Bewusstheit. Das Dao der Kultur
9. Rationalismus und Grenzen der Bewusstheit
10. Neurophysiologie und Psychologie der kulturellen Bewusstheit
11. Der kulturelle Autopilot
12. Quantenphysik und kulturelle Bewusstheit
13. Der metaphorische quantenkulturelle Effekt
14. Die inter-transkulturelle Bewusstheitsintegration als Refugium
15. Kulturelle Bewusstheit und Universalkultur
16. 360° kulturelle Bewusstheit
17. Interkulturelles Bewusstheitsprozessmanagement

Part/Teil 2 Enhancing Cultural Awareness
A. The Intercultural Complementarity Principle
B. The Intercultural Integration Principle: A Review of the Intercultural Paradigm
1. The State of the Intercultural Art and Science:
On Human Relativity in Intercultural Research
2. Enhancing the Intercultural Art and Science:
Sources, Models and the Achievement of Supreme Cultural Intelligence
C. Expanding Human Culture Consciousness
1. Physiological Aspects of Culture Consciousness and its Management
2. The ‘Culture-Cosmic Computer’
3. The Cosmic Dimension of Global Diversity Management
4. Reconciling Planetary Diversity through Transcultural Management
5. A Third Millennium Global Civilisation Formula: Integrating the Relative and the Absolute
6. Metropolism - Cosmopolitanism – Cosmism
7. Dimensions of ONE
7.1 The Magic of the ONE: The One as the Regulator of Unity And Diversity
7.2 Summum Unum: The Diversity Of Life
7.3 Ut Unum Sint

Teil/Part 3 Interkulturelles Management im Bewusstsein der Integrität der Schöpfung
A. Die Integrität der Schöpfung
1. Kulturelle Identität und Ethik im Kontext der Integrität der Schöpfung
B. Fundamente und Grundlagen der Kultur
1. Die Kultur und die Schöpfungsordnung
C. Das religiöse Bewusstsein als einheitsstiftendes Prinzip der Menschheit
1. Menschliche Defizite hinsichtlich der komplementären Erkenntnis der Einheit und der Diversität
Auf der individuellen Ebene
Auf der kollektiven Ebene
2. Grundlagen und Weg der Einheit
D. Metaphysik und Kultur
1. Der Primat Gottes
2. Die biologische, die psychologische und die geistige Natur ganzheitlicher menschlicher Kultur

Part/Teil 4 Inter- and Transcultural Awareness-Based Intercultural Interfacing Techniques

Part/Teil 5 Bilingual Intercultural & Transcultural Consciousness-Based Management Terminology: English-German

Bibliography/Bibliographie

Teil/Part 1 DIE KULTURELLE BEWUSSTHEIT

1. Das Dreiphasenmodell der international-interkulturellen Managemententwicklung

State-of-the-art interkulturelle Managementausbildung im Rahmen der globalen Managemententwicklung kann, wie im Vorwort angedeutet, didaktisch in ein Dreiphasenmodell strukturiert werden und zwar den folgenden:

1. Kulturelle Bewusstheit
2. Kulturelles Wissen
3. Kulturelle Kompetenzen

Der Weg zum kompetenten interkulturellen Manager führt über die Phasen kulturelle Bewusstheit und Wissen und deren Anwendung als kulturelle Kompetenzen. Die Integration von Bewusstheit und Wissen in eine höhere Form der kulturellen Erkenntnis bringt eine gesteigerte Effektivität im Bereich der kulturellen Managementkompetenzen mit sich.

Wenden wir uns nun zu Beginn der ersten Phase, nämlich der kulturellen Bewusstheit zu, bevor das in der folgenden Phase systematisierte interkulturelle Wissen im in eine höhere Form der interkulturellen Bewusstheit eingebettet wird, woraus eine höhere Form der interkulturellen und daher globalen Managementkompetenz erwächst.

2. Kulturbewusstheit und Mosaikmetapher

Dies erfordert zunächst die Exploration des Bewusstheitshorizonts, eine Erhellung des Mosaiks der Aspekte und Bausteine der menschlichen Bewusstheit. Dahinter befindet sich das Bewusstsein an sich, das Licht das die Mosaiksteine erhellt. Die Mosaiksteine und ihre thematische Funktion kann man nicht unabhängig vom Licht erkennen und deuten.

Das Licht der Erkenntnis, das jeden der Mosaiksteine entsprechend der Qualität seiner Bewusstheit durchströmt und sinngebend für die Komponenten und deren Bezug zum Ganzen ist entscheidet über den Grad der kulturellen Bewusstheit. Dieser kann grosso modo in einen inter- und einen transkulturellen Bewusstheitsraum aufgeteilt werden, wobei letzterer maßgeblich für den ersteren ist. Er ist integrativ, während ersterer dialektisch ist. Das Spiel der beiden Bewusstheitsräume ist eine Determinante verschiedener Grade der kulturellen Bewusstheit und der damit einhergehenden Managementeffektivität. Es sind, bildlich gesprochen, die beiden Arme, die im gesunden Individuum natürlich koordiniert sind und die im kulturellen Subjekt die permanente kulturelle Integrationsarbeit an sich natürlich verrichten, sofern keine kontraproduktive Konditionierung stattfindet. Dieses natürlichen kulturellen Managementpotentials gilt es wieder bewusst zu werden und nicht weitere verzerrende Komponenten einzuführen. Verschiedene kulturelle Optiken sind durch die Positionierung im Bewusstseinsraum bedingt, die allein vermittels der bewussten Positionierung, vergleichbar mit der Welle-Teilchendualität verschiedene Lesearten der kulturellen Realität bewirken, die nicht wirkungslos bleiben.

Das Verständnis des gesamten Kulturmosaiks zusammen mit der dieses determinierenden Bewusstheitsaxiomatik führt zu jener kulturellen Souveränität, die die globale kulturelle Managementperformance optimiert.

3. Die Bewusstheit und der kosmische Computer

Interkulturelle Sensibilisierung und Bewusstheitsentwicklung sind deshalb einer der ersten Schritte einer interkulturellen Managementausbildung, weil, wie in anderen Bereichen, die Bewusstwerdung häufig der erste Schritt für die Steuerung und Kontrolle von Prozessen, von interkulturellen im gegenwärtigen Fall, ist. Ansonsten bleibt das Subjekt den Prozessen gewissermaßen ausgeliefert. Mit der Bewusstwerdung kann bereits eine Lösung in die Wege geleitet werden. Dies ist deshalb der Fall, weil die Bewusstheit ein Bewusstseins- und somit ein energetisches Phänomen ist, das in der Welt des Bewusstseins wirksam ist. Diese Bewusstheit wirkt entsprechend der Qualität der Bewusstheit im Subjekt.

Aus der südasiatischen Philosophie, insbesondere, lässt sich die Verkettung von Bewusstheit, Bewusstsein, Energie und Universum konstruieren. In der Korrelierung, ja sogar Gleichsetzung der vier, lässt sich die Bedeutung der Bewusstheit in kultureller und anderer Hinsicht erahnen, weil die Bewusstheit zumindest nicht unabhängig vom Bewusstsein, von der Energie und der Materie zu sein scheint. Das Subjekt wird vermittels der Bewusstheit zu einem Pol der Wirklichkeit und stellt gewissermaßen, über das Bewusstsein ein energetisches Kontinuum mit der Wirklichkeit her. Das legt der sogenannte Shakta Vedanta nahe. Diese Jahrtausende alte Philosophie möchte ich hier nur erwähnen, um der Bedeutung der Bewusstheit Nachdruck zu verleihen und ihre Rolle von der Warte der südasiatischen Tradition zu würdigen, ohne dadurch irgendeine Weltanschauung empfehlen zu wollen, ganz und gar nicht. Die interkulturelle Forschung gebietet es aber, diverse kulturelle Weltanschauungen in die Erforschung des Kulturellen und seines Managements miteinzubeziehen, während andererseits jede Transzendierung des Individuums ist sehr kritisch zu beurteilen und eher davon Abstand zu nehmen. Doch auf der rechten Ebene und im rechten Geist kann es als eine kulturspezifische Realitätserkenntnis betrachtet werden, die, wie alles Kulturelle, eine kulturspezifische Kontextualisierung und vertiefte Auseinandersetzung damit erfordert. Systeme, die in einer Kultur entstanden sind, so lehrt Hofstede zurecht, sind nicht ohne weiteres auf andere Kulturen übertragbar. Selbst der Dalai Lama bestätigt dies und lehrt, dass die westlichen Menschen sich zu allererst mit ihrer westlichen geistigen Tradition auseinandersetzen sollten, bevor sie sich anderen Traditionen zuwenden.

Über die Verkettung von Bewusstheit als Grad und Qualität der Teilnahme am Bewusstsein, das in dieser Weltanschauung Energie und letztere mit dem Universum gleichzusetzen wäre, würde man das gesamte mikro-makrokosmische Kontinuum erschließen. Was wir Kultur nennen wäre somit lediglich eine "Quantité négligeable" (ohne große Bedeutung) auf diesem Kontinuum und kann in energetische oder Bewusstseinskategorien eingebunden und formuliert werden.

Wenn sich das Bewusstsein des Subjekts an einem Pol des Kontinuums und das Universum am anderen Pol des mikro-makrokosmischen Kontinuums befindet, dann ist dieses integrierbar, weil sie komplementäre Aspekte der Wirklichkeit sind. Diese Wirklichkeit kann man als Energie oder Bewusstsein oder Universum im Sinn lesen. Es bestätigt in gewisser Weise das Komplementaritätsprinzip, demzufolge man die Natur der Welt, Materie und Energie, in Abhängigkeit von dem diese lesenden Instrument in komplementären Gestalten als Wellen oder Teilchen wahrnehmen kann. Das wahrnehmende Instrument ist die Qualität des Bewusstseins, die Bewusstheit. Diese wird die kulturelle Wirklichkeit, entsprechend ihrer Natur in der einen oder der anderen Form wahrnehmen. Eine hochentwickelte Form der Bewusstheit wird in Resonanz mit einer hochentwickelten Dimension des Bewusstseins treten und die wahrnehmen, während der Mangel an Bewusstheit gewissermaßen in Resonanz mit einer ähnlichen Qualität des Bewusstseins treten wird. Daher besteht der Sinn und Zweck kultureller und interkultureller Bewusstheitsentwicklung eigentlich darin, eine möglichst hohe Form kultureller Bewusstheit zu entwickeln, die dann ihrerseits die kulturelle Wirklichkeit kreativ mitgestaltet, sei es weil sie dazu tendiert, ihre eigene Qualität zu externalisieren oder durch die Bezugherstellung zu ihrer eigenen Wesenheit und Natur im Meer des Bewusstseins.

Dieses sei dem Interkulturalisten überlassen. Denn man kann die Dinge in mannigfaltiger Form in der Gestalt komplementärer Optiken und Perspektiven erkennen. Die Religion, die Quantenphysik und die Bewusstseinsforschung sind komplementäre Wege, denn Energie – Bewusstsein – Universum sind komplementäre Aspekte, die über den Schlüssel der Bewusstheit entsprechend dem Grand der Bewusstheitsentwicklung erschließbar sind. Das gipfelt in einem Bewusstsein-Raum-Zeit Kontinuum, das in der Tradition angedeutet ist.

Die Gewahrwerdung der kosmischen Dimension relativiert die planetar-globale unserer heuten Ära der Globalisierung. Sie ordnet sie gewissermaßen hierarchisch unter, und letztere ordnet die nationale und die wiederum die regionale, diese die lokale und individuelle. Über die individuelle Bewusstheit kann man die kosmische Dimension des Bewusstseins erreichen, während die letztere die ganze Hierarchie steuernd unterordnet. Es ist ein Kreislauf, den man in komplementären Kategorien, materiellen, energetischen oder des Bewusstseins formulieren kann – und der Schlüssel zu dieser kosmischen Wirklichkeit ist das individuelle Bewusstsein, seine Bewusstheit.

Bettet man die Kulturvariable oder das globale Paradigma in dieses mikro-makrokosmische Kontinuum ein und erkennt seine Prinzipen der Integration und Steuerung, so hat man vermittels dieser Bewusstheitsausweitung die kulturellen Belange durch die weitestgehende Kontextualisierung derselben bereits auf Bewusstseinsebne eigentlich gelöst und der kulturelle „Quanteneffekt“ wird das kulturelle Umfeld entsprechend gestalten. Die Bedeutung der (kulturellen) Bewusstheit als Hebel der Veränderung hat daher hohe Priorität. Die Relevanz des Vorhandenseins und der Qualität der Bewusstheit als ein wirksames Agens - wie kryptogenetisch und wissenschaftlich unsystematisierbar es uns letztendlich auch erscheinen mag - kommt auch in folgender psychoanalytischer Formulierung der Bedeutung derselben, sowie Giddenses darauffolgendem kulturellem Bewusstheitsmodell zum Ausdruck.

Alle drei konvergieren in der Bewusstheit oder Awareness als maßgeblichem Erkenntnisfaktor der Wirklichkeit.

4. Bewusstheit und Psychoanalyse

Der britische Psychoanalytiker R. D. Laing relativiert unsere lern- und Wandlungsfähigkeit durch den Bewusstheitsgrad, über den wir verfügen. Wandlung und Veränderung können erst dann einsetzen, wenn wir uns unserer Unbewusstheit bewusst werden. Die Erkenntnis der Nichterkenntnis ist der Weg zur Erkenntnis, der Weg der Bewusstwerdung der Nichtbewusstheit der Königsweg zu Bewusstheit und Bewusstsein. Erinnert uns das nicht an das sokratische Dictum "Scio ut nescio", ich weiß, dass ich nichts weiß als Voraussetzung für die Erkenntnisgewinnung, selbst für den Weisen.

R. D. Laing sagt wörtlich: "the range of what we think and do is limited by what we fail to notice, and because we fail to notice that we fail to notice , there is little we can do to change , until we notice how failing to notice shapes our thoughts and deeds.”

5. Bewusstsein und interkulturelles Lernen

Das nachfolgend abgebildete Giddenssche Modell der kulturellen Bewusstheit illustriert diesen Sachverhalt, indem es verdeutlichet, dass das nicht verbalisierte latent bewusste kulturelle Wissen durch Lernen auf der diskursiven Ebene verbalisiert und voll bewusst und somit steuerbarer gemacht werden kann. Der Zugang zum unbewussten Teil des kulturellen Wissens ist jedoch weitgehend, insbesondere durch Repression, versperrt. Hampden-Turner und Trompenaars sind der Ansicht, dass die kulturelle Privilegierung eines Poles eines Kontinuums, wie beispielsweise Individualismus – Kollektivismus, den komplementären aufgrund dieser Wertepräferenz ins Unterbewusstsein verlagert. Somit würde unsere Kultur über die kulturelle Konditionierung das Unbewusste miterzeugen, obschon alle Menschen eigentlich Zugang zu allen Wertepräferenzen hätten, wenn sie nicht kulturbedingt reprimiert würden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Persönliche Unterlagen, Universität Cambridge 2004

6. Die Bewusstheitserfordernis im internationalen Kontext

Ed Schein von der Harvard University ist der Ansicht, man sollte in der interkulturellen Ausbildung mit der Selbstbewusstheit beginnen. Diese Position des Harvard Psychologieprofessors reiht sich nahtlos in die Erkenntnis aller Hochkulturen ein, beginnend im Osten mit dem Sanskritbegriff Vidya, im Gegensatz zu Avidya, der südasiatischen indischen Zivilisation, in der die Suche und Erkenntnis der Wahrheit tausendjährige Tradition hat und einen der höchsten Werte repräsentiert. Hier ist die Selbsterkenntnis und Selbstbewusstheit höherer Ordnung gemeint und schließt somit andere Aspekte der Selbstbewusstheit und Selbsterkenntnis, wie die kulturelle mit ein. Dem Weg der Sonne von Osten nach Westen folgend, den viele kulturelle Ströme, und nicht zuletzt auch die religiösen, insbesondere die monotheistischen, allen voran das Christentum, genommen haben, finden wir das Echo dieser Erkenntnis im klassischen Griechenland im Delphischen Spruch „Gnothi seauton…“, Mensch erkenne dich selbst und Du wirst das Universum und die Götter erkennen. Hier begegnen wir wiederum der Hypothese, dass die Selbstbewusstheit und die Selbsterkenntnis der Schlüssel für die Erkenntnis höchster Ordnung sind. Wenn die Selbsterkenntnis in einem Kausalzusammenhang mit der Erkenntnis in Bezug auf das Universum und die metaphysische Realität steht, dann kann man annehmen, dass ein mikromakrokosmischer Zusammenhang besteht. Die vorchristlichen Zivilisationen konnte aber ebensowenig wie die modernsten Wissenschaften den exakten Bezug zwischen dem Mikro- und dem Makrokosmos verbindlich erklären. Vor zweitausend Jahren gab es aber einen Meilenstein in dieser Erkenntnis. Christus stellt den Kausalzusammenhang in nie zuvor dagewesener Form in der Menschheitsgeschichte her, wenn er sagt, dass der Mensch ein Ebenbild seines Schöpfers ist. Das ist ein Quantensprung in der Selbst- und Gotterkenntnis: ein revolutionäres Selbstbild und eine Selbstbewusstheit, die insbesondere die Beziehungen zwischen den Menschen gleich welcher Provenienz in ein neues Licht im Sinne einer Familie der Menschheit rückt und somit eine nachhaltige zwischenmenschliche internationale/interkulturelle Ethik begründen kann. Dieses christliche Erbe kann zukunftsbestimmend sein. Ist es die Zukunft, so wird sich die Vergangenheit mit ihren interkulturellen Konflikten aufgrund unzureichender Selbstbewusstheit und Fremdbewusstheit also Selbsterkenntnis nicht wiederholen. Wird die Selbsterkenntnis nicht wachsen und reifen oder gar regressiv sein, so werden Konflikte proportional, durch neue demographische, ökologische und Ressourcenverknappungsvariablen bedingt, möglicherweise auch noch zunehmen. Authentische Selbstbewusstheit, wie es die Hochkulturen seit Äonen fordern, spielt hier eben eine Schlüsselrolle.

Das „Gnothi seauton…“ hallt im lateinischen „Nosce te ipsum“, ebenso mit der Bedeutung von „Mensch erkenne dich selbst“, wieder. Die Begegnung der römischen Zivilisation mit der christlichen hat uns, aufgrund einer neuen Selbstbewusstheit eines Individuums mit seiner Würde und seinen Rechten auf dem Weg zur Selbstbewusstheit und Selbsterkenntnis vorwärts gebracht. Doch zweitausend Jahre später stellen wir fest, dass sich diese Erkenntnis nur sehr allmählich durchsetzt. Gen‘ Sonnenuntergang hallt das Prinzip der Selbsterkenntnis aus den Managementschmieden der neuen Welt als Primat der Self-awareness zurück. Nicht zuletzt deshalb bildet es auch den Kern der interkulturellen Managemententwicklung – hier und jetzt in diesem Augenblick.

7. Die kulturelle Bewusstheit, der Harvard Professor und das Weiße Haus

Der ehemalige Präsident Clinton definiert den gesamten Verlauf der Menschheitsgeschichte als ein Kampf des „wir“ auf Kosten und zulasten des „ihr“. Hier ist zwar eine Selbstbewusstheit im Spiel, aber sie ist exklusiv und nicht inklusiv, weil sie von einem rassisch, religiös, kulturell, stammesgeschichtlich und politisch höherwertigen Selbstbild und einem entsprechend minderwertigen Fremdbild ausgeht. Die Geschichte ist, laut dieser Annahme, ein permanenter Kampf, der dieses positive Selbstbild zulasten des negativen Fremdbildes durchsetzen möchte.

Der Harvard Professor Ed Schein empfiehlt daher dem internationalen Managementaspiranten, bei der Self-awareness oder der Selbstbewusstheit anzusetzen, vielleicht nicht zuletzt deshalb, weil er einer der individualistischen Kulturen angehört, in dem das Ich (I) der Dreh- und Angelpunkt der Kultur ist.

Doch der metaphorische einarmige Ökonom, den Präsident Truman monierte, weil die Ökonomen seiner Ansicht immer "on the one hand…but on the other" zu sagen pflegten und Dinge dadurch in seinen Augen zu komplizieren schienen, ist im Bereich des interkulturellen Managements in dem Sinne nicht durchsetzbar, dass die beiden Arme der Selbst- und Fremdbewusstheit die beiden geistigen Werkezeuge des multilateral, kulturbewusst und somit effektiv intrapsychische kulturelle Informationsprozesse wahrnehmenden Interkulturalisten sind. Zieht man eine Analogie zwischen den beiden physischen und den beiden geistigen Armen des Harry Truman Ökonoms und dem des kybernetischen (multiperspektivistischen) Denkens fähigen Interkulturalisten, so kann man sagen, dass die beiden Achsen und Optiken oder Wahrnehmungsstandpunkte der kulturellen Überschneidungssituation im zentralen Nervensystem eigentlich auf natürliche Weise integriert sind. Und diese Integration ist nicht nur eine konkomitante Koexistenz, sondern ein aktiver Prozess naturgegebener Integration und Koordination, mit dem an sich alle Menschen a priori ausgestattet sind.

Insbesondere der ehemalige Chief Executive der Oval Office, sowie auch der Harvard Psychologieprofessor, erkennen im Ich und seiner kollektiven Ausprägung mit seinen kulturellen Nicht-Bewusstheitsprozessen die Ursache für die Art des Verlaufs der Menschheitsgeschichte. Und der Harvard Professor sieht im Ich und den Bewusstheits- oder Bewusstwerdungsprozessen den Hebel für die Veränderung und die Befreiung von der menschlichen Bedingtheit, dem Damoklesschwert der Menschheit, das der Präsident „persistent curse“ (einen unentrinnbaren Fluch der Menschheitsgeschichte, dem offenbar selbst der mächtigste Politiker der Welt gewissermaßen ausgeliefert zu sein scheint) nennt. Laut Ed Schein sollte die mangelnde Selbst- und Fremdbewusstheit mit der Selbstbewusstheit beginnend verändert und eine Veränderung des Verlaufs der Menschheitsgeschichte bewirkt werden, so könnte man von der geopolitischen Warte des Chief Executives hinzufügen. Die Sonne der Bewusstheit scheint somit ihre Bahn von Osten nach Westen beschrieben zu haben. Wir erinnern uns: Das fernöstliche Hishiryo Konzept unbewegter Weisheit aus dem Land der aufgehenden Sonne, das chinesische Wuwei und das indische Bewusstsein Zeuge, sowie das Vidya Konzept, das griechische Gnothi seauton und das noetische Konzept (aus der die transkulturelle Bewusstheitsdimension inhaltlich und begrifflich mit abgeleitet ist), das Nosce te ipsum der römischen Kultur, das ebenso die Erforderns der Selbstbewusstheit näher bei uns spiegelt: Und schließlich endet die Sonne ihre Bahn im äußersten Westen an der Harvard Executive Management Schmiede: eine 360° planetare Kulturerkenntnis der Bewusstheit und des Bewusstseins als determinierendem Agens menschlicher kultureller und anderer Belange. Alle postulieren eine komplementäre Bewusstseinsdimension, die in Abhängigkeit von der Natur der Bewusstheit nachhaltig konfliktpräventiv und natürlich diversitätsintegrativ wirkt. Aus dieser geistigen Sonnenbahn der Erkenntnis ist die transkulturelle Ebene oder Bewusstheit destilliert.

8. Bewusstheit. Das Dao der Kultur

Das Dao ist das höchste Prinzip, aus dem alle Phänomene über das Yin-Yang Prinzip hervorgegangen sind. Ein Aspekt allein vermag nicht die Wirklichkeit zu manifestieren. Aber die beiden erzeugen demnach die materiellen, sowie die kulturellen Phänomene und ihre myriadenfachen Wechselwirkungen und Konfigurationen sind alle natürlich in ihrem Ursprung, zu dem sie in Bezug stehen wie die Welle zum Meer, der Strom zur Quelle oder der Strahl zur Sonne, a priori integriert, so man sich dessen bewusst ist. Diese Bewusstheit ist aktives, integratives Agens per se. Interventionen durch den konditionierten kulturrelativen Verstand decken nicht das Gesamtfeld dieses biopolaren natürlichen Prozess der Dynamik der absoluten EINS mit seinen zwei Polen ab, aus denen die Drei, die Vier die Fünf und so fort, die Schöpfung in taoistischen Weltbild, hervorgeht.

9. Der Rationalismus und die Grenzen der Bewusstheit

Der westliche Rationalismus erkennt in der Regel die Dialektik und das Konfliktpotential, das in dieser bereits durch die dualistische Struktur der menschlichen Neurophysiologie, die in der Psyche ebenso als Dualismus und Dialektik reflektiert wird, vermag aber nicht diese Dualität und Dialektik in einem Prinzip höherer Ordnung aufzulösen. Zumindest die gängige westliche Mainstreampsychologie geht von einem dualistischen psychosomatischen Menschenbild aus und vermag somit die Dialektik nicht in einer übergeordneten Kategorie nachhaltig zu integrieren. Auch mentale Sophistikation und vorzüglicher Intellekt, Rekonziliations- und Synergiekompetenz bleiben weitgehend im Bereich von Neukonfigurationen kultureller Konstellationen, ohne sie in eine nachhaltig natürliche und weniger reversible Ordnung überführen zu können. Dafür ist über die „horizontale Kulturerkenntnis“ hinaus eine „vertikale Kulturerkenntnis“, die auf der nachfolgenden neurophysiologischen Metapher der doppelten funktionell-strukturellen hierarchischen Integration gründet, erforderlich

10. Neurophysiologie und Psychologie der kulturellen Bewusstheit

Wenn das Bewusstsein erkennt, dass es im Korsett des Mentalbereichs mit seiner Konditionierung operiert und somit weitgehend prognostizierbar ist, weil sowohl die Wahrnehmung als auch die Antizipation der Zukunft vom konditionierten Bewusstseinsinhalt des Gedächtnisspeichers mit seiner kulturellen Konditionierung herrührt, dann kann diese Bewusstheit der Begrenzung durch die Bedingtheit der Bewusstheit die Tür zu einem weiteren Raum aufstoßen. Die Bewusstheit erkennt jenseits des scheinbar ziemlich deterministisch funktionierenden Mentalbereichs, in dem man daher zurecht von mentaler Software spricht, einen weiteren Raum, der weniger und weniger konditioniert ist, bis die Bewusstheit seinen eigenen Ursprung an der Quelle des Bewusstseins, des makellos reinen transzendenten-immanenten Bewusstseins erreicht. Gleich einem Strom hat es als ursprünglich reines, lebendiges Wasser auf dem Weg durch die Zeit und den Raum vielfältigen Umweltunrat mitgenommen, der es nun verunreinigt. Doch gleich einem Storm, der von der reinen Quelle gespeist wird, kann es sich immer wieder erneuern, sobald die Reinheit des Bewusstseins in die Bewusstheit eintritt. Vereinfachend könnte man von einem deterministisch geprägten mentalen Bewusstheitsraum und einem umfassenderen unkonditionierten Bewusstseinsraum sprechen, die kausal in dem Sinne verknüpft sind, dass, wie der Strom aus der Quelle, das konditionierte Bewusstsein mit der limitierten Bewusstheit aus dem einen Bewusstsein hervorgeht. Dieses Bild der Natur findet seine Validierung in der neurophysiologischen Forschung. Das doppelte Prinzip der neurophysiologischen funktionellen Unterordnung und der strukturellen Integration besagt, dass übergeordnete Nervenzentren untergeordnete hierarchisch unterordnen und in eine strukturelle Einheit integrieren, so findet eine permanente hierarchische Integration auf natürliche Weise statt; gewissermaßen ein selbstregulierter Prozess, wenn man die Weisheit der Natur das Ruder in der Bewusstheit eines Bewusstseins höherer Ordnung übernehmen lässt. In Anlehnung an das Werk de Kardiologin Dr. Thérèse Brosse habe ich das Konzept der noetischen-psychosomatischen Struktur gewählt und für kulturelle Zwecke die dritte noetische Ebene für die gegenwärtigen globalen Managementzwecke als transkulturelle Ebene bezeichnet. Ebenso, wie die noetische Ebene, die dritte Ebene der nun dreifältigen, erweiterten ganzheitlichen biologischen Struktur des Menschen die psychosomatische nachhaltig integriert und die mentalen Störungen, die physiologische Störungen wie Tachykardien im Bereich der Kardiologie regulierend und positiv beeinflussen kann, kann die transkulturelle Ebene kulturelle Disharmonien regulierend beeinflussen.

11. Der kulturelle Autopilot

Der natürliche Selbstregulationsprozess des transkulturellen Bewusstseins integriert und steuert auf natürliche Art und Weise das Kulturelle und die damit einhergehende Interkulturalität mit ihrer Dialektik, die im dualistischen Mentalbereich nicht nachhaltig erlöst und irreversibel in die Einheit der Diversität, aus der letztere wie der Strom aus der Quelle hervorgegangen ist, überführt werden kann. Gleich dem kybernetischen Prinzip in der Aeronautik kann ein Ziel, das dem Bordcomputer bekannt ist erreicht werden. Feedbackprozesse führen das Fluggerät dynamisch auf den Kontext reagierend zur Destination. Der transkulturelle Autopilot arbeitet auch empathisch, dynamisch zum komplexen kulturellen Kontext. Er arbeitet mit dem Kontext oder transzendiert ihn, ebenso wie das Fluggerät intelligent kritische Zonen umsteuert… Er ist per se integrativ, da die metamentale und somit die kulturelle Ebene transzendierende Ebene entsprechend dem auf das Bewusstsein übertragene neurologische Prinzip, per se integrativ ist.

12. Quantenphysik und kulturelle Bewusstheit

Analog zur quantenphysikalischen Komplementaritätsprinzip Metapher der Welle-Teilchendualität Niels Bohrs kann man das Kulturelle komplementär und ganzheitlicher wahrnehmen, nämlich entweder die Einheit des kulturellen Bewusstseinsstroms nahe der Quelle oder seinen Verlauf stromabwärts im Bereich der Diversifikation des Bewusstseinsstroms mit seinen kulturelle Armen, die jedoch alle über die bewusste Wahrnehmung von der Quelle her eine Einheit bilden. Ihre Diversität ist eine rein zeit-raumrelative Täuschung. Wenn sich das Bewusstsein dieser Täuschung bewusst wird operiert es in der Einheit des Bewusstseins das EINS und integriert ist und somit alle kulturellen Dualitäten, Dialektiken und Diversitäten. Kulturelles Reengineering, Vorwärts- und Rückwärtsengineering höchster Ordnung durch die Positionierung des kulturbewusst beobachtenden Interkulturalisten oder globalen Managers im Auge der kulturellen Herausforderung. Im Auge des kulturellen Orkans kann er sich so im Bewusstsein positionieren, dass er von der kulturellen Dialektik nicht erreicht wird, während er sie von der transkulturellen Ebene her mitregulieren kann. Es ist transformierende kulturelle Leadership.

Ebenso wie der Teilchendetektor Teilchen wahrnimmt, nämlich die Partikularismen der jeweiligen Kulturprofile mit ihren dazugehörigen Verhaltensmustern, nimmt der Wellendetektor die Wellen, also die komplementäre Natur der kulturellen Profile und Verhaltensmuster wahr. Der Wellenaspekt weist auf die Einheit des diversifizierten Bewusstseinsstroms an der Quelle oder auch an seiner Destination, dem ebenso resorbierenden und regenerierenden und alle kulturellen Wellen verschlingenden Ozean hin: Ein Kreislauf der Natur oder der Natur des Bewusstseins, wovon die kulturelle Phase lediglich ein Segment bildet. Sobald der Beobachter, Leader oder Manager, das gesamte Kontinuum wahrnimmt findet eine Transformation im Segment durch die Relativierung über die Kontextualisierung und Rückverbindung mit und die natürliche Re-Integration im Ganzen statt. Das ist die Alchimie der kulturellen Transformation durch die transkulturelle Bewusstheit, die man in physikalischen, physiologischen, psychologischen oder philosophischen Metaphern plausibel erklären kann. Allein, die Umsetzung in die Managementpraxis bedarf der menschlichen Mitwirkung, der Sensibilisierung, Bewusstheits- und diesbezüglichen Wissens-, Erkenntnis- und Kompetenzentwicklung fortgeschrittener Art.

Die Integration des inter(kulturellen) und des transkulturellen Bewusstseinsraums ermöglichen eine kulturelle Alchimie, die durch Hochkulturen und Wissenschaftskulturen diverser Zeiten und Breiten nahegelegt wird. Die Bewusstheit des gesamten kulturellen Bewusstheitsraums und der ihn steuernden Axiomatik ermöglicht einen Quantensprung der Kulturerkenntnis und des globalisierten Kulturmanagements im dritten Millennium. Die multifaktorierte und multidimensionale Komplexität der Geopolitik mit immer mehr Akteuren und die die Weltwirtschaft in der es immer mehr Prozesse, Systeme, Ressourcen, Wissen, Produkte und Regionen, internationale strategische Allianzen und nicht zuletzt kulturelle Diversität möglichst synergetisch zu integrieren gilt.

Im transkulturellen Bewusstheitsraum konvergiert die myriadenfache Diversität und Komplexität gleich den Speichen des Rades in der Nabe oder der reisende Strom in der Quelle – oder auch im Meer des Bewusstseins. Mag das Rad der Geschichte und ihrer Prozesse sich noch so schnell drehen und Staub aufwirbeln, die Bewusstheit an der Nabe ist unbewegte Weisheit höherer Ordnung, die die Diversität zusammenhält und die zentrifugalen Kräfte durch ihre komplementäre zentripetale Natur ausbalanciert.

13. Der metaphorische quantenkulturelle Effekt. Die metaphorische quantenkulturelle Axiomatik

Ebenso wie die Quantenphysik die Eroberung des Weltraums ermöglicht hat, ermöglicht die „Quantenkultur“ die Beherrschung des Welt-Kulturen-Raums. Dieses Dictum scheint mir zutreffend.

1. Die subjektive Integration des inter-transkulturellen Bewusstseinsfeldes integriert das kulturelle Umfeld.
2. Die Spaltung des inter-transkulturellen Bewusstseinsfeldes spaltet das kulturelle Umfeld.

So könnte das „quantenkulturelle Prinzip“ in zwei Sätzen konzis formuliert werden.

Das Gewahrwerden des integralen inter-transkulturellen Bewusstseinsraums führt zur Entfaltung der transkulturellen Intelligenz. Sie beinhaltet das bereits in der Ontogenese und der Phylogenese teleologisch angelegte Potential der fortwährenden Ausdifferenzierung und Integration der Evolution der Schöpfung, deren krönender Gipfel der Mensch ist. Diese Diversifikation-Integration ist auch im Bewusstsein zugegen. Doch Tribalismus und Nationalismus, Ethnozentrismus und Parochialismus haben das Gesamtfeld im Wege der vermeintlichen Optimierung der Lebenschancen verdunkelt. Diese progressive Verdunkelung und Einschränkung des inter-transkulturellen gesamten Bewusstseinsfeldes wird in unserer Ära aber dermaßen kontraproduktiv, dass die Menschheit nur durch die Reintegration des abgespalteten Bewusstseinsraums befreit werden kann. Dogmatismus in diesem Bereich sollte aber Anathema sein.

Diese Integration ist Aktion, diese Erkenntnis ist wirksames Handeln höherer Ordnung, da sie, im inter-transkulturellen Kontinuum des Bewusstseins des Einheitsfeldes, das erstere interkulturelle oder insbesondere das letztere transkulturelle nicht abspaltet und diese Abspaltung in das globale kulturelle Umfeld als Konflikt externalisiert, sondern vielmehr die immanent integrativen Eigenschaften des die kulturelle Konditionierung transzendierenden Bewusstseins externalisiert. In diesem Sinne könnte man durchaus ohne wissenschaftliche Anmaßung von einem metaphorischen quantenkulturellen Effekt sprechen. Denn, die Positionierung im Bewusstseinsfeld induziert identische Wellen, die sich gleich den Wellen des Ozeans im Einheitsfeld des Ozeans des Gesamtbewusstseins verstärken und fortpflanzen. In der Zeit werden sie die Felsen der durch unablässige Konditionierung herbeigeführten Verdunkelung durch Reduktion des Bewusstseinsfeldes abtragen. Eine Universalzivilisation des Menschen wird sich im Ozean des einen Bewusstseins etablieren, in dem Wellen integrierter kultureller Einzigartigkeit und Ausdifferenzierung vermittels der natürlichen Diversifizierungs-Integrationslogik der Phylogenese ihre Vollendung finden. Differenzierung und Integration werden sich, gleich Wellen und Ozean, als unabdingbar interdependente Prämissen der Höherentwicklung erkennen und ihr entgegenstreben. Die Integration des Gesamtfeldes ist die Voraussetzung für die Gestalt der Metapher der Doppelhelix, einer stetig fortschreitenden Evolution, i. e. konfliktfreier Ausdifferenzierung unter Wahrung der Einheit.

Die Einheit des makellosen Bewusstseins - die Quelle des Geistes - ist, bevor sie durch persönliche und kulturelle Gruppenidentifikationen bedingt verdunkelt wird, per se integrativ. Spaltung des Einheitsfeldes und Abspaltung erzeugen interne und durch die intern-externe Vernetzung im Bewusstsein ein intern-externes Konfliktkontinuum, das nur durch die Integration des Subjekts nachhaltig reversibel wird. Durch die rechte Positionierung des kulturellen Subjekts im inter-transkulturellen Bewusstseinsraum wird das intrapsychische Prozessmanagement anlässlich des kulturellen Interfacing positiv gestaltet.

14. Die inter-transkulturelle Bewusstheitsintegration als Refugium

Wenn das Bewusstsein sich von den Fesseln der sozialen Konditionierung löst, tritt es in einen weiten Raum ein, einen Raum, in dem alles Potentialität ist und von dem die psychischen Aktivitäten ausgehen und durch den sie bedingt sind. Dieser Raum ist transzendent und immanent. Er transzendiert die psychologische Architektur und manifestiert sie.

Das Inter- und Transkulturelle kann als ein energetischer Dynamismus mit den Polen Potentialisierung und Aktualisierung verstanden werden. Es kann mit einer Leinwand vor der Projektion von Szenarien verglichen werden. Es ist nicht Bewusstsein von, sondern Bewusstsein pur, wie es südasiatische Weisheitslehren formuliert haben. In dem Maße, wie es sich involviert, treten die Phänomene in Erscheinung. Folgt der Interkulturalist seinem Bewusstseinsstrom stromaufwärts, der Quelle entgegen, so löst er sich von dem kulturellen Korsett, das ihm Stütze verleiht, aber auch Einengung erzeugt. Auf diesem Weg kann er sich von allen seinen Programmierungen lösen und den denkbar höchsten Grad menschlicher Freiheit erlangen; sein ureigenes Geburtsrecht der Freiheit wiedergewinnen, das unkäuflich und unveräußerlich ist.

In diesem Raum der Stille und Freiheit begegnet der Mensch leichter der Quelle seines Seins, an der er sich speisen kann, ohne seine ganz normale Menschlichkeit einzubüßen. Diese menschliche Grenze braucht er ebenso, wie die Erkenntnis des weiteren Raumes. Es handelt sich nicht um eine maßlose Entgrenzung und einen Verlust der irdisch zeit-räumlichen Verankerung im Hier und Jetzt, eine geistig-physische Vermassung, Vermischung und Vermengung. Nein!

Die christliche Zivilisation ist hier beispielhaft im Kreuz: eine stärkere Verankerung als die durch Christus am Kreuz, festgenagelt an den horizontal-vertikalen zeiträumlichen Achsen des Seins, eine Positionierung, die an Kopf (Dornenkrone) Herz, Händen und Füßen durchbohrt, im Blut und Leiden besiegelt ist, ist unvorstellbar. Diese zentrifugale-zentripetale Balance ist offensichtlich erforderlich für die rechte Ortung des Menschen, der von Blaise Pascal als ein Wesen der Mitte beschrieben wurde.

Asiatische Philosophien, die zur Verneinung der Welt oder zur Entgrenzung neigen, finden hier eine Korrektur in Einklang mit unseren heutigen Zivilisationserfordernissen.

Fahren wir fort nach dieser Mahnung! An der Quelle des Seins jenseits der Konditionierung und des Alltagsstresses schöpfend erkennt der Mensch mehr und mehr den Ursprung der Quelle jenseits des Stroms und des Bewusstseins - den Schöpfer. Im heiligen Hain, an der Quelle und am Begegnungsort mit dem Schöpfer, dessen Ebenbild er ist, kann er die Integration der inter-transkulturellen Bewusstseinsräume im Sinne des Schöpfers in Kontemplation und Erweiterung eschatologischer Erkenntnis vollenden.

Diese führt über das unpersönliche Bewusstseinsparadigma hinaus - zu einem persönlichen Gott der Christlichen Zivilisation. Der Schöpfer hat dem Menschen durch die Freiheit des Bewusstseins das Potential gegeben, vielfältige Realitäten auf verschiedenen Ebenen zu manifestieren.

15. Kulturelle Bewusstheit und Universalkultur

Dem Menschen ist eine universelle Kultur in die Wiege gelegt, eine universelle kulturelle Lingua Franca. Um die myriadenfache Diversität zu integrieren ist die Rückbesinnung auf diese menschliche Anlage erforderlich. Sie ist frei verfügbar und erfordert keine akademische Sophistikation. Alle Menschen können im Geist dieser biologischen Ausstattung barrierefrei kommunizieren. Sie verstehen sich jenseits der Worte. Ihre individuellen kulturellen Sprachen werden in der einen Universalsprache zusammengefasst. Sie ist direkt, ohne semiotische Verzerrung durch kulturelle und persönliche Interpretationsbarrieren. Vielleicht ist eine Form der kulturellen und persönlichen Nichtanmaßung – das transkulturelle Paradigma? - die Bedingung, um den „Babyloneffekt“ der Sprachenverwirrung infolge menschlicher Anmaßung umzukehren.

16. 360° Kulturbewusstheit

Um den Erfordernissen einer multilateralen kulturellen Begegnung gerecht zu werden ist eine 360° kulturelle Bewusstheit erforderlich. Das heißt, dass zusätzlich zur kulturellen Selbstbewusstheit die kulturelle Fremdbewusstheit im Sinne der Bewusstheit der kulturellen Wahrnehmungsfilter aller Beteiligter, aller Mitglieder eines multikulturellen Teams beispielsweise, erforderlich ist. Die Fähigkeit, alle kulturellen Wahrnehmungsfilter der Teammitglieder im Bewusstsein präsent zu haben wird von Trompenaars und Hampden als kybernetisches Denken bezeichnet und als Inbegriff der interkulturellen/transkulturellen Kompetenz betrachtet. Dies erfordert natürlich über die Erkenntnis hinaus, dass der Akt der Wahrnehmung an sich kulturbedingt ist, auch ein Maß an kulturellem Wissen über die kulturellen Wertesysteme und die dadurch bedingten Verhaltensmuster der jeweiligen Teammitglieder. Die Fähigkeit mehrerer Perspektiven geistig gleichzeitig gewahr zu sein und dennoch funktionsfähig zu bleiben gilt als Kennzeichen vorzüglicher Intelligenz.

17. Das interkulturelle Bewusstheitsprozessmanagement

Man könne horizontales und vertikales kulturelles Bewusstheitsmanagement unterscheiden: Einerseits die scheinbar inkompatiblen, aber bei entsprechender Synergiebewusstheit und Synergiekompetenz komplementären Kulturprofile von Kulturgruppen diverser Skalierung vom individuellen über diverse Gruppenkulturen bis hin zur Nationalkultur und darüber hinaus, die im Gedächtnis der Akteure wahrnehmungs-, verhaltens- und antizipationsdeterminierend gespeichert und durch die kulturelle Dialektik gekennzeichnet sind, sowie auch über die bereits thematisierten neurophysiologischen/psychologischen Gesetzmäßigkeiten integrativ gesteuert werden können. Dieses Bewusstseinsmanagement erfordert die Bewusstheit des integrativen inter-transkulturellen Bewusstheitsraums mit seiner Integrationsdynamik diverser kultureller Profile. Es ist eine ultimative globale Managementressource, die potentiell, gewissermaßen teleologisch, in der Phylogenese zur Aktualisierung in unserer Ära vorgesehen zu sein scheint. Der Same enthält die Potentialität des gesamten Baumes, seine Diversifizierungs- und Integrationsdynamik. Das trifft auch auf den Baum des Menschengeschlechtes zu. Die Natur und die Natur des Bewusstseins folgen scheinbar einer Schöpfungsdynamik, die geistiger Art ist und sich mannigfach manifestiert.

Andererseits kann man innerhalb dieses erweiterten kulturellen Bewusstheitsraum eines ganzheitlicheren Bewusstseinsfeldes auch noch Phasen intrapsychischen Prozessmanagements der kulturellen Wahrnehmung anlässlich des kulturellen Interfacings unterscheiden. Sie sind vorwiegend, gleich den Kulturprofilen, im mentalen Speicher wahrnehmungs- und handlungsdeterminierend auf der interkulturellen Bewusstheitsebene lokalisiert. Die psychologische Kartierung der Sequenzen der kulturellen Wahrnehmung in Aktion innerhalb des individualpsychischen, interkulturellen Bewusstheitsraums habe ich in Teil 4 Kompetenzen, in einem Multimodell integriert.

Doch diese intrapsychischen kulturellen Informationsverarbeitungsprozesse können wiederum in der Erkenntnis des erweiterten, ganzheitlichen und komplementären inter-transkulturellen Bewusstheitsraums, insbesondere der transkulturellen Bewusstheitspotentialität, ebenso wie die vorerwähnten Kulturprofile über das von der Neurophysiologie abgeleitete Prinzip der Steuerung durch Subordination und Integration vorteilhaft in die höhere, integrative transkulturelle Bewusstheitsebene eingebettet werden und somit die neurophysiologische Erfordernis der doppelten strukturell-funktionellen hierarchischen Integration erfüllen. Kann dieses biologische Prinzip nicht greifen, so entsteht ein neurophysiologisch/psychologisch bedingter Kulturkonflikt.

Damit kann zusätzlich zum sequenziell differenziertem Schritt für Schritt interkulturellen Kommunikationsprozessmanagement auf der interkulturellen Ebene die natürlich integrative transkulturelle Ebene, sowie die damit einhergehende spontane transkulturelle Kybernetik mit ihrer eigenen, die Analyse transzendierenden transkulturellen Intelligenz aktiviert werden. Es handelt sich jeweils um zwei Ebenen der kulturellen Bewusstheit, wobei die höhere in Einklang mit der menschlichen Neurophysiologie die untergeordnete strukturell und funktionell integriert. Dieser möglicherweise von der Evolution von Anbeginn teleologisch vorgesehene Vorzug der menschlichen Konstitution, der in unserer Ära aufgrund gesteigerter Diversitätsherausforderungen und aufgrund des in ihm inhärenten Potentials integralen Kulturmanagements über ein erweitertes Kulturbewusstsein an die Tür des menschlichen Bewusstseins klopft, scheint nun immer mehr in das Bewusstsein kultureller Akteure zu treten und eine umfassendere, biologisch basierte und wissenschaftlich fundierte Kulturbewusstheit sich abzuzeichnen.

Part/Teil 2 Enhancing Cultural Awareness

A. The Intercultural Complementarity Principle

Complementarity principle refers to the art of integrity. As man approaches his global and cosmic vocation and stature he will realize a global consciousness, a consciousness of the entire world, as he represents and incarnates this world. He is the son of the earth as such and he will realize more and more of his nature until the totality of the physical origin of his being enters the horizon of his awareness. That potentiality is there slumbering within him. It is only due to the limitations man has been imposing on man and keeps on doing that the earth, planetary, global or consciousness of all-encompassing unity and solidarity of the entire planet, with all its people that all together have the same origin, is impeded. Globalization triggers and fosters this awareness and consciousness. One family of mankind on one planet in one spatiotemporal context that varies culturally and individually and thereby enhances its richness and variety in every way.

Such is the reality we are part of in this tiny spot of the infinity of the universe. In consciousness we can embrace this pinhead sized spot many times. That dwarfs humans and their affairs to insignificance. On the other hand, towards the complementary extreme, the subatomic nano worlds are similarly pushing further and further the horizons towards their own infinity: And their can only be one infinity. With no end being in sight in either direction, neither the microscopic nor the macroscopic, they may well turn out to be two complementary aspects of the infinity of ONE. And what happens in matter and energy is replicated at the level of human awareness. The horizons of awareness evolve until they merge in the wholeness of the potentiality latent in the Earth i.e. in man. And when the whole field is charted materially, energetically and in consciousness they all may turn out to be diverse vistas of the one at diverse levels of complexity. The trend is towards recovering and unearthing that unity which is the source of everything, not at the level of the clay, but rather at the highest potentiality inherent in it. Nothing will have changed except evolving reconfigurations of the dynamics inherent in the Earth. Energy, matter and consciousness therefore appear as complementary aspects of the One. Man is the focal point of the dynamics of these micro- macroscopic complementary aspects of the world. He is the most highly evolved manifestation of the Earth, where all the phenomena are represented informationally and are accessible through the mirror of the world which is consciousness.

When human consciousness divides itself and adopts the stances of the diverse divisions it no longer truly represents objective creation but rather engenders a similarly divided reality of its own making which appears antagonistic in every way. As the loss of the objective representation of the world increases, conflicts emerge between the relativized unity because any relativized fragment has a memory of its unitary origin and wishes to adopt the stance of that unity whose information remains in it all the time, however superseded by the relative. It wishes to position itself as the absolute. That explains the absolutist worldviews and intractable particularisms that desire to colonize and control the world on the false assumption of and erroneous pretense to the legitimate ownership of the one and the absolute. And that logic prevails until the One is rehabilitated in consciousness as the true One instead of the myriads of relativized Ones and Absolutes that wishes to take its place while they function on the basis of their residual information of the one which they have never lost.

In order to correct the misperception of the One manifesting as the relativities of views and worldviews taking its place and the subjective overriding objective truth, the mechanism of dualisation of the One needs to be elucidated and to enter human awareness. Once the dualisation mechanism and principle that alienated the creatures, in particular man from the One, is perceived, there appear two realities in consciousness, i.e. one which is the absolute One that has never changed fundamentally and can probably never change and the parts of the One that assumed separate forms of identity and existence from the One. So, the One and its parts appear – once dualisation has occurred – as the complementary aspects of existence. This awareness engenders a consciousness that reintegrates the parts with the One and reestablishes unity based on complementarity, unity in diversity. This reintegration leads to the integrity of Creation, man and cultures.

As long as the realization of the dualisation-based complementary reality does not occur conflict among the parts of the One and between the parts and the One will go on because they pretend to be absolute and legitimate representatives of the One. They will have to become aware of their relativity with regard to other relativities and the true One. This occurs, at a first step, by their realization of being complementary parts of the whole. Via the milestones of their perception of duality and complementarity the One, which is without contradiction, can be recovered because all contradictions are transcended at the essential level of the One.

When the parts step back the one recovers the field, which the former have erroneously tried to supersede, assuming themselves to be the absolute and legitimate pretenders to the absolute One. The One will always redeem erroneous assumptions and pretensions to the One by the parts as the ocean always recovers the waves which keep emerging from it. That preserves the integrity of creation and man, which human relativity tends to misperceive and to reconfigure according to its limited understanding due a separation from the integral and unchangeable One, which is the logic that sustains the one terrain of existence.

Somehow the One and its dynamics seem to slip out of the horizons of human consciousness and the cycles of division set in until they are redeemed by the integrative logic of the One without alternative. Otherwise a process of atomization of existence would engender irreversible chaos. Yet, the One reverses the parts pretending to the One and trying to colonize it with their limitations. And as parts they cannot prevail but are remerged in the One as long as they are not seamlessly aligned with the order and integrity of the One. Thus waves upon waves and cycles upon cycles occur until the One prevails, because it is the timeless truth that cannot be alienated unless the discontinuity of the world itself sets in.

Ethics is part of the art of relativization of players. The stance implied by ethics and morals proactively promotes the One through social intelligence and all-embracing altruism, which are conducive to the One and therefore the integrity of man and Creation. Alternatively, spirit of humility and essential non-assertiveness inherent in true ethics leaves the terrain to the One to bring about its integrity, which the relative is incapable of.

On the relativity of cultural diversity

No cultural diversity but rather a perceptual diversity:

THERE IS NO CULTURAL DIVERSITY

THERE IS, HOWEVER, A DIVERSITY OF THE DEPTH OF PERCEPTION OF EXISTENCE!

The experience of diversity seems to arise as a consequence of a lopsided perception that ignores or refuses to perceive the wholeness of existence referred to metaphorically as the cultural complementarity principle of unity and diversity that has an inkling of the integrality and integrity of creation. The cultural spell under which the world presently is appears therefore as a consequence of perception that is a culture consciousness with limited awareness. Culture seen as such is an act of consciousness. And the type of culture consciousness a player has cocreates the cultural reality within and around him.

From there one may even infer that culture being an act of consciousness based on perception and awareness it cannot be conceived of apart from the human dimension of consciousness. The cultural discourse that fills libraries and the pockets of culture gurus and the lecture halls of universities alike is based on a culture paradigm that cannot have any permanence and sustainable impact on globalization. If it is not enhanced and complemented it can mislead the whole world as fascism and communism have misled the millions and the masses until they were put in their true context and understood more fully. If culture that some assume holds the place of these worldviews and errors of the past at present is not put in its true context likewise it may have the same impact and destiny as those cultural errors. Therefore the present cultural paradigm imperatively requires the correction and completion of its edifice, which is the purpose of the inquiry.

This epistemological perception of culture and cultural diversity does not altogether eclipse the practical value of cultural diversity. The first is helpful in cultural problem solving, the second for evolving. Its dialectics help the world to grow and develop based on the dialectics of diversity. When that causes problems the complementary epistemological perception of culture can be used as a cultural problem solver. So the epistemological and the pragmatic standpoint are the complementary aspects of a culture theory and management practice in accordance with man and his needs. And it does neither sacrifice uniqueness to a heresy of an irenology of misconstrued equality, nor unity to unbridgeable diversity

Science, philosophy and religion are complementary approaches in different languages to the complementary principle of the universe i.e. the One with its dualisation and the ensuing reintegration requirements as well as the entities engendered in the process within the One. When consciousness, the languages and objective reality are aligned, integrity, integrality and integration occur. And it can occur from diverse stances and perspectives comparable to the spokes of a wheel that all point to the hub. When the awareness of the hub dawns, languages, attitudes and behaviours will be coloured by the integrative nature of the hub, which points to the One and the destination of man unfolds at the horizon, which connects him to his infinity and the all-integrative One. Now the complementarity of what was the duality and dialectic of the parts and the whole is realized.

As the wheel accelerates, the centrifugal processes of consciousness drag the players to the periphery of the wheel where the illusion of separation from the hub occurs. Then the question of reconnecting to the hub or the one consciousness and reality arises, and religion, which etymologically means “reconnecting” provides that reconnection to man lost in the periphery of separate existence from the One with its integrative power. That determinating logic of the one is replicated and visible in human neurophysiology; in the physical and the social terrains alike. The complementary interdependencies of the One and the parts and the parts among themselves provide the more complete picture of life. As soon as they are perceived in the light of complementarity and unity the havoc they have wreaked tends to subside.

Oneness, division, antagonism, perception of their complementarity and their reintegration in the fundamental logic and order of the One are the milestones of the dynamics of the One. Once these milestones on the map of existence are perceived the integration of the map of life and of the traveler occurs. Unless individual and collective travelers on the way judge reality in the awareness of the spatiotemporally relative milestones on their journey through life, the perception of complementarity and unity remains out of sight.

Once human consciousness expands its awareness to the entire map of existence with its milestones, Oneness occurs in consciousness and in the world as the human terrain merges with the order of the universe. The integrity of creation and man are realized. It is the reversal of the original sin of separation through disobedience to the one law that enshrines the order and integrity of man and creation.

The threat of the One, duality and reintegration runs through all aspects of existence. As such it can be captured as a metaphorical complementarity principle of existence. And culture and intercultural management are simply part of that logic. Without its being embedded and seen through the optic of the One with its logic it can neither be fully understood nor sustainably solved. Cultural issues are therefore solved at a higher level.

If that level can be perceived and understood cultural issues are contextualized in its superordinate logic and the stepwise realization or recovery of a type of integrative consciousness that also provides the solution to cultural diversity and conflict issues from their source and origin. And without the realization of their deeper origin they ultimately remain unmanageable. Therefore the management of cultural diversity requires a journey into the whole of existence and consciousness. The journey uncovers the complete map. And the awareness of its completeness with its diverse milestones leads to the destination of integration and alignment.

Consciousness as the focal point of human phenomena seems to practically require elucidation for the understanding of anything related to man or mankind. Therefore I wish to invite the traveler on a journey that explores the horizon of human consciousness so as to approach the all integrative hub of unity and of integration of the wheel of life with its myriads of diverse appearances from complementary vistas:

I will establish based on a transdisciplinary, transcultural 5 D psychology-physics-physiology-philosophy-metaphysics approach a logic that is complementary and integrative of the diversity of culture and supported by diverse epistemologies or complementary languages that describe the nature and the logic of the One with its dynamics from various perspectives. It looks at culture more specifically and holistically.

If one tries to understand the logic of the One and the Two which creates the complementary duality of the One and its divisions as well as among the divisions, equally complementary approaches of mathematics and religion come to one’s mind in the shape of biblical number symbolism that runs as a threat through the diverse civilisations from Babylonia, via Ancient Israel right through the Christian World. Chinese and Greek Pythagorean Cosmology speak a similar language. In the former One stands for undividedness, i. e. God Himself. In Christian theology the One is equated to the Almighty Father, the CREATOR. The top dimension D1 of the Transcultural Profiler on page 78 of this investigation points in that direction. In order to know the infinity of the One, there needs to be a knower that is different from infinity. This involves a definition which means a limitation (finio in Latin means to limit; to define implies to delimit). The limitation implies two sides of a limit or limitation, which leads to the two and thereby to duality and polarity. This duality can be construed as opposition or as relationship. One and two form an ultimate complementarity that points to the ultimate eschatological principle of Father and Son and to a Principle of Creation that is based on division (light and darkness, day and night, man and woman etc.) The indissociable enigma of the complementarity of One and Two seems to underpin the world and to provide a template for its understanding.

B. The Intercultural Integration Principle A REVIEW OF THE INTERCULTURAL PARADIGM

Scio, ut nescio!

ergo

Nosce te ipsum - Γνῶθι σεαυτόν - Conócete a ti mismo! - Know thyself!

(Socrates)

1 The State-of-the-Art of the Intercultural Art and Science On human relativity in intercultural research

NATO has contributed its share to the liberation of Libya. It is not yet sure, whether, from the western standpoint, that is liberation into the past or into the future, as the introduction of a form of Islamic law has also been announced. Culture and religion are important components of culture indeed and seem to be stronger than presumed attractiveness of western ideology. Exactly a fortnight ago media have been reporting about an escalating demonstration by Coptic Christians in Cairo which has caused a considerable number of victims, which has, however, been trivialized by some media by presenting it as business as usual in this part of the world. And as if I was not enough, the seismic changes of the Arab spring, which also involves Syria and other nations of the Maghreb and the Mashreg, culminates so far in a strong physical earthquake today in Turkey. The Euro crisis and the sword of Damocles of a global financial crisis are again threatening to strike and “Boycott Wall Street” movements in culturally diverse forms question the legitimacy of the global financial system. The gaps between the haves and the have-nots as well as the cultural gaps between players are seemingly widening to such an extent that the geological earth drifts apart as much as the social world. And this fragmentation and antagonizing atomization seems to have its cause in a divisive force in the human psyche which should be looked at in search of a remedy for the ongoing externalization of division with its logic of conflict. It raises the questions of integrative forces in man to counterbalance divisive forces. The spirit of division in many shapes and forms seems to prevail over the spirit of unity, from the local to the global, from the personal to a worldwide scale. Is that the shadow of today’s technologically feasible global integration? However, conditioned separation and division as well as a priori given essential unity of man are both aspects of man. When this complementary reality is lost out of sight dysfunctionalities occur in the organism of humanity. So the question seems to arise how this lopsided prioritization of human anthropological reality can be rebalanced, how the game of the perennial centrifugal and centripetal forces in many garbs can be harmonized and reintegrated. More culturally and abstractly speaking the question arises, how the integration and reconciliation of myriads of singular forms and shapes and types of human diversity on the one hand and their essential unity as members of humanity on the other hand can be realized. The realization of the complementary synergetic function of both aspects of man’s constitution has a naturally conflict preventative impact, because the natural divisive forces are contained by the natural integrative forces. The perception of the whole has a controlling function, an integrative and pacifying impact within and as a consequence also without. Deficits with regard to the perception of this reality as an interdependent whole, which results from socialization as much as cultural conditioning - in fact it is part of fundamental overall human conditioning of man across cultures and civilizations - lead to a structural and functional imbalance of man that is counterproductive to the development of humanity from a diverse human species to a solidary human family with all its diversity. In the following we want to focus our attention on the contribution of intercultural research to the correction of this state of affairs in order to complement presumable deficits in intercultural theory and practice in view of enhanced global management. Not presumptuousness moves and motivates such a lofty perspective but rather the need to address a presumed core issue of human affairs. And unity is not a form of vague idealism but rather a functional aspect of the human.

A parabolic story in which an individual is looking for an object in the light of a lantern can be considered symbolic of mainstream intercultural research. When a passer-by asks the searching individual where exactly he has lost the object, the latter answers that it must have been a little further away, whereupon the puzzled passer- by further asks why he was not looking where he assumes he has lost the object in question. The searcher answered that he was looking here in the light of the lantern because the visibility was better in the light of the lantern.

Some intercultural research does not seem unlike the search of the lost item in our didactic, parabolic anecdote, as there seems to be a tendency to enquire within the known, rather than exploring new horizons that might cast a new, creative light on the object the research. While, for example, quantified sophistication is certainly legitimate and may provide precious insights and meet a human need for formula- like certainty based on specific numbers without ambiguity it does not necessarily mean that the researcher leaves the already charted territory of the known and comes closer to the destination aimed at by the pioneers of true intercultural research, which consists, so to speak, in the realization of a form of cultural Eldorado in the sense that man may reach masterhood in the control of the ambivalence of the culture variable with its divisive as well as its integrative and synergistic potentiality alike in this era of globalization with its increasing cultural challenges across the world as we have seen and said in the few introductory examples that epitomize the state of the world.

A quantum-cultural reading of cultural and intercultural reality suggests that specific data of cultures need to be complemented by the complementary momentum of cultures. It fulfills the metaphorical imperative of the complementarity principle Niels Bohr’s as well as of the insight gained from Heisenberg’s uncertainty principle. Both together allow us to view culture from two complementary angles and to state about the integration of the two optics: On the one hand there is the specific world of cultures with specific cultural data and coordinates based on empirical intercultural research, while the complementary optic is that of their wave dynamic and momentum. In order to integrate the two and to describe culture and its dynamics holistically, one has to leverage a neurophysiological analogy of twofold structural and functional integration. Not doing so means lagging behind scientific paradigms in the sense that the particle approach to cultures, where each culture is attributed a particular numerical position needs to be complemented by its dynamic momentum. The former tends to be more static, is classificatory and divisive per se, while the latter is dynamic and integrative. Both together constitute the more complete cultural reality that performs better globally in business management and politics alike and therefore needs to be leveraged in our time of increasing globalization challenges.

Quantum physics has not only allowed outer space conquest but it can also enable inner space conquest with the totality of its cultural conditioning. In other words the intercultural aquis (research output), as I shall try to show, needs to be complemented by the transcultural approach, which is a metaphorical application of the microphysics paradigm that has been inaugurated as long as a century ago already. Therefore it is high time to translate this epistemological breakthrough discovery as far as possible to the sociocultural domain as well.

The hope that global business, global communications and transportation infrastructure against the backdrop of an even wider scaled space research, in short, that advanced technology would also bring about the cultural integration of the planet and would complete the technically feasible global village socioculturally as well remained unfulfilled so far. On the contrary, rather than peacefully and solidarily, as in olden days but in new forms, draw the vital resources from the common wellsprings of the one village, in a spirit of worldwide interdependence and therefore solidary unity, we are in a process of technological convergence paralleled by cultural divergence. Some indicators for the drifting apart of the world, albeit coupled with the quest for the realization of synergy potentials in transnational management are, for example, that the perceived multicultural threat to the integrity of cultural identity in transnational organizational environments can lead to defensive, ethnocentric attitudes and behaviours that are humanly divisive rather than integrative. In some urban environments there is, in addition to the understandable need of cultural solidarity within foreign cultural environments, a trend to cultural ghettoization, which again is divisive rather than integrative. And in geopolitics and the economy, as one can deduce from the Euro crisis and that of the global financial system for example, there is a trend to undermine the integrative acquis of decades of integration policy by multilayered national cultural interests based divisive behaviours. National and supranational identities need further reconciliation and integration while obviously safeguarding cultural uniqueness as the basis for intercultural synergies, in the interest of a sustainable future at large. The game of the two fundamental forces – as in physics –, those that weld mankind together and those that rip it apart seem to have mankind in their grip as much as the gravitational and the antigravitational pull in nature. And when imbalances become too strong seismic change occurs as much in society as in nature. That leads to cyclical catharsis for the recovery of the balance of centrifugal-centripetal forces in diverse domains and shapes.

Half of the wars waged during the past decades were apparently motivated by the struggle for water and land and the two can be subsumed as the competition for food, as both resources together enable the resulting resource of food or in their absence lead to a lack of it and thereby undermine survival. Then the ensuing question of survival may be connected to deeply rooted and at times irrational motives like that of cultural overidentification for the sake of presumed insurance of survival – which may of course backfire and cause destruction of self an others alike – which may be difficult to control. Culture and its management-dependent ambivalence are at risk of becoming a focus of power and identity processes in the competition for food and the survival of cultural groups increasing in number and size that might be tempted to use and play the card of cultural identity in the power game about the access to resources. Culture and survival issues might therefore be at risk of forming a not so holy alliance in view of the future of humanity with its likely challenges. But in spite of this projected negative scenario that involves culture, that latter, if properly and more thoroughly understood can nevertheless also be a potential factor of integration of the planet as a whole. This dichotomy and its effective management in the interest of man is a tenor of this study. Whether culture plays the role of a factor of integration or of disintegration of mankind at its diverse scales and in its multilayered human contexts depends on the depth of its understanding and its management in the light of such enhanced insight with practical relevance.

From this vantage point one may ask whether the cultural question has been posed comprehensively enough, so as to lead to complete answers that involve the root causes of cultural processes whose understanding allows the sustainable management of culture. For, as long as one does not manage to penetrate to the root of culture and understands its rationale in depth one will keep turning in circles and gilding the cage the culture gurus have designed, assuming that one has achieved masterhood over cultural issues, without, however, ever finding the actual key that would allow one to open that golden cage and to access the path towards freedom in the sense of a more comprehensive management and control of the key cultural variable within man’s psychological constitution.

The well-known North American architect Frank Lloyd Wright was framing his architectural design challenge as the need of “cracking the box”, so as to integrate the structure with the environment in a new way. Well the intercultural box and the architectural box may indeed be likened, as both seem to require a wider and better performing contextualization in a wider whole that provides more sense and purpose.

The physical and the psychological definition of space do not lack a certain similarity. They however differ in a subtle way in the sense that the physical edifice had to be integrated into the Arizona desert at the time of Lloyds architectural research, while the psychological structure with its socio-culturally conditioned content has to be taken out of the limited desert of the mind to be reintegrated in the vaster space of human consciousness, so as to uncover the true meaning and logic of culture and to enhance the performance of its management by the wider horizon, that provides access to its governing axiomatic and thereby shows how culture can be recontextualized in a way that reengineers it from a sword into a plough that can help solving the human nutrition issue physically as well as psychologically: the need for healthy cultural identity and food alike.

In other words, the human mind with its conditioned sociocultural content, needs to be relocated in its wider context of the human spirit. This opening and resetting of the limited cage or box will show what the actual meaning of culture is within the context of human evolution. By perceiving the complete picture culture becomes manageable from the widest angle of vision and therefore the greatest sustainability and effectiveness. It becomes a true resource for the future of mankind rather than a potential treat. Practically the cultural and the intercultural will have to be embedded or recontextualized in an inner space that transcends them and which can therefore be called culture transcending human consciousness or transcultural consciousness. The inter-transcultural complementarity with the command, control and integration function of the transcultural with regard to the intercultural, based on a psychophysiological axiomatic can be leveraged for the benefit of man at every level and in every walk of life by global professional manager and common man alike. Finally one may rhetorically ask whether it is not necessary to create a more solid foundation for a structure in terms of scope in order to increase the performance, the bearing power and the capacity of the building, whether the building be physical or psychological in nature. In that sense we will design a bigger and more performing edifice that can house culture and its peaceful management comfortably.

2 Enhancing the Intercultural Art and Science Sources, models and the achievement of true cultural intelligence

Intercultural theoreticians as well as practitioners sometimes tend to forget, in addition to the contributions of the diverse civilizations of the world to the topic, which we shall review later on, what the sciences of life, matter and energy as well as religion as an all-encompassing time transcending understanding of life can contribute to a complementary epistemological, transcultural perception of cultural diversity and its effective and sustainable management that suffices the global management imperative of our global multicultural age.

The transcultural and transdisciplinary perception and insight, which we shall look at in greater detail in the course of this exposé, are among other readings, last but not least also transpositions of hard scientific evidence, albeit at a metaphorical rather than a concrete level of course. I am referring more specifically to Niels Bohr’s complementarity principle, formulated in 1927 already. It is among quantum physics breakthrough discoveries which have enabled modern high-tech civilization right to space conquest. Not only the management of physical space but also that of psychological space can benefit from such principles, provided they are carefully - with due respect to the specificity to the disciplines - translated to other levels of life and research. Objections against the crossing of disciplines are legitimate and need to be carefully scrutinized in order to prevent confusion. But not attempting the judicious metaphorical translation of fundamental laws of existence, which due to their fundamentality affect everything that is supported by that foundation in nature as a whole, has not been and does not seem to be pardoned by history. On the contrary, the omission has called a form of scientific nemesis on to the world’s stage in the shape of the greatest cultural conflicts of human history. The translation and application of lead-paradigm shifts for an enhanced view of life is not only more appropriate epistemologically but also more ethical, because it is more truthful. And truth is one in which true science and true ethics seem to converge and guide human understanding and action in a new light, the light of truth which is sustainable per se. But it is never too late. Therefore let’s get started hic et nunc, here and now. At least the question needs to be raised in order to be not held accountable by history for an epochal omission.

It is also necessary to correctly read the principles of evolution with their logic of differentiation and integration in view of their translation to the management of cultural diversity. This duality is not to be interpreted antagonistically, guided by the individual and collective ego, but rather as a means of evolution for the purpose of furthering its finality of continuous enhancement. Microphysics as well as neurophysiology seem to illustrate that the principle of complementary dualities can contribute to a more effective conceptualization and description not only of material but also of immaterial expressions and manifestations of life, in particular from an application-oriented standpoint.

In the domain of biology a most determining complementary duality along with its integration comes into being at the very beginning of life itself, to such an extent that is seems to be the actual hallmark and leitmotiv of life per se, with myriads of variations and transpositions of its guiding theme. I am referring to the life enabling, unifying integration of the diverse complementary male and female genetic information in the fertilized ovum. Not heeding this activity of the intelligence of life itself from its very beginning does not permit either the correct understanding of the entire biographical course of this constitutional biological complementary duality. It is always advisable to reconnect to that root cause and compass of life as it adapts to and interacts with the environment in order to understand it anew at the diverse levels of its individual and social outforming. It is the assumed tenor of life and also of culture and therefore of this study. How much the very science of genetics is aware of the critical balances involved in this assumption will finally also decide on its destructiveness or creativity. What authority should the genetic feasibility enthusiasts be accountable to for irreversible manipulations of essential and implacable balances of life that condition its existence or inexistence? Are they apprentis sorciers? Can they be allowed to be such potentially corrupting agents of life? This question would, however, go beyond the scope of this essay, as it involves the question of culture and ethics in general and that of scientific culture and ethics in particular. It involves their duality and therefore seems to require an agent for the sustainable integration of that duality in order to prevent the ambivalence with regard the use of the acquis of genetics and its engineering. It is part of the overall integration of human duality in order to prevent a replication of what has happened with regard of the ambivalent use of quantum physics in the nuclear domain, which has been regretted by the leading scientists.

The translation of a principle of life and evolution to the sociocultural level, which cannot but also be supported by the very basis of life itself, besides which there is no other to our knowledge - in the interest of humanity and without its corruption by the dynamic of ego and greed - is not more and not less than a logical conclusion and a cultural act, worthy of civilized man.

But the contrary seems to occur, as one may infer from trends of corruption of that condition of existence itself in the shape of attitudes and behaviors of sexual competition, for example, or in the form of interferences with prenatal life. Here, the interdependence and complementary integration of life, its unity, does not always seem to be perceived. Such oblivion and estrangement from the fact of life itself, from its biological truth without alternative is a deviation from the one and only way of life – for there is no body and no life of replacement -. Such is the way, the truth and life which, in the religious optic, is epitomized by Christ, from who all men are images, albeit in myriads of diverse appearances, yet essentially united by the ultimate metaphysical template which is God in the appearance of Christ. In that sense religion is the ultimate panacea and sustainable solution for diversity issues of any kind.

It is necessary to know the corset of cultural conditioning and to also be able to liberate oneself from it when solutions within the known are out of sight. Or, in the golden cage metaphor, it may be necessary to transcend that cage, to free oneself thereof and to cut asunder the Gordian knot of the cultural logic of conflict when all attempts at solving and ending it seem to be exhausted, or, paraphrasing Shakespeare, when all ”cultural remedies are past” and no conventional cultural remedies seem to be left. In that way the culturally conditioned sorrow of man can be mitigated, which leads to the second part of Shakespeare’s stanza, i.e. „the cultural sorrow is over.“ In other words, the phylogenetic human endowment for the transcendence of the socio-cultural, mental space within by the noetic, metamental or transcultural dimension of a wider biologically-based space of consciousness can effect a wisely-integrative solution to all human diversity-related challenges. It appears as if the wisdom of life itself had foreseen from its very dawn that integrative option teleologically as an ever accessible rescue and resource of life for the regulation of its entire course of evolution in order to always be able to recover its integrity within a context of evolutionarily necessary diversification. It appears to be the very game of life that, although it may seem puzzling at the surface, makes sense at a deeper level of understanding. And the understanding compliance with it, based on the perception of the logic as a whole along with its evolutionary rationale, sets man free from diversity-conditioned struggle, as the ways of nature, of life, the very truth of life itself, are unraveled thereby. The complementary perception of the two strands of the game of evolution highlights the essential oneness of life with its dynamic that unveils its enigma to the perceiver. More specifically, culturally speaking, if the complementary transcultural integrative aspect of the intercultural surface view can be operationalized, then cultural sorrow that is due to human cultural astigmatism in the wider sense is truly gone by. Is that not the beginning of the fulfillment of the objective formulated in the heading of the chapter that intends to enhance the art and science of culture?

The transcultural dimension can be supported scientifically by hard and softer social sciences alike, as well as by religion and the diverse epistemologies and philosophies across civilizations, space, time and culture alike. It can enable a supreme cultural device for the management and control of the cultural diversity dimension within mankind at the individual as much as at the social level. When all cultural measures within intercultural frames and spaces of the mind fail, then the art and science integrating and transcending dimension space of pristine consciousness can - as at the source of the spring of a river before it is laden with the debris of its course and free form the cultural sorrow that man has brought about by his own deficitary cultural insight - provide a cryptic remedy. “When remedies are past, the sorrow is over“, provided the transcultural dimension can be operationalized. Otherwise, the cultural dimension remains, in spite of its synergy and creativity potentialities, part of the cause of man’s existential sorrow. - The understanding of the concomitance of the complementary dimensions of singular diversity and essential unity enhances both in a superordinate formula of existence and evolution while it removes its conflict potentiality.

The access and initialization of such a survival mechanism, provided by evolution, through the transcendence of the cultural may be required when the ship of mankind threatens to crash on the rocks of the waves of culture generated by the human mind with its cultural conditioning. It reminds one of George Bernard Shaw foretelling of the imminent First World War in his play “Heartbreak House”, when a he states that nothing happens, except that a ship is crashing on the rocks. And the rocks of nationalism of that epoch are not unlike the (tidal) waves of culture in our time and the foreseeable future. However, the difference between the two eras lies is the fact, that today, if man is willing, he can steer the ship of mankind to the harbour of destination of cultural peace in the safer waters of a true transnational and transcultural dimension that can prevent its being torpedoed by destructive culture waves and reefs and rocks of a culturally unenlightened human mind. Man can heed or ignore the signs of the time. History confronts man in another spiral turn with an analogous challenge. The awareness-based response or non-response has conditioned his destiny then as it does now as it seems. And far from gloom and doom philosophy the challenge also points to solutions instead of irreversible destiny; a shift of the focus of human awareness so as to also encompass, beyond the aspect of surface divisions, complementary essential integrity, solidarity and unity of the human family. One may call it idealism or a fact of existence. Why should existence not be an ideal scenario? Has it not to be one to perform its monumental task? Practically the seemingly insurmountable Himalayas of conflicting diversity profiles are dwarfed to insignificance by an enlightened transcultural mindset. With its development and transcultural awareness the diverse elevations on the cultural map of the world that constitute man’s cultural mental software appear as an interdependent organic tissue of diverse elevations that make up the topography of the world’s terrain, physical, cultural, societal and personal. It is the transcultural software of the mind and consciousness that allows its conflict free navigation. We have to move from specific interculturalism to holistic interculturalism, from symptomatic to holistic interculturalism that sees the entire organism as explanatory of the diverse limbs of the organism. That shift from symptomatic approaches to integrated approaches has been accomplished by branches of medicine and many other sciences. Now it is culture’s turn as well. The transcultural mental software is that complementary add-on that meets the need of the day and the age. It can be likened to the soaring eagle above rugged mountain chains of diverse cultural clusters or to the cybernetic autopilot that navigates man’s cultural routes and destinations based on superordinate information management mechanisms. Transcultural consciousness-based transcultural intelligence provides this cultural autopiloting capability that integrates and transcends human diversity of any shape, form or type in an appropriate way. And the view of the whole is aware of interdependent wholeness in diversity and tends to be naturally ethical. And with that new ethics the lack of ethics-based malfunctioning of our civilization (business, finance, and cultural emancipation of groups as in the Balkans etc…) can be corrected and made sustainable again.

A great number of the wars in recent times were motivated, as has been pointed out already, by the competition for two major resources, namely those of water and land, which amounts to the competition for food, as both resources condition this resulting resource from water and territory.

Culture is ambiguous if its particle aspect is looked at while its wave aspect is excluded and vice versa. A wholistic quantum cultural reading of culture, however, has an impact on future scenarios. The natural trend of the divisive cultural momentum can be counterbalanced by its complementary integrative momentum once it is leveraged. And therein consists a possible remedy for potential cultural conflict.

For, among the future scenarios one can also imagine one from the cultural standpoint, which assumes the shape, that diverse cultural groups might be tempted, due to demographic and ethnocentric processes in a general context of scarceness of resources and precarization, to use culture as a strategic arm for survival, as we have similarly seen in the case of national, racial and religious fundamentalisms during the course of history and more specifically of more recent human history. After all, national racial, ethnic, linguistic and religious identity are part of a still vague notion of culture, of that which constitutes the multifactored singularity of man and societies. Yet, if a complementarity-based notion of culture can underpin a more wholistic understanding of it, its divisive and integrative components are provided with a mechanism of checks and balances that can prevent a getting out of control of cultural processes.

One could simplify this by arguing, that if psychological culture forms an unholy alliance with physical culture conditions a potentialization occurs, which can only be offset by the complementary notion of culture that is cognizant of its integrative dynamic in addition to its divisive dynamic. Can therefore a more differentiated understanding of culture bring about a turnaround in human history? Maybe the transdisciplinary contextualization and insight into culture in the sense of an enhanced cooperation of the creature of creation with the truth and the logic of that creation appease the Creator or the dynamic of creation. As long as this even wider contextualization of cultural dynamics does not occur, and man does not heed the all-comprehensive context he may be held accountable for it by cultural nemesis. From an authentic Christian civilization standpoint the non-compliance with the primal source and its equally twofold complementary law of love of God and one’s neighbour hold man at ransom in the cage of his limited constructs. And, one may ask, whether cultural issues are not better cared for by entrusting them in His hands than by entrusting them exclusively to a seemingly sophisticated and presumptuous science, which may, in the present garb only be the consecration of its ultimate ignorance, as intellectual constructs and cultural reality are positioned at a dead angle to each other as long as the latter is not understood more completely, as suggested for example by the cultural translation of hard science paradigms, more specifically, for example, of the complementarity principle. More constructively one may ask whether the above referred to unholy alliance can, once more, be remedied by a complementarity-based scientific-metaphysic understanding of life of which culture has to be viewed as a component, a variable that may be magnified or minimized by the quality of mind and consciousness. And as long as that complete view does not dawn, Hegel’s dictum according to which “we learn from history that we learn nothing from” it cannot change fundamentally. Yet this is a wider question that entails a more fundamental review of culture and civilization, in particular of western rationalism – which is no discreditation of much needed reason, on the contrary -, that seems to be able to lead the horse to the water without, however, being able to make it drink as the saying goes. There is a difficulty in this term in the sense that the supreme source of creation is termed “logos”, translating as word or reason, whereas reason in the sense of Cartesianism usually refers to a limited cultural product of reason in the sense of the mind. On lifting the reductionist siege of reason by the mind one may possibly come closer to the metaphysical rather than the merely philosophical notion of reason. And that is again a supreme strategy for the understanding of creation and constitutes the royal path of integration of its myriads of multidimensional diversity in an all-encompassing logic of unity and integrity. So, while limited reason torpedoes this supreme integration of unity and diversity the complementary semantics of reason is the supreme creation and integration principle. The understanding of reason in the sense of ”logos” unveils the entire rationale of creation and the Creator and that is the ultimate logic of all phenomena of which culture is but an aspect, which therefore requires a recontextualization in the rationale of creation. Thus recontextualized in its true place, where it belongs, it assumes its real meaning and purpose which is only positive and life enhancing as long as it is not grabbed by a reductionist mind for its idiocentric purposes, whereby it assumes its creative-destructive ambivalence and the human travail of its arduous management.

Therefore the question of the “missing link” in the human equation as a whole arises that keeps thwarting human endeavours. What the role of a wider complementary pre-rational-based, rational and transcultural notion of culture can play for the remediation of that state of affairs would be worthy of an investigation in the light of the metaphorical complementarity principle. In this essay we shall confine ourselves to considering the cultural or intercultural dimension and product of Western rationalism as well as the transcultural dimension of man.

In any case one may safely assume that the identification and comprehension of the diverse complementary constitutive components of man’s nature are a key to his wholeness and therefore to more complete solutions in the world of culture and beyond. An all-comprehensive understanding – if such thing is possible – would, however, require the consideration of fundamentals of existence like space, time, consciousness, matter and energy, which is not necessarily limited to the quantum paradigm that, as all mental constructs, is time-relative and superseded by subsequent conceptualizations of nature. Yet, one may assume on the basis of scientific and philosophic epistemologies of diverse cultures that time and the mental space whose content seems to be relative because it is acquired in time and through socialization for our cultural purposes may be transcended by the more time transcending transcultural space of consciousness. Time and its cultural and other accumulation transcending, the latter is less affected by the duality of dialectical processes that characterize in particular mental processes, and therefore ends identity-based diversity dialectics in a way comparable to a transcultural refuge for man. Similar to a cultural autopilot transcultural intelligence which is connected to that transcultural space (circum)navigates critical cultural terrain. The inter-transcultural complementarity is a step towards an understanding and a solution of sociocultural questions. But if man is neither aware of nor willing to heed the time and space transcending exhortation no language can reach him, neither that of science, nor a human one, nor that of common sense, nor that of the divine. And what if not, one may pursue paraphrasing the Talmud? Well, nothing might happen, “except a ship crashing on the rocks”, one might further pursue by paraphrasing G. B. Shaw, or by quoting the time-transcending perspective of the Bible that perceives it ultimately all as "vanity and a striving for wind" (Ecclesiastes 1:14).

Yet, let us resolve to rather follow the light that is nonetheless shining at the end of the sometimes dark tunnel of the human mind, for one can practically argue that the integrative and the disintegrative potentials of what we have agreed to call culture, seems to depend on the depth and completeness of its understanding.

The mental or intercultural space of consciousness is connected to the specific, divisive, which separates humanity at the surface, while the metamental or transcultural space of consciousness is connected to the integrative function of consciousness of mankind. The specific-diffuse dialectic of the wider space of consciousness with complementary functions of division and integration has to be viewed holistically. In the process the conflict-laden logic of separation and division is ended by the concomitant perception of complementary aspects of the one and the whole. This understanding seems to require a stepping beyond the metaphorical quantum physics insight of Heisenberg’s uncertainty principle, according to which the simultaneous determination of the position and the momentum of a subatomic particle is impossible and raises the question whether two apparently simultaneously incompatible perceptions can be integrated. In consciousness the law of physics, relative to the simultaneous perception and determination, may be relativized by the possibility of concomitant awareness, at least as a working hypothesis and based experiential perceptual evidence. A psychological analogy of neurophysiologic research data, based on the principle of twofold structural and functional integration, seems to suggest that not only concomitant perception, but also the integration of the intercultural perception by the transcultural is possible. It seems that consciousness cannot even be fully described by quantum physics metaphors. One has to assume a quantum physics transcending, i.e. a "supraquantic" dynamic of consciousness, so to speak. Science appears as a time-space-consciousness-relative construct that is tentative in nature and calls for a more time enduring complementary embedding. Yet let us leave the metaphorical domain of physics, which is intended as a support of our cultural quest, rather than its complication.

In order to reduce much of the said to a straight forward common sense metaphor, I offer the image of a tree: The roots of our tree represent our cultural conditioning, which is one level of our identity that we classically assume to be involved in our intercultural interactions. If you look at a powerful, well grown tree in nature you perceive its complex structure. Similarly interconnected and complex are cultural profiles. Yet there is another set of roots that assimilates the atmospherical nutrition to complement the flows from the roots. The two are interconnected by the stem. None of the two components is irrelevant. On the contrary, their synergy truly yields good fruit physically and culturally for our purposes. Without trees and their ecological function nature is unimaginable. It is sustained by them. The same interrelatedness with its impact on our world can be applied to the intercultural first level of cultural awareness and identity and the complementary superimposed second level of cultural awareness and identity, which is the crown. Their synergistic interconnection by the vital stem integrates the two complementary aspects of earthly and cosmic identity which yields the type of fruit that sustains a global cultural world. Thus the totality of culture with regard to structures and functions can be represented by a common tree. Actually, Dr. Thérèse Brosse assumes that our identification processes are connected neurophysiologically to what is the brain stem in neuroanatomy. And the simply tree metaphor of a complex holistic cultural reality also shows that if one severs the roots (intercultural space) from the crown (transcultural space) by cutting the stem the life of the physical tree dies as well as living culture alike. Alternatively, the intercultural and the transcultural can also be glad in a straightforward engineering metaphor of two wheels connected by the axis (the intercultural and the transcultural wheel). If you have only one you may at best turn around in circles, if they are not properly synchronized you get nowhere in the world of culture. However, if they are properly integrated and synchronized you can navigate the world of culture comfortably. Or think of the inter- and the transcultural as the natural coordination of your left and your right arm by the brain. With it many things are possible, without it everything seems impossible. Furthermore, it is simply about wholeness, a wholeness that perceives through the wholeness of consciousness the wholeness of the world and is therefore naturally integrative. If you are the world you affect the world in accordance with your state of mind and consciousness. The quality of the consciousness of the observer or perceiver - comparable to the wave detector that perceives waves and the particle detector that perceives particles - perceives its likeness and co-creates a world that seems to originate first and foremost in consciousness. When you reach that ONE you are beyond cultural dualism and cultural conflict and you become a natural bridge builder, integrator and anchor on the stormy sea of time with its cultural waves. Epistemologically that implies a shift from an instrumental, mechanistic intercultural management to a consciousness-based inter-transcultural management philosophy which empowers cultural subjects while it holds them accountable for their own psychological processes, above all if they are strategic managers, whose consciousness is targeted at vaster ensembles in global business and geopolitical contexts due to their global roles.

In order to prevent culture conflict it seems therefore necessary to not only develop the more specific divisive function of consciousness or the particle perception, but also the more integrative function of consciousness or the wave function. The particle perception and the wave perception have been connected by the Ch. Hampden- Turner to the left brain hemisphere and the right respectively. Their integration is as vital as the stem of the tree in the wholistic tree metaphor of culture or as the axis in the engineering or vehicle metaphor of a complementarity-based perception of the world of culture. The awareness and development of the complementary integrative function of consciousness balances functional disequilibria and the synergy of the two functions seems to fulfill the requirements of life whose two constitutive components seem to be diversification and integration at ever higher levels. Their synergy seems to be beneficial to life while it absence seems to constrain life. Their disconnection destroys the wholeness and vitality of culture. Then it becomes a liability instead of a creative asset. The constraint of natural mental-biological conditions may even cause a state of cultural and other forms casus belli. Not observing such principles can menace life even irreversibly. Appropriate diversity management therefore is a biologically-based sociocultural imperative.

In the following I would like to lay an epistemological foundation for a transcultural and integrative function of the human mind and consciousness that complements its differentiation function. The two functions are complementary and constitute a wider space of consciousness that allows the wider contextualization of culture in it and puts it in a new light that releases enhanced global culture management potentialities.

The range of the diverse cultural traditions seems seem to provide elements in support of such a transcultural-integrative space of consciousness. They seem to indicate in culturally diverse forms and terms that one should consider man as much as possible as a whole, in order understand him wholistically and thereby solve his problems equally wholistically and therefore sustainably, for a wholistic insight into human nature reveals a natural integration and control dynamic that can also be applied to the management of the culture variable within him and without.

In that sense Sun Tzu’s dictum becomes plausible, according to which self-awareness amounts to invincibility in the sense that man can conquer himself which is the greatest victory, as it also entails the victory over the world, due to the interdependence of the two. When exploring the diverse cultural contributions to our quest, we shall follow the sun’s orbit from sunrise to sunset that of the physical sun as much as that of the light of the human spirit. Without proceeding to a detailed comparative philosophical analysis, we shall realize that all civilizations which partake in an all-comprehensive and potentially uniting field of consciousness and human life per se, highlight forms of consciousness that transcend dialectical mental consciousness which seems to be the repository of cultural programming and thus contribute to more differentiated forms of human self-awareness. This unity in consciousness and life of man embeds him, beyond evolutionary diversification dialectics, in a fundamentally indissoluble unity, comparable to the biblical metaphor of “the vine and the branches”, while this metaphor also accounts for the source of life per se.

This more comprehensive self-awareness constitutes a launching pad for the exploration, definition and systematization of a complementary transcultural and integrative dimension that contextualizes culture in an innovative way in the sense of a natural integration of the cultural. Such an approach can contribute to the opening of the golden box or cage of human constructs and show man the way to a comprehensive and all-integrative higher form of freedom, which also is his birthright without thereby destroying the acquis of the known of the box but rather transforming it in the light of a more comprehensive self-knowledge. A pivotal point thereby may be the process of the opening of the said box, which is a metaphor for the state of the human mind and the relativity of its artifacts: Is it progressive and analytical, or triggered by sudden illumination or is it a tearing open of the door (an expression by Benedict XVI employed recently) to let the divine enter that it may illuminate limited and limiting mental consciousness. Far from New Age magic with its confusion it is an inquiry into the totality and vastness of a Creator-Creation continuum with man and his nature as a cardinal dimension of this totality along with its sociocultural translation – to the extent that such understanding is bestowed on human relativity. Let’s get started on our tour of the epistemological horizon of the world:

1. Indian civilization, whose prime cultural value is said to be the quest for metaphysical truth, not surprisingly celebrates true self-awareness in the notions of „vidya“ (knowledge) as opposed of „avidya“ (ignorance) and in the notion of „consciousness-witness“ which can be correlated to the metamental, noetic (from the Ancient Greek “nous” (referring to the top of a threefold wholistic noetic-psycho-somatic structure of man, based on Dr. Thérèse Brosse) or transcultural dimension or space of awareness and consciousness that can be said to act as a witness with regard to the conditioned processes taking place in mental, (inter)cultural consciousness with its streams of thoughts and feelings of like and dislike, pros and cons etc. It is aware of both dimensions and acts by mere witnessing, perceiving and observing “mindfully” without getting dragged into the processes of the mind. It allows stabilizing oneself unmoved in the eternal present as at the center of a wheel, whatever its speed and frequency of revolution. The transcultural dimension can be likened to a positioning of the observer at the wheel’s hub, whatever the intercultural processes of the cultural scenarios towards the periphery of the ever turning wheel. It may remind a Western Christian Civilization reader of the comparable Biblical belief that we are “living in this world but that we are not of this world”, which leads, as the consciousness-witness perspective to a sense of non-attachment and non-involvement because one is anchored in a dimension that transcends the dialectics of mind and emotions. The simultaneous awareness of the hub and of the periphery, likeable to the complementarity principle-based perception of culture, leads to its more complete perception and therefore to an enhanced management potential thereof, because the culture manager can leverage multidimensional resources for the management of culture that transcend conventional intercultural assumptions, instruments and techniques. The hub of the wheel of culture may be likened to the transcultural dimension in which all spokes are bound to converge, while the periphery may be likened to the intercultural dimension. The two are, based on a neurophysiologic-psychological analogy, a hierarchized two-dimensional system of consciousness that is complementary and in which the hierarchically superordinate transcultural center has an integrative command and control function with regard to the subordinate intercultural dimension. The two synergize as full circle, 360° inter-transcultural awareness and capabilities. Transcending time and mind it acts without acting in the traditional sense. Seeing is doing as the proverb says and as the sage Krishnamurti confirms in the “choiceless awareness” attitude, which may be framed in more Buddhist environments as “mindfulness”. So, the South Asian, the East Asian, the Western Christian, common sense and the sage’s optic, the quantum metaphor and the physiologic-psychological analogy as well as other optics, all seem to converge on an interdependent multi-dimensional culture consciousness assumption with a new dynamic of culture governance within man’s reach, for which there is multidisciplinary evidence.

This assumed time transcending dimension of human consciousness is a tenor of the contributions of Asian cultures to human civilization which we will encounter again in Japan and China in culturally diverse forms. Dhyan, the Sanskrit root word of meditation, which becomes Chan in China and Zen in Japan and which is assumed to further that type of consciousness, illustrates the interconnectedness of Asian cultures. The well-known monkey king story across Asia, in which the Buddhist Sutras are brought to China by a monk in an adventurous-educational way, illustrates the physical and metaphysical paths of knowledge in general and in Asia in particular.

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Ende der Leseprobe aus 432 Seiten

Details

Titel
Das Management des Kulturbewusstseins - Kulturelle Bewusstseinsbildung und -management
Untertitel
The Management of Cultural Awareness - Intercultural Consciousness and Management
Veranstaltung
Interkulturelles Management
Autor
Jahr
2012
Seiten
432
Katalognummer
V190421
ISBN (eBook)
9783656149743
ISBN (Buch)
9783656565987
Dateigröße
4334 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
in Englisch und Deutsch
Schlagworte
interdisciplinary intercultural research, cultural awareness, culture consciousness, intercultural/transcultural consciousness research, interdisziplinäre Kulturforschung, kulturelle Bewusstheit, kulturelles Bewusstsein, interkulturell-transkulturelle Bewusstseinsforschung
Arbeit zitieren
D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Autor:in), 2012, Das Management des Kulturbewusstseins - Kulturelle Bewusstseinsbildung und -management, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190421

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