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Mythos Vampir: Überlieferungen des Volksglaubens und ihre Umsetzung in Stephenie Meyers Bis(s)-Reihe

Titel: Mythos Vampir: Überlieferungen des Volksglaubens und ihre Umsetzung in Stephenie Meyers Bis(s)-Reihe

Facharbeit (Schule) , 2010 , 26 Seiten , Note: 13 Pkt.

Autor:in: Melanie Köppl (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Wenn irgend etwas in der Welt bewiesen und sicher ist, dann sind es die Vampirgeschichten. Offizielle Berichte, Aussagen von glaubwürdigen Personen, von Chirurgen und Richtern untermauern diese Behauptung.“ ( Jean-Jacques Rousseau1)
Jean-Jacques Rousseau war fest von der Existenz der Vampire überzeugt, was anhand seiner Aussage deutlich wird. Es gibt tatsächlich unzählige Berichte von Medizinern und glaubwürdigen Personen, doch kann man jetzt schon vorausgreifen, dass es definitiv keine Vampire gibt. Die Quellenlage ist etwas kompliziert, da die überlieferten Texte und Berichte sehr oft nicht objektiv sind, obwohl sich viele Schriftsteller bemüht haben alles detailgetreu wieder zu geben, was sie gesehen haben. Generell saugt ein Vampir einem Lebewesen das Blut aus, um sein Überleben zu gewährleisten. Seinen Ursprung und vermehrtes Vorkommen hatte der Vampir im slawisch-orthodoxen Raum, also in Ost- und Südosteuropa. Doch der Vampir wie wir ihn heute kennen, hat nichts mit dem überlieferten Volksglauben zu tun. Er wird als ein Blutsauger dargestellt, der in der Nacht seine Opfer überfällt und einen langsam fortschreitenden Tod bei diesen verursacht. Gut informiert durch Filme und Romane, weiß man im Allgemeinen wie sich ein Vampir verhält. Den Tag verbringt er in seinem Sarg, der mit der Erde seines eigenen Grabes gefüllt ist und schläft dort mit offenen Augen bis das Tageslicht verschwunden ist, welches er verabscheut. Doch am meisten fürchtet er das Kruzifix und Knoblauch. Sein Erscheinungsbild ist leicht zu erläutern: Der Vampir ist blass im Gesicht, hat spitze Zähne, die er zum Blutaussaugen braucht, lange dürre Finger und ist sehr kräftig. Um unbemerkt Gespräche belauschen zu können, kann der Vampir sich sogar in eine Fledermaus verwandeln2. Doch diese ganze Charakteristik entspricht nicht den historischen Quellenangaben. Sie spiegelt die Phantasien von einzelnen Personen wieder. So ist auch die wohl berühmteste Geschichte, die von einem Vampir handelt, Dracula, nur eine Verknüpfung von alten Traditionen und neuen Erfindungen ist. Bram Stoker schuf den Grundbaustein für die zahlreichen, weiteren Vampirgeschichten und –filme. Abzuklären ist nun, inwiefern die Vampirgeschichten, wie die Bis(s)-reihe der Stephenie Meyer, mit dem Volksglauben übereinstimmen. Doch zuerst müssen einige allgemeine Dinge erläutert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Der Vampir im Glauben der heutigen Zeit

2. Mythos Vampir: Überlieferungen des Volksglaubens und ihre Umsetzung in Stephenie Meyers Bis(s)-Reihe

2.1 Der Ursprung des Glaubens an wiederkehrende Tote

2.2 Verschiedene Vorstufen des Vampirs

2.3 Der Vampir in verschiedenen Regionen

2.3.1 Slawische Region

2.3.2 Griechenland

2.3.3 Rumänien

2.4 Der historische Vampir

2.5 Medizinische Erläuterungen

2.6 Die theologische Sicht

2.7 Weitere Ansätze für Vampirvorfälle

2.8 Verwirklichung der Überlieferungen über den Vampir in der Bis(s)-Reihe

3. Der große Erfolg der Bis(s)-Reihe

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit untersucht den historischen Ursprung des Vampirmythos im Volksglauben und analysiert kritisch, inwiefern die zeitgenössische Darstellung in Stephenie Meyers "Bis(s)"-Reihe mit diesen traditionellen Überlieferungen übereinstimmt oder von ihnen abweicht.

  • Historische Herleitung des Vampirglaubens und regionale Unterschiede
  • Medizinische und theologische Erklärungsansätze für historische Vampirphänomene
  • Analyse der Vampircharakteristika in der Literatur und Filmindustrie
  • Vergleichende Untersuchung: Historischer Vampir versus moderne Romanfiguren
  • Soziologische Faktoren für den Erfolg der "Bis(s)"-Reihe bei Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

2.5 Medizinische Erläuterungen

Da nun erklärt wurde, welche Eigenschaften auf den historische Vampir zu treffen und welche nicht, kann man einen Blick auf die Quellen werfen, welche genau beschreiben wie die gefundenen Leichen der angeblichen Untoten aussahen. Auf Grund der Berichte und Erzählungen des 18.Jahrhunderts also, welche sich mit Vampiren befassten, könnte man fast an die Existenz lebender Toter glauben. Bestimmt gaben sich die Verfasser große Mühe alle Beobachtungen richtig nieder zu schreiben, jedoch waren sie selbst von der Überzeugung, dass es Vampire gibt. Aber natürlich gibt es sie nicht. Es war allerdings eine Herausforderung für die Wissenschaften die Phänomene aus den glaubwürdigen Berichten der Ärzte, Apotheker oder Beamten im Nachhinein, basierend auf die vorhandenen Quellen, klar ersichtlich zu lösen. Aber eines ist klar: Eine monokausale Deutung für die Vampirvorfälle gibt es nicht, sondern ähnlich wie bei der Hexenverfolgung. Man kann jedoch wissenschaftlich beweisen, dass die bei den Ausgrabungen vermeintlich gefundenen Vampire keine Vampir waren, vielmehr normale Tote.

Die typische Geschichte, wie sie sich meist im 18. Jahrhundert zu getragen hat, verlief so: Ein Mensch starb an einer Krankheit, die er meist schon so lange hatte bzw. die kurz und heftig war, dass der Mensch kurz vor seinem Tod sehr abgemagert, bleich und ausgezehrt aussah. Kaum war er unter der Erde, wurden bereits Gerüchte über den Toten erzählt: es wurde von nächtlichem Leben auf dem Friedhof gesprochen und auf einmal gab es mehrere Tote in Folge. Selbstredend schlossen die Menschen auf eine unnatürliche Wesensform, die nur ein Untoter, also ein Vampir sein konnte. Man nahm nun eine Exhumierung vor, um sich zu überzeugen, was mit dem Toten passiert war und um die bereits vorher getroffenen Verdächtigungen zu bestätigen. Als man darauf den Sarg öffnete, sahen die Menschen, dass der Leichnam wohlgenährt und nahezu fett war ohne Zeichen einer Verwesung zu zeigen. Nun war für die Menschen klar, dass dies der Beweis war: Der Leichnam war ein Vampir, der sich mit Blut von Personen vollgesogen hatte. Dieser Ablauf der Geschehnisse war charakteristisch für das 18. Jahrhundert, was auch das „Goldene Zeitalter“ der Vampir genannt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Vampir im Glauben der heutigen Zeit: Dieses Kapitel stellt die Diskrepanz zwischen dem modernen, durch Medien geprägten Vampirbild und den historischen Grundlagen des Volksglaubens dar.

2. Mythos Vampir: Überlieferungen des Volksglaubens und ihre Umsetzung in Stephenie Meyers Bis(s)-Reihe: Dieser Hauptteil analysiert die Entstehung des Vampirmythos in verschiedenen Kulturen, beleuchtet medizinische sowie theologische Deutungsversuche und vergleicht diese mit den fiktiven Charakteren von Stephenie Meyer.

3. Der große Erfolg der Bis(s)-Reihe: Hier wird der immense kommerzielle Erfolg der Buchreihe und der Twilight-Filme analysiert und auf die Verbindung von Horror, Romantik sowie die Bedürfnisse der jugendlichen Zielgruppe zurückgeführt.

Schlüsselwörter

Vampir, Volksglaube, Bis(s)-Reihe, Stephenie Meyer, Geschichte, Wiedergänger, Mythos, Medizin, Theologie, Dracula, Twilight, Untote, Fäulnisprozesse, Porphyrie, Medienwirksamkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vampirmythos und untersucht den Wandel der Figur vom historischen, gefürchteten Wiedergänger des Volksglaubens hin zur romantisierten literarischen Figur in der heutigen Zeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenfelder umfassen die historische Herleitung des Glaubens an Untote, wissenschaftliche Erklärungsansätze für vermeintliche Vampirvorkommnisse und eine medienkritische Auseinandersetzung mit modernen Vampir-Adaptionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die historischen Überlieferungen mit der fiktiven Darstellung in Stephenie Meyers "Bis(s)"-Reihe abzugleichen und zu prüfen, inwieweit der moderne Vampir noch Gemeinsamkeiten mit seinem historischen Vorbild aufweist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, wobei historische Berichte und aktuelle Forschungsergebnisse gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse verschiedener Vampirvorstufen (z.B. Slawische Region, Griechenland, Rumänien), untersucht medizinische Erklärungsmodelle wie Fäulnisprozesse oder Krankheiten und betrachtet die theologische Sicht auf Exkommunizierte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben den Kernbegriffen "Vampir", "Volksglaube" und "Bis(s)-Reihe" sind Begriffe wie "Wiedergänger", "Porphyrie", "Medienwirksamkeit" und "Historische Analyse" zentral.

Wie unterscheidet sich der historische Vampir von den Cullens aus der "Bis(s)"-Reihe?

Der historische Vampir wurde als bedrohlicher, oft verrottender Toter wahrgenommen, während die Cullens als ästhetisierte, unsterbliche Wesen dargestellt werden, die Tageslicht vertragen und sich vegetarisch ernähren.

Warum spielt das 18. Jahrhundert eine so große Rolle in der Untersuchung?

Das 18. Jahrhundert gilt als das "Goldene Zeitalter" des Vampirmythos, aus dem zahlreiche dokumentierte Berichte und medizinische Exhumierungsprotokolle stammen, die als Basis für die wissenschaftliche Untersuchung der Phänomene dienen.

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Details

Titel
Mythos Vampir: Überlieferungen des Volksglaubens und ihre Umsetzung in Stephenie Meyers Bis(s)-Reihe
Hochschule
Finsterwalder Gymnasium Rosenheim
Veranstaltung
Geschichte LK
Note
13 Pkt.
Autor
Melanie Köppl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
26
Katalognummer
V190431
ISBN (eBook)
9783656151227
ISBN (Buch)
9783656151371
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mythos Vampir Volksglaube Bis(s)-Reihe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Köppl (Autor:in), 2010, Mythos Vampir: Überlieferungen des Volksglaubens und ihre Umsetzung in Stephenie Meyers Bis(s)-Reihe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190431
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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