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Diese Arbeit stellt eine Erhebung vor, die ausgehend von der genannten Studie, den Schwerpunkt auf die Akzeptanz verschiedener, auch neuartiger Softwaredistributionswege legt und einen größeren Nutzerkreis berücksichtigt. So werden Informationen gesammelt, die genutzte Distributionsarten, Erfahrungen während der Installation und Zukunftswünsche betreffen, aber auch Distributionsverfahren bewertet.
Der Aufbau dieser Arbeit ist wie folgt: Zunächst werden die Grundlagen des Mobile Compu-ting sowie der empirischen Sozialforschung erläutert (Kapitel 2). Anschließend wird näher auf die Problematik der Softwaredistribution bei mobilen Endgeräten eingegangen (Kapitel 3). Es folgt die Beschreibung des Forschungsdesigns (Kapitel 4), bevor auf die Ergebnisse der Studie eingegangen wird (Kapitel 5). Abschließend erfolgt ein Ausblick in die Zukunft (Kapi-tel 6) und eine Zusammenfassung (Kapitel 7).
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4.1.1 Forschungsfragen
Aus der Themenstellung und der Nutzerstudie von Caus, Christmann & Hagenhoff (2010) wurden folgende Forschungsfragen abgeleitet:
1. Welche Distributionsarten verwenden Mobiltelefonnutzer derzeit am häufigsten und wa-rum?
2. Welche Distributionsarten bevorzugen sie und würden sie in Zukunft gerne nutzen?
3. Welche Erfahrungen haben Mobiltelefonnutzer mit der Installation mobiler Anwendun-gen?
4. Wie wirken sich demographische Faktoren auf den Installationsvorgang der mobilen Anwendung und die Zukunftswünsche aus?
Forschungsfrage (F1) beschäftigt sich mit der Frage, wie Nutzer gegenwärtig mobile Anwendungen installieren. Dadurch können Zusammenhänge zwischen gegenwärtig genutzten und zukünftig gewünschten Software-Distributionsverfahren betrachtet werden. Hierzu dient die anknüpfende Forschungsfrage (F2), die sich mit den bevorzugten und in der Zukunft durch den Anwender genutzten Installationsverfahren befasst. Die Frage, welche Erfahrungen Pro-banden bereits mit der Distribution mobiler Software hatten und welche Probleme dabei ge-gebenenfalls auftraten, wird in F3 thematisiert. Der Einfluss demografischer Faktoren, wie Alter, Technikaffinität und Geschlecht, wird hier schwerpunktmäßig auf Probleme bei der Installation sowie auf Zukunftswünsche der Anwender bezogen (F4).
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Mobile Computing
2.2 Mobile Endgeräte und ausgewählte Betriebssysteme
2.3 Ausgewählte Aspekte der empirischen Sozialforschung
2.3.1 Phaseneinteilung innerhalb der Forschung
2.3.2 Methoden der Datenerhebung
2.4 Ausgewählte Aspekte der statistischen Datenanalyse
2.4.1 Statistische Skalenniveaus
2.4.2 Statistische Lageparameter
2.4.3 Statistische Streuungswerte
2.4.4 Weitere statistische Analyseinstrumente
3 Softwaredistribution bei mobilen Endgeräten
3.1 Akquisitorische Distribution und ausgewählte Geschäftsmodelle
3.2 Physische Distribution der mobilen Anwendungen
3.2.1 Übertragung über das Mobilfunknetz
3.2.2 Übertragung über Bluetooth
3.2.3 Übertragung über ein WLAN
3.2.4 Übertragung über NFC
3.2.5 Übertragung über den Computer
3.3 Herausforderungen
4 Vorbereitung und Durchführung der Nutzerbefragung
4.1 Formulierung und Präzisierung des Forschungsproblems
4.1.1 Forschungsfragen
4.1.2 Abgeleitete Hypothesen
4.2 Planung und Vorbereitung der Datenerhebung
4.2.1 Eingrenzung der Zielgruppe
4.2.2 Ablauf der Datenerhebung
4.2.3 Erhebungsinstrument
4.2.4 Forschungsdesign
4.2.5 Realisation einer repräsentativen Stichprobe
4.2.6 Pretest
4.3 Datenerhebung
5 Auswertung der Nutzerbefragung
5.1 Rahmenbedingungen für die Auswertung
5.1.1 Vorgehensweise bei der Auswertung
5.1.2 Gewonnene Daten
5.1.3 Merkmale der Stichprobe
5.2 Nutzung von Distributionsarten und ihre Gründe (F1)
5.2.1 Hypothese 1
5.2.2 Hypothese 2
5.2.3 Weitere Erkenntnisse
5.3 Bevorzugung bestimmter Distributionsarten (F2)
5.3.1 Hypothese 3
5.3.2 Hypothese 4
5.3.3 Weitere Erkenntnisse
5.4 Erfahrungen der Teilnehmer bei der Installation mobiler Anwendungen (F3)
5.4.1 Hypothese 5
5.4.2 Hypothese 6
5.4.3 Weitere Erkenntnisse
5.5 Auswirkungen demografischer Faktoren auf den Installationsvorgang (F4)
5.5.1 Hypothese 7
5.5.2 Hypothese 8
5.5.3 Weitere Erkenntnisse
6 Implikationen der Ergebnisse für zukünftige Softwaredistributionsprozesse
7 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Methoden der Softwaredistribution bei mobilen Endgeräten, um die Akzeptanz verschiedener Installationswege bei Nutzern zu erfassen und Einflussfaktoren auf diesen Prozess zu analysieren.
- Analyse technischer Voraussetzungen für die mobile Softwaredistribution
- Untersuchung von Nutzerpräferenzen bei Installationsszenarien
- Einfluss von demografischen Faktoren auf das Installationsverhalten
- Vergleich technischer Übertragungswege wie WLAN, Bluetooth und Mobilfunk
- Identifikation von Hürden und Abbruchgründen bei Installationen
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Übertragung über das Mobilfunknetz
GSM ist ein Standard für Mobilfunknetze und steht heute für „Global System for Mobile Communication“ (vgl. Kaspar 2006, S. 48f.). Er ist in Deutschland nahezu flächendeckend verfügbar. GSM nutzt Übertragungsraten von maximal 13.000 Bit/s für Sprache und 9.600 Bit/s für Daten, arbeitet jedoch leitungsbasiert. Übertragende Daten resultieren aus SMS oder der Nutzung von WAP für die Darstellung von WWW-Inhalten. Aufgrund der niedrigen Datenübertragungsraten wurden Erweiterungen eingeführt, die höhere Raten bereitstellen. GPRS (General Packet Radio Service) beispielsweise, erlaubt theoretische Übertragungsraten von 171,2 kBit/s und arbeitet paketbasiert (vgl. Kaspar 2006, S. 50). Im Gegensatz zu der leitungsbasierten Übermittlung fallen hier nur Kosten an, wenn tatsächlich Daten übertragen werden, auch wenn das mobile Endgerät dauerhaft im Netz eingebucht ist („always on“).
UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) stellt eine Weiterentwicklung von GSM dar und wurde geschaffen, um noch höhere Datenübertragungsraten zu gewährleisten, die der heutigen Mediennutzung gerecht werden (vgl. Kaspar 2006, S. 50). UMTS kann momentan eine Datenrate von bis zu 7,2 MBit/s in Ballungszentren erreichen, ist jedoch nicht flächendeckend verfügbar. Durch diese hohe Übertragungsrate ist die Nutzung des Internets über das mobile Endgerät und die Installation mobiler Anwendungen bequem möglich.
Um nun eine Softwareinstallation über das Mobilfunknetz zu ermöglichen, nimmt der Benutzer Kontakt mit dem Softwareanbieter auf. Dies kann beispielsweise in Form einer SMS geschehen (siehe Jamba in Kapitel 3.1), auf die der Anbieter das gewünschte Programm an den Kunden sendet. Oder aber der Benutzer greift mittels Technologien mit erhöhter Datenrate über spezielle Software oder dem Browser auf dem mobilen Endgerät auf das Internet zu und lädt sich die gewünschte Software herunter.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Verbreitung mobiler Endgeräte ein und definiert die Problematik der komplexen Softwaredistribution als Gegenstand dieser Arbeit.
2 Grundlagen: Das Kapitel erläutert die konzeptionellen Rahmenbedingungen des Mobile Computings sowie die methodischen Grundlagen der empirischen Sozialforschung und statistischen Analyse.
3 Softwaredistribution bei mobilen Endgeräten: Hier werden technische und ökonomische Aspekte der Distribution mobiler Software sowie verschiedene Übertragungswege wie Mobilfunk, WLAN und Bluetooth detailliert beschrieben.
4 Vorbereitung und Durchführung der Nutzerbefragung: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, von der Forschungsfrage und Hypothesenbildung bis hin zur Konstruktion des Erhebungsinstruments.
5 Auswertung der Nutzerbefragung: Die empirischen Ergebnisse werden hier präsentiert, einschließlich einer deskriptiven Analyse der Stichprobe und einer detaillierten Prüfung der aufgestellten Hypothesen.
6 Implikationen der Ergebnisse für zukünftige Softwaredistributionsprozesse: Auf Basis der Untersuchungsergebnisse werden Handlungsempfehlungen für Softwarehersteller abgeleitet, um künftige Distributionsprozesse zu optimieren.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und reflektiert über den Forschungsbedarf für zukünftige Untersuchungen.
Schlüsselwörter
Softwaredistribution, Mobile Endgeräte, Mobile Computing, Nutzerbefragung, Installationsvorgang, Mobilfunknetz, WLAN, Bluetooth, Akzeptanzanalyse, Empirische Sozialforschung, Datenerhebung, Technikaffinität, App-Installation, Mobile Anwendungen, Distributionswege
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den technischen und nutzerbezogenen Herausforderungen der Installation und Distribution von Software auf mobilen Endgeräten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die verschiedenen technologischen Übertragungswege für mobile Anwendungen, die ökonomischen Geschäftsmodelle dahinter sowie das tatsächliche Nutzerverhalten und dessen Akzeptanz.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das primäre Ziel ist es, die Akzeptanz unterschiedlicher technischer Distributionswege durch die Nutzer zu untersuchen und herauszufinden, welche Faktoren den Installationserfolg oder -abbruch beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein empirischer Ansatz gewählt, konkret eine quantitative Online-Nutzerbefragung, deren Ergebnisse statistisch ausgewertet und zur Hypothesenprüfung verwendet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Mobile Computing und Distributionswegen sowie eine umfangreiche Auswertung einer eigenen Nutzerstudie inklusive statistischer Hypothesenprüfungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Softwaredistribution, Mobile Endgeräte, Installationsprozesse, Nutzerbefragung und Akzeptanz.
Warum spielt die Technikaffinität der Nutzer eine Rolle?
Die Studie zeigt, dass technikaffine Nutzer deutlich weniger Schwierigkeiten bei der Softwareinstallation haben und offener gegenüber neuen Technologien wie NFC oder mobilen Hotspots sind.
Welche Erkenntnisse liefert die Studie bezüglich der bevorzugten Übertragungswege?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Installation über den PC nach wie vor weit verbreitet ist und oft bevorzugt wird, während direkte Installationen auf dem Endgerät in Abhängigkeit von den technischen Voraussetzungen unterschiedlich bewertet werden.
- Citar trabajo
- Martin Zelazny (Autor), Saskia Geisler (Autor), 2010, Methoden der Softwaredistribution bei mobilen Endgeräten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190526