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Modernes Regieren unter Thatcher

Eine Analyse der Methoden der britischen Premierministerin der Jahre 1979 bis 1990

Titel: Modernes Regieren unter Thatcher

Hausarbeit , 2011 , 16 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Norman Mach (Autor:in)

Politik - Region: Westeuropa
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine Analyse der Maßnahmen Margaret Thatchers unter Verwendung der Elemente des Modernen Regierens nach Korte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Regierungszeit Thatchers

2.1. Das britische Regierungssystem

2.2. Margaret Thatcher

2.3. Historisches Umfeld und Besonderheiten

3. Modernes Regieren unter Thatcher

3.1. Machtzentralisierung

3.2. „Stilles Regieren“

3.3. Netzwerk-Pflege

3.4. Chefsachen-Mythos

3.5. Telepolitik

3.6. Der Charme der Ressource Außenpolitik

3.7. Ideen-Management

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis der von Karl-Rudolf Korte entwickelten sieben Varianten des modernen Regierens, inwieweit diese bereits in der Regierungszeit von Margaret Thatcher (1979–1990) als prägende Elemente ihres Handelns identifizierbar sind und inwieweit diese ihren politischen Erfolg begründeten.

  • Analyse der Anwendbarkeit des Konzepts "Modernes Regieren" auf eine historische Regierungsperiode.
  • Untersuchung von Machtzentralisierung und Regierungsstil unter Margaret Thatcher.
  • Bewertung von Telepolitik und medialer Inszenierung als Machtinstrument.
  • Einordnung des Thatcherismus als Form des Ideen-Managements.
  • Vergleich der Regierungsstile von Margaret Thatcher und Tony Blair.

Auszug aus dem Buch

3.1. Machtzentralisierung

Die Machtzentralisierung bildet den Mittelpunkt des Regierungsmanagements. Eine gewonnene Wahl zum Vorsitzenden der Regierungspartei befähigt nicht automatisch zu einer dauerhaften Machtposition ohne aktive Maßnahmen zu deren Sicherung. Während Blair später das Unterhaus durch eine drakonische Fraktionsdisziplin und einer Verlagerung der Entscheidungen in seinen Amtssitz, der Downing Street No. 10, kontrollierte und zu einem reinen Instrument degradierte (vgl. Korte 2001: 6), war die Macht Thatchers nicht auf ihren Amtssitz konzentriert. Da sie innerhalb der Regierungspartei umstritten war, war es immer wichtig für sie, indirekte Kritiker, welche sie verachtete, verstummen zu lassen und stattdessen direkte Konfrontationen und Diskussionen zu fördern, welche sie als produktiven Weg betrachtete.

Thatcher verstand die kollektive Verantwortung, welche sie als Premierministerin und die Konservative Partei als Regierungspartei hatten, als grundlegendes Prinzip der Regierungstätigkeit und ihre eigene Popularität innerhalb der Partei und bei der Bevölkerung betrachtete sie dabei als irrelevant, als wichtig erachtete sie nur, dass ihre Wirtschaftskompetenz gesehen und akzeptiert wurde (vgl. Thatcher 1993: 197). Während ihrer Amtszeit führte Thatcher mehrere Kabinettsumbildungen durch. Im September 1981 war der primäre Zweck die Sicherung ihrer politischen Dominanz und Stärkung ihrer Grundsätze (vgl. Thatcher 1993: 228). Spätere Umbildungen fanden statt, um loyale Anhänger zu befördern und Minister, welche ihren Aufgaben nicht gewachsen waren, zu ersetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Elemente des modernen Regierens bereits vor der Ära Blair bei Margaret Thatcher erkennbar waren.

2. Die Regierungszeit Thatchers: Dieses Kapitel erläutert das britische Regierungssystem, die Person Margaret Thatcher und das wirtschaftliche sowie politische Umfeld der Jahre 1979 bis 1990.

3. Modernes Regieren unter Thatcher: Hier werden die sieben Varianten des modernen Regierens nach Korte – von der Machtzentralisierung bis zum Ideen-Management – detailliert auf die Regierungsführung von Thatcher angewendet.

4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Thatcher zwar nicht alle Aspekte des modernen Regierens voll ausschöpfte, jedoch wichtige Grundlagen für spätere Regierungsstile legte.

Schlüsselwörter

Modernes Regieren, Margaret Thatcher, Thatcherismus, Westminster-System, Machtzentralisierung, Regierungsstil, Telepolitik, Ideen-Management, Gewerkschaften, Konservative Partei, Politikwissenschaft, Regierungsführung, Krisenmanagement, Politische Analyse, Großbritannien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, ob der Begriff des "modernen Regierens" – üblicherweise mit späteren Regierungschefs wie Tony Blair assoziiert – bereits Elemente enthält, die sich in der Regierungszeit von Margaret Thatcher identifizieren lassen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den sieben vom Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte definierten Varianten des Regierungshandelns, darunter Machtzentralisierung, Telepolitik, Netzwerk-Pflege und der "Chefsachen-Mythos".

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die historische Einordnung von Thatchers Regierungsstil im Kontext der Theorie des modernen Regierens und die Analyse, inwiefern ihre Methoden zum politischen Erfolg und zum Umbau des britischen Wirtschaftssystems beitrugen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine deskriptiv-analytische Methode angewandt, bei der die theoretischen Kategorien von Karl-Rudolf Korte als Analyseraster auf die empirischen Gegebenheiten der Ära Thatcher übertragen werden.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden die sieben Kriterien Kortes einzeln auf Thatcher angewandt und überprüft, ob und in welcher Ausprägung sie diese nutzte, um ihre politische Agenda, insbesondere den Umbau der Wirtschaft, durchzusetzen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe "Modernes Regieren", "Thatcherismus", "Machtzentralisierung" und "Telepolitik" geprägt.

Inwieweit unterschied sich Thatchers "Stilles Regieren" von späteren Ansätzen?

Die Analyse zeigt, dass eine weitreichende Informalisierung der Entscheidungsstrukturen, wie sie für spätere Regierungen typisch war, bei Thatcher nur in geringem Maße vorlag, da sie Konfrontationen gegenüber konsensorientierten Netzwerken bevorzugte.

Welche Rolle spielte der "Thatcherismus" für das Ideen-Management?

Der Thatcherismus wird als effektive Form des Ideen-Managements beschrieben, durch die Thatcher ihre radikalen wirtschaftspolitischen Visionen als neue Leitideologie in der britischen Politik verankerte.

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Details

Titel
Modernes Regieren unter Thatcher
Untertitel
Eine Analyse der Methoden der britischen Premierministerin der Jahre 1979 bis 1990
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
2,3
Autor
Norman Mach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
16
Katalognummer
V190606
ISBN (eBook)
9783656150220
ISBN (Buch)
9783656150022
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thatcher Modernes Regieren Korte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Norman Mach (Autor:in), 2011, Modernes Regieren unter Thatcher, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190606
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Leseprobe aus  16  Seiten
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